Der Banner

[IC] Akt 7: Cryllor

[IC] Akt 7: Cryllor



kaigrass Post

Verfasst am: 10 Feb 2006 15:56
Cryllor
Wie Kognoskula es vorhergesagt hatte, erreichen Dimble, Boldran und Gilthas noch vor Einbruch der Dunkelheit die Tore der großen Stadt Cryllor. Sie sind bei weitem nicht die einzigen Reisenden, die es auf das östliche Tor der Stadt abgesehen haben. Hinter den Uferbefestigungen außerhalb der Stadt sehen sie einige große Schiffe im seichten Wasser des Javans vor Anker liegen, die keinen Ankerplatz im innerhalb der Stadtmauern liegenden Hafenbereich bekommen haben. Auch dort am Anleger herrscht reges Treiben, denn viele Händler wollen ihre Ladung noch heute löschen, um sofort wieder weiterzureisen.


dimble Post

Verfasst am: 11 Feb 2006 13:40
Dimbles Stimmung an diesem Tag war wieder etwas besser als die Tage zuvor. Er war noch betrübt, doch wieder hoffnungsvoller. Noch bemerkte er keine Veränderungen und Kenewors Geschichte deutete darauf hin, dass der Teufelshuf seinem Träger nur langsam zusetzte.
Kognoskulas Gastfreundschaft und die fröhliche Stimmung bei den Halblingen trugen natürlich auch zur besseren Laune bei, es fiel dem Gnom in der Tat äußerst schwer, ihre Heimat so schnell wieder zu verlassen. Nur zu gerne hätte er Geschichten und alte Lieder der Halblinge gehört, vielleicht sogar Episoden aus Kognoskulas Leben.

Nun reitet er auf das Stadttor Cryllors zu, neugierig und voller Erwartungen. Viel ging dem Gnom durch den Kopf. Doch zunächst galt es Einlass zu erhalten und eine nette Taverne zu finden.

"Gleich morgen werde ich mit meinen Nachforschungen beginnen.", erzählt er Gilthas und Boldran bei einem Abendessen in der Taverne. "Zunächst versuche ich, ob ich mehr über Kenewor herausfinden kann, insbesondere über die zwei Jahre, die in der Geschichte von Moatus fehlten. Natürlich interessiert mich auch der dunkle Wald, darüber wissen wir noch nicht viel. Deinen Rat werde ich ebenfalls befolgen, Boldran. Ich werde einen Tempel aufsuchen. Die Diener des wachsamen Beschützers können mir vielleicht weiterhelfen.
Auch dunkle Bücher werde ich wälzen, um mehr über den Dämonenprinz zu erfahren."
Die Pläne sprudeln aus ihm heraus, der Tatendrang ist Dimble deutlich anzumerken. Im Moment merkt man ihm seinen Trübsinn überhaupt nicht an.


dimble Post

Verfasst am: 12 Feb 2006 13:27
Eine Weile mustert Dimble die lethargischen Männer. Nun, beim konstruktiven Pläne schmieden haben die beiden sich immer zurückgehalten., denkt er bei sich. Das tut seinem Tatendrang aber keinem Abbruch.
"Ich denke nicht, dass ihr mich rund um Uhr beobachten müsst. Ich forsche lieber alleine, das ist weniger auffällig. Zum Abendessen können wir uns ja immer hier sehen, dann kann ich euch berichten, wenn ich etwas herausfinden sollte. Und ihr könnt meine Eckzähne kontrollieren." In Gilthas Richtung blickend schiebt der Gnom seine Unterlippe nach hinten, seinen Oberkiefer nach vorne und bläst zischend Luft durch die Zähne. Dann lächelt er wieder gewohnt freundlich.

Nach dem Essen und einem leckeren Met zieht sich Dimble bald auf sein Zimmer zurück. Dort musiziert er leise noch eine Weile, bevor er sich zur Ruhe legt.

Am nächsten Morgen bricht er früh auf, um seine Pläne in die Tat umzusetzen.


Gilthas Post

Verfasst am: 12 Feb 2006 14:13
Da Vorfreude auf die Stadt größer war, als die Furcht vor dem, was mit Dimble geschehen mag, hat Gilthas sich keine fadenscheinige Ausrede überlegt und ist mit Dimble und Boldran in die Stadt geritten. Wie schon die Tage davor, hat er sich aber immer ein wenig abseits von Dimble gehalten und diesen argwöhnisch beäugt.

Als sie abends die Stadt betreten, atmet Gilthas tief ein und spricht sichtlich erfreut.
"Es ist zwar nur eine kleine Stadt, aber ich merke schon jetzt wie mir die Stadtluft gut tut."

Als der verfluchte Gnom ihm beim Abendessen die Zähne zeigt, bricht es aus Gilthas heraus.
"Es tut mir leid das ich euch argwöhnisch betrachte, aber du bist nunmal verflucht und ich habe genug Geschichten über Flüche und Vampire gehört. Ich hoffe du nimmst es mir nicht zu übel, aber ich bin lieber übervorsichtig als tot."

Nachdem er seine Worte hat wirken lassen, fährt er fort.
"Bei den wissenschaftlichen Nachforschungen bin ich wahrscheinlich keine Hilfe, aber da ich mich eh nach Neuigkeiten und kuriosem umhören werde, werde ich auch ein Ohr für Geschichten von Kenewor und schwarze Reiter aufhalten. Ansonste habe ich nicht so viel vor. Ein wenig durch die Strassen streunen. Vielleicht kann ich meine Fingerfertigkeit ein wenig steigern. Das Treffen mit den beiden fahrenden Händlern hat mich auf den Geschmack gebracht. Eventuell werde ich ein, zwei Tage Kampfunterricht nehmen. Bei den letzten Kämpfen war ich doch reichlich nutzlos und eher ein Balast als eine Hilfe."

Trocken fügt er hinzu.
"Ausserdem will ich gewappnet sein, wenn du zum Vampire mutierst."
Nach diesem Satz lächelt er Dimble freundlich an.


Boldran Post

Verfasst am: 12 Feb 2006 15:37
Eine grosse Stadt.

Der Alte mag keine Städte, zuviele Menschen auf viel zu engem Raum. Neugierig wirft er einen Blick zu Dimble hinüber. Ob er es schaffen wird? Ob er sich von dem Fluch wird befreien können? Ich wünsche ihm dies von Herzen, wahrlich.

Boldran klopft Sturm in die Flanken.

Und wenn nicht? Werde ich, .... wird der Rest von uns stark genug sein, dieses gotlose Wesen, zu den er sich unter Umständen entwickelt, am Ende zu vernichten?

Boldran schickt ein kurzes Gebet zu seinem Gott, daß diese Stunde nie kommen möge.

In der Wirtsstube angekommen, nickt Boldran bloss zu Dimbles Überlegungen und Plänen. Dann zieht er sich auf sein Zimmer zurück und entledigt sich seines Panzers. Den Göttern sei Dank!

Dann macht er sich auf den Weg durch die Stadt, wohlwissend, dass Sturm gut versorgt ist, und fragt einen bliebigen Passanten nach dem Weg in den Heironeous Tempel.
Seine wertvolle Waffe trägt er bei sich.




Gilthas Post

Verfasst am: 14 Feb 2006 19:31
Als Boldran und Dimble am nächsten Morgen aufbrechen liegt Gilthas noch in seinem bequemen Bett und dreht sich nochmal um.

Beim Frühstück erfährt er vom frühen Aufbruch seiner Kameraden.
Wie mir scheint, sind die beiden mit sich selber beschäftigt und ich kann machen was ich will. Splendid!

Nach einem ausgiebigen Frühstück macht auch er sich auf die Stadt zu erkunden. Bei einem ausgiebigen Spaziergang macht er sich ein erstes Bild von der Stadt und seinen Bewohner. Zur Mittagszeit folgt er ein paar Handwerkern in eine der gemütlichen Schänken am Flussufer und versucht deren Gespräche mit anzuhören.


Gilthas Post

Verfasst am: 15 Feb 2006 15:32
Nach dem zweiten ausgiebigen Mahl des Tages und ein wenig Tratsch von den Arbeitern, macht sich Gilthas wieder auf die Stadtluft zu geniessen. Diesmal allerdings mit einem Plan. Als erstes moechte er einen Schmied oder ein Waffengeschaeft aufsuchen. Dort wird er sich erstmal ein wenig umschaun, bevor er sich mit seinem Anliegen an den Verkaeufer wendet.

"Guten Tag, ich bin daran interessiert ein paar Dolche zu erwerben. Ich habe zwar welche, aber sie sind nicht von hervorragender Qualitaet. Habt ihr vielleicht Dolche von gar meisterlicher Hand oder sogar magisch verbesserte Dolche in eurem Angebot?"


Gilthas Post

Verfasst am: 16 Feb 2006 13:45
Als Gilthas die von dem Schmied herbeigebrachten Dolche in den Haenden haelt, ist ihm die Entzueckung deutlich anzusehen.
"Wow, diese Dolche liegen hervorragend in der Hand. Mit denen fuehlt man sich doch gleich viel sicherer. Wieviel kosten die gleich nochmal? 302 Goldene fuer den Dolch von hervorragender Qualitaet und 2302 fuer den auch noch magisch verbesserten? Da kann ich nicht nein sagen. Ich nehme einen von jeden, da ich mir leider keine zwei magisch verbesserten leisten kann."

Ungeduldig diese beiden Prachtstuecke sein Eigen zu nennen, kramt Gilthas sein Gold heraus und reicht es dem Schmied.
"Ich werde meinen Freunden von ihrem hervorragenden Geschaeft berichten. Vielen Dank."

Behutsam verstaut er seine alten Dolche in seinem Rucksack und legt sich andaechtig die beiden neuen Dolche um.

So, jetzt bin ich gewappnet, falls Dimble zu einer Kreatur der Nacht wird denkt Gilthas bei sich, als er die Schmiede verlaesst.


kaigrass Post

Verfasst am: 16 Feb 2006 18:16
Erlebnisse in der Stadt
Die beiden Dolche in den Taschen macht sich Gilthas wieder auf und durchkaemt weiter die Strassen der ihm noch unbekannten Stadt. Aber je laenger er so umherlaeuft, desto mehr faellt ihm auf, dass durchaus Aehnlichkeiten yu seiner Heimatstadt Jurnre festzustellen sind. Zugegebenen, der Fluss und der Hafen sind um einiges groesser und die langen Drei-Master, die bis an ueber die Deckkante hinaus mit Waren beladen sind, sind sehr eindrucksvoll. Aber der Rest, also die kleinen Gassen, die von den Hauptstrassen abgehen, dort wo die interessanten kleinen Laeden und die von einheimischen besuchten Tavernen zu finden sind, kommt ihm schon sehr bekannt vor. Fast wie zuhause.

Ganz anders praesentiert sich die Stadt in Boldrans Augen. Volle Strassen, enge Gassen, staubiger, steiniger Boden. Viele Menschen, die ihn ansprechen, um ihm etwas zu verkaufen oder nur um Geld anbetteln. Boldran ist froh, als ihm ein Passant den Weg zum Heironeus Tempel weist.
Der Weihrauch, der im Innern der grossen Halle schwer in der Luft haengt, wirkt auf Boldran beinahe wie die Luft auf einem freien Feld verglichen mit der stickigen, feuchten Stadtluft. Aber auch hier ist Boldran nicht allein. Im Hauptraum findet gerade eine Messe Stadt, welche erstaunlich gut besucht ist. Boldran zieht es vor, sich erstmal in eine Seitenkapelle zurueckzuziehen und zu beten.

Dimbles erster Weg fuehrt ihn in die Bibliothek, doch schon am Eingang wird er enttaeuscht.
Zutritt nur fuer Mitglieder der Arkanen Gilde, der Gilde der Gelehrten und Priester der Tempel


Gilthas Post

Verfasst am: 16 Feb 2006 19:11
Abends in der gemeinsamen Unterkunft zeigt Gilthas voller Stolz seine neuen Besitztümer.
"Der Schmied ist wirklich gut sortiert und versteht sich auf sein Handwerk. Wenn du nichts dagegen hast Dimble, kümmere ich mich morgen um Xiaras Rüstung."

Nach einer kurzen Pause fährt er fort. "Ich weiß nicht ob du im Moment dafür den Nerv besitzt, aber du könntest eine kleine Geschichte über den schwarzen Reiter zusammenstellen und in Tavernen erzählten. Auf diese Weise könnten wir vielleicht den Leuten weitere Informationen oder wenigstens Gerüchte über den Reiter entlocken. Das Gleiche könnte natürlich auch mit Kenewor funktionieren."


Boldran Post

Verfasst am: 16 Feb 2006 20:59
Froh über diese kleine Seitenkapelle, fernab von der Masse der Leute, kniet Boldran vorsichtig nieder und beginnt ein langes, stilles Gebet.

Herr, jeden Tag diene ich euch mit all meinen Kräften und versuche euer Licht und Ansehen unter den Menschen zu verbreiten. Ich bin bemüht, dem Pfad des Guten zu folgen und handle in dem Wissen, daß eure Macht mich stets umgibt und mich beschützt.

Habe ich nun durch mein Handeln der letzten Zeit euer Ansehen beschmutzt? War ich fehlgeleitet? Habe ich mich durch meine Gefährten verleiten lassen, vom Pfad abzukommen?
Bitte, versteht Herr. Es sind gute Leute, rechtschaffen und stark. Sie dienen, und davon bin ich fest überzeugt, einer gerechten Sache. Doch vielleicht ist ihr Streben nicht immer frei von dem Wunsch nach Macht und Reichtum, verbotenem Wissen und längst vergessenen Ritualen.

Ich folge ihnen aus freien Stücken und werde auch weiterhin an ihrer Seite sein wollen, sie sind, wenn ihr es so wollt, mir ans Herz gewachsen und ich bin der Meinung, daß der eine oder andere von ihnnen nicht auf die Gefahren, die diese Welt zu bieten hat, vorbereitet ist.

Bitte, Herr, gewähre mir auch weiterhin deinen Schutz und deine Gnade, auf dass ich deine Kraft in diese Welt hinaus geleiten kann und dein Ansehen auch weiterhin wächst.

Ich bin dein treuer Diener, mein Name ist Boldran vom Sperberhof.

Bitte, teile meiner lieben Frau und auch meinem Jungen mit, daß sie auf mich warten sollen. Ich werde mich bald zu ihnen gesellen, doch noch ist der Zeitpunkt nicht gekommen.


Noch einmal neigt Boldran in stiller Ehrfurcht sein Haupt und steht dann mit einem Ächzen auf.

Dann macht er sich auf die Suche nach dem Hohepriester des Tempels.

"Verzeiht die Störung, doch ich benötige eure Hilfe und euren Segen."



kaigrass Post

Verfasst am: 17 Feb 2006 13:05
"Mein Sohn, sowohl Segen als auch Hilfe werde ich Euch gerne zuteilkommen lassen.", beginnt der Priester Boldran zu antworten, während er einem Diener die Zeremonialien der Messe übergibt. [i]"Doch wenn ihr lieber mit Councelor Thurm, dem Hohepriester dieser Heiligen Hallen reden möchtet, so müsst ihr Euch noch etwas gedulden. Seine Eminenz befindet sich gerade in einer wichtigen Besprechung mit Lady Regent Lora Manz, der Regentin von Cryllor."

---

"In vier Tagen könnt ihr das Hemd wieder abholen.", meint der Bedienstete in dem kleinen Laden, den Gilthas für die Aufbesserung von Xiaras Kettenhemd auserkoren hat, während er Gilthas zur Tür begleitet.

Als er die Hauptstraße erreicht fällt sein Blick auf einen Jungen der gerade ein paar kleine Plakate aufhängt. Gilthas tritt herbei, um sie zu lesen.

Siegen heißt von den Besten Lernen
Der mehrfach als Held von Cryllor ausgezeichnete Kriegsmeister Morgan Armitage, Eroberer und Befreier von Sentinel Keep, wird nächste Woche in der Stadt sein. Die Gilde der Schmiede konnte ihn dazu überreden, eine eine zweitägige Schulung in Kampftechnik und Taktik für die schlausten Denkern und geschicktesten Kämpfern anzubieten. Interessierte werden gebeten, sich rechtzeitig für die begrenzten Plätze anzumelden. Die Gebühr von 50 Löwen muss bei Anmeldung hinterlegt werden. Nähere Informationen erhalten sie im Gildenhaus am Hauptmarkt.


dimble Post

Verfasst am: 17 Feb 2006 13:26
Trotz des Schildes betritt Dimble selbstbewusst die Bibliothek, um sich bei der Empfangsdame vorzustellen. Gewohnt freundlich und mit eloquenten Worten schmeichelt er der Dame, um seine Bitte zu unterstützen. "Gnädige Frau, ich brauche Zugang zu dem Wissen, welches ihr hier hütet. Einer Dame eurer Stellung ist es doch sicher ein leichtes, einem wißbegierigen jungen Mann einen Gastzugang in eure Bibliothek zu erlauben. Natürlich befolge ich die Regeln, man wird kaum merken, dass ich da bin. Die Bücher werde ich sorgsamst behandeln und auch eure Ordnung werde ich nicht durcheinanderbringen."

Gilthas Post

Verfasst am: 17 Feb 2006 14:03
Ahh, ein Kampftraining. Das ist genau was ich neben den super Dolchen noch brauche. Und auch noch fuer geschickte Kaempfer wie mich.

Da Gilthas sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen will, macht er sich sofort auf den Weg zur Gilde der Schmiede.

"Guten Tag, mein Name ist Gilthas und ich bin an der Kaempferschulung mit Kriegsmeister Morgan Armitage interessiert. Es ist doch wohl noch ein Platz frei? Gut. Aehh, koennen sie mir einen Platz reservieren? Ich habe im Moment nur diesen Edelstein und kein Bargeld dabei. Gut, ich bringe ihnen dann in einer Stunde das Geld vorbei."

Er verabschiedet sich noch und macht sich dann auf den Weg ein paar seiner Edelsteine in Goldmuenzen zu tauschen.



Boldran Post

Verfasst am: 17 Feb 2006 20:27
Was bin ich im Begriff zu tun, Sohn? Ich habe mich verändert, fürchte ich. Früher haben mir materielle Dinge, Besitztümer gleich welcher Art nichts bedeutet. Ich verliess mich auf meinen Glauben, gewann aus diesem Glauben meine ganze Stärke, Kraft und Ausdauer.

Hintergehe ich Heironeous, wenn ich jetzt diesen Weg einschlage
?

Boldran blickt kurz zur Seite.

Nein, Vater. Heironeous wird dich ob deiner Schritte nicht verdammen. Es liegt nichts unrechtes in deinem Handeln. Dieser Schutz wird deine Stärke noch ausbauen und je größer deine Stärke ist desto größer wird der Schutz sein, den du deinen Freunden geben kannst.

Vertraue mir, Vater. Alles ist so, wie es sein sollte.


Boldran nickt kurz und beinahe unmerklich, dann wendet er sich dem Priester zu.

"Ich habe folgendes Anliegen. Meine Gefährten und ich verfolgen einen mächtigen Hexenmeister, der dunkle Rituale und schwarze Magie anwendet. Er bringt Flüche und anderes Unheil über all diejenigen, die sich ihm in den Weg stellen. Gar seltsamen Kreaturen sind wir bei der Verfolgung dieses Mannes bereits begegnet, die uns bis zum Tod bekämpft haben.
Ich fürchte um die Sicherheit meiner Freunde. Sie besitzen nicht meinen Glauben, sind aber äußerst redlich Gesellen, für die ich mich verantwortlich fühle."


Boldran holt tief Luft.

"Ich benötige deshalb mehr Schutz. Meine Waffe wurde von einem Angehörigen eures Ordens bereits mit Hilfe der heiligen Kraft verbessert. Nun wünsche ich eine Verbesserung meines Schildes, so daß er mir einen besseren Schutz bietet und vielleicht sogar einen gewissen Schutz gegenüber Magie oder Odemwaffen und ähnliches innehat."

Boldran zuckt hilflos mit den Schultern.

"Ich bin ein einfacher Mann und kenne mich mit diesen Dingen nicht aus. Vielleicht könntet ihr mir einen Rat geben."


kaigrass Post

Verfasst am: 17 Feb 2006 21:20
Geschmeichelt laechelt die junge Dame am Eingang der Rezeption zurueck. "Nun, ein Leichtes ist es mir leider nicht, denn an den beiden", sie deutet auf zwei bewaffnete Wachen, die vor dem inneren Tor stehen, "kommt keiner vorbei. Aber ich denke, ich kann trotzdem etwas fuer euch tun. Zufaellig ist es mir zu Ohren gekommen, dass Lord Garren von Bazrail, oberster Gildenherr der Gilde der Gelehrten, in einer Stunde vorbeikommen wird. Vermutlich wieder im Gefolge einiger wichtiger Maenner. Da koennte es ein leichtes fuer euch sein, sich denen anzuschliessen und unbemerkt an den beiden Wachen vorbeizukommen. Aber diesen Tip haben sie natuerlich nicht von mir." Die junge Frau zwinkert Dimble vielsagend zu.

--

"Gut, dann bitte noch hier ihren Namen eintragen. Sie koennen doch schreiben, oder?", der Bedienstete der Gilde haelt Gilthas ein Formular hin, waehrend er die Goldmuenzen in eine Kasse legt. "Dann in drei Tagen 2 Stunden nach Sonnenaufgang auf dem Uebungsplatz bei den Baracken der Miliz. Und seien sie puenktlich."

--

Geduldig laesst sich der Priester noch weitere Details ueber den Schwarzen Reiter und vorallem die Wesen erzaehlen. Dann ueberlegt er kurz. "Euer Schild verbessern, so dass ihr eure Freunde vor moeglichem Unheil bewahren koennt, ist ein nobles Vorhaben. Und auch der Kampf gegen die von euch beschriebenen Wesen ist von Heironeus' Interessen gedeckt. Fuer die Verteidigung gegen Kreaturen der schwarzen Maechte kann ein besonderer goettlicher Schutz auf euer Schild gelegt werden. Dieser Bann gegen Untote verstarkt die Schutz Wirkung gegen koerperlilche Angriffe in besonderem Masse. Darueber hinaus schuetzt er auch gegen widernatuerliche und magische Kraefte, die von diesen Wesen gewirkt werden. Eine derartige Verzauberung wuerde euch der Tempel des Heironeus fuer eine angebrachte Spende von 4000 Goldmuenzen zuteil werden lassen."


dimble Post

Verfasst am: 17 Feb 2006 22:46
Augenzwinkernd nickt Dimble der Lady zu: "Aber nein, von ihnen sicher nicht. Vielen Dank, gnädige Dame." Höflich deutet der Gnom eine Verbeugung an. Er informiert sich noch kurz über den groben Plan des Inneren der Bibliothek, damit er eine Ahnung hat, wo er die gesuchte Literatur findet, sollte er tatsächlich im Anhang von Lord Garren von Bazrail die Bibliothek betreten können.

Dann begibt er sich zu einem Magieladen der großen Stadt, um dort einen Einkauf zu tätigen, der ihm das unbemerkte Eindringen hoffentlich erleichtert. Dimble kauft sich einen Hut, der dem Träger ermöglicht, sein Äußeres in geringem Maße zu verändern und jeder Situation anzupassen. Schon viel hat er über diesen Gegenstand gehört und nun, da er einige Goldmünzen zur Verfügung hat, leistet er sich diesen Traum. Außerdem kann ich so meine Fangzähne verbergen, sollte ich wirklich Veränderungen an mir beobachten müssen.

Rechtzeitig findet Dimble sich wieder vor der Bibliothek ein und erwartet unauffällig Lord Garren von Bazrail, um sich diesem heimlich anzuschließen.


kaigrass Post

Verfasst am: 18 Feb 2006 13:01
Vorsichtig blickt Dimble um die Ecke auf die Menschengruppe, die sich dem Eingang der Bibliothek näher. Erleichtert stellt Dimble fest, dass die Wahl, sich als Menschenjunge zu verkleiden gut wahr: im Gefolge von Lord Garran befinden sich außer fünf älteren Männern auch zwei Jungen. Da wird einer mehr auch nicht auffallen.

Sein magischer Hut gibt ihm Zuversicht, dass seine Verkleidung ausreichend ist, und Dimble läuft schnell über den Platz und schließt sich der Gruppe an. Die Männer sind viel zu sehr in einem Gespräch vertieft und die zwei Jungen damit beschäftigt, sich zu streiten, dass keiner die Vergrößerung der Gruppe bemerkt. Einzig die Wachen scheinen ein genaues Auge auf jedes Gruppenmitglied zu haben. Obwohl Dimble ihren Blick länger als es ihm lieb gewesen wäre auf sich spürte, lassen sie ihn schließlich doch anstandlos passieren.

Er hat es geschafft und befindet sich im Hauptraum der offensichtlich gut bestückten Bibliothek. Zahllose übermannshohe Regale säumen die Gänge. Immer wieder unterbrochen von kleinen Tischen auf denen Öllampen stehen. Zwischen den Regalen ist es ein Leichtes für Dimble, sich wieder von der Gruppe zu trennen. Okay, jetzt mal sehen, was ich hier finde.


dimble Post

Verfasst am: 18 Feb 2006 13:58
Erleichtert atmet der Gnom durch. Puh, der erste Teil wäre geschafft. Jetzt gilt es die richtigen Bücher zu finden. Wer weiß, ob ich noch einmal hier eindringen kann.

Er sucht nach Bänden, die seinen Wissensdurst stillen können. Er liest was er finden kann über Kenewor, Neperchill, den Ashen Turm und den Teufelshuf. Desweiteren interessiert ihn der Dämonenprinz Orkus und Artefakte von selbigem. Und natürlich der dunkle Wald.
Allgemeinere Literatur über Flüche, deren Auswirkungen und wie man sie brechen kann sucht er ebenso. Zudem versucht er soviel wie möglich über Vampire zu erfahren. Viele Stunden brütet Dimble über den Bänden, bedient sich immer wieder in der gut bestückten Bibliothek. Zu schade, dass Kognoskula nicht hier ist. Sie wäre sicher eine große Hilfe.


kaigrass Post

Verfasst am: 18 Feb 2006 17:12
Irgendwie scheint Dimble von der Vielfalt der zur Verfügung stehenden Informationen überwältigt zu sein. Also widmet er sich der Geschichte und versucht etwas über die ihm bekannten Personen und Orte herauszufinden. Und tatsächlich gelingt ihm, etwas über Lord Neperchill zu finden, doch erhellen die Informationen über die Anwesen und Güter des Lords leider nicht seine derzeitige Lage. Über Kenewor finde er leider nichts.

Dämonen und Artefakte scheint ein Thema zu sein, welches nicht leicht ohne Vorwissen zugänglich ist. Zu komplex und verwirrend scheinen Dimble die Beschreibungen in diesen Büchern.

Von der langen Suche angestrengt widmet er sich der 'leichteren' Kost und blättert in der allgemeinen Literatur über Flüche. Derer scheint es unglaublich viele zu geben in den verschiedensten Ausprägungen. Nur wenige Menschen sind in der Lage flüche zu wirken, so dass eine wirkliche Gefahr nur von älteren magischen Gegenständen ausgeht. Meistens sind jedoch erfahrene Priester in der Lage diese Flüche zu brechen.

Das was Dimble abschließend über Vampire liest, bestätigt, was er eh schon wußte. Geschafft schlägt Dimble auch dieses Buch zu und stellt es an den richtigen Platz zurück.

Als er die Bibliothek verlässt, ist die Sonne bereits untergegangen. Müde macht er sich auf den Weg zurück in das Gästehaus.


kaigrass Post

Verfasst am: 18 Feb 2006 17:13
Am Abend
Beim gemeinsamen Abendessen erzählt Gilthas seinen beiden Gefährten, was er so alles am heutigen Tag erlebt hat. Als er von dem bevorstehenden Kampftraining erzählt, gerät er richtig ins Schwärmen.

"Dimble, du hast doch bestimmt schon vom Kriegsmeister Morgan Armitage gehört. Der hat Sentinel Keep befreit. In ein paar Tagen werde ich von ihm die besten Kampftechniken lernen. Boldran, im Gegensatz zu mir bist du zwar ein gestandener Kämpfer, aber ich bin sicher auch du kannst noch was vom Kriegsmeister Armitage lernen. Warum kommst du nicht mit? Ist nicht billig, aber von dem was ich gehört habe, ist es jeden Heller wert."

Dagegen sitzt Boldran etwas unruhig mit seinen Freuden beim Abendessen. Ungewöhnlicherweise setzt er zu sprechen an, noch ungewöhnlicher ist das Anliegen welches er vorträgt.

"Meine Freunde. Ich beabsichtige die Dienste des hiesigen Tempel des Heironeous in Anspruch zu nehmen. Aus diesem Grund wollte ich einmal fragen, welche Mittel uns zur Verfügung stehen und wieviel davon unter Umständen mir zustünde."

Erwartungsvoll blickt er die anderen an.

Nachdem seine Gefährten ihm dargelegt haben, welche Goldsummen ihnen zur Verfügung stehen und Dimble Boldran erinnert hat, dass er Kognoskula noch 500 Goldmünzen schuldet, schweigt Boldran einige Zeit.

Schliesslich fährt er bedächtig fort.

"Ich würde für die Dienste des Tempels 4000 GM benötigen. Das heißt mir fehlen noch ungefährt 2000 Goldmünzen. Wäre das machbar? Würdet ihr mich unterstützen?"


dimble Post

Verfasst am: 18 Feb 2006 18:04
Dimble schüttelt den Kopf.
"Tut mir leid, ich kann dir nicht aushelfen, Boldran. Meinen Anteil habe ich schon investiert."

Erfreut sieht der Gnom, dass die Laune von Gilthas sich deutlich gebessert hat. Die Stadt scheint ihm gut zu tun. Er behandelt den Gnom sogar wieder fast normal. "Natürlich, einige Lieder kenne ich, die diese Befreiung feiern. Eine Ehre von ihm unterrichtet zu werden. Du kannst dich glücklich schätzen, einen Platz ergattert zu haben, sein Training ist bestimmt äußerst gefragt."

Auch der Gnom berichtet kurz von seinem Tag: "Ich war heute in der Bibliothek und habe geforscht. Doch leider konnte ich nicht viel herausfinden. Wahnsinnig komplizierte Schriften hielt ich in den Händen. Ich habe Kognoskula vermisst, wenn sie kommt, muss ich sie unbedingt an diesen Ort begleiten. Bis dahin verlasse ich mich lieber wieder auf Geschichten und Lieder, das ist eher mein Metier und bereitet mir auch viel mehr Freude."


dimble Post

Verfasst am: 19 Feb 2006 13:48
Auch an diesem Abend zieht sich Dimble schon bald nach dem Essen auf sein Zimmer zurück. Sein Kopf brummt vom vielen Bücher wälzen und er versucht sich bei einem ruhigen Mandolinespiel ein wenig zu entspannen. Früh legt er sich zur Ruhe. Wie immer in den letzten Tagen schläft er nicht besonders gut, zu viele Gedanken plagen den kleinen Gnom und es gelingt ihm nicht, richtig abzuschalten. Viele seiner unterdrückten Befürchtungen verarbeitet er in seinen Träumen.

kaigrass Post

Verfasst am: 19 Feb 2006 14:32
Ein neuer Tag
Am nächsten Morgen bricht Dimble erneut früh auf. Nach einem leckeren Frühstück führt ihn sein erster Weg zum Tempel seines Patrons. Doch als er vor den Marmorstufen, die zu dem reichdekorierten Portal hinaufführen, steht, beginnt Dimble zu zweifeln. Was, wenn der Fluch sehr schlimm ist? Was wenn sie mir nicht helfen können? Besser ich verschiebe diesen Besuch auf später.

Den Rest des Tages hört der Gnom sich um. Er besucht Tavernen, den Markt und andere gut besuchte Plätze. Seine Fragen sind einfach. Er möchte wissen, wer der mächtigste Priester, der erfahrenste Magier, der schlaueste Gelehrte, der beste Geschichtenerzähler und der tollste Liedermacher von Cryllor ist.

Zu seinem Erstaunen sind die Antworten recht einstimmig: als mächtigster und einflussreichster Priester fällt nahezu ausnahmslos der Name von Councilor Thurm, Hohepriester des Tempels des Heironeus. Sein politischer Einfluss und seine klerikale Macht scheinen hier in Cryllor als nahezu grenzenlos angesehen zu werden. Die nicht unbedingt erfahrenste aber wichtigste Magierin ist, Lady Regent Lora Manz, die Tochter des Count und derzeitige Amtsführerin in Cryllor. Darüber hinaus ist sie Vorsteherin der Magiergilde. Man sagt aber, dass ihre diplomatischen Fähigkeiten, ihre magischen noch etwas übertreffen. Ansonten hört Dimble noch den Namen Xavier von Weißenfels, ein ebenfalls angesehener menschlicher Magier und großer Förderer von Lady Lora Manz in der Magiergilder. Auf der Suche nach Gelehrten wird Dimble an die entsprechende Gilde und ihren Dimble bereits bekannten Vorsteher verwiesen. Als wirklich weise Person wird ihm aber Dame Grenna, ihres Zeichens Paladinen des St. Cuthburt, höchste Richterin des Noble Court von Cryllor und Richterin der Könglichen Riege für Cryllor genannt. Darüber hinaus wird sie von nicht wenigen Leuten in einem Atemzug genannt, wenn Dimble nach der mächtigsten klerikalen Person der Stadt fragt. Liedermacher und Geschichtenerzähler scheinen in Cryllor wenig bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, die Kriegswirren der nahen Nachbarschaft haben viele Barden dazu verleitet, in andere Regionen zu ziehen, wo man freundigere Geschichten verbreiten kann. Die wenigen verbliebenden ihrer Zunft verdingen sich zumeist als Kriegsberichterstatter ihren Lohn.

In den Tavernen vergisst er natürlich nicht zu fragen, ob er am Abend mit einem Auftritt mit seiner Mandoline die Gäste unterhalten darf. Und tatsächliche erhält Dimble einige kleinere Engagements für die nächsten Tage.


Gilthas Post

Verfasst am: 20 Feb 2006 13:18
Auch Gilthas ist sich nicht sicher ob er Boldran unterstuetzen kann.
"Ich weiss nicht Boldran. Ich habe noch etwas mehr als 1000 Goldstuecke, aber eventuell kann ich noch bessere Ausruestung fuer mich selber kaufen. Ich kenn mich nicht so aus, koennt ihr mir was empfehlen?"


dimble Post

Verfasst am: 21 Feb 2006 10:31
Nachdem er einige Namen in Erfahrung gebracht hat, denkt Dimble nach. Xavier von Weißenfels, das ist der richtige Ansprechpartner. Diese Diener von Heironeus und St Cuthbert schüchterten den Gnom zu sehr ein und die Tochter des Counts, nun ja, über den Vater hatte er nicht viel gutes gehört. So nimmt er sich vor, mehr über diesen Magier zu erfahren. Am nächsten Tag wird er sich gezielter umhören. Dabei will er sein Äußeres mit der magischen Hilfe seines Hutes leicht verändern, damit er kein Aufsehen erregt. Außerdem versucht er, einen Termin für eine Audienz bei diesem mächtigen Magier zu erlangen, aber erst in einer Woche, wenn die Halblingsdame auch in Cryllor eingetroffen ist.

Abends, in der Taverne, antwortet er auf Gilthas Frage: "Nun ja, was stellst du dir denn vor? Du könntest dich einfach mal umsehen in den verschiedenen Läden der Stadt, Zeit genug haben wir ja. Spontan fällt mir ein Kettenhemd aus Mithril ein, wie Xiara es besitzt. Dieses edle Metall behindert deine Bewegungen merklich weniger als ein normales Kettenhemd. Oder ein Schutzumhang, der würde dich widerstandsfähiger machen, gegen Magie oder andere Einflüße. Eins von beiden solltest du für dein Vermögen erwerben können.
Heute Abend habe ich nur wenig Zeit, ich konnte einige kleinere Engagements festmachen und heute ist mein erster Auftritt in einer netten kleinen Taverne. Begleitet mich doch, wenn ihr Lust habt."

Dimble ist gut gelaunt. Seine Vorfreude auf seinen Auftritt ist ihm deutlich anzumerken.


Gilthas Post

Verfasst am: 23 Feb 2006 18:38
Gilthas laechelt Dimble an.
"Danke fuer die Tipps. Das mit dem Ketten aus Mytrul hoert sich gut an. Als ich das Spiele mit den fahrenden Haendlern gemacht habe, hat mich meine Ruestung ein wenig behindert und auch beim Springen merke ich sie. Ich werde mich gleich morgen danach erkundigen."


kaigrass Post

Verfasst am: 24 Feb 2006 12:14
Die Gilde der Magier
Da Dimble über die Person und die Vorlieben des Magiers nicht ausreichende Informationen sammeln konnte, geht er in die Offensive über und begibt sich zur Magiergilde.
---
"Sie wollen also ein Treffen mit Herrn Weißenfels? Es scheint ja ein großes Problem zu sein, wenn ein normales Mitglied der Magiergilde nicht ausreicht."

"Also, ich habe einen mächtigen magischen Gegenstand gefunden, bei dem einfache Identifizierungszauber nicht wirken. Dazu möchte ich Herrn von Weißenfels sprechen. Bisher konnte ich nichts weiter über diesen Gegenstand herausfinden."

"Also eine Analyze gepaart mit gezielter Nachforschung. Ich denke nicht, dass Herr Weißenfels dazu von Nöten sein wird. Sie können den Gegenstand in 5 Tagen bei Frau Alina Bolka abgeben. Sie wird versuchen, ihn in ihrem Beisein zu identifizieren. Dies würde 900 Löwen kosten. Sollte das nicht gelingen, so wird sie versuchen soviel wie mögliche über den Gegenstand in der Bibliothek herauszufinden. Das würde dann nocheinmal 1000 Löwen kosten."


dimble Post

Verfasst am: 28 Feb 2006 12:45
Dimble schluckt kurz ob der hohen Preise für die Hilfe der Gilde. Doch diese kurze Irritation sieht man dem Gnom nicht an, gekonnt überspielt er sie. Er beugt sich näher vor zu der Dame und spricht leiser:
"Verzeiht, ich möchte natürlich keinesfalls die Fähigkeiten der Mitglieder der Gilde anzweifeln. Dennoch habe ich meine Gründe, warum ich Herrn von Weißenfels Rat für notwendig halte. Mir ist durchaus bewusst, dass dessen Zeit kostbar ist. Ich zog schon zwei begabte Magiere zu Rate."
Geheimnisvoll fährt er fort: "Dieser Gegenstand, er wurde von göttlicher Hand geschaffen und ist daher von sterblicher Magie nicht zu identifizieren. Leider sind die Auswirkungen die er auf seinen Träger ausübt beängstigend. Hierzu ersuche ich den Rat des mächtigen Magiers von Weißenfels."
Mit weiteren Worten redet er der Dame gut zu: "Ich bin mir sicher, es läge auch im Interesse des mächtigen Meister Weißenfels, sich den Gegenstand anzuschauen. So etwas findet man nur seltenst und wird den wißbegierigen Forscher sicher interessieren." Mit einem hilfesuchenden Blick, dem man nur schwer etwas abschlagen kann, schaut der Gnom der Dame tief in die Augen.


kaigrass Post

Verfasst am: 28 Feb 2006 22:07
"Dann wissen sie ja doch etwas über den Gegenstand. Warum haben sie das nicht gleich gesagt? Ein mächtiger, gefährlicher Gegenstand, der dazu noch unidentifiziert ist, ist in der Tat etwas, um das man sich kümmern sollte. Bitte kommt in drei Tagen wieder, dann werde ich ein erstes Treffen mit einem hochrangigen Gildenmitglied organisieren. Mehr kann ich leider nicht für euch tun."

kaigrass Post

Verfasst am: 28 Feb 2006 22:13
Wiedersehen in Cryllor
"In Cryllor wären wir jetzt. Aber wo finden wir die anderen?", meint Burth nachdenklich, als er zusammen mit Xiara und Kognoskula über die Hauptstraße in Richtung Hafen und Markt wandern.


Xiara Post

Verfasst am: 28 Feb 2006 23:09
“Wir könnten versuchen herauszufinden, ob es hier einen Schrein oder Tempel des Heironeous gibt. Dort würden wir wohl Boldran früher oder später antreffen.”


Boldran Post

Verfasst am: 01 März 2006 08:44
"Verzeiht, daß ich euch um soviel Gold gebeten habe; es steht mir sicherlich nicht zu. Unser Hauptinteresse sollte wahrlich der Genesung von Meister Dimble gelten. Doch bin ich euch in der Suche nach arkanem oder okkultem Wissen wahrscheinlich keine große Hilfe. Aus diesem Grund werde ich mich in den Tempel des Heironoeous zurückziehen und mich in Gebete vertiefen."

Er wendet sich Dimble zu und legt ihm eine Hand auf die Schulter.

"Alles wird zum besten kommen, Meister Barde, ich bin zuversichtlich. Verliert nicht euren Glauben und der Fluch wird alsbald von euch genommen werden."

Dann verabscheidet sich Boldran von den anderen.


kaigrass Post

Verfasst am: 01 März 2006 09:05
Gerade als Boldran den Tempel abermals betreten will, sieht er wie Xiara flinken Schrittes auf ihn zuläuft. Etwas weiter die Straße hinauf erkennt er auch Burth und Kognoskula, die ihre Reittiere führen.

Xiara Post

Verfasst am: 01 März 2006 12:49
“Na wer sagt's denn...” Xiara geht direkt auf Boldran zu und winkt dem Menschen freundlich, während sie nährekommt.

“Hallo Boldran! Ich dachte mir ja schon, dass wir Dich hier antreffen würden. So ein Zufall, dass Du gerade jetzt vorbeikommst. Wir sind erst vor Kurzem in Cryllor angekommen und nun auf der Suche nach Dir und den anderen. Habt ihr schon etwas erreicht? Wie geht es Dimble?”


Boldran Post

Verfasst am: 01 März 2006 12:55
Überrascht sieht Boldran die Elfe auf sich zukommen.

"Seid ihr alle wohlauf...?"

Er schaut sich nach den anderen um, die einen zufriedenen Eindruck machen.

"Meister Dimble geht es den Umständen entsprechend. Sein Zustand hat sich nicht verschlechtert, aber das Wissen um den Fluch belastet ihn sehr. Ich fürchte um sein Wohlergehen.
Im Moment sammelt er Informationen und befraqt Weise und Gelehrte, die ihm bei seinem Problem unter Umständen behilflich sein könnten.

Ich wollte mich soeben in den Tempel zurückziehen, um für Dimbles Wohl und Gesundheit zu beten."


Xiara Post

Verfasst am: 01 März 2006 15:40
“Verstehe. Da wollen wir natürlich nicht stören. Wo finden wir die anderen?”

kaigrass Post

Verfasst am: 01 März 2006 21:29
"Gilthas wird wohl noch in unserer Taverne sein. Der Junge schläft gerne etwas länger. Und Dimble ist viel unterwegs und versucht möglichst viele hilfreiche Informationen aufzutreiben. Vielleicht ist er nocheinmal bei der Magiergilde und bittet dort um eine Audienz."

Kognoskula Post

Verfasst am: 01 März 2006 22:05
"Sei gegrüßt Boldran."
nickt Kognoskula dem Gefährten zu, die Dame scheint sichtlich regeneriert und entspannt.
"Oh, ich sollte Dimble in seinen Forschungen alsbald unterstützen. Selbst in dem Metier der Wissenshüter halten sich hartnäckig die Scharlatane und Halsabschneider.

Na, dann geleitet uns doch bitte ersteinmal zu der Herberge, falls Eure Pläne für den heutigen Tag dies erlauben. Ein erquickendes Mittagsmahl wäre uns Reisenden willkommen, nicht wahr?
"
Kognoskula blickt erheitert umher. Ihrem Tatendrang ist anzusehen, dass es ihr nach dem trockenen Lernen und Studieren wieder in den Fingern juckt in uralten Wälzern zu stöbern und aktiv Forschung zu betreiben.


kaigrass Post

Verfasst am: 02 März 2006 08:31
Ohne langes Zögern geleitet Boldran die anderen zu ihrer Herberge. Sein Nachmittagsgebet verschiebt er dafür etwas. Nun, da sich der Abend anbahnt, ist auch Gilthas wach. Die anderen finden ihn, wie er auf einer kleinen Bank im Innenhof der Herberge sitzt und aus einem Stück Holz ein paar Figuren schnitzt. Gerade als Kognoskula sich nach Dimble erkundigen möchte, stößt dieser von seinen Unternehmungen des Tages zu ihnen.

Gilthas Post

Verfasst am: 03 März 2006 14:24
Sichtlich erfreut die anderen wohlbehalten in Cryllor zu sehen, blickt Gilthas zu den anderen auf.

"Hallo Freunde, schoen das ihr wieder da seid. Habt ihr noch was spannendes erlebt oder habt ihr nur die Seele baumeln lassen? Ich habe die ganze Stadt erkundet und diese schmucken neuen Dolche gefunden. Ich habe auch dein Kettenhemd zum Schmied gebracht, Xiara. Wir koennen es morgen frueh abholen gehen."

Bei genauerem Hinsehen bemerken die anderen, dass Gilthas neben Figuren auch zwei sehr spitze Holzfloecke geschnitzt hat.


Xiara Post

Verfasst am: 05 März 2006 22:32
“Vielen Dank! Wie ich sehe bist Du auch schon bestens vorbereitet...” antwortet Xiara begleitet von einem Blick in Richtung der Holzpflöcke. “Ich hoffe, dass wir sie nicht brauchen werden.”

“Die Reise hierher war ruhig. Wie geht es Dimble? Habt ihr schon etwas in Erfahrung bringen können?”


Gilthas Post

Verfasst am: 06 März 2006 11:51
"Ich hoffe auch das wir es schaffen den Fluch rechtzeitig zu brechen, aber man weiss ja nie und ich bin lieber auf das Schlimmste vorbereitet. Soweit ich das mitbekommen habe, waren die Informationen in der Bibliothek einfach ueberwaeltigend und zu dem auch noch verstreut. Deshalb versucht Dimble im Moment ein Treffen mit einem Magier oder so zu arrangieren. Ansonsten war es recht ruhig hier."

kaigrass Post

Verfasst am: 07 März 2006 21:52
"Ich denke, Kognoskula, wir sollten Dimble bei seiner Suche unterstützen. Und zwar möglichst schnell. Wie auch Gilthas denke ich, dass wir nicht ewig Zeit haben werden und ich möchte nicht warten, bis Gilthas' Schöpfungen von Nöten sind. Und wer weiß, wie schwer und wie langwierig es sein wird, diesen Fluch von Dimble zu nehmen.

Wenn Du willst Kognoskula, begleite ich Dich in der Stadt. Vielleicht treffen wir ja in der Gilde auf Dimble. Oder in einer der Tavernen - da wird er zur frühen Abendstunde wahrscheinlich eher anzutreffen sein."


Gilthas Post

Verfasst am: 07 März 2006 23:09
"Oh ja. Dimble hat einen kleinen Auftritt in einer der Kneipen um die Ecke. Er hat Boldran und mich eingeladen. Lass uns alle hingehen. Wir koennen ein gemeinsames Abendessen haben und Dimble beim Auftritt zuhoeren."

kaigrass Post

Verfasst am: 08 März 2006 09:03
Dimbles Mandoline
Der kleine Barde sitzt bereits auf dem bereit gestellten Hocker auf der Bühne der gut gefüllten Taverne, als seine Freunde den Raum betreten. Seine Mandoline liegt locker auf seinem Schoß. Kurz winkt Dimble ihnen zu, aber dann beginnt er so gleich mit seinem Spiel.

Mit seinem lockeren Spiel, welches wenig von seiner inneren Anspannung nach draußen dringen lässt, begeistert er schnell die Zuhörer. Der anschließende Beifall ist der verdiente Lohn für seine Leistung, wenn auch die für Dimble gesammelten Münzen etwas weniger sind, als der Barde vielleicht erwartet und erhofft hätte. Insgesamt findet er Münzen im Gegenwert von nur einem Goldstück.

---

"Dimble, wie geht es Dir?", fragt Burth, als sich der Gnom zu ihnen gesellt.


dimble Post

Verfasst am: 08 März 2006 12:34
Dimble wirkt zufrieden. Dass der Hut, den er umhergehen liess, nicht ganz so gut gefüllt ist, macht dem Barden nichts aus. Das Spielen war für ihn ein Ausgleich. Der Applaus belohnte ihn mehr als genug, all die Menschen, die nichts von seinem Schicksal wussten und ihm gegenübertreten wie eh und je. Auf der Bühne war es für Dimble ein leichtes, seine Probleme zu vergessen.

Freudig strahlend begrüsst Dimble seine Kameraden:
"Burth, Xiara, Kognoskula, schön euch wiederzusehen. Freut mich, dass ihr noch den Weg in diese Taverne gefunden habt und meinem Vorspiel gelauscht habt. Sagt, hat es euch gefallen? Wie ihr seht geht es mir gut, Burth, danke der Nachfrage. Und euch? Habt ihr noch ein paar ruhige Tage in Kognoskulas Heimat verbracht?"


Gilthas Post

Verfasst am: 08 März 2006 20:00
Bei Dimbles Mandolinenspiel vergisst auch Gilthas die von dem Gnom ausgehende Gefahr.
Ah, was wäre meine Mutter stolz, wenn ich so gut spielen könnte.

"Bravo, Dimble. Großartige Vorstellung. Hier hast du auch noch von mir ein Silberstück."


dimble Post

Verfasst am: 08 März 2006 21:49
Dimble nimmt lächelnd die Münze von Gilthas entgegen und bedankt sich höflich: "Danke, Gilthas. Schön, dass es dir gefallen hat."
Besonders erfreut den Gnom, dass der junge Mann ihn zumindest für einen Moment ohne Anspannung und Argwohn behandelt. Immer wieder erstaunlich, was Musik zu vollbringen vermag., denkt der Barde zufrieden.


Kognoskula Post

Verfasst am: 08 März 2006 22:52
Kognoskulas Füße bewegen sich noch immer wie selbständig hin und her, im abgeklungenen Rhythmus. Eifrig klatscht die Halblingsdame noch als letzte in die Hände. Als sie dies bemerkt schaut sie kurz beschämt umher.

Sie bemerkt nicht wirklich, dass sie ein leidiges Thema anspricht, und fragt voller ehrlicher Vorfreude:
"Dimble, sag - wann wälzen wir die staubigen Archivwerke dieser Stadt? Wann ergründen wir die Tiefen der arkanen Macht, welche Dir innewohnt?" - sie gerät ins Schwärmen - "Wann fördern wir zu Tage was vergessen geglaubt? Wann lassen wir - so Boccob uns die Tore öffnet - unsere forschenden Blicke in den Galerien des Erzmagiers der Götter schweifen und begreifen welche Kräfte der Vergangenheit wir Gegenwart werden ließen?"

Nusper vergnügt sich indes bei einem Bad in Dimbles Münzenhut.


dimble Post

Verfasst am: 09 März 2006 11:57
Dimble lächelt die Halblingsdame an.
"Ich könnte deine Hilfe in der Tat sehr gut gebrauchen. Leider konnte ich noch nichs wirklich neues in Erfahrung bringen. Es gelang mir zwar, mir mit einem kleinen Trick Zugang zur Bibliothek zu verschaffen. Du musst wissen, normalerweise ist dieser Zutritt Mitgliedern der arkanen Gilde, der Gilde der Gelehrten und Priester der Tempel vorbehalten. Die Bibliothek ist wirklich gut sortiert und ich habe einen ganzen Tag Schriften gewälzt, doch ich war von der Fülle der Informationen überfordert und hielt Dokumente in der Hand, die viel zu komplex waren, um sie zu durchschauen. Ich habe einen guten Draht zu der Empfangsdame, vielleicht kann ich dir helfen, so dass du dir selber einen Überblick verschaffen kannst. Außerdem habe ich in drei Tagen einen Termin bei einem ranghohen Mitglied der arkanen Gilde. Zwar nicht bei Herrn Weißenfels persönlich, wie ich erhofft habe, aber immerhin. Auch da wäre ich dir sehr verbunden, wenn du mich begleiten würdest."

Nach diesen Informationen schweift Dimble wieder ab:
"Darüberhinaus hatte ich schon einige Engagements, wie auch heute. Erst jetzt habe ich gemerkt, wie sehr mir diese Auftritte gefehlt haben. Zum Glück habe ich das Üben des Mandolinespiels auf unseren Abenteuern nie vernachlässigt und so kann ich das Publikum immer mehr begeistern. Ich habe auch einige neue Lieder geschrieben."

In die Runde schauend fährt er fort:
"Nun erzählt, wie ist es euch ergangen? Ich schätze du hast dein Zauberbuch weiter gefüllt, oder Kognoskula? Hast du auch Schriftrollen anfertigen können? Habt ihr angenehme Tage in deiner Heimat verbracht? Fiel der Absched sehr schwer?"


Boldran Post

Verfasst am: 09 März 2006 18:40
Etwas abseits stehend beobachtet Boldran seine Freunde.

Es ist gut, daß wir wieder alle wohlbehalten beisammen sind. Mich deucht, schwere Zeiten liegen noch vor uns und dies ist die Ruhe vor dem Sturm.

Kurz senkt Boldran traurig seinen Kopf, doch versucht er, sich nichts von seinem Kummer anmerken zu lassen.
Er spürt eine leichte Berührung am Arm; als er sich umdreht, sieht er seinen Sohn hinter sich stehen. Er schaut ihn kurz an, nickt und geht dann auf seine Gefährten zu.

"Freunde, bitte teilt einen Becher Wein mit mir. Lasst uns heute abend einmal all den Kummer und die Sorgen vergesen, die uns bewegen. Wir wollen fröhlich sein."

Einladend weist er auf einen grossen Tisch, an dem sie alle Platz finden können.


kaigrass Post

Verfasst am: 10 März 2006 22:23
Gerne nimmt Burth das Angebot von Boldran an.

Es tut gut zu sehen, dass Dimble sein frohes Gemüt nicht ganz verloren hat.

"Gilthas, wie hast Du denn die Tage in der Stadt verbracht?"


Xiara Post

Verfasst am: 11 März 2006 11:26
“Deine Vorstellung war wirklich gut, Dimble. Am besten hat mir gefallen, dass Du den Anschein erweckst, doch wieder etwas von Deiner Lebensfreude zurückgewonnen zu haben. Alles andere schaffen wir auch noch!”

Bei der Durchsicht alter Schriften würde Xiara keine große Hilfe sein, das weiß sie, aber zum Glück war ja Kognoskula genau die richtige, um Dimble dabei zu unterstützen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 11 März 2006 12:03
Aufmerksam hört Kognoskula Dimble zu. Ihre Mimik kommentiert was er sagt.
"Oh wir hatten eine schöne Zeit! Gleich Balsam für Geist und Nerven. Es wird mit ein Vergnügen sein, euch mit Sachverstand bei den Recherchen zu assistieren, ich habe eine Schwäche für Bibliotheken - und bin sicher wir werden den Hallen des Wissens hier in Cryllor so manches Geheimnis entlocken. Eine Audienz bei der arkanen Gilde, nun dann werden wir uns überraschen lassen welch Kompetenz unser Anliegen erhören wird."

Lächelnd nickend nimmt Kognoskula Boldrans Angebot auf einen geselligen Umtrunk an und geht langsam mit Dimble zum Tisch. Verschwörerisch fährt sie dabei fort: "Tatsächlich habe ich erstaunliche neue arkane Mysterien erschlossen - allen voran bin ich nun der stets nützlichen "Entzauberung" mächtig. Besoners habe ich auch an meinen Seherischen Fähigkeiten geforscht, eine Wand ist nun kein Hindernis mehr für mein Augenlicht! Selbstverständlich habe ich auch mein Repertoir an arkanem Pergament aufgestockt, ich könnte Euch gerne ein vieleitiges, machtvoll aufgeladenes, arkanes Pergament anfertigen - und lehren sie zu verwenden - wenn es Euch von Nutzen ist. Wir diskutieren dass in einer ruhigen Stunde."


Gilthas Post

Verfasst am: 14 März 2006 15:54
"Wie ich meine Tage verbracht habe? Naja, wie ich schon gesagt habe, habe ich mich mit dieser Stadt vertraut gemacht und diese beiden super Dolche gekauft. Ausserdem habe ich mich fuer ein Kampftraining, das morgen anfaengt, angemeldet. Ich bin schon ganz aufgeregt und geh heute auch frueh zu Bed. Vielleicht haben sie noch Platz in dem Training. Wenn einer von euch mit will, koennen wir gerne morgen frueh nachfragen."

Kognoskula Post

Verfasst am: 15 März 2006 18:51
Kognoskula schaut positiv überrascht zu Gilthas. "Oh, das klingt wie ein feiner Plan, Gilthas - eine Kampfausbildung... nein, ich denke das ist nichts für mich ", sie kichert, "... aber ich wünsche Dir, viel Neues und interessante Techniken zu erlernen. Zusammen mit einer neuen Selektion an Waffen,... sind die etwa arkan geschärft?" Ihre Blicke suchen Gilthas Gürtel nach den Dolchen ab.

Gilthas Post

Verfasst am: 16 März 2006 11:49
Als Gilthas von seinen neuen Dolchen erzaehlt hat, hat er diese natuerlich hervorgeholt.

"Beide sind von hervorragender Qualitaet und liegen super in der Hand. Dieser hier ist darueber hinaus noch speziel bearbeitet und fuegt den Gegnern auch noch etwas mehr Schaden zu. "


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 März 2006 23:34
Kognoskula befingert interessiert den 'speziell bearbeiteten' Dolch, Nusper schnuppert interessiert daran. Mit einem kurzen Griff an die Stirn und einigen knappen arkanen Silben erspürt die Halblingsdame die Magie des Dolches. Sie nickt grübelnd: "Eine feine Waffe. Ein interessanter Zauber der auf dieser Klinge liegt..." Kognoskula nickt mehrere Sekunden lang bedächtig und nachdenklich.
"Hüte diesen Stahl gut, und die Magie in ihm wird ihn sicher in sein Ziel führen."
Sie stochert zwei dreimal unbehende mit dem Dolch in die Luft und gibt ihn dann lieber wider zurück in Gilthas Obhut.
"...leider ist es nicht wirklich mein Forschungsgebiet,... "


Xiara Post

Verfasst am: 19 März 2006 10:42
“Dann bist Du ja wirklich bestens ausgerüstet, Gilthas. Zu dem Kampftraining morgen früh werde ich Dich gern begleiten. Vielleicht ist es ja eine interessante Erfahrung.”

Xiara tritt lächelnd einen Schritt zurück, als Kognoskula beginnt, mit dem Dolch herumzufuchteln.


Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Mai 2007 20:19
Boldrans Becher machte an diesem Abend vielleicht einmal zu oft die Runde in der Stube der Dilwycher Grombir, doch der fruchtige Landwein aus dem Cryllorer Land ließ Gram verblassen und Frohsinn aufblühen. Der Glockenschlag des Zapfenstreichs setzte dem gemütlichen Abend schließlich ein Ende, an dem selbst Boldran eine heitere Anekdote von der Kuhweide zu erzählen vermochte, den Burth nutzte um etwas verlegen zu verkünden, dass er sich Kognoskulas Heimatdorf zum Beinamen gemacht hatte, an dem Gilthas und Dimble beinahe aus einem Munde die eine oder andere schelmische Episode wider den Blut- und Geldadel vortrugen, den Kognoskula - auf ihrem Schemel stehend - mit zahlreichen ironischen Ausdeutungen der Zeichen der Zeit spickte, und an dem Xiara ihren Freunden die Wunder der Natur des Silverwoods näherbrachte. Nur noch die wenigen Stufen nach oben zu den Kammern, und ein jeder konnte sich einer guten Handvoll wohlverdienter Stunden des Schlafes hingeben.
%------------------------------------------------------------------------%
Diese klare Nacht brachte eine klirrende Kälte über Keoland. Sogar Kognoskula, die sich in solchen Winternächten gerne doppelt in die riesigen Decken in Menschengröße wickelt, schloß bald schlaftrunken das Fenster. Für jeden einzelnen der Gefährten schien diese Nacht wie eine lange Reise durch die eigene Vergangenheit, aufgearbeitet durch Träume, fürstlich wie schauderlich. Jedem der inmitten der Nacht unruhig erwachte erschien es bei einem halbschlafenen Blick aus dem Fenster und in den funkelnden Himmel, als würden sich seine Sterne just vor den ruhebedürftigen Augen neu ordnen, bevor der Schlaf sich seiner wieder annahm.
%------------------------------------------------------------------------%
Es ist früher Morgen, kaum eine Stunde nachdem sich die ersten Sonnestrahlen über die rollenden Good Hills wagten, ist Gilthas' Blick am Ufer des Javan auf eines der Hafenbecken hinaus fixiert. Die Sonne, die sich in den unruhigen Wassern spiegelt, lässt ihn blinzeln, obwohl er seine Augen mit der Hand abschirmt. Doch das rege Treiben der Fischer und Dockarbeiter lässt ihn seine Nervosität kurz vergessen, heute wird er mit einem echten Waffenmeister trainieren! Eine kräftige elfische Hand auf seiner Schulter lässt ihn aus seiner Seelenruhe aufwachen "Na, hast Du Deine neuen Dolche auch dabei? Heute werden sie wohl bessere Verwendung finden als gestern noch in Kognoskulas Händen." - auch Xiara ist früh auf den Beinen, denn auch sie plante bei dem Lehrgang Morgan Armitages vorbeizuschauen.

In der Stube der Dilwycher Grombir genießt just zu dieser Zeit erst die Mehrzahl der Gäste das Frühstück. Die großzügigen Speckstreifen werden hier im gußeisernen Pfännchen an Bratkartoffeln zum noch warmen Laib Altrieder Schrotpfündle am Tisch serviert. Da der Marktschreier hier zudem regelmäßig sein Morgenmahl zu sich nimmt, ist der Dilwycher Grombir ein Anlaufpunkt vieler Geschäftsleute und Senatsmitglieder, die sich einerseits das ausgezeichnete Mahl gerne leisten und die andererseits die eine oder andere Neuigkeit schon vor der offiziellen Verkündung erfahren wollen. Kognoskula löffelt noch in zufriedener Apathie wortlos ihren Haferbrei, während Nusper, hellwach von Tischbein zu Tischbein huschend, achtlos verworfene Knorpelstückchen einsammelt. Mit einem Lächeln genießt Dimble den kräuterfrischen Duft seines soeben servierten Morgentees, die Ohren gespitzt um den Klatsch des noch jungen Tages aufzuschnappen. Boldran widerum schneidet sich in gwohnt introvertierter Manier eine kräftige Stulle vom Schrotpfündle, um den brutzelnden Speck, sparsam eingeklappt, zur morgentlichen Kräftigung zu genießen.


Boldran Post

Verfasst am: 06 Mai 2007 20:35
Ein Lächeln umspielt Boldrans Lippen. Er riecht an dem dunklen Brot und schliesst kurz die Augen. Früher hat er sich das Brot selbst gebacken.

Hatte er das? Wahrhaftig? Vor seinem Leben in der Rüstung?

Ein kurzer Druck in seinem Kopf, ein Schleier, der sich über seine Gedanken legt.

Als er die Augen öffnet, sind diese Gedanken vergessen und er sieht zu seiner Freude seinen Sohn neben sich am Tisch sitzen. "Guten Morgen, Junge. nimm doch eine Scheibe Brot, es ist hervorragend und auch der Speck ist ausserordentlich gut."

Auffordernd hält er seinem einzigen Kind das Brot entgegen.

"Das freut mich, Vater. Doch bin ich hier, um dir etwas mitzuteilen. Es wartet ein weiterer Weg auf dich, auf uns. Du solltest dich vorbereiten, beten."

Das Lächeln verschwindet. Sorgenvoll schaut er seinen Jungen an. "Solange du mich begleitest, Junge. Komm, hilf mir beim Anlegen der Rüstung."

Das Frühstück ist vergessen und ohne ein weiteres Wort entschwindet Boldran in seine Stube.


dimble Post

Verfasst am: 07 Mai 2007 11:49
Dimble stellt die Tasse des duftenden Kräutertees vor sich ab, nachdem er bei einem kurzen Nippen ferstgestellt hat, dass er noch zu heiß ist, um ihn genießen zu können. Unter vorgehaltener Hand verbirgt er ein herzliches Gähnen. Verschlafen schaut er Boldran hinterher, der sich ohne ein Wort zurückzieht. Die Sorgen sind zurückgekehrt, die Freude des gestrigen Abends fast vergessen. Um nicht wieder in traurige Gedanken und Spekulationen zu verfallen, führt sich Dimble den vergangenen Abend vor Augen, die Musik, das Wiedersehen mit den Kameraden, die Ausgelassenheit und Freude. Seine Lippen umspielt ein zufriedenes Lächeln, als er erneut seine Teetasse zu seinem Mund führt. Vorsichtig pustet er in das Gefäß, bevor er es ansetzt und einen kleinen Schluck trinkt.

Xiara Post

Verfasst am: 07 Mai 2007 12:20
“Ich hoffe, Dimble kann seine gute Stimmung von gestern bewahren oder zumindest beizeiten wiederfinden,” sagt Xiara zu Gilthas. “Er wird sie noch brauchen, um das alles zu bewältigen, was nun vor uns liegt.”

Ein verhaltenes Lächeln wandert über ihre Lippen, als ihre Gedanken zum gestrigen Abend schweifen und sie die Geschehnisse nocheinmal vor ihrem inneren Auge reflektiert.

“Aber jetzt haben wir erstmal etwas anderes vor uns.”


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Mai 2007 18:49
Als Kognoskula feststellen muss, dass ihr Haferbrei inzwischen vollständig ausgelöfffelt ist, wacht sie ein wenig aus ihrem Dämmerzustand auf. Sie blickt auf und sieht gerade noch den entschlossen davonschreitenden Boldran. Ihr Blick gleitet zu Dimble von dem sie ein kurzes Schulterzucken und ein Lächeln erntet. "Na dann lass uns doch diese wunderbaren Speckstreifen lieber nicht zurückgehen lassen." Mit etwas Mühe wuchtet die Halblingsdame Boldrans vereinsamte Pfanne auf ihre Seite und bedient sich. "Sag, Dimble, was sind Deine Pläne für den heutigen Tag. Hast Du etwas Zeit mir die Stadt zu zeigen? Und vielleicht die Bibliothek?"

Burth Post

Verfasst am: 07 Mai 2007 19:21
Einige Meter weiter oben sitzt Burth auf seinem Bett, die Sonnenstrahlen auf seinen Füßen. Die letzten Verse des täglichen Gebet ausklingen lassen, steht der alte Mann langsam auf und tritt an das offene Fenster. Erst blickt er der Sonne entgegen, dann auf das Treiben im Hafen. Sein Blick folgt den Reflexionen der Sonne und den vielen treibenden Booten.

Einmal noch ein Boot steuern. Hier im Hafenbecken. Einmal noch die Kraft der Ruder spüren, die sich in das kühle Wasser graben. Einmal noch ...

Den Wehmut abschüttelnd dreht er sich um und verlässt das Zimmer.


Geändert am 07 Mai 2007 20:01 von Burth


dimble Post

Verfasst am: 07 Mai 2007 20:12
Eifrig belegt Dimble sein Altrieder Schrotpfündle mit den noch warmen Speckstreifen aus der von Boldran zurückgelassenen Pfanne, welche die Halblingsdame übrig gelassen hat. Auf Kognoskulas Frage bezüglich seinen Plänen für den heutigen Tag beginnt der vorher noch so müde wirkende Gnom plötzlich hellwach und begeistert zu berichten: "In der Tat habe ich heute Abend einen Termin für einen Auftritt, einen ganz besonderen. Es ist mir wirklich eine Ehre, im Vorprogramm von Sundolin, dem berühmten Barden, im Gasthaus zum Goldenen Drachen auftreten zu dürfen. Der Gnom ist wohl einer der bekanntesten Dichter und Sänger von Keoland. Ich kann dir nur empfehlen, Kognoskula, dir ebenfalls sein Programm anzuschauen, solch eine Gelegenheit bekommt man nicht alle Tage. Und vielleicht lerne ich ihn hinter der Bühne sogar persönlich kennen." Ein Funkeln in den Augen des Gnomes zeugt von seiner Vorfreude auf den Abend.

Nach einem Biss in das herzhafte belegte Brot fährt Dimble fort:"Vorher kann ich dir natürlich gerne zeigen, was ich bisher von Cryllor kennengelernt habe. Auch können wir gerne versuchen, ob es uns gelingt, Einlass zur Bibliothek zu erhalten. Da wird uns schon ein Weg einfallen. Ich bin mir sicher du könntest viel mehr aus dem gesammelten Wissen erfahren, als es mir möglich war. Fachbücher wälzen gehört nicht zu meinen Stärken. Da fehlt einfach der Reiz und die Spannung, die eine gut erzählte Geschichte mit sich bringt." Freundlich zwinkert der Barde der Gelehrten zu, sich dessen bewusst, dass sie in diesem Punkt vermutlich nicht seiner Meinung sein wird.


Boldran Post

Verfasst am: 07 Mai 2007 20:40
Leise schliesst der ehemalige Bauer die Türe seines Zimmers hinter sich zu. Sein Blick fällt auf den Schrank, in dem er all seine Habseligkeiten mühsam vor etlichen tagen verstaut hatte.

Mit steifen Schritten begibt er sich zum Fenster und kniet dort nieder. Es tut gut, die warmen Strahlen der Sonne auf seinem Gesicht zu spüren, es erfüllt ihn mit Zuversicht, in Bezug auf die schrecklichen Dinge, die kommen werden.

"Herr, gib mir die Kraft meine Freunde und Gefährten in den nächsten Tagen vor allem Unbill zu schützen. Erlaube mir, mein eigenes Leben einzusetzen und ihres so zu bewahren. Lass mich nicht zögern, wenn es zum schlimmsten kommt. Lass mich stets Herr über meine Sinne sein."

Mit Scham und Grauen denkt er an denjenigen Moment zurück, als ein mächtiges untotes Wesen Besitz von ihm ergriffen hatte und er gezwungen war, sich gegen seine Freunde zu wenden.

"Und bitte Herr, sag meiner lieben Frau, dass ich täglich an sie denke."

Mit einem Ächzen erhebt er sich, seine Kniee knacken hörbar. Mit einem schweren Seufzen öffnet er die Schranktüren. Dort wartet sie auf ihn, die Rüstung, seine Bürde, seine Last.

Als er mit dem Anlegen des schweren Panzers fertig ist, begibt er sich nach unten und wendet sich dem Stall zu. "Ho, Sturm! Bist du bereit? Wir werden bald wieder reiten, mein Junge."

Sturm beginnt zu wiehern und den massigen Kopf zu schütteln. Boldran lacht. "Bald, Junge, bald."

Dann begibt er sich wieder in die Wirtsstube. Ein heisser Kräutertee wird ihm jetzt guttun.


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Mai 2007 21:34
Das Zwinkern Dimbles erwidert Kognoskula mit einem kurzen empörten Blick gefolgt von einem Lächeln und einem Kopfschütteln. Es dauert anschließend eine Weile, bis sie antwortet, genug Zeit für einige Bissen Pfündle. "Sundolin,... " sie nickt langsam "aber ja, ich habe diesen Dichter und Denker einst bei einer Lesung vor vielen Jahren, organisiert von Moatus, erlebt! Er trug aus dem 'Sengires Goblinorum' vor, ein unkonventionelles altes Werk von einem kannibalistischen Goblinvolk, das überraschenderweise viele politische Ereignisse unserer Zeit antizipiert."

Beinahe zeitgleich tritt Burth zum Frühstück die Treppen von den Gemächern herab als Boldran die Türe neben der Schenke öffnet, welche in den Innenhof und zu den Stallungen der Dilwycher Grombir führt, um einen stärkenden Kräutertee zu ordern. Otumwilla, die herzliche und charmante Magt des Gasthauses tischt just nachdem sich die zwei Herren zu ihren Gefährten gesetzt haben, auch Boldran eine Tonschale mit dampfendem Wasser und einem kleinen Jutesäckchen voller Herbstkräuter auf. Burth wird sogleich das beliebte Speckfrühstück, nebst einem neuen Schotpfündle gereicht. "Einen guten Morgen und wohl bekomms." Otumwilla strahlt gegenüber ihren Gästen trotz des regen Betriebes eine einnehmende Persönlichkeit aus.


dimble Post

Verfasst am: 08 Mai 2007 17:29
"Guten Morgen, Burth. Lass es dir schmecken, das Frühstück ist wirklich köstlich hier.", begrüßt Dimble, der eine positive Stimmung ausstrahlt, freundlich den alten Mann. Auch Boldran, der gerüstet in die Stube zurückkehrt, nickt er freundlich zu.

Doch dann fixiert er schnell mit seinen großen Augen, die von Neugier und Überraschung zeugen, die Halblingsdame. "Du hast bereits einer Lesung beigewohnt? So erzähl doch, wie hat es dir gefallen? Hast du ihn auch kennenlernen dürfen? Ist er etwa ein Bekannter von Moatus?"
Sein Blick schweift zu den beiden Männern und er fügt entschuldigend an: "Oh, ihr wisst ja gar nicht, wovon wir reden. Sundolin, ein wirklich berühmter Barde, tritt heute Abend im Gasthaus zum Goldenen Drachen auf und ich habe das Glück, Teil seines Vorprogrammes sein zu dürfen. Kognoskula hat mir gerade eröffnet, dass sie bereits eine seiner Lesungen genießen durfte." Er nickt anerkennend und auch ein wenig neidisch in Richtung der Gelehrten.


Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Mai 2007 19:00
Gilthas nickt bestimmt: "Allerdings."
Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg zur Kaserne, vorbei an dem großflächigen Marktplatz, wo an dem heutigen Sonnentag schon jetzt reges Treiben herrscht. Marktstände werden herbeigefahren und aufgebaut, Marketender sortieren Waren und vereinzelt sputen sich Gastwirte und deren Dienstboten über den Platz um ein dezimiertes Frühstücksangebot noch mit frischem Brot aufzufüllen.

Nach wenigen Marschminuten durch die Stadt und vorbei am Tempel des Kord finden sich die beiden Lernwilligen am Kasernenhof ein wo sch bereits eine Schlange vor dem Eingang zum Trainingsgelände gebildet hat. Hinter vernarbten Muskelpaketen, nervösen Halbstarken und wohlgerüsteten Abenteurern reihen sich Gilthas und Xiara ein, und bleiben alsbald nicht die letzten in der Schlange.
"Schon angemeldet?" schallt die routinierte aber freundliche Stimme wiederholt aus dem Wachhäusschen, eine Frage welche von den meisten Interessenten mit Hilfe eines Anmeldescheines beantwortet wird, den einen oder anderen mit dünner Geldbörse jedoch mit langer Mine abziehen lässt.
"Schon angemeldet, junger Herr? Gut, Herr... 'Gilthas Tischler', bitte treten sie ein."
"Schon angemeldet, Frau Elfin? "


Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Mai 2007 21:11
"Einen schönen guten Morgen, Burth!
Nein, Dimble, kennengelernt habe ich ihn nicht persönlich. Er war Ehrengast unserer Gemeinde für einen Abend. Moatus hatte den Aufenthalt organisiert, da er erfahren hatte dass Sundolin auf der Durchreise war.
" Kognoskula seufzt einmal "Damals wusste ich das noch nicht recht zu schätzen."


Boldran Post

Verfasst am: 08 Mai 2007 21:47
"Dies ist eine grosse Ehre für euch, Meister Barde." Boldran nickt Dimble anerkennend zu. "Mit eurer Erlaubnis werde ich euch begleiten."

Ein weiteres Mal nippt Boldran an seinem heissen Kräutertee.


dimble Post

Verfasst am: 09 Mai 2007 18:19
"Aber natürlich, ich freue mich, dass ihr euch den Auftritt ansehen wollt, Boldran." Bei diesen Worten schenkt Dimble dem ehemaligen Bauern und aufrichtiges Lächeln. Der Gnom ordert bei Otumwilla einen weiteren Kräutertee, nicht ohne der Magd ein charmantes Kompliment zu machen. "Das Frühstück und der Service hier sind wirklich unvergleichlich." Der Barde scheint es nicht eilig zu haben, aufzubrechen. Leise summt Dimble eine einprägsame Melodie wiederholt vor sich hin.

Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Mai 2007 19:01
Kurz bevor sie weitereilt dreht sich Otumwilla noch einmal zu dem Tisch der Gefährten um. "Oh, danke schön Herr Dimble, wenn das nur jeder Gast so sehen würde." Mit einem gelächelten Augenzwinkern ist sie schon wieder unterwegs.

Kognoskula lässt ihre Blicke durch die belebte Gaststube schweifen, in der sich Händler, Gelehrte, Kutscher und Ladenbesitzer und auch einige Handwerksmeister die Klinke in die Hand geben. "Burth, Boldran, was habt ihr zwei denn heute vor? Hat jemand Lust die Bibliothek mit Dimble und mir zu durchstöbern?" Kognoskulas Augen funkeln bei diesen Worten.


Burth Post

Verfasst am: 09 Mai 2007 19:07
"Nein, danke.", erwidert Burth, "Ich möchte lieber an den Hafen, um dem Treiben dort etwas zuzusehen. Meine Hand sehnt sich danach, ein Ruder zu greifen. Außerdem schiickt Pelor uns heute das schönste Sonnenlicht, da möchte ich nicht in dunklen Räumen bleiben."

Bedächtig beendet auch Burth sein Frühstück und bereitet sich auf den Aufbruch vor.


Gilthas Post

Verfasst am: 09 Mai 2007 20:48
Voller Erwartung ein wenig hibbelig tritt Gilthas durch den Torbogen am Eingang des Kasernenhofes. Er und Xiara folgen dem Strom der Gerüsteten auf den offenen Exerzierhof, auf dem sich schon einige Kämpfer aufwärmen und einige Trainingshilfsmittel bereit stehen.

"Xiara, wir können anscheinend unseren Proviantbeutel und überzählige Waffen dort auf den Bänken am Rand des Hofes abstellen.
Bedacht keinem der wohlgerüsteten Kämpfer beim Aufwärmen in die Quere zu laufen, schlängelt sich Gilthas zu den Bänken und legt sowohl seinen Bogen und seinen Kampfstab als auch seinen Proviant auf die Bank.

Dann schaut er sich aufmerksam die einzelnen Anwesenden an.
Hmm, die meisten scheinen mir klassisch mit Schwert zu kämpfen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Mai 2007 22:06
Xiara, die an dem Wachhäusschen noch einen der letzten offenen Plätze ergattern kann und kurzerhand Bar bezahlt, huscht gewandt hinter Gilthas zu den Pausenbänken.

Nachdem sich die beiden eine eigene Bank ergattert haben und ihre Zweitwaffen sowie das gewohnt großzügige Lunchpaket aus der Grombir abgelegt haben lassen sie ihre Blicke schweifen: Auf dem großzügigen Exerzierplatz der Cryllorschen Infanteriebrigaden kämpfen sich einige wohlgerüstete Berufssoldaten warm, reihenweise werden Dummies aufgestellt, Schritte werden abgezählt um Zielscheiben aufzustellen und Kampfzirkel werden auf dem groben Sandboden eingezeichnet und abgesteckt. Inmitten des Trubels entdecken die beiden ein Auge der Ruhe, ein großgewachsener Suloise mit platinblondem Haar, prunkvoll gerüstet mit einem Plattenpanzer, dessen Brustplatte einen schwarzen Löwen von gewaltigen Ausmaßen auf rotem Grund ziert. Flankiert wird der Mittvierziger von zwei Assistenten die sich zu den sichtlich überlegt gesprochenen Worten des eindrucksvollen Ritters Notizen machen.

Während Gilthas noch seinen Hals reckt um einen besseren Blick zu erhaschen, dreht sich Xiaras ruckartig nach links zum Wächterhäusschen, eine schnelle Bewegung im Augenwinkel machte sie aufmerksam. Ein kurzlebiger Tumult scheint in der kürzer werdenden Schlange enfacht zu sein. Die Elfin kann eine Gruppe von sieben Gleichgekleideten erkennen, welche ihr bisher nicht aufgefallen waren. Xiara reckt sich um über die Dummies schauen zu können. Offenbar wurden soeben einige Wartende aus der Schlange gemobbt, ein paar schlendern Kopfschüttelnd von dannen und ein letzter, der soeben noch am Bodan lag steht auf nur um scheinbar wieder in die Mangel genommen zu werden and davon gestoßen zu werden. Dieser hält sich nun mit der Linken den Bauch und reckt noch einmal seine rechte Faust und brüllt die Kerle in der Schlange noch an, bevor auch er abmarschiert.


Xiara Post

Verfasst am: 10 Mai 2007 14:02
“Merkwürdige Sitten habt ihr Menschen...” bemerkt Xiara kopfschüttelnd.

“Aber sag, hast Du auch die Beutel gesehen? Von denen, die jetzt verschwunden sind, hatten viele einen kleinen Lederbeutel in der Hand. Ist doch irgendwie merkwürdig, oder? Ob es damit wohl etwas auf sich hat?”


Gilthas Post

Verfasst am: 10 Mai 2007 16:01
Als Xiara ihn anspricht, schreckt Gilthas von seinen Beobachtungen hoch.
Ein wenig verwirrt schaut er Sie an und fragt, "Wovon redest du? Verschwundene Leute, Lederbeutel? Ich habe die anderen Lehrgangsteilnehmer gemustert."


Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Mai 2007 17:07
Auf Burths Worte lächelt Kognoskula mit einem warmen Lächeln und einem Nicken. "Wir könnten uns ja zur Mittagszeit treffen - es gibt doch sicherlich eine angenehme Hafengaststätte mit einem Blick auf das Wasser." Entzückt von dieser Idee reibt sich Kognoskula die Hände "Jedoch müssen wir noch erst noch einen Weg finden in die Bibliothek zu gelangen." Mit zerknirschtem Blick schaut die Halblingsdame zu Dimble der soeben seinen zweiten Kräutertee ziehen lässt. Als ihr Blick dann zu Boldran wandert, der schweigsam gerade ebenfalls den Duft seines Tees als Entspannung vor einem anstrengenden Tag genießt, lässt sie sich auch noch ein Tässchen kommen.

Boldran Post

Verfasst am: 10 Mai 2007 18:24
Bedächtig nimmt Boldran einige weitere Schlucke von dem heissen Tee.

Etwas zu spät, weil in Gedanken versunken, wendet er sich an Kognuskula:"Wenn es euer Wunsch ist und ihr euch sicherer fühlt, begleite ich euch gerne in die hiesige Bibliothek. Beim Studium der Schriften werde ich kaum von Nutzen sein, da ich weder Lesen noch Schreiben kann."

Die Aussage kommt offen und ehrlich und ohne falsche Scham. Boldran hatte vorher nie gross über diesen Aspekt nachgedacht, aber jetzt, da es in ein Haus der Schriften gehen soll, wird er sich dieser Tatsache bewusst und warum sollte er es vor seinen Gefährten verschweigen.


dimble Post

Verfasst am: 10 Mai 2007 18:51
"Ich denke die Bibliothek ist ein sicherer und gut bewachter Ort, sorgt euch also nicht um uns, Boldran. Zudem wird es wohl schwerer sein, Eintritt zu erlangen, je mehr Personen wir sind, so wie ich das einschätze. Ich kann übrigens auch nicht den ganzen Tag dort verbringen, ich muss unbedingt noch ein paar Griffe auf meiner Mandoline üben. Aber ich werde dir versuchen zu helfen, in die Bibliothek zu gelangen, Kognoskula. Ich hab einen guten Draht zu der Empfangsdame. Hoffentlich ist es dieselbe wie bei meinem letzten Besuch. Wenn du erstmal in die Schriften vertieft bist, kann ich dir vermutlich ohnehin keine wirkliche Unterstützung mehr sein." Ohne es zu erwähnen denkt der Barde über die Worte Boldrans nach. Ob er wohl Interesse daran hat, das Lesen und Schreiben zu erlernen? Wäre es denn taktlos, ihn darauf anzusprechen?

Dimble entfernt das Jutesäckchen mit den duftenden Kräutern aus seiner Teetasse und lässt es noch abtropfen, bevor er es beiseite auf den Unterteller legt. "Gerne können wir zusammen im Hafenviertel speisen. Mir ist eine von außen wirklich schöne und vielversprechende Gaststätte aufgefallen, gleich bei dem Tempel der Lady der Wellen. Osprem's Angel nennt sie sich, nicht zu übersehen. Mit Blick auf den Javan." Langsam erwacht der Tatendrang in dem Barden. Neugierig schweifen seine Augen durch die gut besuchte Taverne. Vorsichtig nimmt er einen ersten Schluck des frischen Tees.


Xiara Post

Verfasst am: 11 Mai 2007 11:51
“Das sind doch andere Lehrgangsteilnehmer. Dort, vor uns in der Schlange. Und eben die paar, die vorhin weggegangen sind. Auf jeden Fall sollten wir die Sieben, die sich jetzt in die Schlange eingereiht haben, ein wenig im Auge behalten. Die sahen nicht so aus, als ob sie etwas Gutes im Sinn hätten.”

Burth Post

Verfasst am: 11 Mai 2007 17:46
"Mit Blick auf den Javan", wiederholt Burth Dimbles letzte Worte. Dann macht der alte Mann sich auf den Weg. Die Aussicht das geliebte Wasser wieder zu sehen, erhellt sein Gemüt, auch wenn es nicht der Kewl River in Junre selbst ist.

Schnellen Schritten schreitet er durch die Gassen der großen Stadt in das Hafenviertel. Dort beobachtet er aufmerksam das geschäftige Treiben.


Boldran Post

Verfasst am: 12 Mai 2007 10:04
"Wenn ihr und Meister Dimble einverstanden seid, werde ich auf Sturm einen kleinen Ausritt unternehmen. Mein treues Pferd braucht dringend Bewegung, ausserdem würde ich es vorziehen, einige Zeit alleine zu sein. Ich muss ... nachdenken."

Die letzten Worte kommen etwas zögerlich, doch dann strafft Boldran seine Schultern und steht bedächtig auf. "Ich werde nicht lange fort bleiben. Ich wünsche euch Glück bei eurer Suche in dem Haus der Schriften."
Eine kurze Verbeugung, dann dreht er sich um und geht.


Gilthas Post

Verfasst am: 12 Mai 2007 10:39
Immer noch nix verstehend, wendet sich Gilthas vom Kampfplatz ab und schaut in die Richtung, in die Xiara schaut.
"Meinst du die sieben Gleichgekleideten? Was haben die gemacht? Vielleicht sind die nur gleichgekleidet, weil sie in der selben Gilde oder so sind."


Kognoskula Post

Verfasst am: 12 Mai 2007 20:29
Während Xiara und Gilthas ihr Schuhwerk noch einmal neu schnüren, und den Sitz ihrer Schwerter und Dolche kontrollieren, treten die letzten zugelassenen Teilnehmer ein, bis eine Schranke geschlossen wird, das Wachhäusschen das Fenster schließt und zwei stämmige Soldaten den Eingang dicht machen. Die letzten Interessenten ohne Voranmeldung ziehen von dannen und schmieden Pläne wie sie das Gesparte nun anderweitig investieren könnten. Allesamt rechtzeitig am Wachhäusschen waren allerdings die Drängler, die sich nun relativ unauffällig zu siebt zwei der kleinen Bänke teilen. Aus zwei Männern und fünf Frauen besteht die Gruppe. Gekleidet sind sie in ordentliche blauschwarze Kettenhemdgarnituren, geziert von einem Wapppen, dass zwei gekreuzte Stieläxte und eine rote Dornenblüte zeigt. Sofort verharren Gilthas Augen auf dem Wappen, das hatte er letztens erst irgendwo in der Stadt an einem Gebäude gesehen...
Die vielen emsigen Helfer auf dem Exerzierplatz haben die Aufbauten beenden allmählich ihre Aufbauten. Die Lehrlinge musternd verbleibt auf dem Platz der eindrucksvolle Ritter, die Arme hinter dem Rücken verschränkt.

Nachdem sich Boldran verabschiedet hat, geht er - wie versprochen - zurück zu Sturm, seinem Roß. "Frisch gebürstet, werter Herr Boldran, er hat auch schon ordentlich Stroh gefrühstückt. Einen schönen Ausritt wünsche ich Euch." Dem Stallburschen ist die Freude an dem stämmigen und gutmütigen Pferd anzusehen, er überreicht Boldran mit einer Verneigung die Zügel und öffnet das Tor der Stallung. "Darf ich Euch noch daran erinnern, beim Verlassenen der Stadtmauern Euer Gastpergament abstempeln zu lassen - diese Stadtwachen machen beim Kassieren keine Ausnahmen." verlegen lächelt der Stallbursche. Boldran zieht sein sorgfältig gefaltetes Stück Pergament aus der Tasche, er hatte es bisher nicht angeschaut. Er nickt dankbar für den Hinweis und bricht auf, schon wenige Minuten später atmet er die Luft des Landes, wenige Meter hinter den Stadttoren begrüßt ihn kristallklare Wintersluft, strahlende Morgensonne auf sanft rollenden Hügeln und der Anblick einiger Bauern, die dem zähen Boden noch einige Grünkohle und Lauch abringen.

Burth führt sein Weg nach Süden, vorbei am alten Steinbrunnen vor dem eindrucksvollen Haus des Hafenmeisters, welches nicht nur die davor liegende Reihe der einfachen Behausungen der Hafenarbeiter übertrohnt, sondern auch die Hallen der Kontoren, die direkt an den Piers liegen, und dann nach Westen, dem Javan entgegen. Nördlich des Cryllorschen Hafens verkehren nur noch kleinere Fischerboote und Personenschiffe, die einige Wagen und Wanderer über den größten Fluss der Flanaess schippern. In dieser Jahreszeit haben besonders die Fischer Hochkonjunktur, zumal die Handelsschiffe auf Grund der politischen Situation um den südlichen Javan die Hafen Cryllors weniger frequentieren. In der Hafenstrasse säubern Burschen die Wagenspuren und Mädchen schrubben Deckböden und flechten Seile. Unter Burths Blicken verlassen einige Schiffe den Hafen und begeben sich auf die Fahrt an der Insel des Kummers vorbei und nach Süden. Die Ladung einiger pünktlicher Fischerboote wird auch schon gelöscht und in Schubkarren, Fässern und Kisten zu den Kontoten oder direkt zu den Märkten gebracht. Am südlichen Ende des Piers entdeckt der alte Bootsmann hinter Büschen und unter Sträuchern eine Häuserruine. Tragisch, das muss ein wahrhaft stattliches Gebäude gewesen sein.

Kognoskula und Dimble trinken noch genütlich ihren Grüntee aus während sie darüber grübeln, wie sie wohl in die Bibliothek kommen. Zweifelsohne ist sie am heutigen Sonnentag geöffnet, jedoch werden die grundsätzlichen Einlassbedingungen noch immer die selben sein. "Ich würde gerne einmal Mitglied in einer Gelehrtengilde sein, jedoch nehme ich an, dass die Inauguration nicht unmittelbar absolviert werden kann, sondern ein womöglich langwieriger Prozess ist. Nun ich schlage vor, wir gehen erst einmal dorthin, vielleicht lassen die nette Dame am Empfang und die Wachen dort ja doch einmal eine Ausnahme zu. Oder hast Du einen besseren Vorschlag?" denkt Kognoskula laut nach. Währenddessen scheint unverkennbar der Marktschreier zum Frühstück eingetreten zu sein, ein kurzes Raunen geht durch die große Stube und einige Leute setzen sich zufällig an einen anderen Tisch. Elmoff der Schreier, ein ansehnlicher Spätzwanziger mit Pferdeschwanz gerobt in blaue Samtgewänder, setzt sich an einen runden Ecktisch zu einer Frau und zwei Männern, offenbar seinen Freunden. Dem Treiben um ihn herum schenkt er keinerlei Aufmerksamkeit, sondern nickt nur einmal ausdrucksstark Otumwilla zu, die dies sogleich mit einem Winken erwidert.


dimble Post

Verfasst am: 13 Mai 2007 13:10
Das Erscheinen des Marktschreiers lenkt den Gnom für einen Augenblick von dem Gespräch mit der Halblingsdame ab. Neugierig, aber dennoch unauffällig, mustert er Elmoff und das Geschehen um ihn herum. Der vermag das Publikum ungewollt mehr in seinen Bann zu ziehen als so mancher Künstler mit großen Mühen. Scheint ja ein richtiger Star zu sein. Und gut sieht er aus., erkennt Dimble neidlos an.

Dann wendet sich der kleine Barde wieder Kognoskula zu: "Hm, so einfach wird das sicher nicht. Die Wachen haben genaugenommen auch gar keine Ausnahme zugelassen, jedenfalls nicht absichtlich." Ein schelmisches Grinsen umspielt die Lippen des Barden. Fast schon will er das Gesagte so stehen lassen, aber hier geht es ja nicht darum, Eindruck zu schinden, sondern einen Weg zu finden, in die Bibliothek zu gelangen.

So klärt der Gnom Kognoskula auf, wie sein erster Besuch in die Bibliothek vonstatten ging. "Die Empfangsdame gab mir einen kleinen aber nützlichen Tipp, dass ein Besuch einer Gruppe für die Bibliothek anstand. Diese Gruppe habe ich dann abgepasst und mich unaufällig und unbemerkt angeschlossen." Er nickt zufrieden. "Zugegeben, der Wachsame Beschützer war auf meiner Seite.", fügt er grinsend an. "Fraglich, ob sich erneut eine solche Gelegenheit bieten wird. Aber auch andere Winke des Jokers werden wir auszunutzen wissen, oder nicht?"


Gilthas Post

Verfasst am: 13 Mai 2007 17:22
Gilthas stubst Xiara an und fluestert ihr zu:"Ich habe das Wappen von denen vor ein paar Tagen hier in der Stadt gesehen. Im Moment ist mir leider entfallen wo genau. Wahrscheinlich sind das die Leibwachen eines hohen Herren und er hat sie hierher geschickt. Warum bist du so misstrauisch, Xiara?"

Kognoskula Post

Verfasst am: 13 Mai 2007 19:49
Ein Lächeln überkommt Kognoskula "Du hast eine gesunde Portion Optimismus, mein lieber Dimble. Aber Du hast Recht, diesen Paragraphenreitern werden wir es schon zeigen." Ein halbherziger Faustschlag auf den Tisch untermauert die subtil subversiven Worte der Halblingsdame. "Dann lass uns doch einfach einmal dort hingehen."

Xiara Post

Verfasst am: 13 Mai 2007 20:47
“Na, so wie die mit den anderen umgesprungen sind. Aber wir werden es ja sehen. Hören wir erstmal zu, wie es jetzt weitergeht. Der da vorn sieht ja zumindest so aus, als verstünder er etwas von seinem Handwerk.”

Xiara verharrt ruhig auf ihrem Platz, nachdem sie ihre Ausrüstung noch einmal sorgfältig geprüft hatte, und blickt erwartungsvoll auf den großgewachsenen Ritter auf dem Übungsplatz.


Kognoskula Post

Verfasst am: 13 Mai 2007 22:30
Die letzten Gespräche unter den Teilnehmern verstummen und die Helfer sammeln sich am Rande des Exerzierplatzes. Eine geschlagene Minute noch mustert der Ritter die fünfzig Lernwilligen auf den Bänken vor ihm bevor er das Wort erhebt. "Meine Name ist Morgan Armitage. Ich heiße Euch willkommen zu dem Lehrgang 'Stählerne Klingen und stählerner Geist'. Ein passender Name, den die Gilde der Schmiede dieser Veranstaltung gab,"" Morgan Armitage beginnt musternd die Reihen der Teilnehmer herabzumarschieren, "denn über Sieg und Niederlage im Kampf entscheidet nicht Material oder Kraft allein," bei einem dicklicheren Haudegen mit Kriegshammer bleibt Morgan Armitage kurz mit scharfem Blick stehen bevor er weiterschreitet und fortfährt, "und auch nicht nur strategische Exzellenz abseits des Schlachtfeldes," Schließlich bleibt der Kriegsmeister direkt vor Xiara musternd stehen um seinen Satz zu beenden, "es ist das perfekte Zusammenspiel aller Komponenten: Material, Kampftechnik, Taktik und Strategie." Die letzten Worte schreit Armitage förmlich, jedes einzelne überbetont und mit einem Schlag seines Feldhandschuhs auf seinen Schild untermauert. "Wir werden diese vier Aspekte nacheinander trainieren, in vier Lektionen." Der Blick Armitages ist für einen Moment fixiert auf den Griff von 'Anathalas'. "Wie ist Euer Name? Xiara?" Wieder laut und an alle Lehrlinge gewandt fährt er fort: "Ohne Umschweife beginnen wir mit Lektion Eins. Material. Begrüßt diese Freiwillige. Seht! Eine wahrhaft prachtvolle Waffe führen diese kräftigen Hände" Mit einem Lächeln und einem Nicken bedankt sich Armitage bei Xiara. Ein Blick zu Gilthas lässt ihn kein Gegenbeispiel finden, doch er muss nicht lange weitersuchen und ein weiterer Teilnehmer kommt etwas schlechter weg als Xiara.

So verbringen Gilthas und Xiara einen lehrreichen Vormittag, unterrichtet werden sie im Umgang und im Anwendungsbereich verschiedenster Waffen, Waffenkombinationen, Schilden, gewöhnlichen und exotischen Rüstungen und Materialien, darunter Stieläxte, Netz und Dreizack, Varianten klassischer Keulen, Versilberung, Hammer-und-Axtkampf, Steinrüstungen, Blattgeweberüstungen, Dunkelholz und vielem mehr. Bei allen Waffen und Rüstungen wird jeweils die Wirksamkeit demonstiert, sowie typische Anwendungsbereiche bei archetypischen Kampfesgegnern.


Boldran Post

Verfasst am: 13 Mai 2007 22:42
Bedächtig reitet Boldran aus den Toren der Stadt hinaus. Die Warnung im Hinterkopf, hat er seinen Pass von der Torwache abstempeln lassen.

Ein leichter Trab bringt ihn Meile um Meile von der Stadt weg. Die frische kalte Luft tut ihm gut. Die Enge und teilweise auch die drückenden Gerüche der Stadt haben ihm in letzter Zeit arg zugesetzt.

Dann lässt er Sturm anhalten. Boldran schaut sich um, sein Blick ist abwesend, er nimmt die Umgebung nicht wirklich wahr.

"Wohin wird uns der Weg führen, Sturm? Was ist, wenn wir beide nun einfach weiterreiten würden? Alles hinter uns lassen! Was würde ich dann tun, was habe ich früher getan?"

Er legt das Gesicht in seine Hände und beginnt zu weinen. "Was erwartet ihr von mir?"

Eine Berührung an seinem Oberschenkel holt ihn zurück. Sein Sohn blickt ihn stumm an, lächelnd.

Boldran wischt sich die Tränen weg und nickt seinem Kind zu. Andere hatten eine Wahl, sein Weg wurde bestimmt. Er war sich dessen nicht wirklich bewusst.

"Lass uns zurück, Sturm. lass uns zurück."

Ein kurzer Ruck am Zügel und schon prescht Sturm voran.


Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Mai 2007 19:31
Dimble und Kognoskula erreichen wenige Minuten nachdem der letzte Tee getrunken ward die Hochfürstliche Bibliothek von Cryllor. Viele Gilden gaben bedeutende Geldmittel zur Errichtung und zum Aufbau des beachtlichen Bestandes dieses Archivs, allen voran die Magiergilde, die Gilde der Gelehrten und einige der Kirchen. "Schau, Dimble, das Auge auf dem Sockel - der Erzmagier der Götter wacht über diesen Hort des Wissens." In freudiger Erwartung deutet die Halblingsdame auf einige der Gravuren im Eingangsbereich, dabei lässt sie Dimble subtil den Vortritt. Der schmucke Vorraum ist wie üblich besetzt mit der Einlassdame Chedyny, die geduldig vor ihrem Dienstbuch sitzt und Einträge prüft, nebst zwei offenbar täglich wechselnden Stadtwachen. Abgesehen von einem kleinen Kamin und dem Schreibtischchen von Chedyny finden sich hier ein großes wohlgefülltes Schriftenregal - offenbar ein Bestandsverzeichnis mutmaßt Kognoskula - sowie eine Kiste für An- und Auslieferungen, nebst mehreren verschlossenen Truhen.

Geändert am 15 Mai 2007 22:11 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Mai 2007 20:25
Die kalte Wintersluft findet ihren Weg durch die Rüstung Boldrans und trotz dem anstrengenden schnellen Galopps beginnt er nicht zu schwitzen. Sturm wirkt gut gelaunt und erholt, inzwischen hat er sich wohl an die neue Unterkunft gewöhnt. Dennoch fehlt wegen der Kälte das letzte Fünkchen Spritzigkeit in seinen Sprüngen. Boldran erreicht das Königstor Cryllors direkt hinter einem kleinen aber feinen Wagengespann, gänzlich ohne militärischen Geleitschutz, lediglich zwei gerobte jüngere Männer sitzen auf der Führerbank vor zwei Maultieren. Den Wagen schmückt das Wappen der Magiergilde von Cryllor. Nach der Übergabe eines einzelnen farbenfrohen Dokuments scheint der Einfahrt des Gespanns nichts mehr im Wege zu stehen. Auch Boldran wird nach dem Vorzeigen seines eigenen Gästepergaments umgehend eingelassen.

Geändert am 16 Mai 2007 20:50 von Kognoskula


Boldran Post

Verfasst am: 16 Mai 2007 21:06
Langsam lenkt Boldran sein treues Streitross zurück zum Stall der Taverne. Seine Stirn ist in Falten gelegt und er denkt angestrengt nach.

Dann richtet er sich im Sattel auf und hebt ein wenig den Kopf.

"Sturm! Genug der Reue und der Trübsal. Welche schlimmen Dinge auch unser harren mögen, Heironeus wird uns seine Kraft schenken und uns gestatten, unsere Gefährten vor allem Unbill zu schützen. Davon bin ich überzeugt, Sturm."

Aufmunternd tätschelt Boldran Sturms Flanken.

"Komm, jetzt gibt es für dich erst einmal eine Portion Hafer und ich sehne mich nach einem weiteren Tee."


dimble Post

Verfasst am: 16 Mai 2007 21:11
Dimble schlendert in den Vorraum zu der Empfangsdame. Ein kurzer neugieriger Blick in Richtung der Wachen offenbart dem Gnom, dass es sich nicht um dieselben wie bei seinem letzten Besuch handelt, ein Umstand, der ihm durchaus gelegen kommt. "Fräulein Chedyny, wie schön, euch wieder hier anzutreffen.", schmeichelt er der Empfangsdame. "Wie geht es euch? Viele Besucher? Ich hoffe doch, ihr habt nicht zu viel zu tun, meine Dame.", beginnt er freundlich einen Plausch über die neuesten Ereignisse. "Ich bräuchte noch einmal euren Rat, verehrte Lady.", gibt er schließlich zu. "Ich darf euch meine gute Freundin, Kognoskula vorstellen.", der Gnom deutet in Richtung der Halblingsdame mit einer höflichen Geste seiner rechten Hand. "Im Gegensatz zu mir könnte sie aus der gesamten Fülle des hier angehäuften Wissens schöpfen, wie ich zugeben muss.", Dimble räuspert sich betont verlegen. Er beugt sich ein wenig zu Chedyny vor, es für den Verlauf des Gespräches aber nicht auffällig wirkend lassend und fährt leiser fort. "Eine Bitte hätte ich, wenn es nicht zu große Umstände bereitet. Es wäre außerordentlich freundlich von euch, wenn ihr meiner Freundin Einlass gewähren würdet. Vielleicht habt ihr ja noch einmal einen so außergewöhnlich zuvorkommenden und nützlichen Hinweis für mich. Ich war mit den Schriften leider ein wenig überfordert. Sie wird es besser wissen. Und keine Sorge, ich habe nicht vor, jeden Tag mit jemandem anderen zu erscheinen. Kognoskula hier genießt mein vollstes Vertrauen. Sie wird umsichtig mit euren Werken umgehen. Es gibt wohl kaum jemanden, der eine Bibliothek mehr zu schätzen weiß als sie." Verlegen grinst der Barde in Richtung seiner weiblichen Begleitung.

Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Mai 2007 22:28
Chedyny ist offensichtlich sehr geschmeichelt von Dimbles Worten: "Ach, wisst Ihr, zumeist gehen hier ja nur die Herrschaften aus den Gilden ein und aus, die meisten grüßen mich ja noch nichteinmal mehr." etwas grummelig schüttelt sie den Kopf, flüsternd fügt sie hinzu "Ja, aber hat denn die Dame auch etwa nicht keinen Gildenausweis nicht?" Sorgsam legt Chedyny ihr Buchzeichen in den Verzeichniswälzer auf ihrem Pult und schlägt ihn zu. Mit einem verlegenen Blick zu den beiden Wachen hinter ihr sagt sie wiederum laut "Das muss natürlich alles seine Ordnung haben." und klopft einmal mit der Hand auf das Verzeichnis.

Mit einem eifrigen mehrfachen Zwinkern - bisweilen auch an Kognoskula gerichtet - fügt die alte Frau hinzu: "Ja, die Dame wird sich sicherlich interessieren, heute Vormittag noch werden voraussichtlich neue Werke in die Hochfürstliche Bibliothek eingeliefert. Eigens mit dem Maultiergespann aus dem Fernen Ulek gekauft." Die alte Verwalterin hat die Augen weit aufgerissen und starrt emsig nickend Dimble an.

Da er den Trubel des stets überfüllen Marktplatzes meidet, führt Boldran sein Weg vorbei an den Kasernengebäuden, er glaubt kurz Gilthas und Xiara in dem Pulk an Lehrgangsteilnehmern zu erblicken. In der Dilwycher Grombir ist der Stallbursche bereits fertig mit dem Säubern von Sturms Stallung, was in Verbindung mit einer ordentlichen Portion Hafer von dem Streitross sichtlich begrüßt wird. Boldran begibt sich alsdann gemächlich in die Stube und ordert einen Tee um die Winterkälte aus den Gliedmaßen zu vertreiben. Otumwilla ist dabei den Mittag vorzubereiten, es sind nicht viele Gäste da und so setzt sich die Wirtin beim Servieren des Tees an den Tisch um einmal gemütlich durchzuatmen, das Poliertuch über der Schulter und den Schwamm in der Schürzentasche. Mit einem strahlenden Lächeln fragt sie "Na, Herr vom Sperberhof, wie gefällt es Euch in dieser schönen Stadt?"


Boldran Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 08:21
Mit vorsichtigen kurzen Schlucken probiert Boldran den frischen heissen Tee. Als sich die Wirtin völlig unerwartet zu ihm setzt, schaut er sie mit grossen Augen überrascht an. Nur selten sprachen ihn die Leute an, schon gar nicht, wenn er in voller Rüstung unterwegs war.

"Oh, äh, nun, die Stadt ist, äh, ich war noch nie zuvor in einer solch grossen Stadt. Es sind sehr viele Menschen hier und ich komme vom Land, denke ich, bin das nicht gewohnt," stammelt Boldran etwas hilflos.

"Aber der Tee ist ausgezeichnet, genau das richtige an diesem kalten Tag, habt meinen Dank!"

Nicht umsonst überliess er das Reden immer seinen Freunden, insbesondere der kleinen Halblingsdame. Das war alles nicht seine Welt. Eifrig wendet er sich wieder seinem Tee zu, nicht ohne der Wirtin noch ein verlegenes Lächeln zu schenken.


Geändert am 17 Mai 2007 08:22 von Boldran


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 10:12
Otumwilla bindet während dieser Pause ihr rehbraunes Haar neu, mit einem verstehenden Lächeln nickt sie Boldran zu "Ja, ich bin damals auch überwältigt gewesen. In so einer Stadt scheint man ja nirgends seine Ruhe zu haben - aber das trügt." etwas verschwörerisch fährt sie fort "Man muss die Stadtbewohner wie eine Schafherde betrachten, und sich ebensowenig an ihnen stören. Dann hat man für sich stets genug Freiraum." Sie muss über ihre eigene zurechtgelegte Weisheit lachen "Nun, mir zumindest hilft das. Sagt, Herr vom Sperberhof, darf ich Euch eine Stärkung anbieten? Ich habe vom Zubereiten des Mittagstisch schon Tafelspitzsud und noch Kartoffeln vom Frühstück. Ich selber mache mir daraus ein kleines Süppchen." Ganz und gar nicht jedem Gast hätte Otumwilla so ein Angebot gemacht - viele der Gäste wären empört gewesen, doch sie scheint Boldran anders einzuschätzen und darüberhinaus sympathisch zu finden.

Boldran Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 10:50
"Darüber würde ich mich sehr freuen." Verlegen streicht sich Boldran durch die Haare, eine Geste, die seinen Gefährten mittlerweile bekannt ist. "Eine heisse Suppe ist nach dem langen Ausritt eine willkommene Stärkung, aber nur, wenn es euch keine Mühe macht."

Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 11:12
Bei Boldrans Worten wird ein warmes Lächeln auf Otumwillas Gesicht immer breiter. Letztlich nickt sie und steht auf: "Ganz im Gegenteil, Herr vom Sperberhof." Die Wirtin begibt sich in die Küche und kommt schon wenige Minuten später mit zwei Tellern dampfender Kartoffel-Rindsbrühe, soger mit einigen Markklößchen, hervor - für einen Bauern eine wahrhaft nicht alltägliche Leckerei. Strahlend serviert sie Boldran den Teller, dessen Blick sofort den Zweig teuren Kerbelkrauts entdeckt, mit dem die Suppe noch verfeinert wurde. "Würdet ihr gestatten, dass ich mich zum Essen zu Euch geselle, Herr vom Sperberhof?"

dimble Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 11:13
"Ui, neue Schriften aus dem fernen Ulek.", Dimble nickt anerkennend. "So sagt, braucht ihr vielleicht Hilfe beim Entladen?" Nicht wirklich zufrieden mit dieser Idee fügt Dimble einen Moment später an: "Oder beim Einordnen, Sortieren und Katalogisieren?" Er blickt stolz in Richtung Konoskula. "Ihr müsst wissen, meine Freundin ist eine wahre Expertin auf dem Gebiet und ich könnte ihr unter ihrer professionellen Anleitung zur Hand gehen."

Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 11:15
In ihrer Mittagspause atmen Gilthas und Xiara ersteinmal gut durch. Morgan Armitage und seine Assistenten ziehen sich zurück und einige Helfer bauen den Exerzierplatz um, es werden nun noch mehr Dummies, Pendel, Mechanismen und Doppelgelenkschlagbaumwippen aufgebaut - auf letztere hat Gilthas aus handwerklichem Interesse ein ganz besonderes Augenmerk.
Die restlichen Teilnehmer bilden sich teilweise zu Grüppchen, vespern, ruhen, oder eilen in eine der Tavernen in der Nähe. Die Sieben gruppieren sich bei ihren Bänken, quatschen, vespern und verhalten sich sehr ruhig, wie Xiara skeptischen Blickes feststellt.


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 11:43
Chedyny nickt zunächst grinsend "Ja, ja, aus Ulek." doch dann wirkt sie etwas zerknirscht: "Ich fürchte, es sind genug Helfer da, zum Tragen, Herr Gnom, obwohl es viele Bücher sein werden, aber die Herrschaften von den Gilden schicken immer Leut'." Nach kurzem Zögern fügt sie aber dann hinzu: "Aber Frau, Ko-gnos-kula? Entschuldigen Sie, Sie haben aber einen schwierigen Namen. Vielleicht können Sie doch mal einen kurzen Blick, hier,..." Sie schlägt ihren Verzeichniswälzer auf und rückt ihre Lesebrille zurecht, "hier schauen's doch bitte mal. Ich habe das einfach nicht verstanden wass der Herr von Bazrail do gesagt hatte. Ist das hier denn nun eine Belletristik oder ist das doch eher a' Reisebericht? Wissense vieles hier kann ich ja gar nicht lesen, nicht." Kognoskula, etwas eingeschüchtert von den skeptischen Wachen, tritt an den Pult hervor und ihre Augen fliegen über die Vielzahl, ausßerordentlicher Bucheintragungen auf diesem Wälzer, bis sie ihre Blicke endlich bändigen kann und Chedynys Zeigefinger folgen lässt "Lantalintalans Reisen! Oh, ein ausgezeichnetes Werk, geschrieben in Terranisch. Dies ist in der Tat ein Reisebericht, verfasst von einem Erdelementar auf den Spuren dessen, der am Horzont lebt." Kognoskula nickt der besorgt blickenden Chedyny stolz zu. "Oh, na, dann, sie kennet sich aber gut aus, Frau Kognoskula. Vielen Dank für die Hilfe."

Wenig später stehen Kognoskula und Dimble etwas abseits der Bibliothek "Das waren ja tolle Werke die ich da gesehen habe. In diesem Wissenshort finden wir sicherlich wertvolle Informationen. Ich glaube das Verzeichnis war auch ein Besucherregister, auf jeden Fall war es in mehrere Teile gegliedert." Die Halblingsdame reißt sich aus ihrer Faszination. "Nun ja, es wäre durchweg hilfreich heute die Bibliothek besuchen zu können, schließlich haben wir am morgigen Tage das Fachgespräch. Vielleicht können wir einige der Helfer dazu 'überreden' sich helfen zu lassen." Verschmitzt grinst Kognoskula.


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 12:41
Burth bemerkt wie ihm beim Beobachten des Treibens auf dem Hafen die Kälte förmlich unter die Haut kriecht. Doch schon gleich erwacht sein Kreislauf wieder als er unfreiwillig Zeuge eines kleinen Konfliktes wird: Ein stattlicher Zweimaster wird gerade Kiste um Kiste entladen und auf Karren und Wägen umgeladen, die umgehend in Richtung Norden in den Gassen der Kontoren versickern. Die derzeit untätige Mnannschaft des Nachbarpiers mustert argwöhnisch die Arbeitenden. Als einer der Schubkarrenführer in der Eile einen Fuß auf das Nachbarpier setzt, tritt ihm einer der Typen dort das Bein weg und er poltert mitsamt der schweren Ladung - eine Kiste voller bunter Schiefertafelkreidestifte - auf den kalten, feuchten Pflastersteinboden und schlägt sich das Knie auf. Die Gruppe von Leuten beginnt ihn sofort zu beschimpfen "Pass odch auf wo Du hintrittst!" - "Mach hier keinen Schmutz auf unserem Pier!" - "Verschwinde hier Du, sonst hau'n wir Dir die Birne weich - wenn sie das nicht schon ist." Gelächter schallt auf und der arme Arbeiter muss noch einige Tritte und Schubser einstecken, während die Kerle sich einiges der verteilten Ware schnappen.

Geändert am 31 Aug 2007 22:50 von Kognoskula


Xiara Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 20:06
Interessiert macht Xiara bei den Waffenübungen mit und hantiert mit den teils sehr exotischen Mordwerkzeugen herum, die die Kursteilnehmer zu sehen bekommen. Bei einigen der Waffen hat die Waldelfin trotz ihrer starken und geschickten Hände durchaus Mühe sie halbwegs unter Kontrolle zu bekommen, während sie mit den verbreiteteren Waffen größtenteils mühelos zurechtkommt. In ihrem langen Leben hat sie schon viele Waffen in den Händen gehalten, und wenn sie auch immer eine schöne, schlanke Klinge bevorzugt, so hat sie doch früh schon gelernt, dass auch so manch andere Waffe durchaus ihren Nutzen hat. Aber der Nutzen allein mag einem pragmatischen Menschen ausreichen, um sich für eine Waffe zu entscheiden, für Xiara sind noch viele andere Aspekte entscheidend, denn schließlich ist auch die Kampfeskunst eine Kunst wie jede andere, zu deren meistern es mehr bedarf als nur das spitze Ende der Waffe in den Gegner zu stechen.

Wie so einiges, was man der schlanken Elfin nicht auf den ersten Blick zutrauen würde, hat sie eine bemerkenswerte Ausdauer und ist gegen Mittag selbst nach einigen Waffengängen und Übungen noch nicht allzu erschöpft. Natürlich merkt man dennoch auch ihr die Anstrengungen des Vormittags an.

Die misstrauische Xiara lässt auch immer wieder einmal ihren Blick in Richtung der Gruppe der Sieben Grobiane schweifen. So ganz traut sie der ganzen Angelegenheit immer noch nicht.


Gilthas Post

Verfasst am: 17 Mai 2007 21:50
Am Anfang des vormittäglichen Treibens hat auch Gilthas ab und an einen Blick auf die Gleichgerobten gerichtet. Da die sich aber unauffällig verhalten haben, hat er das Interesse an ihnen verloren und sich voll und ganz dem Training gewidmet.

Mit jugendlichem Eifer und Tatendrang hat er sich in die Übungen gestürzt. Mehr als einmal überhastet und ein wenig verkrampft im Versuch es perfekt zu machen. Wiederholt mussten ihn die Ausbilder zu mehr Ruhe anleiten. Besonders als er sich mehrmals selbst zum Stolpern gebracht hat, statt den Strohdummie zum Umfallen zu bringen.

Im Gegensatz zu Xiara hat er sich ziemlich verausgabt und sitz in der Mittagspause ausgepumpt auf der Bank.


Kognoskula Post

Verfasst am: 19 Mai 2007 11:25
Dimble und Kognoskula stehen kaum mehr als eine halbe Vormittagsteezeit grübelnd an der Ecke zum Dilwycher Gässchen, als von Süden her ein kleines aber sehr ordentliches Maultiergespann mit verhangener Ladefläche in die breite Straße vor der Bibliothek einbiegt. Dimble erkennt sofort das Wappen der Magiergilde von Cryllor auf dem Wagen, dessen zwei gerobte Fahrer sich anschicken vor der Bibliothek zu halten.

dimble Post

Verfasst am: 19 Mai 2007 15:54
Noch während der kleine Barde die Möglichkeiten abwägt, wie Chedynys Tipp ausgenutzt werden könnte, um Zutritt in die Bibliothek zu erhalten, rollt auch schon der Wagen der Magiergilde herbei. Kurz macht er Kognoskula darauf aufmerksam. Ein paar Schritte nähert er sich der Kutsche an der Seite der Halblingsdame, unauffällig, um dann möglichst unweit des Wagens aber dennoch harmlos wirkend ein Schwätzchen mit der Halblingsdame zu initiieren, seine Ohren gespitzt und seine neugierigen Blicke immer mal wieder über die Kutsche schweifen lassend.

Boldran Post

Verfasst am: 20 Mai 2007 08:29
Unsicher blickt Boldran das Essen und die freundliche Wirtin an. "Selbstverständlich, ich würde mich über eure Gesellschaft sehr freuen."

Er war vielleicht kein kluger Mensch, schliesslich konnte er weder lesen noch schreiben, doch konnte niemand von ihm behaupten, dass er keine Manieren besass.

Als das Frollein erneut an seinen Tisch herantrat, stand er schnell auf und deutete eine Verbeugung an, während er zuvorkommend auf einen Stuhl wies. "Bitte nehmt Platz und habt Dank für diese leckere Suppe, sie duftet köstlich."


Geändert am 20 Mai 2007 08:30 von Boldran


Kognoskula Post

Verfasst am: 20 Mai 2007 12:11
Die beiden gerobten Kutscher tragen fliederfarbene Samtroben, deren Rücken mit dem markanten Symbol der Magiergilde von Cryllor bestickt ist. Das Gespann hält just neben vor der Bibliothek an, einen Steinwurf von Dimble und Kognoskula entfernt, deren belangloses Gespräch über die Dicke der Fischgräten von Sheldomar-Kettenhechten von vorsichtigen und unauffälligen Blicken unterbrochen und von sehr gut gespitzten Ohren gezeichnet ist.

Beim Absteigen legen die beiden Fahrer ihre schweren Kapuzen ab, was einen jungen Mann mit brauner Mönchsfrisur offenbart und eine junge Frau deren blondes Haar in einem Knoten am Hinterkopf versteckt bleibt. Zwei Schläge gegen den verhangenen Kastenwagen lassen unmittelbar zwei einfach gekleidete, kräftige Burschen in den frühen Zwanzigern hinten aus dem Wagen klettern - während der eine sich reckt und streckt und schamlos gähnt putzt sich der andere ohne Hilfsmittel auf eine Art und Weise die Nase, die Kognoskula geradzu empört. Sogleich eine theatralisch Empörung aufsetzend nutzt Dimble die authentische Mimik Kognoskulas um sie gentlemanlike ein paar Schritte weiter weg von den Widerlingen zu bugsieren. Das widerliche, lachende Raunen, mit dem der Kerl Dimbles Verhalten spottet, klingt in des Gnomen Ohren wie Applaus. Die Pause in ihrer Unterhaltung nutzen die Zwei um einige kurze Anordnungen des gerobten Manens zu überhören: "Endstation. Bringt die Ware vorsichtig zur Registratur bei der Empfangsdame. Wenn alles in Ordnung ist, dann könnt ihr gehen. Lasst die Truhe im Wagen." Die Frau geht indes in die Bibliothek.


Kognoskula Post

Verfasst am: 20 Mai 2007 18:47
Otumwilla stellt die beiden Teller Suppe, und halbes Laib Brot auf den Tisch, dann lächelt sie geschmeichelt, vollführt einen betonten Hofknicks und setzt sich, das Kleid und die Schürze ordend. "Oh, ich fühle mich geehrt. Man bekommt als einfache Wirtin nicht alle Tage von einem Ritter den Stuhl gesetzt, vielen Dank Herr vom Sperberhof. Ihr seid wahrlich ein netter Ritter. Die meisten feinen Herrschaften die hier einkehren, haben noch nicht mal mehr ein Wort des Grußes für mich übrig." Mit einem Seufzen und einem Schulterzucken fügt sie wieder freudig hinzu: "Ich wünsche einen guten Apetit."

Boldran Post

Verfasst am: 20 Mai 2007 21:54
Wie kann es auch anders sein, wischt sich Boldran verlegen eine Haarsträhne aus der Stirn. Mit einem aufrichtigen Lächeln in Richtung der Wirtin beginnt er begeistert die heisse Suppe zu löffeln.

Seine Gedanken überschlagen sich fieberhaft. "Was soll ich bloss sagen? Ich muss ihr ein kleines ehrliches Kompliment machen! Aber was soll ich sagen? Was nur?"

Der Schweiss fliesst in Strömen seinen Oberkörper hinab, grade so, als wenn er sich in einem dichten Schlachtengetümmel befindet und seine Freunde mit seinem Leben verteidigt.

Schliesslich schaut er die Dame hilflos an. "Ich bin ein einfacher Mensch, müsst ihr wissen und Gesellschaft nicht gut gewohnt. Meine guten Freunde übernehmen in der Regel das Reden, sie sind auch viel geübter darin, bitte verzeiht mir. Ich weiss einfach nicht, was ich zu euch sagen soll, ausser, dass die Suppe ausgezeichnet ist und ich eure Bewirtung und eure nette Gesellschaft sehr zu schätzen weiss. Dafür möchte ich mich bei euch bedanken."

Offene Worte, ehrlich ausgesprochen, darin besteht kein Zweifel.

Verlegen senkt er den Kopf, um zu verbergen, dass er rot geworden ist.


Kognoskula Post

Verfasst am: 21 Mai 2007 21:28
Otumwilla benötigt ihr großes Einfühlungsvermögen gar nicht, um Boldrans nervöse Aufrichtigkeit aber auch seine Bescheidenheit zu erkennen. Mit vollem Mund winkt sie kopfschüttelnd ab, und antwortet nach dem Runterschlucken lächelnd. "Ach, Herr vom Sperberhof, Ihr seid doch Gast in diesem Hause, also bedankt Euch doch nicht. Aber das Kompliment nehme ich geehrt entgegen." Die Wirtin nickt einmal höflich langsam und fügt nach einem Löffel Suppe strahlend hinzu: "Wir sind doch alle nur einfache Menschen, entscheidend ist doch unsere Größe im Herzen. Und Eures ist..." da öffnet sich die Türe und mit einem lauten Rumms gegen den Anschlag und herein tritt ein konservativ gekleideter älterer Stadtrat mit Gehstock, gefolg von zwei eifrigen zuredenden Sekretären. Mit einer Handbewegung bringt der Aristokrat sein Gefolge zum Schweigen, bleibt noch auf der Schwelle herrisch stehen und brüllt sogleich durch die Stube: "Das Übliche! Aber Zackig!", weiter geht der Marsch des Herren zu einem Tisch wo er sich setzt, und beginnt seine Sekretäre mit Belehrungen zu rügen.
Otumwillas Mine verfinstert sich umgehend, ganz kurz rollt sie die Augen doch sagt sogleich "Bitte entschuldigt mich Herr vom Sperberhof, ich muss mich nun leider um die ersten Mittagsgäste kümmern. Es war mit eine Ehre." Mit einem Knicks verabschiedet sich Otumwilla von Boldran. Noch immer ist nun ein nettes Lächeln auf ihrem Gesicht, doch Boldrans Blicke entlarven die leicht verkrampft hochgezogenen Mundwinkel.


dimble Post

Verfasst am: 22 Mai 2007 18:34
Aufmerksam lauscht der kleine Barde den Anordnungen des gerobten jungen Mannes mit der Mönchsfrisur. Mhm, klingt problematisch, nur ein Gang zu Chedyny, keine Ahnung, wie es dann an den Wachen vorbeigeht. Könnte schwer werden, die Situation zu unseren Gunsten zu nutzen. Er zuckt mit den Schultern, um Kognoskula seine Ratlosigkeit zu vermitteln. Ob ich einfach mal den Mann ansprechen soll? Vielleicht kann ich ihn ja überreden, uns einen Besuch zu gestatten, vielleicht darf er ja als Mitglied der Magiergilde auch Freunde mit in die Bibliothek führen? Unauffällig beobachtet Dimble, wie sich die Situation entwickelt.

Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Mai 2007 19:01
Sogleich machen sich die beiden Kerle daran, eskortiert von dem Mann, eine stattliche Kiste von gut einem Schritt Seitenlänge, sänftenartig an zwei langen Latten aufgehängt, aus dem Wagen zu hieven. Sie schultern die Stangen, einer vorne einer hinten, und tragen die Kiste zur Bibliothek. Der Gerobte mit der Mann mit der Mönchsfrisur steigt indes hinten in den Wagen und kramt ein wenig.

Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Mai 2007 19:56
Kognoskula erwidert nur das Schulterzucken Dimbles während schließlich auch der Gerobte wieder hinten aus dem Wagen steigt. Mit der einen Hand drückt er die Plane zur Seite und die andere hält eine ordentliche Truhe, mindestens ein Fuß in jede RIchtung messend, an einem geschmiedeten Tragegriff.
Als er die Plane wieder hinter sich zuzieht, trifft sein Blick einen Augenblick den von Dimble. Als sich Kognoskula dann noch ungestüm wegdreht raunt der Gerobte zu den zwei Beobachtern hinüber :"Was schaut ihr zwei so?" er sieht sich nochmal gründlich um und fügt hinzu "Ich hoffe, ihr macht hier keinen Ärger. Hier gibt es nichts zu sehen." Mit diesen Worten geht auch er in die Bibliothek.


dimble Post

Verfasst am: 23 Mai 2007 19:42
"Aber ich bitte euch, werter Herr, natürlich sind wir in keinster Weise auf Ärger aus.", antwortet der Barde auf die Unterstellung, in leicht gekränktem Tonfall. Als der Gerobte schließlich auch in die Bibliothek verschwindet, schüttelt der kleine Barde enttäuscht den Kopf: "Mist, jetzt sind wir auch noch aufgefallen, macht die Sache nicht leichter. Scheint als wäre der Joker heute nicht auf unserer Seite." Er pfriemelt sich nachdenklich an seinem Ziegenbärtchen.

Kognoskula Post

Verfasst am: 23 Mai 2007 20:28
"Das war ja ein argwöhnischer Zeitgenosse." nickt Kognoskula eher ein wenig empört. "Nein, geschenkt wird uns hier ein Einlass in die Bibliothek nicht gerade. Lass uns kurz abwarten, was nun geschieht."

Nach einer knappen Minute schlendern die beiden Helfer aus der Bibliothek, und verschwinden recht bald in Richtung Hafen. Dicht gefolgt werden sie von der gerobten Frau, die sich anschickt den Wagen und die Pferde zu versorgen, und diese hinter das Haus führt.
Dimble und Kognoskula lugen aus etwas Entfernung in den Eingang der Bibliothek, dort sehen sie abgesehen von den zwei Wachen nun nur noch Chedyny, wie sie ein Buch nach dem anderen aus der Kiste holt um dann sorgfältige Einträge in ihrem Wälzer vorzunehmen.


dimble Post

Verfasst am: 24 Mai 2007 15:05
"Na nu, wo ist denn der argwöhnische Zeitgenosse nun hin? Anscheinend hat er die Wachen passiert und die Bibliothek betreten." Dimble zuckt mit den Schultern. "Zu schade, dass die gerobte Frau unsere Köpfe um weit mehr überragt, als mein Verkleidungshut ausgleichen könnte. Die Wachen würden sie bestimmt durchwinken.", denkt der kleine Barde laut. "Scheint als bräuchten wir eine neue Gelegenheit. Vielleicht sollten wir erst einmal verschwinden. Wenn der Kerl mit der Mönchsfrisur zurückkommt und wir immer noch hier rumstehen, schürt dies nur seinen Argwohn gegen uns." Fragend schaut der Gnom die Gelehrte an. "Lust auf einen kleinen Stadtbummel, Kognoskula?", versucht ihr sie aufzumuntern und von dem bislang mißglückten Bibliothekseintritt abzulenken.

"Oder ob ich wohl mal ganz unverbindlich bei der gerobten Dame anfragen soll, wie man denn ohne Mitgliedschaft in den Gilden Einlass in dieses Haus des Wissens erhalten kann?", äußert er seine Gedanken, die schnell klarmachen, dass auch ihm der Zutritt in das Gebäude nicht aus dem Kopf geht.


Boldran Post

Verfasst am: 24 Mai 2007 17:03
Als Otumwila davoneilt, beeilt Boldran sich, noch seinerseits schnell aufzustehen und eine Verbeugung gegenüber der Dame anzudeuten.

Den Neuankömmling streift er mit einem kurzen, ganz leicht missbilligenden Blick. Es ist nicht an ihm, einen Menschen zu beurteilen, doch hat der alte Mann seit jeher eine tief verwurzelte Abneigung - oder vielmehr tiefsitzenden Respekt - gegenüber der lautstarken Obrigkeit.

Aber er wollte sich kein Urteil erlauben, dass überliess er klügeren. Mit einem Achselzucken widmet er sich wieder seiner Suppe.


Kognoskula Post

Verfasst am: 24 Mai 2007 21:51
Kognoskula kippt beinahe vornüber, bei ihren Versuchen unauffällig in den Eingang hineinzuspähen. "Ja, lass uns das doch mal machen."
Als sich die beiden der Bibliothek nähern schaut Chedyny auf: "Ah, Frau Kog-nos-ku-la" sie nickt eifrig und etwas übertriebend lächelnd "das ist aber schön dass Ihr noch in der Nähe seid. Ich habe hier noch a Buch, das fällt mir wieder ein bissele schwer." Während sich Kognoskula über den Wälzer beugt und bei den tatsächlich recht kniffligen Literaturklassifikationen assistiert, lässt Dimble seine Blicke streifen: außer der großen Kiste mit den Büchern kann er nichts neues erblicken, auch bei einem Blick in die Bibliothek sieht er den Gerobten nicht.


Kognoskula Post

Verfasst am: 25 Mai 2007 22:00
Boldrans Blick wird nicht erwidert, zu sehr ist der Herr mit seiner eigenen Person und seinem Auftreten beschäftigt. Boldran verzehrt die Suppe in dem Bewusstsein, dass dies nicht nur für ihn sondern für viele Menschen vom Land eine großartige Mahlzeit darstellt - dazu die leckerem Dilwycher Stullen...
Seine Suppe neigt sich dem Ende, und die geräumige Stube füllt sich allmählich mit allerlei Mittagsgästen, in Gruppen und Einzeln, zurückhaltend und plaudernd.

Otumwilla wirbelt durch die Gaststube, Bestellungen aufnehmend und Mittagsteller auftischend. Mit einem wortlosen Lächeln serviert Otumwilla Boldran noch eine halbe Scheibe gegrilltes Kräuterbrot mit einem Würfel milden Ziegenkäse.


Kognoskula Post

Verfasst am: 25 Mai 2007 22:20
Für Dimble ist es kein Geheimnis dass die Wachen etwas unruhig sind. Er pfiffelt sein unauffälligstes Wartelied während kognoskula mit Chedyny diskutiert aber die beiden Wachen schreiten weiter hin und her oder prüfen ihre Ausrüstung. Recht schnell ist Dimble klar, dass die Wachen ihm selbst nicht wirklich Aufmerksamkeit schenken und wirft einen Prüfenden Blick in die Bibliothek. Er sieht nicht viel, da die vielen Regale die Sicht versperren, aber er macht eine Wendeltreppe aus, und auf der Rückseite geschlossene Innenhoftüren. Kognoskulas Gesrpäch mit der Bibliothekarin neigt sich anscheinlich dem Ende.

Boldran Post

Verfasst am: 26 Mai 2007 08:01
Als das Gedrängel von Menschen immer mehr zunimmt und der Lärm ihn mehr und mehr umgibt, macht sich Boldran daran, das Wirtshaus fluchtartig zu verlassen. Soviele Menschen - er hat das Gefühl erstickt zu werden.

Kognoskula Post

Verfasst am: 26 Mai 2007 13:57
"Vielen Dank Frau Kognoskula, den Rest bekomme ich alleine hin." Beinahe empört schaut die Halblingsdame Chedyny an, unwillig sich von dem Buchverzeichnis loszureißen. Doch schon einen Atemzug später nimmt sie Vernunft an und verlässt mit Dimble zusammen schließlich die Bibliothek. Sie gehen nur die wenigen Schritte bis zur Ecke und sehen schon Boldran schnellen Schrittes - beinahe etwas in Panik - die Grombir verlassen.

Kognoskula Post

Verfasst am: 26 Mai 2007 14:28
Ein Herald der Cryllorschen Brigaden schreitet durch die Reihen der pausierenden Lehrgangsteilnehmer, und bedient skrupellos eine grell klingende Triangel: "Schwertträger und Hammerschwinger, Gepanzerte und Wendige, der großartige Kriegsmeister, der triumphierende Held der Schlacht um Sentinel Keep, Morgan Armitage ruft Euch zum Nachmittagslehrgang! ANTRETEN!"

Das Nachmittagsprogramm beginnt mit einer Vorstellung grundlegender Kampftechniken. Begonnen wird mit der Technik "Einhänderschild", doch schon bald werden Vor- und Nachteile von Zwehändern, Zweiwaffenkampf, Stabwaffen etc. erklärt. Nach diesem Grundkurs beginnt eine Reihe von Demonstrationen, die jedermann einmal als Opfer und einmal als Aktiver mitmacht.
Xiara hat Mühe mit der unhandlichen Hellebarde ihrem Kampfpartner Gilthas das Bein wegzuziehen - unterbewusst mobilisiert dieser einen großen Widerwillen gegen diese klassische Stadtwachenwaffe. Im Gegenzug gelingt es ihm beim Entwaffnen trotz der effektiv gefurchten Sais in seinen Händen nur sehr schwer Xiara von Anathalas zu trennen.

Nachdem Morgan persönlich jeden einzelnen kommentiert hat macht er eine Ankündigung "Universelle Kampfgenies sind rar, und jeder fängt langsam an. Daher wählt nun ein jeder eine Waffe und eine Kampftechnik. Ich werde nun persönlich Hilfestellung und Kampfpartner darstellen." Es wirkt beinahe dramatisch wie der Ritter nun seinen Umhang abnimmt, seinem Gehilfen zuwirft und sein Schwert zieht.


Gilthas Post

Verfasst am: 26 Mai 2007 14:58
Mit dem Eifer der Jugend spurtet Gilthas zum Waffenständer und verstaut die Sais an der richtigen Stelle. So schnell wie möglich eilt er auf den Kampfplatz zurueck, um als erster gegen Morgan Armitage antreten zu koennen.

Boldran Post

Verfasst am: 26 Mai 2007 21:24
Froh der Enge der Gaststätte entronnen zu sein, blickt Boldran sich um, als er auch schon seine Freunde wahrnimmt.

Ernst tritt er an die beiden heran:"Meister Barde, verehrte Kognoskula, ich sehe, ihr seid wohlauf. Wart ihr bei euren Unternehmmungen erfolgreich?"

Während er diese Worte spricht, greift der Alte in einen kleinen Beutel, welchen er an seinem breiten Gürtel trägt und zieht ein grosses Tuch aus groben Leinen heraus, womit er sich sogleich den Schweiss aus dem Gesicht wischt.


Gilthas Post

Verfasst am: 26 Mai 2007 21:28
Da die anderen entweder nicht so flink sind wie er oder anscheinend erst einmal abwarten, wie sich die anderen Lehrgangsteilnehmer schlagen, gelingt es Gilthas als erster an der Reihe zu sein.

Oh Mann, was habe ich gemacht? Hoffentlich blamiere ich mich nicht wieder!

Er atmet tief durch, zieht seine beiden Dolche und nimmt eine defensive Haltung an. Dann wartet er auf das Startsignal vom Ritter Armitage.


Kognoskula Post

Verfasst am: 27 Mai 2007 20:51
Einige drahtige Kerle und flinke Kämpferinnen zucken kurz als Gilthas zum Spurt ansetzt. Doch keiner besitzt den Mumm es drauf ankommen zu lassen. Mit einem zufriedenen Lächeln nickt Morgan Armitage mehrmals kaum merklich während er beobachtet wie sich der eifrige Jüngling hervortut.
"Ein Kämpfer kennt keine Furcht. Wahrer Heldenmut lässt jede Klinge stumpf werden wie eine Schuppenreibe!" spricht Morgan laut und lobend in die Menge während sich Gilthas mit seinen Dolchen vor ihm aufbaut. "Jedoch!" er wirbelt sein Schwert surrend durch die Luft und bringt es in einer perfekten Senkrechte ein Fingerbreit vor seinem Haupt zum Stillstand, und fügt mir warnendem Unterton hinzu "Doch verwechselt nicht die Furcht und den Respekt! Nenn Deinen Namen, Mutiger. Und wähle die Kampfestechnik Deiner Wahl." Die Menge der restlichen Teilnehmer schweigt und starrt gebannt abwechselnd auf den vorschnellen Mutigen und auf Armitage.


dimble Post

Verfasst am: 28 Mai 2007 08:57
"Nun, leider noch nicht.", klärt der Barde Boldran auf. Die Betonung des Wortes noch macht deutlich, dass der Gnom nicht vorhat aufzugeben. "Wie ist es euch ergangen, Meister Boldran?", fragt er den alten Mann freundlich. "Lust auf einen kleinen Spaziergang durch Cryllor? Vielleicht treffen wir auch Burth beim Hafen. Ist es denn schon Zeit für unsere Verabredung in Osprems Angel?", den Sonnenstand abschätzend blickt der kleine Barde gen Himmel.

Warum waren die Wachen nur so unruhig? War dieser Gerobte mit der Mönchsfrisur vielleicht ein hohes Tier der Magiergilde? Oder war es nur seine argwöhnische Art, die er ja auch uns zeigte, die den Wachen Respekt einflösste? Während er mit Boldran und Kognoskula plaudert, blickt er immer wieder in Richtung der Bibliothek, um auszumachen, ob der Gerobte die Hallen verlässt. Auch lässt er seine Blicke schweifen, ob er den Kutschwagen und die Gerobte Dame noch entdecken kann.


Boldran Post

Verfasst am: 28 Mai 2007 11:02
"Ich habe mit Sturm einen kleinen Ausritt unternommen; die kühle Luft hat mir gutgetan. Ihr wisst, dass ich mich in Städten schnell unwohl fühle."

Etwas steif und unüberhörbar stampft Boldran neben seinen Freunden einher. Er macht ganz und gar nicht den Eindruck eines stolzen Paladin des Heironeous, zu unbeholfen wirken teilweise seine Bewegungen.

"Lasst uns Meister Burth suchen."


Gilthas Post

Verfasst am: 29 Mai 2007 21:32
Ein wenig unbeholfen und steif verbeugt sich Gilthas vor Armitage.
Er hat mich 'Mutigen' genannt! Dann muss ich wohl eine aufrichtige Kampftechnik wählen.

"Mein Name ist Gilthas Tischler, Herr Armitage! Ich wähle das normale Sparring. Ich würde allerdings gerne mit zwei Waffen kämpfen."

Gilthas wartet die Zustimmung von Herrn Armitage ab, welche alsbald in einem auffordernden nicken kommt. Dann geht er auf den Ritter zu und nimmt die neu erlernte Grundhaltung in der ein-Schritt-ein-Hieb Entfernung ein.

Sofort bring Armitage sein Schwert in die Mittelposition, so daß die Spitze auf Gilthas' Hals zeigt, und wartet auf Gilthas' Angriff. Armitages Worte 'verwechselt nicht die Furcht und den Respekt!' klingen noch in Gilthas' Ohren, so daß er in den ersten Sekunden keinen überstürzten Angriff startet. Vielmehr tänzelt er um Armitage herum und versucht eine Lücke in dessen Verteidigung zu finden. Da! Für einen Augenblick kommt die Schwertspitze des Ritters mit Gilthas' Bewegungen nicht mit. Sofort springt dieser nach vorne und versucht den Ritter mit einem Dolch gerade unter dem Brustkorb und mit dem anderen am Hals zu markieren. Die Betonung liegt auf 'versucht', denn der Ritter hat anscheinend nur darauf gewartet. Mit einem Schritt zur Seite geht er den Dolchen aus dem Weg, nur um blitzschnell seine Schwert an den Hals von Gilthas zu bringen, der beim Nachvorne-Preschen ein wenig aus dem Gleichgewicht gekommen ist.

Die beiden Kämpfenden trennen sich und begeben sich wieder in Schlagreichweite.
Mit ernster Miene sagt der Ritter, "Das wäre ein guter Angriff gewesen, wenn Ihr nicht so ungestüm vorgeprescht wäret. Versucht es noch mal."

Wieder tänzeln die beiden umeinander herum. Als Gilthas diesmal die Lücke sieht, ist er ein wenig kontrollierter. Armitage kann zwar seinen Hieben ausweichen, aber auch Gilthas bekommt einen seiner Dolche wieder zwischen sich und den Ritter, wenn auch in letzter Sekunde.

Bei einer dritten und letzten Runde geht es ähnlich her, nur daß Gilthas diesmal noch ein bißchen weniger Mühe hat, seine Verteidigung aufrecht zu erhalten.

Armitage:"Sehr gut! Arbeite weiter daran konzentriert und vorallem kontrolliert im Kampf zu sein. Der nächste bitte."

Mit einem stolzen Lächeln steckt Gilthas seine Dolche ein und verbeugt sich vor dem Ritter. Mit schnellen Schritten verlässt er den Kampfplatz und nimmt am Rand Platz, um sich die restlichen Demonstrationen genau anzuschaun.


Geändert am 29 Mai 2007 21:36 von Gilthas


Kognoskula Post

Verfasst am: 30 Mai 2007 08:52
"Beim Wille Pelors, lasst dem Mann seinen Frieden!" ruft Burth ob dieser offenbar ungerechten Pöbelei aus und schreitet entschieden in Richtung des gestürzten Karrenfahrers. Einige der Pöbler verschwinden direkt, andere wiederum lassen von dem Kerl ab, und bauen sich mit verschränkten Armen auf.
Der Hafanarbeiter rappelt sich und seinen Karren, leise fluchend, schnell wieder auf und arbeitet weiter. "Vielen Dank edler Herr, vielen Dank! Und Ihr, kümmert Euch um Euren eigenen Kram!"
In dem Moment als sich Burths empörter Blick und der des Rädelsführers treffen ertönen die eiligen Schritte zweier Stadtwachen. "Ihr wisst was passiert wenn es hier am Hafen nicht bald nachhaltig ruhiger wird." brüllt eine der Wachen auf das Pier. "Hafenschutzgebühren werden erhöht und ihr seht am Ende der Woche nur noch die Hälfte der Münzen. Ich werde auch diesen Fall melden."
Die soeben noch großmäuligen Pierarbeiter verstummen und verkrümeln sich, während Burth einige Auskünfte zum Ablauf des Geschehens gibt. "Vielen Dank, Herr von Weidenlied."

Burth schlendert noch ein wenig am Hafen umher. Erst beobachtet er noch das Treiben der beiden Mannschaften, die sich scheinbar nicht wohlgesonnen sind. Und letztendlich findet er den netten alten Fischer Kunibert, mit dem er ins Gespräch über das Tauflicken kommt.

"Oh, ja, es ist sicherlich bald Mittag." erwidert Kognoskula die seit der Bibliothek etwas Geistesabwesend war. "Am Hafen ist es um die Mittagszeit sicherlich etwas ruhiger, Boldran. Ja, lasst uns Burth suchen." fügt die Halblingsdame hinzu. Dimbles argwöhnische Blicke zurück zur Bibliothek lassen ihn nichts auffälliges erspähen, aber schon nach wenigen Gehminuten durch das Kontorenviertel ruft er :"Schaut, dort bei dem kleinen Kutter hockt Burth auf der Mole!"


dimble Post

Verfasst am: 01 Jun 2007 09:57
"Ein Ausritt, eine vortreffliche Idee, Meister Boldran, das hat bestimmt auch Sturm genossen. Wenn ihr nichts dagegen habt, würde ich mich euch die Tage gerne zu einem weiteren Ausritt anschließen, mein Pony und mein Esel brauchen ebenfalls etwas Bewegung.", antwortet der Gnom dem alten Mann, als er auch schon Burth erblickt und auf ihn zuschlendert. "Lust auf eine Stärkung in Osprems Angel?", fragt er den Priester Pelors. "Oh, verzeiht, ich wollte euch sicherlich nicht erschrecken.", fügt der kleine Barde an, als er merkt, wie Burth ein wenig zusammenzuckt, als er angesprochen wird. "Habt ihr den Vormittag genossen? Leider ist es uns noch nicht gelungen, in das Haus des Wissens zu gelangen, es gibt also noch nichts neues zu berichten." Sein Blick wandert zu der Halblingsdame: "Eine Idee, wie wir das heute nachmittag ändern können, werte Kognoskula?"

Boldran Post

Verfasst am: 01 Jun 2007 21:22
Boldran lächelt den Pelorpriester freundlich an und nickt ihm zur Begrüßung zu. Von all den neuen Gefährten und Freunden, die er im Laufe der letzten Monate gewonnen hat, ist die Seelenverwandtschaft zu Burth sicherlich am größten. Vielleicht liegt es daran, daß sie beide im selben fortgeschrittenen Alter sind oder früher einem einfachen Beruf nachgegangen sind, bevor sie begonnen haben, diese Verantwortung für sich und andere zu tragen.

Boldran schaut zum Himmel und prüft mit geübten Blick den Stand der Sonne. Ja, bald würde Mittag sein.

Sein Blick wandert den Kai entlang und zu seiner Überraschung sieht er seinen Sohn in Begleitung eines weiteren jungen Mannes auf sich zukommen. Der Alte geht den beiden ein paar Schritte entgegen und breitet seine Arme zu einer herzlichen Begrüßungsgeste aus.

"Ich freue mich, dich zu sehen, mein Junge. Wer ist der junge Mann, an deiner Seite?"

Sein Blick begegnet dem des Fremden, tiefgraue Augen, die ihn freundlich, neugierig, offen mustern. Die schlohweissen Haare fallen ungeordnet in die Stirn des Jungen. Seine Kleidung ist gewöhnlich, ein ockerfarbenes Leinenhemd und eine ebensolche Hose. Die offene Sandalen sind nicht für lange Wanderungen geeignet.

Boldran hält dem Blick kurze Zeit stand, er lächelt, dann beginnt er langsam zu begreifen. Er senkt den Blick. "Herr!"

Als er Anstalten macht, niederzuknien, hält der Junge ihn auf. "Das wird nicht nötig sein, Herr vom Sperberhof. Ihr seid ein treuer Diener und aufrichtiger Vasall. Gedenket meiner Worte: hört stets auf eure Gefühle und auf das, was euer Herz euch rät. Zweifelt nicht. Und seid tapfer, um ihretwillen." Boldran folgt mit seinem Blick dem Kopfnicken des jungen Mannes und sieht seine Freunde.

"Ja, Herr. Ich verstehe, habt Dank."

"Euer Sohn wird an eurer Seite sein, so wie bisher auch. Ich verlasse euch jetzt und wünsche euch eine gute Reise. Lebt wohl."

Grade als Boldran zu einer tiefen Verbeugung ansetzen will, hört er, wie jemand anderes ihn anspricht:"Ein Ausritt, Herr vom Sperberhof, was meint ihr?"

Unsicher schaut Boldran auf Dimble nieder, dann geht sein Blick zurück zu der Stelle wo noch Momente vorher ...Er schüttelt den Kopf.

"Gewiss, Meister Barde. Für einen weiteren Ausritt stehe ich gerne bereit."


Kognoskula Post

Verfasst am: 02 Jun 2007 10:56
Die Gedanken an Sport und Natur können Kognoskula nicht aus ihrer Grübelei reißen, doch bei dem Stichwort 'Stärkung' horcht sie auf. "Hallo Burth! Ja, lasst uns in der Angel einkehren." Sie nickt emsig, erpicht auf einen heißen Tee, denn sie stand schon viel zu lange bei den ungemütlichen Wintertemperaturen draußen. Ausnahmsweise pfriemelt sie nicht an ihrer Quaste sondern an ihrem Rubinring. Für einen Atemzug verharrt ihr Blick auf dem kurzzeitig apathischen Boldran, doch als dieser wieder spricht reißt sie ihren Blick los. Auf einmal ergreift sie Dimbles Arm "Wir werden mit einem Älteren der Gelehrtengilde reden - Professor Melashur Shurga hatte sicherlich viele Kollegen in den Reihen der Gelehrten Keolands. Und ich habe doch seinen Siegelring!" Stolz zeigt sie Shurgas Ring empor. "Weißt Du wo die Gilde ihr Gildenhaus hat? Wen sollen wir aufsuchen?"

Indes verabschieden sich Kunibert und Burthan. "Nen schönen Wintertag noch und auch ein schönes Fest, gell!" spricht der Fischer etwas phlegmatisch und knüpft sein Seil weiter. Burth erwidert ebenfalls recht knapp und träge ein "Ja, danke, machs gut." Dann taucht er aus seiner Gedankenversunkenheit auf und begrüßt freudig nickend all seine Gefährten. "Ein prachtvoller Hafen hier, aber ein verbissenes Treiben. Ja, lasst uns Einkehren, Osprems Angel ist just an der Ecke dort vorne, ich habe uns schon einen Tisch im 'Halbschuhzimmer' reserviert."


Kognoskula Post

Verfasst am: 02 Jun 2007 12:11
Ein anerkennendes Raunen ist in der Menge zu hören als Gilthas sein Training beendet. Wesentlich mehr der Lehrlinge scheinen nun erpicht auf das Sparring mit dem Meister zu sein - Gilthas hat vielen der weniger Selbstbewussten mit seinem Mut und seiner bodenständigen und ordentlichen Leistung gezeigt dass man sich hier nicht verstecken muss. Einige scheinen auch froh zu sein dass sie nun wissen wie der Ablauf diese Sparrings ist, denn die folgenden Teilnehmer tuen es Gilthas gleich, schreiten vor, verbeugen sich mit der Vermeldung ihrer Kampfestechnik und warten auf das Signal Armitages.

"Gut gemacht." bekommt Gilthas auf dem Rückweg sogar noch zu hören, begleitet von anerkennendem Nicken und ein paar Schulterklopfern. Auch Xiara zwinkert ihm lächelnd zu. Kaum erwähnenswert ist, dass die Gruppe der Gleichgekleideten keinerlei Reaktion zeigt, außer sich subtil ein wenig vorzudrängen.

Viele der Probanden sind fasziniert vom Ringkampf und auch von dem durschlagenden Angriff, bei dem ein Assistent Armitages einen geschwächten Kämpfer mimt, so dass der Proband, mit großer Wucht schlagend, erst den Assistent und dann Armitage treffen kann. Viele kommen mit der Kraft und der Technik Armitages ganz und gar nicht klar, und bremsen ihren Sturz auf den kalten Winterboden mehr als einmal mit Kopf, Knie und Ellbogen. Doch ein jeder lernt hier eine gehörige Lektion, und weiß auf was er achten muss.

Schon ist Xiara an der Reihe, die sich bislang noch nicht auf eine Kampftechnik festlegen konnte.


dimble Post

Verfasst am: 02 Jun 2007 13:32
Auch Dimble bleibt Boldrans Abwesenheit nicht verborgen, doch es erfreut den kleinen Barden, dass seine Worte dennoch zu dem alten Mann durchgedrungen sind. Wohin die Gedanken Boldrans wohl abschweifen, wenn er so apathisch wirkt?, fragt sich der Gnom nicht zum ersten Mal.

"Sehr gut Burth, dann auf zu Osprems Angel.", kommentiert Dimble freudig die Tatsache, dass er einen Tisch für sie reservieren hat lassen.
"Die Gildenhäuser und die Gildenhalle befinden sich im Osten Cryllors, jenseits der Feste des Grafen. Vorsteher der Gelehrtengilde ist Lord Garren von Bazrail, ich habe ihn schon persönlich gesehen, als er die Bibliothek besuchte. Aber ich gehe nicht davon aus, dass er uns empfangen wird, wegen so einer Lappalie wie dem Zutritt in das Haus des Wissens. Aber wir finden schon den richtigen Ansprechpartner, wenn wir uns im Gildenhaus erkundigen, denke ich. Klingt wie eine gute Idee für mich. Lass uns gleich nach der Stärkung aufbrechen."


Burth Post

Verfasst am: 02 Jun 2007 16:01
Burth führt seine Begleiter ohne Umschweife zu dem reservierten Tisch.

"Ihr solltet die Fischspezialitäten probieren. Die Angel ist für besonders gute Zubereitung der fangfrischen Ware bekannt."

Lächelnd bestellt er Osprems Angelei, eine Variation verschiedener lokaler Fischsorten in einer kräftigen Brühe gegart und abgeschmeckt mit Wein und saurer Milch.


Kognoskula Post

Verfasst am: 02 Jun 2007 17:06
Die kleine Kognoskula trottet ein wenig perplex hinter den anderen in die Angel ein, nicht verstehend warum man nicht den großen, frontalen Eingang nimmt. Doch als sich die Gefährten auf die große Doppeleckbank des reserverten Tisches setzt, und sie sich ein dickes Kissen unterschiebt kann sie verstehen wieso: Über dem Durchgang zum Nachbarraum steht in großen Lettern Stiefelhalle, und ein Blick in die Menge der Hafenarbeiter offenbart schon den Grund für den gut abwaschbaren Steinfließenboden.

Während die Halblingsdame traditionell eine Suppe - in diesem Fall eine Regenbogenforellensuppe - löffelt stimmt sie Dimble zu:
"Lord Garren von Bazrail? Das ist doch ein Politiker, oder nicht? Almerine sagte immer, der Bazrail aus Cryllor sein einer der Vernünftigen aus den Kreisen der Aristokraten. Lass uns gleich nach diesem Mahl dorthin aufbrechen." zuversichtlich nickend schaufelt sie weiter, den großen Löffel in einer Faust haltend.


Geändert am 02 Jun 2007 17:07 von Kognoskula


dimble Post

Verfasst am: 04 Jun 2007 19:42
Dimble lässt sich von Burths Bestellung und seinen Empfehlungen anstecken und bestellt ebenfalls Osprems Angelei.
"Ja, ein altgedienter Politiker. Sogar Mitglied des Rates von Niole Dra, wie ich gehört habe.", bestätigt der kleine Barde die Vermutung der Halblingsdame. "Sag mal, ist dir eigentlich auch aufgefallen, wie nervös die Wachen schienen, als wir das zweite Mal in der Bibliothek waren. Aber nicht wegen uns. Dieses argwöhnische Mitglied der Magiergilde scheint die Nervosität ausgelöst zu haben, vor Ankunft der Kutsche wirkten sie jedenfalls deutlich entspannter.", fragt der Gnom neugierig, die Wartezeit auf das Fischgericht mit einem Informationsaustausch überbrückend.


Xiara Post

Verfasst am: 04 Jun 2007 20:18
“Ich wähle den Angriff mit dem zweihändig geführten Schwert,” erklärt Xiara, als sie schließlich vorschreitet und sich leicht, aber durchaus respektvoll, vor dem Krieger verneigt. Dann zieht sie ihre prachtvolle Waffe und legt dabei ihren Schild ab. Armitage nickt, als einer seiner Assistenten ihm auch schon ein meisterlich geschmiedetes Langschwert reicht. “Greif mich an!”

Zunächst noch etwas zögerlich, tänzelt Xiara leichtfüßig vor und zurück, während sie einige einfache wenn auch kraftvolle Hiebe ausführt, die aber ohne größere Schwierigkeiten abgeblockt werden. Eine Schwäche in der Abwehr des Waffenmeisters kann die Elfin trotz ihres langjährigen Trainings nicht ausmachen. Hier und da schnellt auch die Klinge ihres Gegners oftmals unerwartet vor, und Xiara hat einige Mühe den noch spielerisch geführten Angriffen auszuweichen. Einmal wird sie sogar am Arm getroffen, aber ihre Lederrüstung kann den Schlag auffangen. Natürlich bemerkt sie, dass Armitage nicht mit seiner vollen Fähigkeit kämpft, denn sonst würde es jetzt schon anders aussehen, soviel ist sicher.

Nachdem sie mit ihrer anfänglichen Taktik, die Eigenheiten ihres Gegners zunächst etwas auszuloten, bei einem so erfahrenen Krieger nicht weit kommt, beginnt Xiara schließlich mit etwas kühneren Angriffen, die mit weitaus größerer Wucht geführt werden, so dass Armitage, der weiterhin vor allem defensiv kämpft, zumindest ein klein wenig in Bedrängnis gerät. Es ist leicht die ihr innewohnende Kraft zu unterschätzen, wenn man ihr Äußeres betrachtet, doch Armitage hat schon andere Dinge in seinem Leben gesehen, wenngleich er durchaus bemerkt, dass die Schläge mit einer Wucht auf seine Klinge einprasseln, zu der sonst nur die kräftigsten der Kursteilnehmer im Stande sind, wenn auch nicht mit der gleichen Geschwindigkeit mit der die Waldelfin sich bewegt.

Als der Waffenmeister dann selbst wieder zum Angriff übergeht, erwischt er Xiara allerdings auf dem falschen Fuß, da sie sich gerade selbst vollkommen auf ihre Offensive eingestellt hat, und so muss er seine Klinge im letzten Moment noch drehen, damit er sie nicht zu schwer verletzt, was natürlich nicht im Sinne der Übung ist. Die flache Seite des Schwerts trifft krachend auf Xiaras Schulterpanzer und sie taumelt ein Stück weit nach hinten, ehe sie sich fangen kann, um dann ersteinmal wieder eine defensive Haltung einzunehmen.

In diesem Moment senkt der Meister sein Schwert und lächelt. “Gut gemacht, Xiara! In Dir steckt eine große Kriegerin, aber Du darfst auch im Angriff nie Deine eigene Defensive außer Acht lassen.”


Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Jun 2007 14:36
"Bei der Mandoline des Lachenden Schurken, mein Augenlicht ist zwar alt und schwach - aber so billig bekommst Du Deine Runde nicht, Morten!"
Laut schallt die die empörte Stimme des rustikalen halborkischen Gastwirtes aus der Stiefelhalle, wo bisher trotz geschäftigem Treiben, Speisen und Trinken alles seinen Alltagslauf genommen hatte. Einen Herzschlag später entgeht lediglich Burth, der in seine Mischung interessanter Süßwasserfische vertieft ist, dass sich das Poltern, dass nun zu hören ist, etwa so anhört, wie das Prasseln vieler Holzstückchen auf einem der harten Eichentischplatten.


Boldran Post

Verfasst am: 05 Jun 2007 14:49
Etwas schuldbewusst blickt Boldran von seinem Essen auf. Er hatte bisher weder an der Unterhaltung teilgenommen noch sich sonderlich für seine Umgebung interessiert.

Nun - aufgeschreckt durch den Lärm - schaut er sich nach dem Verursacher um.


Burth Post

Verfasst am: 06 Jun 2007 15:09
"Ich würde Euch auch gerne begleiten, wenn ihr nichts dagegen habt. Die Atmosphäre am Hafen betrübt mich zu sehr.", meint Burth ohne von seiner Suppe aufzuschauen.

dimble Post

Verfasst am: 06 Jun 2007 17:17
"Natürlich, gerne könnt ihr uns begleiten, Burth.", antwortet der Gnom dem alten Mann. Obwohl wie der Priester in die leckere Mischung interessanter Süßwasserfische auf seinem Teller vertieft, hat der kleine Barde immer ein Ohr offen für seine Umgebung und so entgeht ihm der in der Stiefelhalle aufkeimende Streit und das darauf folgende Prasseln nicht. "Beim Joker, was ist denn da los?", fragt er laut. Die Neugier überwiegt und da er von seinem Platz nichts erkennen kann, erhebt er sich und nähert sich dem Durchgang, bis er einen Blick in das Nachbarzimmer erhaschen kann. "Ich seh mal nach.", meint er beim Aufstehen kurz und knapp zu seinen Freunden.

Boldran Post

Verfasst am: 06 Jun 2007 22:25
"Meister Dimble, wartet. Ihr solltet nicht alleine gehen, in manchen Wirtshäusern kann es recht rauh zugehen und wenn erst einmal die Bierkrüge und Tische durch die Luft fliegen, unterscheidet man nicht mehr so leicht zwischen Freund und Feind."

Bedächtig wischt sich Boldran die Essensreste von den Lippen und schliesst dann zu dem Barden auf. "Aber ich bin überzeugt, daß heute keine Krüge geworfen werden." Mit einem schiefen Lächeln zu Dimble gewandt, schreitet der Alte in Richtung des Lärms.


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Jun 2007 05:22
Unauffällig nähert sich Dimble dem unverhangenen Durchgang zur Stiefelhalle. An der Schwelle bleibt er stehen und lugt umher. Es ist nicht wirklich Ruhe eingekehrt in der Stube, die meisten Hafenarbeiter essen unbeirrt weiter. Nur einige zeigen ihrem Tischnachbarn amüsiert die 10 Holzmünzen die auf dem Tisch direkt rechts des Durchganges liegen. Dimbles Augen sind kurz darauf fixiert als er auch schon von einem Gast angepöbelt wird, der vor ihm sitzt "Was stehste da so rum, stör mich nicht beim Essen Du,..." Boldrans Erscheinen bringt ihn aber dann zum Schweigen: "...ach, vergiss es." Boldran und Dimble sehen beide dass der vermeintliche Morten keine großen Ausflüchte sucht, während er im Angesicht des imposanten Wirtes eine der Holzmünzen in seiner Hand dreht. "Das,... das gibt es doch nicht, das kann doch nicht.... "Nach einem verängstigten Blick zum Wirt holt Morten unter dem ungläubigem Kichern seiner Tischnachbarn einen Silberling hervor und legt ihn in die Pranke des Halborks. Dieser beißt einmal mit Schmackes in die Münze und beäugt sie bevor er sich umdreht und zur Theke zurückkehrt. "... versuch das nicht nochmal."

Kognoskula lugt indes mit besorgter Mine zum Durchgang und pfriemelt dabei an ihrer Serviette. Ihren aufgerissenen Augen ist abzulesen, dass ihr ein kalter Schauer den Rücken hinunterläuft. Ihre Linke greift nach Burths Arm.


Xiara Post

Verfasst am: 07 Jun 2007 06:35
“Das war mutig von Dir, Gilthas, Dich zuerst dem Waffenmeister zu stellen. Es gab doch einige Teilnehmer, die in diesem Moment erleichtert aufgeatmet haben,” berichtet Xiara lächelnd. “Dieser Armitage versteht schon etwas vom Kriegerhandwerk, das lässt sich nicht leugnen.”

Boldran Post

Verfasst am: 07 Jun 2007 10:32
Mit einiger Verwunderung nimmt Boldran eine der hölzernen Münzen zur Hand und betrachtet diese von beiden Seiten. "Hm, tatsächlich Holz."

Traurig schüttelt er den Kopf. "Das es immer wieder Menschen gibt, die andere hart arbeitende Leute zu betrügen versuchen."

Etwas ratlos schaut er den Barden an. "Hier scheint jetzt alles wieder ruhig zu sein, lasst uins unser Mahl beenden."


dimble Post

Verfasst am: 07 Jun 2007 15:23
Dimble läuft es eiskalt den Rücken herunter, als er die Holzmünzen sieht. Für einen Augenblick erkennt Boldran den Schrecken in den Augen des Barden, bis er ihn schnell wieder mit einem aufgesetzten Lächeln überspielt. Horatio, der schwarze Reiter, die Karte zum Ashen Tower, zum Teufelshuf. Ohne diesen schwarzen Reiter, diese Münzen, diese Karte, hätte der kleine Barde nie diesen verfluchten Teufelshuf, der ihm das Leben so schwer macht, gefunden. Die Leichtigkeit Dimbles ist wie weggeblasen, als er sich in die Ereignisse erinnert, genau hat er den Moment vor Augen, als sein fester Griff dem Vampir die Kette von seinem untoten Hals reisst. Welch folgenschwere Tat. Das Herz des kleinen Barden beginnt zu rasen.

Unwillkürlich schüttelt Dimble seinen Kopf, um die Gedanken abzuschütteln. Er beobachtet Morten, versucht dessen Glaubwürdigkeit abzuschätzen. Hat dieser etwa wirklich nicht gewusst, dass er mit Holzmünzen bezahlte? Wurde er selber getäuscht? Vielleicht vom schwarzen Reiter? Intensiv mustert Dimble die Holzmünzen, ob sie irgendeine Ähnlichkeit zu denen von Horatio gezeigten haben. Vielleicht enthalten sie sogar wieder einen Hinweis.

"Ja, geht ruhig schon zurück zu Tisch, ich bin sofort bei euch.", antwortet der Gnom etwas abwesend auf Boldrans Worte.


Gilthas Post

Verfasst am: 07 Jun 2007 18:34
Stolz lächelt Gilthas Xiara an.
"Danke! Ich wollte mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mich direkt von diesem Schwertmeister unterweisen zu lassen. Allerdings war ich selbst ein wenig von meinem Mut überrascht. Als ich vor ihm stand ist mir das Herz in die Hose gerutscht, aber es hat sich gelohnt."


Boldran Post

Verfasst am: 07 Jun 2007 18:59
Boldran sieht das Entsetzen iin den Augen seines Freundes aufflackern. Schnell blickt er sich um, ob unmittelbar Gefahr im Verzug ist, doch scheint alles ruhig zu sein. Als Dimble ihn dann noch bittet, zu den anderen zurückzugehen, is er beruhigt und kommt der Aufforderung nach.

Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Jun 2007 21:05
"Aber,... ich war das nicht!" Stammelt Morten unter der Schelte des gepanzerten Ritters Boldran und under dem Kichern und Raunen seiner Tischnachbarn. Dimble greift sich eine Handvoll der scheinbar 10 Münzen, und betrachtet sie eingehend - geradezu ungewöhnlich eingehend für eine der Beisitzer, der von seinem kichernden Kopfschütteln ablässt. "Das is Holz, Mann. Eine saubere Verlade,...passiert schon mal,..." Rustikal mampft der Arbeiter weiter. Dimbles Blicken entgeht der Galgenhumor in den Augen Mortens nicht, dieser fühlt sich offenbar ehrlich selbst hintergangen. "Na warte, Kelber, das kostet Dich nochmal das doppelte..."
Für Dimble besteht kein Zweifel, dass dies ein anderes Holz ist, als jenes welches er im Kopf hat, auch die Größe der Münzen ist offenbar die eines Kupferrocs anstatt eines Goldlöwen, dennoch ist die Beschaffenheit dieselbe. Alle Münzen die er sehen kann, sind ohne weitere Merkmale oder gar Gravuren.

Als Morten sieht, dass Boldran geht raunt er, offenbar mit wachsendem Ärger über sein Schicksal: "Gib mir das wieder, damit stopf ich Kelber sein schmieriges Maul." woraufhin er ein kicherndes "Sicher, sicher..." von seinen Kollegen erntet und krampfhaft die Holzmünzen einzusammeln beginnt.


dimble Post

Verfasst am: 08 Jun 2007 17:00
Dimble reagiert schnell. Einige Münzen hat er zwar gemustert, doch das reicht ihm nicht. Er will alle sehen, sicher ist sicher. "Oh, verzeiht werter Morten.", beginnt er freundlich das Gespräch mit dem aufgebrachtem Mann. Dabei dreht er eine der Holzmünzen in seinen Händen und betrachtet sie fasziniert. "Ich will euch ja keine Nerven kosten, ihr habt allen Grund, verärgert zu sein.", fügt er entschuldigend an. "Doch diese Münzen, beeindruckend geschnitzt. Ihr müsst wissen, meine beiden Töchter, sie spielen doch so gerne Händler und Kunde, und meine Frau, sie findet es nicht richtig, wenn sie für ihr Spiel echte Münzen benützen, sie sollen doch zwischen Spiel und Realität zu unterscheiden lernen. Und ich bin doch so ungeschickt beim Schnitzen." Der Gnom lächelt verlegen. "Aber das interessiert euch sicher nicht und ich beginne euch zu langweilen, daher komme ich zur Sache: Ich würde erfreut sein, wenn ihr mir die Holzmünzen überlassen würdet. Gegen echte Münzen, selbstverständlich. Sagen wir zwei Silberlinge?", abschätzend mustert er Morten. "Sicher könnt ihr diesen Kelber auch ohne sie zur Rechenschaft ziehen, oder?" Angespannt, aber sich diese Anspannung in keinster Weise anmerken lassend, wartet Dimble die Reaktion des Mannes ab, sich schon einen Weg zurechtlegend, wie er wohl mehr über diesen Kelber erfahren kann, ohne dass seine Neugierde auffällig wirkt.

Geändert am 08 Jun 2007 17:04 von dimble


Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Jun 2007 04:55
Der Gnom trägt seine rührende Geschichte so lebhaft vor dass sogar die rauen Hafenarbeiter zuhören, und schließlich wortlos zu Morten starren. Dieser rüttelt sich mit einem Hochziehen beider Augenbrauen wach und ergreift die Gelegenheit aus der Not eine Tugend zu machen: "Hah, seht ihr, man muss eben wissen wie mans anstellt." brüstet er sich naiv. Sofort rafft er die übrigen Holzscheiben zusammen und hält sowohl diese als auch eine offene schmutzige Hand Dimble grinsend entgegen. "Na dann mal her mit den Penunsen, Herr Gnom." Auch seine Tischnachbarn kommen ob der vielen Unterhaltung derzeit nicht wirklich zum Weiteressen.

dimble Post

Verfasst am: 09 Jun 2007 11:29
Dimble kramt zwei Silbermünzen hervor und überreicht sie Morten. Ein ehrlich dankbares Lächeln, nur aus anderen Gründen dankbar, als die Hafenarbeiter vermuten, zeichnet sich auf dem Gesicht des Gnomes ab, als dieser die Holzmünzen aus der schmutzigen Hand Mortens entgegennimmt und sie in seiner Tasche verschwinden lässt. "Eine Freude, mit euch Geschäfte zu machen, ihr habt mir sehr geholfen."

Einen Moment hält der kleine Barde inne. "Ah, Meister Morten. Verzeiht, wenn ich euch noch länger vom Essen abhalte, nur mir kam da gerade so ein Gedanke, da ihr doch so ein fähiger Geschäftsmann seid.", schmeichelt Dimble dem Mann. Dann spricht er weiter und verkündet eine scheinbar gerade gekommene Idee. "Könntet ihr mir vielleicht sagen, wo ich diesen Kelber finden kann? Vielleicht kann ich ihn ja davon überzeugen, solch wunderbare Münzen lieber als das zu verkaufen, was sie sind, als ehrbare Bürger wie euch damit über den Tisch zu ziehen. Selbstverständlich würde euch als Vermittler eine Provision zustehen, sollten wir ins Geschäft kommen. Und für die Übermittlung der Kontaktdaten habt ihr natürlich auch eine Anzahlung verdient." Der Gnom kramt einen weiteren Silberling aus seiner Tasche und dreht diesen in seinen kleinen Händen. Dimble schaut Morten erwartungsvoll in die Augen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Jun 2007 16:49
Stolz und grinsend präsentiert Morten seinen Kumpeln die zwei Silberlinge. "Na, jetzt habt ihn nix mehr zu grinsen, was?" Als Dimble dann fortfährt und den Namen Kelber in den Mund nimmt verstummt die Runde kurz. Mortens Mine verfinstert sich, doch diese Verfinsterung wandelt sich immer mehr in eine Verwirrung, da er mit dem Vokabular des Barden zunehmend schlecht zurecht zu kommen scheint.

Umso verblüffter ist er als wieder eine Sprache gesprochen wird, die er versteht, und so starrt er, zunächst etwas hilflos, auf den dritten Silberhabicht. Nach einigen Momenten des peinlichen Schweigens zählt er zwei und zwei zusammen und brummt: "Kelber? Den Namen habe ich noch nie gehört. Aber schau doch mal in einem Werkzeugladen vorbei." Mit diesen äußerst unbeholfen zweideutigen Worten glaubt Morten auf gelungene Weise sowohl seine eigenen Hände in Unschuld waschen zu können und die des Gnomes um den Silberhabicht erleichtern zu dürfen.
"Und jetzt lass uns mal in Ruhe weiteressen."


dimble Post

Verfasst am: 09 Jun 2007 18:00
"Mhm, schade, da kann man wohl nichts machen.", steigt der kleine Barde auf das unbeholfene Spiel des Mannes ein. Dimble zuckt mit den Schultern und schnippt Morten auch den dritten Silberling zu: "Für eure Geduld. Und eure Mühen. Lasst es euch schmecken."

Der Gnom wendet sich ab, um wieder an den Tisch seiner Freunde zurückzukehren. Er ist äußerst zufrieden ob des Ergebnisses. Schmunzelnd nimmt er neben Kognskula Platz und widmet sich wieder Osprems Angelei. Dass die Fischspezialitäten mittlerweile recht kalt sind, lässt sich der kleine Barde nicht anmerken.


Boldran Post

Verfasst am: 09 Jun 2007 19:55
Besorgt schaut Boldran immer wieder in die Richtung, in der Dimble verschwunden ist. Ganz wohl war ihm nicht bei dem Gedanken, den Barden mit den Trunkenbolden zurückzulassen.

Aber es war sein Wunsch gewesen und Boldran wollte die Beweggründe seines Gefährten nicht in Frage stellen.

Als Dimble schliesslich wieder wohlbehalten zurück kommt, atmet der alte Mann erleichtert auf. "Meister Barde, kommt, beenden wir unser Mahl, bevor es kalt wird."


Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Jun 2007 07:03
Die völlige Teilnahmslosigkeit von Burth beruhigt Kognoskula nicht sonderlich. Daher lässt sie von dessen Arm ab, als Boldran wieder kommt und klammert sich an dessen. Doch Boldran weiß mit Kognoskulas ängstlichem Stammeln "...und?..." nicht viel anzufangen außer einige beruhigende Worte zu sprechen. Und so ist die Halblingsdame zwar beruhigt als Dimble immerhin mit froher Mine an den Tisch zurückkehrt, doch ihre Stimme ist nur ein Zischen: "Sind es... sind es hölzerne Münzen, Dimble?" Auf Dimbles Antwort hin produziert die kleine Dame wie gewohnt einen spruchreifen Verdacht und wispert: "Er war hier!"

Burth Post

Verfasst am: 10 Jun 2007 14:52
Jetzt erst beginnt Burth zu realisieren, was hier vorzugehen scheint. Fast entschuldigend blickt er Kognoskula an.

"Er? Der schwarze Reiter?", raunt er kurz, während er den Holzlöffel neben seine fast leere Schüssel legt und sich die letzten Tropfen Suppe vom Mund abwischt. Dann beginnt er mit ernster Stimme zu sprechen.

"Es scheint Pelors Wille zu sein, dass wir unser Ziel nicht aus den Augen verlieren. Zulange haben wir uns nur um eigene Interessen gekümmert. Es wird Zeit, dass wir den alten Pfad weiterverfolgen. Ein Zögern im Antlitz der Sonne würde einen tiefen Schatten auf unsere Seelen werfen. Lasst uns diesen Kelber aufsuchen."


dimble Post

Verfasst am: 10 Jun 2007 19:55
Dimble bleibt vertieft in sein Essen und schaut nicht zu Burth auf, als dieser seine Worte spricht. Den kleinen Barden plagen Zweifel. Die Unbeschwertheit, mit der er an der Seite seiner Gefährten die Suche nach dem schwarzen Reiter aufgenommen hat, ist gewichen. Die Ereignisse, das bislang über den Reiter in Erfahrung gebrachte und nicht zuletzt die Falle, in die die letzte Münze des Reiters sie führte, haben Bedenken in dem kleinen Barden aufkeimen lassen, ob sie dieser Herausforderung überhaupt gewachsen sind. Vielleicht ist es besser den Pfad zu verlassen, solange sie noch können. Doch diese Zweifel behält er noch für sich.

Der Gnom verspeist die letzten kalten Süßwasserfische auf seinem Teller. Dann kramt er die erstandenen Holzmünzen heraus und mustert sie genauer. Eine nach der anderen, die Münzen an interessierte Gefährten weiterreichend, nachdem seine Begutachtung abgeschlossen ist. "Hier, werft doch auch einen Blick auf die Münzen, wenn ihr mögt. Vielleicht finden wir einen Hinweis auf..", Dimble zögert und zischt dann durch seine Zähne, "..ihn. Und dann sollten wir wirklich diesem Kelber einen Besuch abstatten, wie Burth schon vorschlug." Der kleine Barde nickt in Richtung des Dieners von Pelor.


Kognoskula Post

Verfasst am: 11 Jun 2007 04:23
Mit großen Augen lugt Kognoskula in die Runde. Stetig bedächtig und langsam nickend. Sie ergreift eine der Münzen als wären es heilige Rubinaugen einer Statue des Jokers und betrachtet sie eingehend.
"Auch wenn es keine große Kunst in der Beherrschung der Magier erfordert einer solchen Münze eine illusorische Erscheinung zu geben, so kann sich kaum ein Schurke am selben Ort dieses Trickes zweimal bedienen. Alles deutet auf einen Reisenden hin..." Die weitere Bedeutung dieser Worte lässt se offen und fügt nur, nun kräftiger Nicken in Richtung Burth und Dimbles zu: "Ja, das müssen wir."
Ihre Suppe kann die Halblingsdame nicht mehr genießen. Ihr Magen ist flau.


Boldran Post

Verfasst am: 14 Jun 2007 10:53
Boldran greift nach Dimbles Schulter und drückt sie vorsichtig.
"Mein Freund, ihr dürft nicht verzagen. Ihr seid in dieser Sache nicht allein. Wenn ich euch auch nicht mit meinem Wissen dienen kann, denn dieses ist spärlich, so stehe ich euch doch mit meiner Kraft und meinem Glauben zur Seite."

Bedächtig steht der Alte in seiner Rüstung auf. "Neue Taten harren unser, schwere Prüfungen stehen uns bevor. Ich will mich vorbereiten und meine Ausrüstung holen, bevor wir diesem Kelber einen Besuch abstatten. Ich werde schnell wieder zurück sein, dann können wir aufbrechen."

Damit verlässt Boldran das Wirtshaus, um Schild, Helm und andere Dinge zu holen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Jun 2007 20:58
Nur eine Viertelstunde später stehen die Vier in angemessener Formation in der Häuserreihe hinter den Hafengebäuden. Nachdem Boldran in Ritterrüstung zurückgekehrt war, war es ein nur kurzer investigativer Spaziergang nach Nordost, bis Dimble an die Türe der Spachtel und Schraubzwinge klopft "Hallo, ist jemand da?". Diese Werkstatt, die erstbeste, der die Vier begegnen, scheint nur eine Hälfte der einfachen Hütten in dieser Häuserreihe einzunehmen. Die vielen morschen Latten und auch das zerstoßene Glasfenster sind ordentlich von innen mit Brettern vernagelt.
Burth und Boldran blicken konzentriert und mit verschränkten Armen auf die Türe und auf das rostige Wappenschild der Werkstatt, doch die Türe öffnet sich nicht - und es schallt auch keine Stimme von innen heraus. Kognoskula lugt skeptisch hinter den beiden hervor.


Burth Post

Verfasst am: 16 Jun 2007 03:34
Nach kurzem Warten wiederholt Burth das Klopfen. "Kelber, wir haben ein dringendes Anliegen. Öffne die Tür."

Da sich auch nach dieser Aufforderung zunächst nichts tut, tritt Burth an das Fenster heran, und versucht einen Blick durch die Spalte zwischen den Holzlatten zu erhaschen.

"Sollen wir einmal, ums Haus gehen? Oder bei den Nachbarn klopfen?"


Boldran Post

Verfasst am: 16 Jun 2007 09:23
Angestrengt blickt Boldran durch die Fenster, aber seine Augen sind mit dem Alter auch nicht besser geworden und so wundert es nicht, dass er im Dunkle des Hauses nichts und niemanden erkennen kann.

"Ja, gute Idee, fragen wir mal höflich die Nachbarn, vielleicht können die uns weiter helfen."


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Jun 2007 12:22
Auch Burths Augen vermögen dem düsteren Interieur der Werkstatt kaum etwas entlocken, außer dem wagen Schimmern von Metall hier und dort sowie der groben Silhouette einer großen Werkbank. Da die Werkstatt ein Reihenhaus ist, ist ein Durchkommen hinter das Haus nur möglich wenn man über das verschlossene Tor an der Seite klettert um zwischen den Häusern zum Aalstich, der Gasse dahinter zu gelangen. Kognoskula schließt zunächst zur Türe auf und schabt ein wenig am Holz herum, um daran zu riechen. Mit einem Schulterzucken lässt sie die Krümel zu Boden rieseln und stimmt zu "Ja, tun wir das."

Indes wird auf dem Exerzierplatz ein freieres Training organisiert. Unter den Teilnehmern werden von Assistenten Armitages Gruppen von jeweils Fünf gebildet, welche dann Kombinationstechniken einüben. Dies geschieht - als besonderes Schmankerl - unter der Aufsicht jeweils eines Mitgliedes des zweiten Kreises der Artistengilde. Und so landen Xiara und Gilthas zusammen mit einer Frau und einem Mann aus der Gruppe der Leute die Xiara aufgefallen ist und einem dicken Zwerg, Entgrater in einer der Zwergenschmieden. Nachdem sich die neuen Bekanntschaften Almery, Schettl und Brottmort von Krystalllhaim vorgestellt haben, wird das Unterstützen von Angriff und Verteidigung trainiert. Insbesondere Gilthas lernt hierbei auf die harte Tour, dass er mit seinen filigranen Dolchen noch einiges an Technik erlernen muss, um den Schwung von so brachialen Waffen wie Brottmorts zwergischer Kriegsaxt abzulenken. Ein derb verdrehtes Handgelenkt steckt er mit zusammengebissenen Zähnen weg - und dabei hatte er noch Glück. Dennoch bringt ein Feldarzt einen Lappen mit kaltem Wasser, den er dem eifrigen Burschen gegen die Schwellung um das Handgelenk bindet.


dimble Post

Verfasst am: 17 Jun 2007 11:23
Auch der kleine Barde stimmt Burths Vorschlag zu. Seine hellblauen Augen mustern forschend die Umgebung. Schnell sucht er sich ein Haus in der Nachbarschaft aus welches bewohnt erscheint. Er achtet auf Zeichen dafür, dass die Bewohner gerade anwesend sind. Dimble tritt an die Haustüre heran, klopft dreimal deutlich. Während er auf eine Antwort wartet, setzt er ein äußerst freundliches Lächeln auf.

Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Jun 2007 13:11
Laute, schwere Schritte sind zu hören und die kräftige Holztüre des Nachbarhauses öffnet sich nach einem präzisen Klicken der Klinke mit Schwung. "Hallo die Herrschaften, Hendricks Holzarbeiten zu Euren Diensten." der kräftige Mann, Ende dreißig schätzt Dimble, rückt zum Gruße an seiner Kordkappe, ein wenig verwundert mustert er kurz die Runde und seine Hand wandert zu seinen Bartstoppeln um sich das Kinn zu reiben. Dabei rieseln einige kleine Holzspäne über sein ordentliches beiges Leinenhemd auf die schwarze Zimmermannskordhose. Seine Unsicherheit ist jedoch schnell verflogen und er sagt höflich "Kommt doch herein..." Er macht direkt Platz um den Weg in seine einfache, aber mustergültige Schreinerwerkstatt freizugeben. Im hinteren Teil des Raumes ist ein Durchgang zu einer Sägewerkstatt, wo ein schwitzender Lehrling kurz heruslugt und Dimble zum Gruße zunickt.

Kognoskula ist von der herzlichen Begrüßung und der Vorstellung sich in einer ordentlichen Behausung aufzuwärmen entzückt und begibt aus ihrer Deckung hinter den beinden Menschen um lächelnd die Schreinerwerkstatt zu betreten. Dort nimmt sie auf einem der Stühle Platz, die um einen großen Eichentisch gruppiert sind und reibt sich wärmend die Hände.


dimble Post

Verfasst am: 17 Jun 2007 20:38
Lächelnd folgt der Gnom der geselligen Halblingsdame in die Werkstatt. "Oh, wirklich sehr freundlich, gerne kommen wir dieser Einladung nach. Dimble ist übrigens mein Name. Und meine Freunde hier sind Kognoskula, Boldran und Burth.", spricht er herzlich, kurz in Richtung der vorgestellten Kameraden nickend. Wirklich schade, dass Gilthas nicht dabei ist. Er würde sicherlich schnell mit Hendrick und seinem Lehrling ins Gespräch kommen.

Kurz überlegt der kleine Barde, einen schnellen Einstieg für eine Plauderei suchend, in der er dann auch beiläufig nach Kelber fragen könnte. Er verbindet dies spontan mit seinen wahren Interessen und will wissen: "Sagt, stellt ihr hier auch Holzinstrumente her, Meister Hendrick? Ihr seid doch Hendrick selber, oder?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Jun 2007 21:33
Nach einem dezenten Lachen antwort Hendrick "Etwa Musikinstrumente? Nein, Musikinstrumente, das fertige ich nicht an, davon verstehe ich leider nichts. Ach, ich habe einmal Klötze für ein Xylophon zurechtgesägt, na, das wars auber auch schon. Setzt Euch doch, mein Name ist Hendrick, Hendrick Haferfinder. Ihr seid aber nicht etwa nur wegen Holzinstrumenten hier, oder?" ein Hauch Enttäuschung steht Herndrick ins Gesicht geschrieben.

Als auch Boldran und Burth eingetreten sind rückt Hendrick einiges Baumaterial an den Rand des großen Tisches und holt mit einem Griff vier formschöne Tonkrügchen aus einem Schrank und füllt eine Karaffe aus einem Fass. "Bestes Regenwasser, bedient Euch." Kognoskula hatte zwar auf einen Tee gehofft, begnügt sich aber gerne mit einem Krug Wasser und beginnt mit großen Augen und der schweren Karaffe die Krüge zu füllen.


Boldran Post

Verfasst am: 17 Jun 2007 22:01
Als ein unbescholtener Bürger alle hineinbittet, beeilt Boldran sich, seinen Helm abzunehmen.

In einer kurzen Gesprächspause verbeugt er sich vor seinem Gastgeber und stellt sich vor:"Herr Kendrick, mein Name ist Boldran vom Sperberhof. Ich möchte euch für eure Gastfreundschaft danken."

Dann nimmt er wortlos am Tisch Platz, nimmt Kognoskula vorsichtig den schweren Krug aus den kleinen Händen und beginnt seinerseits, seinen Freunden Wasser einzuschenken. So hat er was zu tun und kann seinen gelehrten Freunden das Reden überlassen.


Geändert am 17 Jun 2007 22:02 von Boldran


dimble Post

Verfasst am: 18 Jun 2007 19:12
"Klötze für ein Xylophon, das klingt interessant. Ein schönes Instrument.", schwärmt Dimble. Er bedankt sich für das angebotene Regenwasser und nimmt sogleich einen Schluck aus seinem Tonkrügchen.

"Nein, keine Sorge, wir sind nicht nur deswegen hier. Ich suche einen Schaukelstuhl, gezimmert für einen Gnomen. Dieser soll ein Geschenk für meinen verehrten Großvater werden, ich bin also durchaus bereit, für gute Arbeit gute Münzen zu zahlen.", bekundet der kleine Barde sein Kaufinteresse.


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Jun 2007 20:33
Der Schreiner nimmt ein Stück Kreide und eine Schiefertafel zur Hand und hört Dimble, kaum merklich nickend, zu. Umgehend skizziert er grob einen formschönen Schaukelstuhl. "Eine gute Entscheidung, ein Schaukelstuhl ist ein Segen - nicht nur für alte Leute. Bevorzugt ihr eher mehrere dünnere Stützstreben, etwa so.... oder nur vier rustikalere, etwa so,..." Hendrick zeigt seine Zechnungen in der Runde herum. Und nach einigen weiteren simplen Fragen scheint er alle nötigen Informationen zu haben. "Das dürfte sich - in guter Qualität - etwa auf runde dreiundsechzig Silberhabichte belaufen, mein werter Herr Dimble, inklusive Material- und Arbeitskosten, sowie einer Strohwicklung zum Transport und einer Bastmatte zum schonenden Abrollen auf unebenem, oder kostbarem Boden. Ich denke ihr könntet den Stuhl übermorgen um die Mittagszeit abholen!"

Ein wenig verdutzt blickt Hendrick dann in die Runde, schüttelt dann noch kurz den Kopf und fügt etwas eingeschüchtert lächelnd hinzu: "Verzeiht werte Herrschaften, aber ich komme nicht umhin zu glauben, dass Euch noch ein weiteres Anliegen hier zu mir führt. Kann ich noch etwas für Euch bauen? Nur raus damit." Hoffnungsvoll blickt er in hin und her.


dimble Post

Verfasst am: 18 Jun 2007 21:04
Eifrig erläutert der kleine Barde seine Wünsche und nickt schließlich zufrieden über die Absprache mit dem fähigen Schreiner. "Ach, wisst ihr was, ich nehme gleich zwei Exemplare. Meine Oma wäre sicher ebenso erfreut über einen solchen Segen, das will ich ihr nicht vorenthalten.", Dimble lächelt Hendrick freundlich an.

"Und ehrlich gesagt, wir hätten da durchaus noch ein weiteres Anliegen. Keinen weiteren Auftrag, nur eine Information, wenn es euch denn nichts ausmacht. Es geht um den Werkzeugladen nebenan. Wann kann man denn dort jemanden antreffen? Und wer leitet ihn denn, wenn ich so neugierig fragen darf."


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Jun 2007 21:31
Freudig verblüfft schaut Hendrick Dimble an "Also gut - warum nicht gleich zwei. Das wird aber dann leider doch noch einmal zwei Tage länger dauern."

Bei Dimbles zweiter Frage zieht der Mensch seine Augenbrauen hoch und seufzt kopfschüttelnd: "Meine Herrschaften, ich werde nur ungern in derartige Geschichten hineingezogen. Ihr,... ihr seid nicht die ersten die heute nach Kelber fragen - und die anderen Fragenden waren weniger freundlich, gar unerfreuliche Zeitgenossen, den Grund dafür kenne ich nicht, und ich möchte ihn auch nicht kennen.. Meinen Herrn Nachbarn, Herr Kelber, möge Sankt Cuthbert eine Auge auf ihn werfen, den bekomme ich nicht oft zu Gesicht, und das stört mich auch nicht. Doch bitte, ich und meine Lehrlinge, wir machen hier nur unsere Arbeit, und wollen keinerlei Ärger haben. Also haltet uns bitte aus diesen Angelegenheiten raus." Hendrick ist sichtlich unwohl.


Burth Post

Verfasst am: 21 Jun 2007 13:27
Burth versucht Hendrick zu beruhigen. "Keine Sorge, Hendrick. Euer Anliegen kann ich nur zu gut verstehen. Und wir würden Euch auch gerne aus dieser Sache heraushalten."

Burth tritt näher an Hendrick heran und spricht mit fester Stimme: "Aber dazu müsst ihr uns alles sagen, was ihr wisst. Wie ihr schon gemerkt habt, sind die Personen, die Kelber suchen, nicht gerade freundlich - sondern gar bedrohlich. Wir versuchen schon seit geraumer Zeit ihnen auf die Schliche zu kommen, doch haben wir die Spur verloren. Bei Pelor, ich fürchte, sie haben gar schreckliche Pläne. Ihr seid unsere letzte Chance, Hendrick, ohne Eure Hilfe stehen der Stadt und dem ganzen Land wohl möglich schlimmere Dinge bevor, als ihr Euch vorstellen könnt."

Als Burth meint Angst in Hendrick's Augen zu erkennen, beendet er seine Predigt: "Aber fürchtet Euch nicht, mit dem Willen der Götter, werden wir diese Gefahr abwenden. Jedoch nur, wenn ihr ein guter Mensch seid, und tut was Recht und Ordnung gebieten. Sagt uns, wer nach Kelber gefragt hat. War Kelber da? Habt ihr sonst irgendetwas bemerkt?"


Geändert am 21 Jun 2007 13:28 von Burth


Boldran Post

Verfasst am: 21 Jun 2007 13:52
"Ich verbürge mich für die Richtigkeit der Worte meines Gefährten, Herr Kendrick. Wir beabsichtigen, dem Bösen Einhalt zu gebieten und dieser Kelber ist irgendwie darin verstrickt. Wir müssen an sein Wissen gelangen, bitte helft uns."

Kognoskula Post

Verfasst am: 21 Jun 2007 21:57
Hendrick stehen nun einige kleine Schweißperlen auf der Stirn, als Burth mit diesen nachdrücklichen und dramatischen Worten an ihn herantritt. Immer wieder verirren sich seine Blicke zu den Symbolen Pelors und Heironeous', scheinbar Beruhigung suchend. Erst Boldrans ruhig gesprochene Worte lassen ihn einmal durchatmen und geben ihm tatsächlich die Sicherheit noch einige Kleinigkeiten hinzuzufügen
"Bedrohung? Für die ganze Stadt? Eine Spur führt hier her?" Er schüttelt den Kopf und schlägt die Hände an die Backen, dann schließt er die Verbindungstüre zur Sägewerkstadt und setzt sich wieder. "Diese unbescholtenen Seelen sollen nicht auch noch hineingezogen werden.
Diese drei Kerle die nach Kelber fragten, die habe ich hier in der Stadt irgendwann schoneinmal gesehen, wenn ich mich recht entsinne, bei den Kontoren, ... oder vielleicht auch im Viertel der Handwerker. Sie klopften ja nur an meine Türe weil Kelber nicht anzutreffen war. Sowieso ist dies selten der Fall, so glaube ich. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen wie ich Euch helfen kann.
"

Mit runzeliger Stirn grübelt Hendrick noch zwei Atmenzüge, nickt dann und sagt entschieden: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Doch wenn ich Euch dabei unterstützen kann, zu verhindern dass Kelber mein Viertel hier beschmutzt, oder sogar die Stadt bedroht wird - Sankt Cuthbert richte über ihn - dann will ich dies tun."

Er nimmt einen guten Schluck Wasser gegen seine hörbar trockene Kehle. Mit einem kurzen Aufnicken fällt ihm ein "Ich nehme an es ist nicht von Belang, jedoch, der eine, er kam kurz vor dem Mittag, nachdem ich ihn abwies hämmerte er noch einmal an die Türe nebenan, ich kam nicht umhin sein Rufen mitzubekommen." etwas hilflos und verlegen hebt er die offenen Handflächen, dann fährt er flüsternd fort: "Er verfluchte Kelber! Dann schleuderte er noch einigen Schotter gegen dessen Türe und schritt fort. Natürlich lasse ich so eine Unordnung vor der Türe nicht zu und kehrte dies zusammen, merkwürdigerweise handelte es sich bei dem Schotter aber um kreisrunde Holzscheiben. Nun, ich leerte sie an das Beet neben Kelbers Türe , vielleicht braucht er sie ja noch."
All dies scheint Hendrick nun wirklich zu viel zu sein. Er nimmt noch einen guten Schluck Wasser und tupft sich mit einem sauberen Baumwolltuch den Schweiß von der Stirn.

Dimble, der Mitleid mit dem unbescholtenen Schreiner hat, taucht schließlich mit wohlgewählten, sanften Worten und einem wahrlich bardischen Lächeln die Schreinerwerkstadt in eine ausgetauschte Atmosphäre. Tatsächlich kann er Hendrick noch in aller Ruhe einige äußerliche Details über die drei fragenden Kerle entlocken, die zwar dünn sind, aber dennoch von ausreichender Präzision.


Boldran Post

Verfasst am: 22 Jun 2007 08:14
"Ich danke euch, Herr Hendrick, ihr seid ein tapferer Mann. Ich weiß, wieviel Mühe es euch gekostet hat, uns dies alles mitzuteilen. Möge Heironeous stets über euch wachen."

Boldran erhebt sich und verbeugt sich vor dem alten Schreiner. Dann bedeutet er seinen Gefährten, daß er sofort aufbrechen möchte. Ihm ist nicht wohl bei dem Gedanken, einen einfachen Bürger so sehr unter Druck gesetzt zu haben, gleichgültig, wie wichtig die Angelegenheit war.


Geändert am 22 Jun 2007 08:14 von Boldran


Burth Post

Verfasst am: 22 Jun 2007 14:52
"Auch mein Dank sei Euch gewiss. Mögen die Götter Euch beschützen."

Burth verabschiedet sich und tritt zurück auf die Straße. Ohne Umschweife, tritt er an das Beet vor Kelbers Haus. Er bückt sich, und hebt einige der Holzscheiben auf. Bedächtig dreht er sie ein seinen Fingern, bevor er sie in seine Gürteltasche steckt.

"Wir sollten uns aufteilen und bei den Kontoren und im Viertel der Handwerker nach den Leuten suchen. Lasst uns beeilen, vielleicht haben wir eine Chance, etwas aus den Beschreibungen zu machen. Kognoskula, möchtet ihr mich zu den Handwerkern begleiten, dann können Dimble und Boldran sich bei den Kontoren umhören. Ich denke zwei bis drei Stunden sollten genug sein. Dann bleibt auch noch etwas vom Tag übrig, um bei der Gelehrtengilde vorbeizuschauen."


Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Jun 2007 21:07
Kognoskula bedankt sich noch knapp für das Wasser und trottet widerwillig in die Kälte hinaus. Mit einer tiefen Verbeugung hingegen grüßt Dimble den Schreiner zum Abschied. "Wenn Euch jemals jemand wegen dieser Sache behelligen sollte, stehen wir Euch selbstverständlich zu Hilfe bereit. Wir werden, wie es aussieht, wohl noch einige Tage in der Stadt sein. Ich freue mich schon sehr auf die Schaukelstühle. Gehabt Euch wohl, werter Hendrick." Hendrick verabschiedet sich von allen sehr wohlwollend, da das Ende des Gesprächs doch recht nett verlief.

Nicht bevor die zehn Münzen einzeln durch Kognoskulas investigative Finger gewandert sind, sowie Dimbles sorgfältige Blicke erdultet haben steckt Burth alle ein. "Ja, das sollten wir tun." nickt Kognoskula grübelnd und murmelnd auf Burths Vorschlag hin, machen wir es so. Nachdem auch Boldran und Dimble ihre Zustimmung zu dieser Notwendigkeit geben, teilen sich die Gefährten auf. Als Treffpunkt wird spätestens der Dilwycher Grombir zum Abendbrot vereinbart. Und so machen sich Dimble und Boldran auf in Richtung der nahegelegenen Kontoren, und Burth marschert mit Kognoskula nach Norden in das Viertel der Handwerker. "Ich hoffe wir können uns an einigen Zwergenschmieden wärmen" reibt sich Kognoskula die schon wieder fröstelnden Hände.


Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Jun 2007 21:12
Die belebten Hallen der Kontoren steigen Boldran schon nach wenigen Minuten auf die Nerven. Zumal Dimble sogleich vorschlug, anstatt dem offener Javanpier direkt in den stickigen Aalstich, der Sackkasse hinter den großen Kontoren einzutauchen, wo der Abrauch vieler Röstereien und Heizfeuer von dem Gestank liegengebliebener Ware durchsetzt die Luft trübt und nur allzuoft von emsigen Schubkarrenführern, Sackträgern und Botenjungen hektisch durchscnitten wird. Ungewöhnlich warm ist es hier. Boldran hat in dieser Umgebung Mühe mit dem Eifer des Barden mitzuhalten, und beschränkt sich darauf, mit wenigen korrekten Worten eine Atmosphäre der Seriösität zu garantieren so dass Dimble wieder und wieder seine findigen Fragen und Rückfragen stellen kann. "Ich denke das muss er sein." ist sich Dimble nach einiger Zeit sicher, doch als seine Blicke den Dunst gen Himmel durchdringen schreckt er auf "... der Goldene Drache ...! Mein lieber Boldran, ich muss nun unumgänglich zurück in die Grombir - mein Auftritt heute Abend ist sehr wichtig! Horch, gegen Feierabend wird dieser Kerl, Jibby, wie sie ihn hier nennen, vorne auf den Javanpier heraustreten, aus dem Kontorhaus des 'Rushmoor Rentier und Rotholz'. Das muss einer von diesen Typen sein, die bei Kelber waren." Boldrans Herz erfährt kurz einen Funken Freude als er sieht wie der künstlerische Enthusiasmus des Barden aufflammt. Daher nimmt er dessen Verabschiedung mit einem zustimmenden Nicken hin.

Wenige Minuten später wärmt sich Dimble in seinem Zimmer mit einem Tee auf und stimmt seine Mandoline - er hat nur noch knappe zwei Stunden bis ihn nach einem Abendbrot sein ehrenvoller Auftritt im Goldenen Drachen als Vorprogramm des legendären Skalden 'Sundolin' erwartet. Auf dem Javanpier schaut Boldran noch viele entspannende Atemzüge auf die schwachen Wellen des Javan, getaucht in das dramatische Blutrot dieses Winterabends. Auf einmal hört er die erste Glocke, die den Feierabend einläutet, und noch während die ersten Seilknüpfer an ihm vorbei von den Booten gehen erblickt er schon einen kurzen Lockenkopf, ein Halbling, soviel ist klar, der eindeutig auf die Beschreibung Jibbys passt. Mit einem frustrierten Tritt kickt Jibby noch irgendetwas kleines in den Abendhimmel und trottet gen Süden.


Geändert am 22 Jun 2007 21:20 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Jun 2007 21:15
Die Reihen der Kämpfenden auf dem Exerzierplatz lichten sich in den späteren Nachmittagstunden allmählich. Viele der Teilnehmer hält ihre teure Gebühr nun nicht mehr davon ab Ruhe und ein paar Fachsimpeleigespräche auf den Bänken zu suchen. Gilthas beißt zwar noch eine Weile die Zähne zusammen, doch irgendwann geht seine Konzentration vollends verloren und er schnappt sich seinen letzten Apfel um beim Zuschauen noch ein wenig Inspiration zu bekommen. Xiara ist mit einigen Wenigen die letzte die noch Hiebe und Seitschritte trainiert als Kriegsmeister Morgan Armitage die feierlichen Abschlussworte des Tages formuliert und die Lehrgangsteilnehmer schließlich verabschiedet: "Ruht Euch ordentlich aus, meine Damen und Herren. Das morgige Programm wird Euch noch mehr abverlangen als das heutige. Viele Talente habe ich heute gesehen, doch auch viel Übermut und unkontrollierte Kraft. Ich hoffe Ihr alle zehrt noch lange von dem heute Gelernten. Ich verabschiede mich bis morgen. Wegtreten." Mit einem Nicken Armitages beginnt die Teilnehmerschaft von dann zu trotten. Mit etwas steifen Beinen und schweren Schlagärmen marschieren auch Xiara und Gilthas über den Marktplatz in Richtung der Grombir. Geschafft und zufrieden plaudern sie noch über die eine oder andere witzige Kampfesszene bis sie schließlich das Gasthaus erreichen, immer wieder unterbrochen durch das Grummeln eines leeren Magens: "Bei Yondallas üppigem Füllhorn, habe ich einen Hunger!"

Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Jun 2007 21:17
Bei ihrem Marsch durch den Bezirk Cryllors wo auch die meisten Arbeiter der Stadt ihr trautes Heim haben, kommen Burth und Kognoskula an einigen kleinen Werkstädten, Manufakturen und Handwerksscheunen vorbei. Je weiter sie in Richtung Westen maschieren desto weniger Laufburschen tummeln sich durch die Gassen, und desto mehr schicke, teils gemütliche gnomische, teils stattliche zwergische, Künstlerbehausungen finden sie. Ihre behutsame Suche und ihre vorsichtigen Fragen bleiben lange ohne Erfolg, doch letztendlich bekommen sie einen Hinweis, ein Laufbursche diskutiert mit einem Teppichknüpfer "Ich werde das nicht beides abliefern können, das ist zu schwer. Nein, aber wenn Du Hildo nicht verscheucht hättest,... ich sagte doch, der hatte eben ein gutes Arbeitsangebot, und es war ein Reinfall. Aber wir Laufburschen müssen nehmen was wir kriegen können." Mit einem Schulterzucken eilt der Junge los, doch nicht bevor Burth ihn nicht an der Schulter packt und knapp zur Rede stellt. Kognoskula und Burth erreichen erst recht spät die Grombir.
Erst kurz vor Abendbrot und gänzlich unterkühlt erreichen schließlich Burth und Kognoskula die Grombier, in freudiger Erwartung einer Stärkung und einer warmen Stube.


Geändert am 22 Jun 2007 22:20 von Kognoskula


Boldran Post

Verfasst am: 23 Jun 2007 07:47
Ein Mann in voller Rüstung kann nie unauffällig sein, aber dies sind Gedanken, die dem Alten fremd sind. Mit der ihm eigenen stoischen Ruhe nimmt er die Verfolgung des kleinen Mannes auf.

"Wenn die anderen bloss hier wären! Sie könnten mir einen Rat geben, was ich zu dem Halbling sagen soll. Dimble und Kognoskula sind viel diplomatischer und ich fühle mich schnell unwohl, wenn ich alleine mit Fremden sprechen muss."

Dennoch verfolgt Boldran den Kleinen weiterhin, eifrig bemüht, ihn in dem Menschengewirr des Feierabends nicht aus den Augen zu verlieren.


Kognoskula Post

Verfasst am: 23 Jun 2007 11:15
Boldran muss sich teilwese seinen Weg gegen den Strom vieler Heimkehrer bahnen, um an Jibby dranzubleiben, weiter als ein paar Schritte wagt er ihn nicht aus den Augen zu lassen. Tatsächlich wirkt der Halbling ein wenig gereizt, schaut sich ab und zu um und motzt bei einem Rempler schon einmal ein wenig herum. Denoch schafft es Boldran ihm eine Weile unbemerkt zu folgen, über den Bunnenplatz weg vom Pier und dann auf dem Hintermauerzirkel am Tempel Osprems vorbei. Erst hinter Haus Neheli bei der Webergasse, wo nun nur noch wenige Leute unterwegs sind treffen sich die Blicke der beiden und Jibby schnalzt in Richung Boldran "Irgendwas nicht in Ordnung, der Herr? Passt Euch meine schmutzige Arbeitskleidung nicht? Oder weshalb latscht Ihr mir hinterher?"

Boldran Post

Verfasst am: 23 Jun 2007 11:30
Boldran zeigt seine beiden Hände, um dem Halbling zu signalisieren, daß er keine unlauteren Absichten hat. Währenddessen geht er weiter auf ihn zu.

"Ich würde nie einen hart arbeitenden Mann wegen seiner Kleidung verspotten, bitte glaubt mir das. Nein, mich deucht, ihr könnt mir mit einer Auskunft dienen. Ich suche einen Herrn Kelber und mich würde interessieren, wo sich dieser Mann aufhält und was ihr mit ihm zu schaffen habt."

Boldran wischt sich schnell eine Haarlocke aus dem Gesicht. "War das jetzt zu direkt?", fragt er sich, während er eine Antwort abwartet.


Kognoskula Post

Verfasst am: 23 Jun 2007 14:46
Jibby bleibt leicht verunsichert stehen, und schüttelt leicht den Kopf als Boldran näher kommt, und dem Halbling klar wird, dass dies scheinbar ein Ritter des Heironeous ist, und keine Sadtwache. "Ok, wir können über alles reden, Herr Ritter, kein Problem." Er setzt sie Hände in die Hüften und beginnt sich mit einer Hand am Kopf zu kratzen "Hmmm, Kelber? Ich glaube diesen Namen habe ich noch nie gehört. Tut mir leid." Mit einem künstlichen Lächeln hält Jibby seinen Kopf schief.

Boldran Post

Verfasst am: 23 Jun 2007 21:59
"Oh, bitte verzeiht mir, ich vergass zu erwähnen, daß der Mann, der mir verriet, daß ihr diesen Herrn Kelber kennt, absolut verlässlich ist. Darum möchte ich euch höflich bitten, eure letzte Aussage zu überdenken. Ich möchte nur wissen, wo ich diesen Herrn Kelber finde, in welcher Beziehung ihr zu ihm steht und warum ihr ihn so verzweifelt sucht. Ah, und noch etwas," etwas mühselig bringt der Alte eine der hölzernen Münzen hervor, "ich muss unbedingt wissen, was das hier ist."

Kognoskula Post

Verfasst am: 23 Jun 2007 23:06
Jibby blickt Boldran ungläubig an, als dieser sehr ernste und selbstsichere Worte spricht. Schließlich schüttelt er den Kopf und grinst knapp vor Galgenhumor als er die Holzmünze sieht "Ihr seid zwar ein stolzer Ritter, deshalb könnt ihr das jetzt wohl nicht verstehen aber wenn einen einfachen Mann jemand für seine Arbeit mit so etwas hier bezahlt, " der kleine Jibby spitzt den Mund vor aufkommender Wut und atmet einmal tief durch um sich zu beruhigen. "... dann will man mit ihm normalerweise noch einmal drüber reden. Wenn Ihr diese Münzen hier vor seiner Tür gefunden habt, dann wisst ihr doch schon wo man ihn antrift - wenn er mal da ist, Kelber dieser Halsabschneider." Verächtlich spuckt Jibby auf den Boden. "Was wollt ihr denn überhaupt von ihm? Naja, kann mir ja egal sein, aber haltet mich da bloß raus. Ich mach mit dem Kerl keine Geschäfte mehr. Oder seid Ihr etwa vom Rushmoor's? Hey, das wird nicht wieder passieren! Ich war doch bisher noch nie unpünktlich!"

Boldran Post

Verfasst am: 24 Jun 2007 09:05
Boldran zieht vor Verwunderung seine Augenbrauen hoch. "Rushmoor? Ah, wer ist das, ich kenne keinen solchen Namen!"

Verlegen kratzt er sich am Kopf. "Ihr habt also einen Auftrag für diesen Kelber ausgeführt, woraufhin er euch mit diesen wertlosen Holzmünzen bezahlte. Sagt, was war das für ein Auftrag?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 24 Jun 2007 09:44
Etwas beruhigt schaut Jibby auf "Nie von 'Rushmoor Rentier und Rotholz' gehört? n'gut, ne, war auch nicht so wchtig. Der Auftrag?" Jibby kichert und haut sich mit der Faust in die andere Hand, offenbar regt er sich schon wieder auf "Ne sichere Sache, eigentlich. Kisten vom Schiff, Kisten auf nen Beiboot und ab auf nen Gespann. 10 Kupferspatzen auf die Kralle." Jibby wird nun nervöser, er hatte in seinem Zorn mehr erzählt als er für gesund hält. "Hörmal ich bin gelinkt worden, aber ich will da in nichts reingezogen werden, in Ordnung?"

Boldran Post

Verfasst am: 24 Jun 2007 13:49
"Ich gebe euch mein Wort, daß ich euren Namen nie gegenüber den falschen Leuten erwähnen werde. Eine letzte Information erbitte ich noch: wie war der Name des Schiffes, von dem die Kisten entladen wurden und habt ihr zufälligerweise mitanhören können, wohin dieses Gespann unterwegs war?"

Kognoskula Post

Verfasst am: 24 Jun 2007 15:12
Boldrans Worte beruhigen Jibby wieder ein wenig, aber nun flackert auch sein Geschäftsgeist wieder auf "Ok, ich musste Kelber mein Wort geben, dass ich darüber zu keinem spreche - aber: kein Geld, kein Vertrag. Wie wärs wenn Ihr mir für mein Engagement hier und mein Risiko eine Entschädigung von - sagen wir - zehn Kupferspatzen übergebt, und ich gebe Euch die Informationen?" Die Rechnung Jibbys leuchtet Boldran sofort ein, so kommt er zumindest noch mit dem versprochenen Sold aus der Sache raus.

Boldran Post

Verfasst am: 24 Jun 2007 16:58
"Hmpf, nun gut, nehmt das Geld, in Heironeous Namen." Ein wenig widerwillig überreicht er dem Halbling die Kupferstücke. Nicht das er geizig wäre, nur würde er für Informationen niemals Gold verlangen, aber er wußte, nicht alle teilen seine Ideale.

Kognoskula Post

Verfasst am: 24 Jun 2007 17:16
Jibby beißt einmal auf die Silbermünze, die Boldran dem Halbling aushändigt, und nickt einmal zufrieden. "Also gut, das Schiff war eher ein kleiner Kutter und der trug den Namen Rochenfänger, keine Ahnung wo der herkam. Der Karren am Westufer machte sich auf 'nem Feldweg auf nach Westen, schneller als wir die Leinen kappten um zurück zum Hafen zu rudern. Das ist alles was ich weiß. Nehmt's mir nicht übel Herr Ritter aber ich hoffe wir sehen uns nie wieder." mit einem Zwinkern und einem Grinsen beendet Jibby seine Schilderung und verbeugt sich zum Abschied noch unbeholfen bevor er dann schnellen Schrittes davonmarschiert. Nicht nur einmal dreht er sich um, spähend ob ihm jemand folgt.

Boldran Post

Verfasst am: 24 Jun 2007 21:27
Während der kleine Mann vor ihm davon eilt, winkt Boldran ihm freundlich hinterher. "Habt Dank, und Glück auf euren Wegen."

Mit den neuen Nachrichten beeilt Boldran sich, zu seinen Gefährten zurückuzukehren und ihnen die Neuigkeiten mitzuteilen. Bestimmt werden sie wissen, was als nächstes zu tun sei.


Kognoskula Post

Verfasst am: 24 Jun 2007 22:11
Nachdem Burth und Kognoskula erschöpft und ein wenig unterkühlt in die Grombir eintreten, ist Kognoskula eines klar: "Burth, ich denke ich werde bis heute Abend nicht mehr vor die Türe." Erschöpft schüttelt sie den Kopf und geht einige Schritte näher an das offene Kaminfeuer, das hier in einer dicken, zentralen Steinsäule die Stube wärmt. Noch sind nicht viele Gäste zum Abendessen da, doch Otumwilla schaut nur schnell aus der Küche heraus und winkt nett.
"Ich werde mich ein wenig aufwärmen. Der Cryllorsche Winter hält gar ungeahnte Frösteleien bereit. Ich denke ein Süppchen am frühen Abend wäre im Anschluss eine angemessene Vorspeise für das kulturelle Spektakel, dass uns heute Abend im 'Goldenen Löwen' erwartet. " Angetan von dieser Idee lächelt Kognoskula Burth zu "Sollen wir uns später in der Stube treffen? Sicherlich werden unsere Gefährten auch in Kürze eintreffen."

Die Halblingsdame ordert sich noch schnell eine Schüssel heißes Wasser auf das Zimmer und huscht dann hinauf in ihr Gemach. Immerhin eine dreiviertel Stunde dauert es, bis sie frisch gewaschen und mit ausgebürsteter Robe am Stammtisch der Gefährten hockt, und mit baumelnden Füßen darauf wartet, dass ihre Porreesuppe mit Fladenstreifen aufgetischt wird.


dimble Post

Verfasst am: 25 Jun 2007 20:28
Dimble hockt im Schneidersitz auf dem Bett seines Gästezimmers im Dilwycher Grombir und zupft sanft und in Gedanken versunken die Saiten seiner Mandoline. Die Ereignisse des heutigen Tages, die Holzmünzen, die Spur des Schwarzen Reiter verdrängt der kleine Barde. Er ist fokussiert auf seinen Auftritt heute Abend im Goldenen Drachen als Vorprogramm des legendären Sundolin. Er geht sein Programm gedanklich durch, abwägend, ob er auf eine bewährte, routinierte Aufführung setzen soll oder doch ein paar neuere, vor Publikum unerprobte Elemente in sein Konzept aufnehmen soll. Auf jeden Fall gedenkt er, sein Mandolinenspiel nicht nur mit Gesang zu untermalen, sondern den Auftritt auch mit einigen Tanzeinlagen abzurunden. Seinen neuerworbenen Hut der Verkleidung könnte er für einige schnelle und überraschende Wechsel von Kleidung und Erscheinung nutzen. Lampenfieber steigt in ihm auf. Dimble will sein Publikum und allen voran den großen Sundolin beeindrucken und ist sich sicher, dass dies nicht einfach werden wird.

Burth Post

Verfasst am: 27 Jun 2007 14:34
Am Tisch wird die Halblingsdame bereits von Burth erwartet, der nur kurz auf seinem Zimmer war, um seine Sachen abzulegen. Im selben Moment, in dem Kognoskula sich an den Tisch setzt, kommen aus der Küche zwei dampfende Schüssel Suppe.

"Bis auf Dimble, der sofort auf sein Zimmer gegangen ist, ist noch keiner hier. Er konnte mir leider nicht sagen, wo Boldran noch ist, da er ihn früher verlassen hat, um sich auf seinen Auftritt vorzubereiten. Neuigkeiten wußte er leider auch keine."

Während die beiden die vorzügliche Suppe genießen, öffnet sich die Tür des Schankraums und Xiara und Gilthas treten herein. Den beiden ist die Anstrengung des Tages gut anzusehen, aber auch die Freude in Gilthas' Augen ist unverkennbar.

"Hallo ihr zwei. Wie war euer Tag? Deinem Gesichtsausdruck, Gilthas, entnehme ich, dass es Dir Spaß gemacht hat."


Boldran Post

Verfasst am: 29 Jun 2007 10:30
Schliesslich erreicht auch Boldran die Unterkunft. Auf seinem Weg hat er über das Gesagte viel nachgedacht, aber sich nicht wirklich einen Reim daraus machen können.
Jetzt war es wichtig, seine Freunde einzuweihen, sie würden wissen, was dann zu tun sei.

Kaum hat er den Schankraum betreten, zuckt er unweigerlich zurück, die Stube ist an diesem Abend äusserst gut besucht. Die vielen Leute, der Gesprächslärm, hier würde er es nicht lange aushalten können.

Schon winkt er seinen Gefährten zu und beeilt sich an ihren Tisch zu gelangen.

"Freunde, ich habe Neuigkeiten über diesen Kelber." Mit kurzen Worten berichtet er von seinem Zusammentreffen mit dem Halbling und was dieser ihm alles anvertraut hat.

"Als ich ihm dann einen Silberspatz in die Hand drückte, war er zufrieden und machte sich auf den Heimweg. Netter Bursche, gab ihm mein Wort, seinen Namen aus allem rauszuhalten.
Also, was sollen wir nun tun?"


Gilthas Post

Verfasst am: 29 Jun 2007 18:55
Tatsächlich kommt Gilthas sehr erschöpft, aber vor Freude strahlend wie ein Honigkuchenpfert in den Schankraum.

"Oh ja Burth, es war spitze. Erst haben wir Kampftechniken gelernt und dann durften wir alle einmal gegen den Ritter Armitage antreten. Ich war Erster! Am Ende hat er mich sogar gelobt. So aber jetzt brauche ich erstmal eine Stärkung und dann muß ich mich für morgen ausruhen."

Erschöpft stapft er zur Theke.
"Ein Bier und etwas Herzhaftes zu essen, bitte."

Er hat es sich gerade am Tisch bequem gemacht, als Boldran hereinkommt.


Kognoskula Post

Verfasst am: 30 Jun 2007 10:11
Otumwilla begrüßt den erschöpften Jüngling an der Theke mit einem Lächeln "Einen schönen Sonnentagabend, Herr Tischler. Das Tagesvesper? Warmes Krustenrauchfleisch mit eingelegter Rote Beete und krossbraunem Urkornbrot? Kommt sofort, mit einem dunklen Hutzelbitter? Setzt Euch doch einfach schon einmal hin."

"Gilthas, Xiara, da seid ihr ja. Ist diese Prügelei also endlich mal vorüber. Ich hoffe ihr habt Euch nicht wehgetan!" Offenbar verkennt die Halblingsdame denn Sinn der martialischen Übung, doch sie erfreut sich an der guten Laune der beiden, war doch ihr Nachmittag etwas ermüdend.
Als Otumwilla das Abendessen für Gilthas an den Tisch bringt, stößt sie beinahe mit dem gerade hereinkommenden Boldran zusammen, was sie völlig verlegen zu Boden schauen lässt, "Oh, Herr vom Sperberhof, ich bitte um Verzeihung." und nach einem dezenten Knicks fragt sie "darf ich Ihnen ebenfalls das Tagesvesper auftischen?"

Kognoskulas Stimmung steigt nun wieder, ihre Suppe gab ihr Kraft, Gilthas brachte gute Laune herein und nun wartet Boldran tatsächlich noch mit äußerst aufschlussreichen Informationen auf. Mit beiden Händen umklammert sie ihre Teeschale während sie aufmersam zuhört. "Nun, dies deckt sich ja annähernd mit den Informationen, die wir von diesem Laufburschen über seinen Kollegen Hildo erhalten haben." Sie berichtet über das knappe Gespräch des Laufburschen mit dem Teppichknüpfer, dass Burth und Kognoskula im Handwerkerviertel gehört hatten. Wer oder was ist dieser Kelber?" fragt Kognoskula etwas theatralisch.


Geändert am 30 Jun 2007 10:14 von Kognoskula


Boldran Post

Verfasst am: 30 Jun 2007 12:38
"Verehrte Otumwilla," Boldran verbeugt sich tief vor der Dame," bitte, wenn es euch nicht allzu viel Mühe bereitet, das Tagesvesper wäre hervorragend."

Dann setzt er sich, nicht ohne der Wirtin nochmal ein freundliches Lächeln zu schenken, an den Tisch zu seinen Freunden.


Gilthas Post

Verfasst am: 30 Jun 2007 14:00
Das ganze Gespräch über Kelber, Hildo und Laufburschen verwirrt Gilthas müden Kopf.

"Ja Kognoskula, wer ist dieser Kelber? Und auch wer ist Hildo und um was geht es hier überhaupt? Wolltet ihr nicht heute in die Bibliothek? Ich versteh nur Kutschstation. Kann mich mal einer aufklären, um was es hier geht?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 30 Jun 2007 14:18
Verschwörerisch krabbelt die kleine Kognoskula beinahe auf den Tisch um Gilthas zu antworten. Ihre Stimme wird zunehmend zischender und ihre Augen größer :"Unsere Spur hat seine Wurzel beim Mittagessen in 'Osprems Angel', wo der erzürnte Wirt eine Zahlung mit Holzmünzen anklagte!" Kaum wahrnehmbar nickend wartet sie auf ein Zeichen des Verständnisses in Gilthas' Blick. "Du erinnerst Dich an die Zahlung, die Horatio Quigley bekommen hatte? Und die Geschichte aus Marschtal? Die Karte zum Ashen Tower? Dimble und Boldran gelang es dem Streitgespräch und den Scherzen der Kumpanen des Zechprellers zu entnehmen, woher diese Holzmünzen kommen - angeblich von einem tageslichtscheuen Kerl namens Kelber. Und nun verdichtet sich die Spur also zu einer Ladung die gelöscht werden sollte." Kognoskula nickt grübelnd in Richtung Boldran und lässt sich wieder auf ihren Stuhl zurücksinken. Etwas neidisch blickt sie auf die duftenden Portionen Vesper die Otumwilla nun mit einem herzlichen Lächeln auftischt. "Einen guten Apetit!" Auch eine neue Karaffe Wasser stellt sie ab und füllt Boldrans Kelch wieder auf.

Geändert am 30 Jun 2007 14:33 von Kognoskula


Xiara Post

Verfasst am: 01 Jul 2007 20:33
Auch Xiara grüßt ihre Gefährten freundlich, als sie sich am Abend wiedersehen, und auch sie berichtet von den Anstrengungen des Tages, die durchaus interessant und lehrreich gewesen sein müssen, auch wenn die Elfin nicht ganz an Gilthas Eifer herankommt. Als sie dann von den Holzmünzen und den weiteren Spuren erfährt, die die anderen in der Zwischenzeit aufgetan haben, wird ihr Blick etwas nachdenklicher.

“Wie ich sehe, wart auch ihr nicht untätig in der Zwischenzeit. Das klingt sehr interessant, und wir sollten diese Spur auf jeden Fall weiterverfolgen. Gibt es schon Informationen, wo man diesen Kelber ausfindig machen könnte?”


Gilthas Post

Verfasst am: 03 Jul 2007 19:38
"Krass!" entfährt es Gilthas.

"Das Schicksal will anscheinend, daß wir auf der Spur des Schwarzen Reiters bleiben. Wie geht es jetzt weiter? Ich würde ungern den zweiten Tag des Kampflehrgangs verpassen, aber wenn ihr meint wir sollten zusammen diesen Kelber suchen, werde ich es tun."


Boldran Post

Verfasst am: 03 Jul 2007 20:12
"Nun, wie ich bereits sagte, ähh, also," mühselig kratzt sich der Alte am Kopf und versucht sich zu erinnern," da war dieses Schiff, der Knochenjäger, hm nein, der Rochenfänger, das wars, und von diesem Schiff wurden Kisten auf einen Karren geladen, dieser widerum nahm einen Feldweg nach Westen."

Boldran greift nach einem Schluck Wasser, das viele Reden hat ihn durstig gemacht.

"Also schlage ich vor, dass wir uns im Hafen einmal nach diesem Schiff erkundigen, vielleicht kann uns jemand sagen, woher es kam oder was sein nächstes Ziel ist.
Und anschliessend erkunden wir diesen Feldweg.
Nachdem Meister Dimble heute abend seinen Auftritt hat, sollten wir uns morgen früh auf den Weg machen. Ich werde mich solange auf mein Zimmer zurückziehen, wenn keine Fragen mehr offen sind."


Burth Post

Verfasst am: 03 Jul 2007 20:48
Erstaunt antwortet Burth dem jungen Tischler: "Nein, auf keinen Fall. ich denke, ich weiß, was Dir die Übungen bedeuten. Natürlich wärst Du sicher eine große Hilfe, aber diese einmalige Gelegenheit musst Du schon nutzen. Am besten wir gehen wirklich früh morgens, dann haben wir Zeit, bevor das Training beginnt."

Als Boldran den Tisch verlässt ist Burth etwas überrascht, hätte er doch erwartet, dass der Paladin ebenso interessiert an dem Auftritt des kleinen Barden ist wie die anderen im Raum.


Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Jul 2007 19:54
Auch Kognoskula schaut dem vorschnell Verschwindendem kurz nach, den die beengende Atmosphäre der gefüllten Stube scheinbar in sein Zimmer trieb, bevor ausreichend Vermutungen diskutiert wurden.
"Wo dieser Kelber sein könnte? Nun, als lichtscheues Gesindel vermute ich ihn ja in den mauernahen Gassen dieser Stadt. In seiner Werkstatt scheint er nur selten anzutreffen zu sein.
Oh, und morgen haben doch Dimble und ich auch diesen Termin bei der hiesigen Magiergilde. Nach dieser Wartezeit sollten wir diesen Termin durchaus wahrnehmen!
"
Mit hochgezogenen Augenbrauen nickt Kognoskula mehrmals.
"Lasst uns tatsächlich morgen früh nach dem genannten Wasserfahrzeug suchen. Jedoch,..." sie grübelt kurz, "... heute Abend werden wir wohl nicht allzu früh zur Nachtruhe gelangen." Frohlockend nimmt sie einen großen Schluck aus ihrem Krug.
"Dimble bricht sicherlich bald in Richtung des Goldenen Drachen, er ist noch nicht vorbeigekommen, oder?" Kognsokula blickt sich um.


dimble Post

Verfasst am: 06 Jul 2007 08:47
Gerade in diesem Moment kommt der kleine Barde die Treppen zu den Zimmern des Dilwycher Grombir herunter. Er hat sich noch nicht umgekleidet, aber er trägt in seinem Rucksack die für den Auftritt ausgesuchte Kleidung bei sich. Über seiner Schulter hängt an einem Ledergurt seine Mandoline. Schnell bewegt er sich an den Tisch der Abenteurer und muss etwas besorgt feststellen, dass Boldran nicht bei seinen Gefährten sitzt. "Schön euch noch zu treffen.", grüßt er die Runde. "Aber wo steckt denn Boldran? Ist er noch nicht zurückgekehrt?", fragt er unruhig. Ich hätte ihn nicht alleine diese Spur verfolgen lassen sollen. Er hätte mich nie alleine gelassen. Das war viel zu gefährlich., wirft der Gnom sich vor.

Dimble winkt freundlich der Kellnerin. "Otumwilla, eine heiße Milch mit Honig, bitte. Und dazu ein Käsebrot.", gibt er seine Wünsche auf. Er will sich noch ein wenig stärken und seine Stimme ölen, bevor er zum Goldenen Drachen aufbricht.


Burth Post

Verfasst am: 06 Jul 2007 16:01
Sofort beruhigt Burth den ohnehin schon recht aufgeregt wirkenden Dimble.

"Nein, keine Sorge. Bpldran war bis eben hier und hat uns erzählt, was er in Erfahrung bringen konnte. Vor wenigen Minuten ist er auf sein Zimmer gegangen, er bracht etwas Ruhe. Ihr habt ihn also gerade verpasst."

Sofern Dimble nicht weiter nachfragt, belässt es Burth dabei und erzählt dem Gnom keine weiteren Details von Boldrans Zusammentreffen mit dem Laufburschen am Pier, um Dimble in Ruhe sein Abendbrot genießen zu lassen.

Anschließend begleitet er ihn und die anderen zum Goldenen Drachen.


Geändert am 06 Jul 2007 16:01 von Burth


Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Jul 2007 18:48
"Ah, werter Dimble, da seid ihr ja. Ich bin schon sehr gespannt auf den heutigen Kulturabend." Kognoskulas Stimme wird etwas leiser "Ich hoffe doch, dass wir heute Abend nicht notwendigerweise Zeuge einer allzu obrigkeitskritischen Vorstellung werden. In den Mauern Cryllors herrschen harte Gesetze." Sie lächelt ein wenig verschmitzt und zieht einmal die Schultern hoch, als sie den letzten Schluck aus ihrem Krug nimmt. Dann klatscht sie zweimal in die Hände "Xiara, Gilthas, ihr solltet euch noch schnell frischmachen, wir sollten bald los, um noch einen guten Platz zu bekommen!"

Xiara Post

Verfasst am: 07 Jul 2007 20:54
“Auf jeden Fall. Dimbles Auftritt will ich doch auf keinen Fall verpassen!” sagt Xiara fröhlich. “Nach dem anstrengenden Training heute eine willkommene Entspannung. Ich gehe gleich mal auf mein Zimmer und ziehe mich um.”

Und kurz darauf verlässt die Elfin dann auch den Raum und verschwindet nach oben zu ihrem Zimmer, wo sie sich frischmacht und ihre Kampfausrüstung ablegt, um sich für den Auftritt passend fertigzumachen. Nicht, dass sie sich irgendwie herausputzen würde, das würde ihr wahrscheinlich auch garnicht stehen. In ihrer dunklen Lederkleidung fühlt sich Xiara ohnehin am wohlsten.


Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Jul 2007 22:29
Als Dimble schließlich seine kleine, aber leckere Stärkung zu sich genommen hat ist Burth der erste der sich erhebt "Nun, denn. Lasst uns gehen." Kognoskula lässt sich dies nicht zweimal sagen und hakt bei Burths Arm ein. Xiara hat sich vom Schweiß des anstrengenden Tages befreit, und sieht mit frischem Hemd unter dem Leder ausgehfertig aus. Als schließlich Gilthas die Treppen hinabeilt - er hatte kurz seine Klamotten abgebürstet und seinen Kopf in einen Eimer Wasser gesteckt um sich frisch zu machen - geht es los, Dimble weist den kurzen Weg über den Marktplatz und an dessen nördlichen Rand. Schon von Weitem weisen die lichterfüllten Fesnter des beeindruckenden, dreistöckigen Gebäudes den Weg. Die Sonne ist gerade untergegangen, doch im Abengrauen bieten den Fünf noch einige Kleinkünstler auf dem Marktplatz ihre Unterhaltung an. Etwas feierliches umgibt die Gefährten. Dimble, die Madoline geschultert, marschiert vorbei am Schrein des Zilchus, dem Patron der Marktleute von Cryllor, der dem Goldenen Drachen vorgelagert ist, und hinein durch das arabeskenverzierte Steintor in den Innehof des Drachen. Die Tür steht offen, verstopft von einer Menschentraube, der Biergarten ist trotz der Kälte gefüllt, Grillduft liegt in der Luft und Musik, Kerzenlicht,und Stimmengwirr dringen aus den vielen Fenstern. Während Gilthas schon grinsend in Richtung Grillstand im Garten winkt, findet Dimble die richtigen Worte um den argwöhnischen Türsteher zu überzeugen, die Gefährten einzulassen. Kognoskula, gar skrupellos da empört vom Türsteher, knöpft sich im Foyer einen der Bediensteten mit einer Liste vor - "...ach, Sie kommen in Vertretung der verhinderten ehrenwerten Familie,...Zelbet? Ach so, nun denn folgen Sie mir doch bitte, meine werte Freundin." - und wenige Augenblicke finden sich die Fünf an einem erstklassigen Logentisch wieder. "Ich bitte nochmals um Entschuldigung, gnä' Frau Spatenkäufer, ich werde sofort den Ober anweisen, Ihnen zur Verfügung zu stehen."

Eine interessante Innenarchitektur macht den Drachen beinahe zu einem Amphitheater. Das Zentrum, die Bühne inmitten des Erdgeschosses, ist sowohl vom ersten als auch vom zweiten Stockwerk aus zu sehen, welche sie großzügig und mit einem Teakgeländer beranden. Zwei junge Jongleure bieten ihre Künste an elf Kegeln dar, begleitet von einem rustikalen zwergischen Quetschkommodisten. Vom ihren bequemen Polsterstühlen im ersten Stock aus haben die Gefährten einen hervorragenden Blick auf das Erdgeschoss wo bei umtriebigem Tavernenbetrieb allerlei Menschen, Zwerge, Halblinge und viele andere Völker - sogar einem Bariaur - anstoßen, tratschen, tanzen, diskutieren oder Würfelspiele spielen. Die meisten in den vorderen Reihen bewundern jedoch die ordentliche Darbietung, und leisten Szenenapplaus, als die Jonglierkegel beinah bis über die Köpfe der Gefährten nach oben geworfen werden. Der massive mittige Kerzenlüster der knapp oberhalb der Gefährten an der Decke hängt und die Bühne und den Rest des Ergeschoss in warmes gelbes, Licht tauch, wird gerade von einem emsigen Gnom mit neuen Kerzen ausgestattet, der just an einem Seil von oben herabgelassen wird und flux seine Beine anzieht um nicht von einem Kegel getroffen zu werden. der tiefe Messingschirm des Lüsters lässt zwar noch eine stimmungsvolle Illumiation der Loge zu, doch das zweite Stockwerk, die gewöhnliche Speisestube, ist separat beleuchtet und etwas abgetrennt vom Rest des Drachen. Doch die Plätze am Geländer erlauben den vielen Neugierigen einen akzeptablen Blick von dort aus nach unten. Es dauert nicht lange bis der Ober amwesend und bereit ist, unter den skeptischen und neugierigen Blicken des Adels und der Vornehmen an den Nachbartischen die Bestellungen der Gefährten aufzunehmen, nachdem er mit einer tiefen Verbeugung einen ansehnlichen "...Amuse'Geule vom Narzissenhonigwein bei geräuchertem Forellenhäppchen, die Damen und Herren." serviert hat, und Dimble zudem einen versiegelten Pergamentumschlag auf einem Porzellanteller beistellt.


dimble Post

Verfasst am: 10 Jul 2007 12:10
Beeindruckt nimmt Dimble das Ambiente des Goldenen Drachens auf. Ein wenig verschmitzt grinst er die Halblingsdame an, die den Gefährten so grandiose Plätze gesichert hat. Bestimmt hat sie mit einem kleinen Zauber nachgeholfen., denkt der Gnom bei sich. Fast schon ehrfürchtig wandert sein Blick hinab zur Bühne, zur Vorstellung der geübten Jongleure, wahre Meister auf ihrem Gebiet. Die Lage der Bühne, die vielen Zuschauer verteilt über die drei Etagen, lassen in Dimble die Vorfreude auf seinen Auftritt - aber auch sein Lampenfieber - wachsen. Er kostet den Narzissenhonigwein, seinen Gefährten zuprostend und öffnet dann sogleich den Pergamentumschlag, mit etwas zittrigen Händen, wobei er sich aber selber ertappt und bewusst durchatmet. Er liest die Zeilen und blickt dann auf in die Runde.

"Ich bin schon als übernächster an der Reihe.", spricht er betont ruhig. "Ihr entschuldigt mich, ich werde mich nun umkleiden und mein Programm noch einmal durchgehen. Geniesst den Abend." Der kleine Barde kann den Forellenhäppchen nicht widerstehen, nimmt geschwind eins zu sich, nippt noch einmal an dem lieblichen Wein und verlässt dann den Tisch der Helden, um sich zur Ankleide hinter der Bühne zu begeben.


Gilthas Post

Verfasst am: 10 Jul 2007 20:00
"Spatenkäufer? Heisst du nicht Besensa... oops" platzt es aus Gilthas hervor. Dann dämmert ihm was Kognoskula vor hat.

"Ähm, Besen, Spaten ist doch ähm irgendwie alles gleich und verwechsele ich ständig." versucht er sich aus dem Missgeschick herauszureden.


Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Jul 2007 20:58
Dezent empört richtet der Bedienstete seinen Blick auf den vorlauten Jüngling, doch Kognoskula tätschelt ihm lächelnd den Arm. "Er hatte heute einen anstrengenden Tag, der junge Kerl, grollt ihm nicht." Der Bedienstete scheint dies zu akzeptieren und nickt Gilthas mit aussagsloser Mine zu.

"Möge der Joker Deine Melodei begleiten, Dimble." Etwas aufgeregt klatscht Kognoskula in die Hände als Dimble sich verabschiedet. "Bis nachher!"
Der Butler Henry, ein junger Mensch der offenbar einer strengen Kleiderordnung unterliegt, wurde bislang weniger beachtet. Kognoskula schaut den höflich geduldigen Kerl an und grübelt ein wenig über ihren Speisewunsch, als sie sich nicht so recht entscheiden kann. Schließlich traut sich Henry das Schweigen zu brechen: "Der Küchenchef empfiehlt heute das Tagesmenü 'Sundolin': Lauchsuppe mit Bockshornklee. Raukensalat mit Flussfrüchten. Gefüllte Forelle an breiten Bohnen. Luftgetrockneter Büffelcarpaccio auf Linsenschaum mit Hirseküchlein. Und ein Stück Walnusskuchen zum Nachtisch."
Innerlich die vielen Worte wiederholend nickt Kognoskula stirnrunzelnd: "Dies würde ich nehmen. In einer kleinen Portion bitte."


Kognoskula Post

Verfasst am: 12 Jul 2007 15:32
Dimble findet, wie auf seiner Depesche notiert, den Eingang zum Backstage-Bereich nahe der Haupttheke im Erdgeschoss, wo ihm gegen Vorlage des Schriebs Einlass gewährt wird. Die geräumige und gut ausgestattete Umkleide muss er sich allerdings mit den anderen Künstlern teilen, nur für Sundolin scheint eine separater Raum reserviert zu sein. Ein angrenzender Proberaum wird gerade von einem Prosaisten und seiner pantomimischen agierenden Begleitung genutzt. Verschiedene Schilder weisen den Weg zu diversen Möglichkeiten, die Bühne zu betreten, eine Treppe nach oben zum Abseilen, ein Tunnel zu einer Falltüre unter der Bühne, ein Vorhang zum roten Teppich im Erdgeschoss und ein Aufgang zur breiten Prominenztreppe herab vom ersten Stock. Dimble atmet einmal tief durch und orientiert sich ersteinmal zu einer der freien, abschließbaren Holzkommoden, um sich dort auf Bank und Sessel vorzubereiten.
Viel ist nicht los in der Umkleide, außer ein paar fidelen Halblingsartisten, die sich nach getanem Auftritt über geschehen Fehltritte grämen und amüsieren und sich darauf freuen ihren insgesamt gelungenen Auftritt mit reichlich Obstwein zu begießen. Sie grüßen Dimble freundlich als sie ihn erblicken, herzlich, da von Künstler zu Künstler, und wünschen ihm einen gelungenen Auftritt.


Gilthas Post

Verfasst am: 12 Jul 2007 20:37
Oh Mist, ich Depp! Ich hätte das merken müssen. Ich habe doch auch schon Leute hinters Licht geführt.

Bis sie alle am Tisch angekommen sind, hält er sich ein wenig verlegen schauend im Hintergrund und überlässt Kognoskula das Reden.
"Für mich bitte auch eine kleine Portion, wie für die Frau Spatenkäufer, und ein großes, kräftiges Bier."

Damit kann ich dann den peinlichen Moment runterspülen denkt er bei sich.

Sobald der Ober sich entfernt hat, entschuldigt er sich bei Kognoskula.
"Tut mir leid, daß ich euch vorhin in die Parade gefahren bin. Manchmal rutscht mir einfach ein unbedachtes Wort raus."


Boldran Post

Verfasst am: 13 Jul 2007 17:32
Mit einem erleichterten Ächzen löst Boldran den letzten Riemen, der die schwere Rüstung an ihm hält. Mit einem Scheppern fällt das Gewicht von ihm.

"Ein bisschen Ruhe, Sohn, ist alles was ich brauche. Nur ein bisschen Ruhe. Ich denke, die anderen sind sicher. Gerne hätte ich Meister Dimbles Auftritt gesehen, doch sind diese Versammlungen und der viele Lärm nichts für mein Alter. Ich hoffe, er verzeiht mir mein Fernbleiben."

"Er wird dir deswegen sicherlich nichts nachtragen, Vater."

"Weisst du, Sohn, ich vermisse deine Mutter, ich denke häufig an sie und versuche mich an die gemeinsamen Zeiten zu erinnern, doch gelingt es mir nicht. Es ist alles verschwommen und in weiter Ferne. Ich bedauere dies zutiefst."

"Es geht ihr gut, Vater, und ich soll dich grüßen. Sie freut sich auf den tag, wenn die Familie wieder vereint ist. Doch möge dies noch lange dauern, denn du hast wichtige Aufgaben zu erfüllen."

"Ja, dessen bin ich mir bewusst, lass mich jetzt ein Weilchen schlafen. Morgen wird ein harter Tag."

"Gute Nacht, Vater."


dimble Post

Verfasst am: 13 Jul 2007 19:25
Ebenso herzlich nickt der Gnom den beiden Halblingen zu und bedankt sich für die guten Wünsche. "Irgendwelche Tipps von so erfahrenen Künstlern, die schon auf dieser Bühne auftreten durften?", fragt er neugierig. "Wie ist das Publikum denn so drauf? Irgendwas zu beachten? Welchen Zugang zu der imposanten Bühne habt ihr denn gewählt? Ah, Glückwunsch natürlich zum gelungenen Auftritt."

Während der kleine Barde mit den Kollegen plaudert, beginnt er schon sich umzukleiden und für seine Darbietung aufzuhübschen. Er hat für dieses besondere Gastspiel seine Lieblingsklamotten gewählt - seine engangliegende blaue Hose, das leichte Hemd, die stark verzierte Weste und seine spitz zulaufenden Lederstiefel. Zwar besitzt der kleine Barde mittlerweile einige neuere Outfits, doch es ist wohl so eine Art Aberglaube, weshalb er in dieser Kleidung am liebsten die Bühne betritt.


Kognoskula Post

Verfasst am: 13 Jul 2007 22:16
Der Ober nimmt mit einem höflichen Nicken die Order Gilthas' entgegen. Nachdem Burth und Xiara geistesabwesend und etwas überwältgt von dem geselligen Treiben und der Akrobatik nach unten starren, fügt Kognoskula hinzu. "Das ganze dann noch zweimal, bitte." Schon wenige Minuten später wird die dampfende Lauchsuppe aufgetischt. "Aber Gilthas, das hätte auch mir passieren können." kichert Kognoskula "Ich hoffe es kommt nicht noch eine tatsächliche Vertretung von diesen,... Hochwohlgeboren."

Gerade als Boldran seine Öllampe ausdrehen will, klopft es dezent an seiner Türe, und die gedämpfte Stimme der Zimmersmagd Martha "Herr vom Sperberhof?" Als Boldran müde und langsam die Zimmertüre öffnet, knickst Martha einmal höflich und stammelt etwas verlegen "Eure Gefährten sind allesamt noch unterwegs, und Ihr habt Euch zurückgezogen, und da wollte ich fragen, ob es Ihnen wohl gut ergeht." Mit einem weiteren Knicks überreicht sie Boldran einen Krug Kräutertee "Zur Beruhigung und gegen Halsschmerz, wegen der kalten Jahreszeit. Mit den besten Empfehlungen von Otumwilla. Habt Ihr noch einen Wunsch?"

Während Dimble noch mit einigen der Halblinge quatscht, begibt sich der Prosaist zu seinem Auftritt. "Nach der Nummer würde ich zum Aufwecken vielleicht ein wenig lauter Auftreten." die Halblingsgang brüllt vor Lachen "Dazu eignet sich vielleicht die Prominenztreppe." wirft ein anderer ein.
Die Gefährten haben soeben ihre Forelle serviert bekommen, als schließlich, und unter gedämpftem Applaus einiger weniger der Prosaist mit seiner Pantomimin die Bühne verlassen und selbige frei für Dimbles Auftritt machen. Die Halblinge verkrümeln sich, um nicht die Show zu verpassen. Gerade als Dimble losmarschiert, öffnet sich die Türe zu Sundolins Quartier und ein in Bauernklamotten gekleideter Gnom mittleren Alters lugt hinaus. Er schaut kurz herum und zwinkert dann Dimble zu, um dann hinauszutreten und schlendernd zu den reservierten Plätzen zu schreiten, ein Glas Schaumwein in der Hand.


Boldran Post

Verfasst am: 13 Jul 2007 23:44
Völlig verblüfft nimmt Boldran den Kräutertee entgegen. "Äh, also, das ist sehr nett von euch, das ihr euch extra meinetwegen noch bemüht und bitte richtet der Dame Otumwila meinen besten Dank aus. Oh, ich habe keinen weiteren Wunsch und wünsche euch eine gute Nacht."

dimble Post

Verfasst am: 15 Jul 2007 10:32
Auf der einen Seite ist der kleine Barde neidisch auf die schäkernden Halblinge, die ihren Auftritt schon erfolgreich absolviert haben, andererseits freut er sich darauf, die Bühne betreten und das Publikum unterhalten zu dürfen. Und besonders auf den Moment des Beginns seiner Darbietung, wenn das Lampenfieber endlich weggeblasen wird und er seine Vorstellung genießen kann.

Freundlich grüßt Dimble den Gnom, der aus der Kabine Sundolins tritt. Natürlich versucht der Barde, einen Blick in die Kabine zu erhaschen, vielleicht sogar auf großen Meister persönlich. Doch dann lenkt er seine Konzentration wieder auf sein Gastspiel. Er hat sich entschieden, wie auch von seinen Kollegen empfohlen, über die Prominenztreppe einzumarschieren.

Der kleine Barde verbeugt sich auf den obersten Stufen der Treppe und tänzelt dann leichten Schrittes hinab in Richtung Bühne. Er genießt das Bad in der Menschenmenge, was man ihm auf eine angenehme Weise ansieht. Er sucht Blickkontakt zu seinen Zuschauern, blinzelt hier einer hübschen Dame zu oder verneigt sich dort vor einem wichtigen Herren.

Auf der Bühne setzt Dimble sich auf den bereitstehenden kleineren Barhocker, legt seine Mandoline auf sein Knie und beginnt gekonnt die Seiten zu zupfen. Er eröffnet seine Darbietung mit einem fröhlichen Wanderslied, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhaschen, die Stimmung zu heben und die Hörer dann mit weiteren Einlagen in seinen Bann zu ziehen.

Ich trag in meinem Ranzen
Der alten Stiefel zwei:
'nen schlechten und 'nen ganzen,
Heißa, juchhei!
Den ganzen trag ich auf dem Dreck,
Den schlechten auf dem trocknen Fleck,
So zieh ich durch die Welt, hei,
Wie der Würfel fällt.

Ich trag in meinem Schädel
Der guten Freunde zwei,
'nen Burschen und mein Mädel,
Heißa, juchhei!
Zur schlechten Zeit den guten Freund,
Das Mädel, wenn die Sonne scheint,
Das geht es durch die Welt, hei,
Wie der Würfel fällt.

Sind sie einmal zerrissen,
Die Stiefel alle beid',
Zum Teufel fortgeschmissen,
Heißa, juchhei!
Dann lauf ich auf der nackten Pfot,
Da schreckt mich weder Dreck noch Kot,
- So geht es durch die Welt, hei,
Wie der Würfel fällt.

Und bin ich einst verraten,
Von Freunden alle beid',
Vom Schatz und Kameraden,
Heißa, juchhei!
Schlag ich den Freund mir aus dem Sinn,
Und denk vom Mädel: hin ist hin!
-So geht es durch die Welt, hei,
Wie der Würfel fällt.

So trag ich, wenn ich wandre,
Stets Kopf und Füße frei
Und pfeif auf alles andre,
Heißa, juchhei!
Geht alles seinen rechten Lauf,
Ein froher Bursch bleibt obenauf,
- So geht es durch die Welt, hei,
Wie der Würfel fällt.


Xiara Post

Verfasst am: 15 Jul 2007 15:34
Gedankenverloren blickt Xiara von ihrem gemütlichen Platz aus nach unten auf die Bühne und betrachtet die Künstler, die Zuschauer und die gesamten Eindrücke, die hier auf sie zustürmen.

Als der Kellner vorbeikommt, um die Speisen aufzutischen, fällt Xiara auf, dass sie ja noch garnichts bestellt hat, und hungrig war sie nun doch ein wenig. Doch als sie den Kellner fragen will, was es denn Gutes gibt, stellt er schon einen Teller vor sie auf den Tisch.

“Oh... vielen Dank! Das sieht ja wirklich gut aus.”


Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Jul 2007 20:33
Kognoskula klatscht in die Hände als Dimble plötzlich durch den Vorhang auf die Prominenztreppe tritt. "Da ist er, da ist er." Ein wenig freudig und in Gedanken summt sie das Lied mit, dass sie Dimble schon das eine oder andere mal hat singen hören. Es erinnert sie ein wenig an ihr derzeitiges Dasein, wenngleich nur entfernt. Ihre Forelle wird leider ein weing kalt.

Das Publikum hingegen ist auf einmal sehr ruhig als Dimble die Bühne betritt und stimmt teils geradezu euphorisch ein, bei Refrain und markanten Zeilen. Einige scheinen tatsächlich zu glauben, dies sei schon Sundolin, der legendäre Skalde, der Herald der Hablosen. Offenbar diskutieren manche dies erst noch zweifelnd, doch für viele ist dies Lied dem Anschein nach traditioneller Anlass mit ihren Freunden einen Meter Schnaps zu teilen. Es dauert nicht viele Lieder bis dies zu einem allgemeinen Ringelpiez mit Polonese unter den fleißigsten Feierern im ersten Stock führt.


dimble Post

Verfasst am: 15 Jul 2007 22:54
Zufrieden beobachtet der kleine Barde die Wirkung seines Schauspiels auf das Publikum. Seine Gabe das Volk zu unterhalten und zum Feiern zu animieren macht ihn stolz und glücklich. Doch der Gnom ist nachdenklich, nicht mehr wirklich zufrieden damit, nur fröhliche Feier- und Trinkstimmung zu verbreiten. So wagt er sich nun, da er von seinen Zuhörern akzeptiert scheint, an eine traurigere Ballade, die er erst vor kurzem schrieb, um sein eigenes Schicksal zu verarbeiten. Dem fremden Gast wird wohl der wahre Hintergrund seiner Zeilen entgehen, doch die langsamere, sentimentale Stimmung dieses Stückes eignet es nicht wirklich zu Ringelpiez mit Polonese, eher zu einem gediegenem Schunkeln. Seinen Freunden, so sie denn aufmerksam dem Auftritt ihres Kameraden folgen, wird vermutlich der bezug zu seinem persönlichen Schicksal nicht verborgen bleiben. Für einen Moment zieht die Last des Teufelshufes tonnenschwer am Hals des Barden.

Gilthas Post

Verfasst am: 18 Jul 2007 19:55
Bei dem ausgelassenen Partylied, welches die Stimmung im Goldenen Drachen wieder angeheizt hat, hat auch Gilthas nicht still sitzen bleiben können. Obwohl seine Muskeln und Knochen vom harten Training schmerzen, hat er es sich nicht nehmen lassen jauchzend an der Polonese teilzunehmen.

Auf dem Rückweg hat er sich noch einen Humpen von dem kräftigen, malzig-süßen Bieres mitgebracht. Als Dimble dann die traurige Ballade anstimmt, erreicht er gerade wieder den Tisch der Gefährten.

Die Zeilen des Liedes lassen bei ihm die vergangenen Wochen Revue passieren. Nach den erfreulichen Ereignissen der letzten Tage hatte er Dimbles Situation ein wenig verdrängt.
Boah, das hätte ich ja fast vergessen. Dimble verwandelt sich in eine Kreature der Finsternis, wenn wir kein Gegenmittel finden. Ich muß unbedingt wieder mehr auf der Hut sein!"


Xiara Post

Verfasst am: 23 Jul 2007 11:40
“Es schien fast, als hätte er es selbst vergessen, aber offensichtlich ist das nicht ganz so einfach,” wirft Xiara ein, während sie der schönen, wenn auch traurigen, Ballade lauscht.

Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Aug 2007 22:21
Kognoskula zieht noch kurz an Gilthas' Hemdzipfel um diesen von der albernen Polonese abzuhalten - doch ohne Erfolg. Wenig später ist sie selbst fleißig dabei in die Hände zu klatschen. Erst als Xiara ihre Interpretation einwirft, wird Kognoskula die Bedeutung des Stimmungswechsels in Dimbles Programm klar. "Da hast Du recht. Und wir dürfen das auch nicht. Der Schatten über Dimble wächst stetig, wenngleich trügerisch langsam!"

Dimble hat es nicht leicht die Bühne zu verlassen, und während die Gefährten schon den übernächsten Gang beenden, Raukensalat mit Flussfrüchten, gibt der Barde noch seine zweite Zugabe zum Besten. Mit Nachdruck gefordert wurde von einem Gast, der Dimble anscheinend schoneinmal gesehen hatte eines der älteren Lieder seines Repertoirs von Niole Dra: "Spielt die 'Drei Hügelriesen mit dem Alpenhorn!', Herr Barde, spielt die 'Drei... " Nicht wenige stimmen sofort auf diese Forderung ein, der eingängige ulkige Titel tut sein Nötiges dazu. Dimble schmunzelt und Gilthas macht sich bereit zur nächsten Polonese. Schließlich, nach einem Applaus von drei Etagen, der den inzwischen schon einiges gewohnten Barden beeindruckt, verneigt sich der Gnom ein letztes Mal, um dann winkend unter zuprosten, schulterklopfen und glückwünschen den Schauplatz zu verlassen. Die größte Genugtuung jedoch für den Barden ist es, als er beim Verlassen der Bühne gleich zwei Grüppchen hört, die Liedtexte von ihm rezitieren und nachsingen.


dimble Post

Verfasst am: 06 Aug 2007 12:14
Nach dem Verlassen der Bühne marschiert Dimble über den roten Teppich im Erdgeschoss aus. Er geniesst noch das Bad in der fröhlichen Menschenmenge, trotzdem ist sein Abgang zügig, um den nächsten Darbieter nicht länger warten zu lassen. Nach einer letzten Verneigung verschwindet der Barde durch den Vorhang. Das Herz des Gnomes schlägt laut, immer noch aufgeregt, ein wenig euphorisch so kurz nach seinem Vorspiel. Neugierig betrachtet er die Tür der Umkleide Sundolins, als er diese passiert. Er vergisst nicht, seinem Nachfolger einen gelungenen Auftritt zu wünschen, sollte er diesem hier im Backstage-Bereich über den Weg laufen. Schnell kleidet der kleine Barde sich um und verstaut sein Bühnenoutfit samt seiner Mandoline in der abschließbaren Holzkommode, um es nach Ausklang des Abends in Empfang zu nehmen. Bevor er sich wieder zu dem Tisch seiner Gefährten begibt, lässt sich der Gnom Zeit, darauf hoffend, Sundolin zu erwischen, wenn dieser aus seiner Kabine tritt - ganz zufällig natürlich.

Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Aug 2007 21:20
Noch während Dimble ersteinmal tief durchatmet und sich darauf freut, den Rest des Abends als Gast zu genießen, erspäht er, wie der Gnom, den er vorhin traf, seinen Beifall beendet und sich mit zwei Gläsern Schaumwein von den reservierten Plätzen nach hinten in den Backstage-Bereich begibt, auf Dimble zu. Kurz linst Dimble noch zu Sundolins Türe, doch dort regt sich nichts, da wird er schon freundlich angesprochen: "Meine Anerkennung, Herr Dimble, Ihr vermögt es wahrlich die Gemüter des Publikums zu bewegen." Dimble blickt in die tiefblauen Augen seines Gegenüber, die schelmisch aber freundlich aus einem Gesicht lugen, welches von vielen Wintern und Erlebnissen gezeichnet scheint. Er reicht Dimble eines der Gläser "Zum Wohle und auf die Kunst!" Nach einem genüsslichen Schluck fügt er noch mit einer hochgezogenen Augenbraue und einem kaum merklichen Nicken hinzu "Eure Lieder wird man hier in Cryllor noch einige Zeit in den Ohren haben. Jedoch,..." auf einmal verblasst die Fröhlichkeit in dem zwar unbekannten aber doch ungewöhnlich vertrauten Gesicht, er legt seine Hand auf Dimbles Schulter und seine Augen verengen sich ein wenig: "...ich sehe einen düsteren Schleier, der sich über Euren Frohsinn zu legen sucht. Habt meinen Beistand beim Vertreiben dieses Übels." Der Gnom drückt Dimble einen schönen braunen Karolederknopf in die Hand, nickt einmal kräftig und geht mit einem warmen Lächeln davon. Hinein in Sundolins Umkleide.

Boldran Post

Verfasst am: 06 Aug 2007 23:05
Nur ein oder zweimal wälzt sich der Alte in dieser Nacht unruhig von einer Seite auf die andere. Ansonsten beschert ihm sein Gott einen tiefen traumlosen Schlaf.

dimble Post

Verfasst am: 07 Aug 2007 11:19
Dem sonst so redegewandten Barden verschlägt es glatt für einen Moment die Sprache. Erkenntlich nimmt er den Schaumwein entgegen und prostet dem Spender zu, bevor er einen Schluck des prickelnden Getränkes zu sich nimmt. "Danke.", bringt er schließlich hervor, den Karolederknopf in der Hand drehend und kurz darauf in der Brusttasche seines Jackets verschwinden lassend. "Es war mir eine Ehre, Meister Sundolin.", ruft er dem Gnom noch nach, als dieser in der Kabine verschwindet. Törichter Gnom, du hättest direkt merken müssen, wer da vor dir steht. Sich von Bauernklamotten ablenken lassen., denkt der Barde kopfschüttelnd. Das Lächeln, was seine Lippen bei dem Gedanken umspielt wirkt dennoch zufrieden. Kurz gleitet seine rechte Hand in die Brusttasche, wie um sich zu vergewissern, dass das Geschenk des großen Meisters noch an Ort und Stelle ist. Diesen Talismann würde der kleine Barde in Ehren halten.

Gut gelaunt, wenn auch ein wenig nachdenklich, macht sich Dimble auf zu dem Tisch seiner Gefährten - sich schon auf eine leckere Stärkung und viel mehr noch auf den bevorstehenden Auftritt Sundolins freuend.


Gilthas Post

Verfasst am: 07 Aug 2007 18:32
Sobald Dimble ein fröhlicheres und zum Schunkeln animierendes Lied anspielt, vergisst oder unterdrückt Gilthas besser gesagt seinen letzten Gedanken.
Heute wird schon nix passieren und die anderen sind ja auch dabei. Heute wird gefeiert
Das zweite, kräftige Bier wird nach den Anstrengungen des Tages auch das Seine dazu beigetragen zu haben.

Bei den nächsten Polonese ist Gilthas wieder vorne mit dabei und läßt sich danach von einem Mittänzer zu einer Runde des lokalen Selbstgebrannten, Drachenblut, überreden. Danach kommt er angeheitert mit einem weiteren Bier an den Tisch der Gefährten zurück.


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Aug 2007 22:39
Dimble wird am Tisch mit einem Extraapplaus von den Gefährten und den umliegenden Tischen begrüßt. "Exzellenter Auftritt, Dimble, insbesondere interessiert mich die Ethymologie des Vokabels 'Alpenhorn', könntest Du vielleicht erläutern..." Doch da kehrt Gilthas etwas unwirsch an den Tisch zurück "Prima Party, Dimble!", Xiara und Burth können über Kognoskulas empörtes Gesicht nur lachen doch schon gleich erfreue sich alle an der Hauptspeise, üppig angerichtet auf einer großen versilberten Platte werden aufgetischt "...Cryllorsche Forellen, gefüllt mit Kräutergrombirdaumen auf einem Bett breiter Bohnen. Einen guten Appetit." Henry empfiehlt sich. Beinahe eine halbe Stunde wird dieser Gang von einem Fiddelensemble begleitet, welches angenehme Hintergrundmusik spielt, bevor die Musik verstummt und der kulinarische Höhepunkt serviert wird.

Ein kleiner, in einfache Bauernklamotten gehüllter Gnom tritt halb vermummt durch eine Leinenkaputze durch den Vorhang im Erdgeschoss auf die Bühne. Seine subtile Art und Weise für eine Moment stumm stehen zu bleiben weckt umgehend die Aufmerksamkeit vieler, und deren Verstummen wiederum lässt auch den Rest des Publikums aufblicken. Die Gefährten haben einen exzellenten Blickwinkel. Sundolin hat die Bühne betreten.

"König Tavish der Große hatte die auffällige Angewohnheit, sein Schwert bei großen Anlässen sowie bei poitischen Zusammenkünften samt Halfter an die Lehne seines Stuhles zu hängen. Als ein getreuer Bediensteter eines Tages den Mut hatte, seine Majestät nach der tiefen symbolischen Bedeutung dieser Geste zu fragen, antwortete dieser nur knapp: 'Die Schnalle zwickt mich sonst.'" Nicht wenige brüllen laut auf vor Lachen, doch den meisten kultivierteren Gäste ist klar, dass diese Anekdote keineswegs ein Eröffnungswitz war, sondern vielmehr der Wegweiser in die Thematik des heutigen, provokativen Abendprogrammes von Sundolin dem Meisterbarden.
Das darauffolgende erste Lied handelt von der Tochter eines unbenamsten Königs von Keoland, deren Schicksal es war, kurz nach der Geburt einer Verwechslung zum Opfer zufallen, um schließlich Fischersmagd zu werden. Als der Bürgermeister ihr einst zu ihrem hohen Alter gratulierte, entdeckte er ein Mal, welches nur in der Königsfamilie vorkam. Die ebensoalte falsche Adelstochter verbot das Gerede und verbannte die Fischersmagd wegen angeblichem Diebstahl ins Exil, wo sie bald starb.
Trotz der Tragik und der gänzlichen neuen Melodie, erreicht dies Lied jeden einzelnen Gast des Goldenen Drachen, der Sundolin-typische fetzige Refrain weckt auf von Melancholie und Tiefsinn, und gibt dem Stück kurz den Charme eines frommen Liedes zum Teilen von Leid.


dimble Post

Verfasst am: 08 Aug 2007 13:11
Dimble wirkt fast schon ein wenig verlegen, als seine Gefährten ihn mit Beifall empfangen. "Nicht nötig, nicht nötig. Und danke sehr. Schön, dass es euch gefallen hat.", überspielt er den Moment und nimmt leicht erschöpft Platz. "Hm, da komme ich ja gerade rechtzeitig zur Hauptspeise.", grinst er froh und genießt die Cryllorschen Forellen zu angenehmer Fiddelmusik. "Keine Sorge, wir finden bestimmt bald eine ruhigere Gelegenheit, uns über das Alpenhorn zu unterhalten, werte Kognoskula.", wendet er sich zwinkernd an die Halblingsdame.

Dem kleinen Barden entgeht es nicht, als der verhüllte Gnom die Bühne betritt, und so gehört er zu denjenigen, die seine Tischnachbarn auf das Erscheinen des großen Meisters aufmerksam machen. "Schaut, Sundolin. Erfreut euch an seiner Vorstellung!", ruft verzückt aus.

Die Eröffnungsanekdote, das erste Lied, Dimble klebt förmlich an den Lippen des Darbieters, verpasst kein Detail, kein Wort, keinen Ton. Verzaubert starrt er auf die Bühne. Schon nach der zweiten Strophe summt Dimble leise den einprägsamen fetzigen Refrain des traurigen Liedes mit. Erstaunlich, wie es dem Meisterbarden gelingt, den Zuhörer die Melancholie spüren zu lassen und gleichzeitig zu verhindern, dass selber sich in Traurigkeit verliert.


Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Aug 2007 20:43
Sundolins Auftritt ist ein akkustischer Schmaus der Extraklasse. Der kleine Gnom findet mit seiner Stimme, deren Spektrum Bass, Bariton und Tenor zugleich vor Neid erblassen lässt, welche die melodischen Noten ausdrucksstark in jeden Winkel der Taverne befördert, trotz teilweise bombastischer Begleitung durch virtuosen Mandolineneinsatz, das Gehör eines jeden. Nachdem sich Kognoskula einige Male ärgerlich nach Schreibmaterial umsieht lässt sie sich von Henry Pergament und Graphitgriffel bringen um einige historische Notizen zu machen. Während Burth Entspannung und Kultur wie noch selten genießt und Xiara sich bisweilen an den Gesang der Elfen in ihrer Heimat erinnert fühlt, lässt Gilthas mit ausgestreckten Beinen den Kopf über die Lehne baumeln und mimt mit den Händen einen Dirigenten. Als er die Augen öffnet und in ein dunkles Eck des zweiten Stockes blickt entdeckt er etwas Kreatur, aber ohne Harfe Er schiebt es aber auf das leckere Drachenblut und ordert direkt eine Runde auf das laufende Lied, welches eines der Adelshäuser - so viel hat er aufgeschnappt - namens Neheli scharf kritisiert, und deren Agenda in Frage stellt sowie von irgendeiner ekligen Krankheit erzähkt "Prost und wech!". Dimble nimmt mit Abstand am intensivsten die dargebotene Kunst auf, Akkorde über Akkorde, Läufe, Reime, Melodien, Weisen, Historie, Legenden, Metaphern und Anekdoten überschlagen sich, so dass er manchmal kurz durchatmen muss um weiter aufnahmefähig zu sein.

Letztendlich ist es so weit. Es war eine lange Vorstellung noch ganz ohne Zugabe und doch macht Sundolin keinen Hehl daraus, dass er nur noch ein letztes Lied spielen wird. Ein andauernd ausklingender Mandolinenakkord bringt die Menge zum schweigen, beinahe flüsternd erhebt Sundolin die Stimme, bis sie im Refrain zu einem wahren Brüllen anschwillt. Doch wie aus manch einer Überlieferung erzählt nimmt Sundolins Auftritt eine gar unerwartete Wendung...

[Skalden und Legenden ("Sundolin")
[Melodie: Skalds And Shadows (Blinder Wächter)]

Schenk mir ein Ohr,
zu später Stund',
die Mär geht rund,
der Heimlichen Zeit.

Schenk mir ein Ohr,
für Balladen und Tanz,
doch nicht für Herrn Manz,
wir lieben die Sagen.

Komm an die hellen Flammen und
sing mit mir den Lauf der Zeit!
Sing mit mir den Lauf der Zeit!

Lieder der Nacht,
vom Magus der Macht,
komm reich mir die Harf',
- Legenden werden wahr.

All' was gescheh'n,
bald wirst Du's seh'n,
Oerth wird sich dreh'n
wie Slerotins Pfeil,

zeigt den Weg des Schicksals,
zeigt den Weg des Schicksals.

Freund Zelifars,
Seer durch Zeit,
wo ist Exodus,
wer ist jenes Volk?

Kein Mann weiß,
die Zeichen zu deuten.
Des Magus Zeilen.
Denn keiner sonst
als der Barde kann,
sehn durch das helle Feuer der Zeit und,
Oerth wird sich drehn wie
der Spross der Lege-henden
Euch heut' erzählen wird.

Sucht den Weg des Schicksals!
Sucht den Weg des Schicksals!

Dies Lied der Zwölf,
der Häuser, der Clans,
voll Torheit und Streit,
von Zelrad und Rhola.

Worte der Weisheit,
und Zeichen der Zeit,
die Wahrheit lebt weiter,
in Zeilen der

Träumer, Skalden, Barden!
Träumer, Skalden, Barden!

Trag nicht Sorge mein Kumpel,
mein Geiste ist klar.

%---Schritte der Wachen vor Türe und Fenstern---%
%---Sundolin arbeitet auf Tonartwechsel hin---%
Sprich Worte der Chronik,
und renn' um Dein Heil!

Achte die Zeichen,
im Erbe des Ruins.
Alles was ich will,
ist Geschichte zu singen.

Die Schritte der Wache
sind nah und

%---Sundolin rennt im Crescendo zur Hintertüre----%
ich renn' durch das helle Feuer,
s'ist meine Wahl.
Denn Oerth wird sich dreh'n
wie Bäum' fiel'n!

%---...Sundolin verschwindet----%


Xiara Post

Verfasst am: 09 Aug 2007 08:55
Vor Sindolins Auftritt...

“Aber natürlich ist es nötig, Dir für Deine gelungene Darstellung zu gratulieren, Dimble. Das gebietet allein schon die Höflichkeit und ganz nebenbei war es wirklich eine hervorragende Vorstellung!”

Bei Sindolins Auftritt...

Xiara lauscht dem wohlklingenden Spiel der Mandoline und seiner Stimme, die Worte des Meisterbarden sind dabei eher nebensächlich für sie. Bei seinem letzten Lied bemerkt die Waldelfin natürlich auch, dass sich irgendetwas tut vor dem Haus, und der Barde doch sehr bedacht darauf ist, das Weite zu suchen. Ihre Hand wandert bereits zu der Stelle über ihrer Schulter, wo sich normalerweise die Griffe ihrer Waffen befinden, doch hatte sie diese ja in ihrem Zimmer gelassen. Es wäre auch wirklich etwas unpassend gewesen, hier in voller Kampfmontur zu erscheinen.

“Was geht denn bloß hier vor sich? Habt ihr auch die Wachen gehört? Und warum flüchtet Meister Sindolin?”


Burth Post

Verfasst am: 09 Aug 2007 14:47
Auch Burth ist sehr angetan von Dimble's Spielkunst.

"Wirklich großartig wie er das macht.", murmelt er zu den anderen. Entspannt genießt er die Stimmung und nimmt zur Kenntnis, das auch seine Freunde sich offensichtlich amüsieren.


Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Aug 2007 18:05
Kognoskula starrt gebannt auf das Spektakel, die Halblingsohren gespitzt und nur flach am atmen. Als sich das Lied dem Ende zuneigt und die Wachen das Etablissement stürmen klettert sie mit großen Augen unbewusst auf Stuhl und Tisch um nichts zu verpassen, bis sie sich weit über das Geländer hinübergebeugt wiederfindet. Xiaras Worte reißen Sie aus ihren Gedanken:
"Was hat er da nur Verbotenes gesungen?" Emsig notiert Kognoskula eingeprägte Textzeilen. "Soweit ich weiß haben die Adelshäuser Keolands, unter ihnen Rhola und Neheli, dieses Land gegründet. Doch Slerotin,... " ihre Augen werden groß "...einer der Magier der Macht, ein Enigma aus der Vorzeit,... Zeichen deuten,... eine Chonik?" Kognoskula schüttelt den Kopf und setzt sich erstmal wieder um mit der Gabel in ihren Hirseküchlein herumzustochern und angestrengt von Gefährte zu Gefährte zu starren. Es scheint sie wirklich zu beschäftigen, dass sie auf viele Fragen keine Antwort hat.


Geändert am 09 Aug 2007 18:07 von Kognoskula


dimble Post

Verfasst am: 09 Aug 2007 19:44
"Wow, was für ein Abgang. Und was für ein Lied.", spricht Dimble, deutlich mehr begeistert als empört. "Das wird den Leuten in Erinnerung bleiben.", schwärmt er weiter. In Gedanken wünscht er seinem Kollegen das Beste für diese Flucht. "Soweit ich weiß nicht ungewöhnlich für den Meisterbarden. Daher ist es auch bisweilen umstritten, ihn auftreten zu lassen. Trotz seiner Perfektion." Die hellblauen Augen des Gnomes funkeln.

Auch er versucht die Zeilen und die Verse zu deuten, wo denn wohl der subtile Verstoss gegen die Regeln Cryllors lag und was Sundolin mit diesem Stück ausdrücken wollte. "Die 'Chronik der Geheimen Zeit' scheint der Schlüssel zur Interpretation zu sein, mein ihr nicht auch Kognoskula?'", raunt er der Halblingsdame zu. "Schonmal davon gehört? Habt ihr alles notiert? Lasst doch mal sehen." Eifrig schnappt sich der Barde Kognoskulas Pergament und ergänzt aus seinem Kopf fehlende Liedpassagen, die er sich eingeprägt hat.


Gilthas Post

Verfasst am: 09 Aug 2007 22:21
Begeistert klatscht Gilthas in die Hände und jauchzt vor Freude.
"WOW! SUPER!"

Anscheinend schenkt er dem Sinn des Liedes weniger Beachtung als seine Gefährten, sondern ist vielmehr von dem gelungenen Abgang des Meisterbarden beeindruckt.
"Sowas habe ich noch nie gesehen! Zum richtigen Zeitpunkt kommen seine Gehilfen rein und jagen ihn von der Bühne. Glaubt ihr er kommt nochmal für eine Zugabe auf die Bühne?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Aug 2007 10:49
Stirnrunzelnd blickt Kognoskula Gilthas an, und überlässt Dimble ihr Notizpergament samt Griffel. Stutzig lehnt sie sich gegen das Geländer und sieht nun dass unten ein Streit zwischen dem Patron des Goldenen Drachen und dem Hauptmann des Wachtrupps im Gange ist. Die Gäste im Erdgeschoss raunen zunehmend, und vereinzelt fliegen die ersten Brotrinden, Speckschwartenstücke und Apfegehäuse auf die Bühne und gegen die Rüstungen der Wachen.
"Gilthas, ich denke Du liegst falsch in der Annahme, dass es sich hier um ein Schauspiel handelt."


dimble Post

Verfasst am: 12 Aug 2007 10:19
Dimble schaut von Kognoskulas Pergament auf und bestätigt nickend die Worte der Halblingsdame: "Das ist echt, Gilthas, kein Theater. Hoffe das endet hier nicht in einem Tumult." Dann wendet er seinen Blick wieder auf das Papier und komplettiert mit flinkem Griffel einige Lücken. Zur Gedächtnisstütze summt er die Melodie des Liedes mit - sehr leise.

Burth Post

Verfasst am: 12 Aug 2007 15:09
Burth wirkt überrascht von der Wandlung der Situation. Er versucht der Konversation zwischen Kognoskula und Dimble zu folgen, aber dies gelingt ihm nicht vollständig.

"Sollen wir eingreifen?", fragt er unschlüssig.


Gilthas Post

Verfasst am: 13 Aug 2007 11:37
"Was? Das gehoert nicht zur Show? Weswegen sind die Wachen dann hier? Wird Sundolin etwa wegen eines Verbrechens gesucht?" versteht Gilthas nicht so ganz was im Goldenen Drachen vor sich geht.

dimble Post

Verfasst am: 13 Aug 2007 15:02
Dimble hat nun den Liedtext soweit ergänzt, wie es ihm spontan einfiel und grübelt nach wie vor summend noch über den ein oder anderen Abschnitt nach. Dennoch entgeht ihm Gilthas' Frage nicht, seine Konzentration auf das Niederschreiben lässt ohnehin schon nach. "Nein, Gilthas, ich denke es liegt an dem Text. Er hat über etwas gesungen, was verboten ist, was man nicht aussprechen darf, in der Öffentlichkeit und erst recht nicht vor so viel Publikum. Die Wachen sind sicher auf einige Wörter getrimmt wurden. Verständlich, dem Meister eilt ja schon der Ruf voraus, es mit dem Index nicht so ernst zu nehmen."

"Eingreifen?", schnappt er dann Burths Vorschlag auf. "Ich könnte versuchen, das Publikum zu beruhigen und mit etwas Unterhaltung abzulenken. Aber nicht die danbarste Aufgabe, so aufgebracht wie die erscheinen.", denkt er laut nach. Ich hoffe doch er meint das Eingreifen so und denkt nich an eine Verfolgung Sundolins. Aber selbige wäre wohl so oder so zum Scheitern verurteilt., geht dem Gnom durch den Kopf.


Boldran Post

Verfasst am: 13 Aug 2007 15:11
Friedlich schnarcht Boldran vor sich hin.

Kognoskula Post

Verfasst am: 14 Aug 2007 17:14
Kognoskula nickt zunächst nur stumm und mit großen Augen, dann kommentiert sie Dimble zustimmend: "Oh nein, das ist nicht unsere Angelegenheit, wir sollten uns nicht einmischen, am Ende geraten wir noch in Schwierigkeiten." Sie winkt ab und nimmt einen Bissen.
Verschmitzt grinsend fügt sie flüsternd hinzu "In der Tat vermute ich einen Verstoß Sundolins gegen die hiesigen, bisweilen strengen, Gesetze. Die Obrigkeit und der etablierte Adel sind traditionell Hauptkritikpunkt der Werke Sundolins. Über seine Aktivitäten hingegen jenseits seines Deckmantels als großer Künstler ist nur wenig bekannt"

Die Gefährten verbringen noch eine entspannte halbe Stunde im Drachen bei leckerem Nachtisch. Dimble und Kognoskula sind innerlich mit dem Inhalt des fraglichen letzten Liedes beschäftigt, während Burth und Xiara ihre Aufmerksamkeit mehr der wieder entspannten Atmosphäre und dem schmackhaften Essen. Gilthas ließ es sich nicht entgehen, den Tumult und den Streit mit der Wache aus der Nähe zu betrachten und ist ins Erdgeschoss verschwunden.
"Das ganze ist mir ein wenig zu politisch." gähnt Kognoskula ein wenig anstandslos "Aber dieser Slerotin und und seine Worte und sein Pfeil... *gähn*, na wir sollten ersteinmal darüber schlafen."


Burth Post

Verfasst am: 14 Aug 2007 17:36
"Einverstanden.", murmelt Burth zustimmend.

Geändert am 14 Aug 2007 17:36 von Burth


Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Aug 2007 10:04
Unter dem gelegentlichen Aufschnarchen eines müden Burths und dem Gähnen von Xiara und dem inzwischen zurückgekehrten Gilthas, erzählt Kognoskula noch ein wenig aus ihrem Wissensschatz, bis alle Getränke ausgetrunken sind: "Slerotin war ein Erzmagier von wahrlich epischer Großartigkeit. Er war ein Suel, und seines Zeichens Teilnehmer der Konklave zur 'Herbeigerufenen Verwüstung', dem schrecklichen arkanen Ritual, welches das gesamte antike Reich der Baklunish zerstörte." Unsicher ob sie irgendeinem der Anwesenden etwas neues erzählt, fährt sie fort "Ihr wisst schon der Doppelte Kataklysmus, das Ende des Immerwährenden Krieges zwischen den Suel und den Baklunish? Überlebende Priester und Erzmagier der Baklunish versammelten sich zur Letzten Vergeltung und setzten Den Äschernen Stab ein, um den Regen des Farblosen Feuers über das Suel Imperium niederzubringen. Dies war das Ende der damaligen Zeit. Und der Anfang unserer Zeit, der Zeit der Flaeness. Slerotin jedoch überlebte den Regen, da er ihn voraussah, und mit Hilfe seines legendären Stabes Exodus - angeblich versteckt in den Crystalmists Bergen und geschützt von Wee-Jas, der dunklen Königin der Magie - durchtunnelte er die Östlichen Berge und führte einige Überlebende in die hiesigen Breiten.

Sein Wirken in der Flaeness schließt sogar die nördlichen Eisbarbaren, die Legende um Acererak, und den großen Keoghtom ein, Mythen zufolge sogar Hexenmatronin Baba Yaga und somit durch die dunkle Königin Iggwilv möglicherweise auch Zagyg Yragerne.
" Kognoskulas Stimme zischt vor Ehrfurcht bei all diesen großen und teilweise äußerst düsteren Namen. "Scheinbar, gibt es aber noch einige Legenden die man nicht ausprechen darf.... Nun, lasst uns die Nachtruhe suchen. Für heute haben wir genug erlebt und mein eist braucht etwas Ruhe."

Der kurze Heimweg mit vollem Bauche verläuft ereignislos und ohne viele Worte der müden Gefährten. Ein Lauschen an Boldrans Türe verrät Dimble, dass es dem alten Mann gut geht. Und so erwachen die Gefährten am nächsten Morgen nach einer kurzen Nacht, und trudeln am Frühstückstisch ein, der eine etwas pünktlicher, der andere etwas später nachdem der Hahn den Sonnenaufgang begrüßt hat. Otumwilla hat den Gefährten heute morgen gleich zwei große Krüge Wasser hingestellt.


Boldran Post

Verfasst am: 15 Aug 2007 16:39
An diesem Morgen dauert es länger als üblich, bis der ehemalige Bauer aus den Federn kommt. Mehrmals versucht er vergeblich sich dazu zu bewegen endlich die Beine über die Bettkante zu schwingen und das Tagewerk anzugehen.

"Was für eine Nacht", krächzt Boldran mit noch heiserer Stimme. Tief und traumlos war sein Schlaf in den vergangenen Stunden und Schlaf war offensichtlich bitter von Nöten.

Noch etwas unsicher auf den Beinen zieht er Hose, Hemd und Schuhe an und schlurft nach unten in die Wirtsstube, vorbei an seinen Freunden und hinaus.

"Mich deucht, ich habe hinten an den Ställen eine Regentonne gesehen, alter Junge."

Siehe da! Eine Tonne voll kalten Regenwassers war genau das, was er jetzt benötigte. Ohne viel Federlesens läßt er sich nach vorne fallen und taucht mit dem Kopf voran in das faß, gleichwohl so, als hätte er einen Beutel Gold hineinfallen lassen. Mit einem Aufschrei schnellt er nach einer halben Minute empor und schüttelt sich das kalte Wasser aus Haar und Gesicht.

"Jetzt bin ich wach, bei den Göttern." Zufrieden trottet er zurück, um seine Freunde zu begrüßen und nach den Ereignissen der vergangenen Nacht zu fragen....


Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Aug 2007 16:51
Sprachlos betrachtet Kognoskula den vorbeiwandelnden Boldran: "Meint ihr er hat uns nicht gesehen?" Als er jedoch nach einigen Schluck warmen Tees mit pudelnassem Kopf zurückkommt ist sie ernsthaft um dessen Zustand besorgt: "Boldran, geht es Dir gut?"

Schließlich fasst Kognoskula die Ereignisse des letzten Abends zusammen: "Oh, es war ein netter Abend. Neben einem vorzüglichen Essen gab es exzellente Unterhaltung. Neben Dimbles Vorstellung ist natürlich Sundolins Auftritt zu nennen. Seine Werke stellten den etablierten Adel in Frage und enthielten viel Geschichtliches. Das letzte Lied gar - " Kognoskula wird sehr verschwörerisch und leise :"handelte von einer Zeit, über die es scheinbar Geheimnisse gibt, die man bei Strafe nicht aussprechen darf. Eine 'verbotene Zeit', welche die Besiedelung der Flaeness und besonders Keolands durch die damals von Slerotin geführten Suel Häuser. Das Lied endete in einer Razzia durch die Wachen!" Kognoskula kichert leise.


dimble Post

Verfasst am: 15 Aug 2007 17:51
Bei den letzten Worten der Halblingsdame huscht ein leises Lächeln über die Lippen des sonst an diesem Morgen eher nachdenklich wirkenden Barden. "Wirklich ein toller Abend, ihr habt etwas verpasst, Boldran.", stimmt er Kognoskula zu. Dimbles Appetit scheint sich in Grenzen zu halten, schon nach einer Scheibe des noch warmen ofenfrischen Brotes beendet er sein Mahl. Während er an seinem Kräutertee nippt, dreht er etwas in seiner linken Hand. "Irgendwie erfüllt mich der Gedanke an dieses Treffen mit dem Magier heute mit Angst.", gesteht der Gnom schließlich und erklärt damit seine Nachdenklichkeit. "Angst davor, dass sie mich nicht mehr gehen lassen werden, nicht mit dem Amulett.", seufzt er. "Mir wäre wohler, wenn du vorher einen Blick in die Bücher der Bibliothek werfen könntest, Kognoskula, damit wir da nicht völlig ahnungslos aufkreuzen." Hoffnunsvoll schaut er die Gelehrte an. "Wie wärs, wenn wir unsere Pläne, die gestern mit dem Holzmünzenvorfall unterbrochen wurden, wieder aufgreifen und mit Shurgas Dokument bei der Gelehrtengilde eine Erlaubnis zum Betreten der Bibliothek beantragen?", schlägt er vor.

Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Aug 2007 18:00
Kognoskulas Mine fällt in Falten als Dimble seine Zweifel anmeldet. "Ja, das sollten wir tun, ich denke mit dem Gesetz sollten wir uns hier nicht anlegen, und möglicheriwese haben wir dazu ein gewisses Potential." Kognoskulas Augen suchen nach Dimbles Talisman. "Lord Garren ist ja auch ein Guter.

Was sind Eure Pläne? Wollen wir noch vor Eurem Kampftraining unserer Spur folgen?
" fragt Kognoskula an die anderen gewandt


dimble Post

Verfasst am: 15 Aug 2007 19:18
"Du meinst der Spur Khelbers, oder?", will Dimble wissen. In seine Gedanken vertieft scheint es ihm schwer zu fallen, der aufgeweckten Halblingsdame zu folgen. Die neugierigen Blicke Kognoskulas hingegen entgehen ihm nicht. Der Barde legt das, was er in der linken Hand drehte, in seine rechte Handinnenfläche und streckt diese aus. "Ein Geschenk von Sundolin.", spricht der Gnom nicht ohne Stolz. "Ich habe ihn vor seinem Auftritt hinter der Bühne kurz getroffen." In der kleinen Hand des Barden entdecken die Interessierten einen unscheinbaren Karolederknopf.

Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Aug 2007 19:51
Kognoskula nickt nur knapp auf Dimbles Frage hin. "Jaja, das was diese Jibby Person sagte" Nach einem Löffel Haferbrei mit Sirup.
"Oh wie nett. Ein schöner Knopf ist das. Ich kann ihn Dir annhähen, wenn Dir das nächste mal ein Knopf abreißt"


dimble Post

Verfasst am: 15 Aug 2007 20:24
"Nett?", fragt Dimble nach und überlegt einen Moment, wie er der Halblingsdame wohl die Bedeutung klarmachen kann, die dieses Geschenk des Meisterbarden für ihn hat. "Es ist eine Ehre, großartig, so als würde Nystul persönlich dir eine Gelehrtenkappe schenken.", vergleicht der Gnom etwas übertreibend. Seine Stimme wirkt erregt, dieses Präsent, die damit verbundenen Worte Meister Sundolins sind Dimble offenbar wirklich überaus wichtig. Mit flinken Fingern verstaut er den Karolederknopf in seiner Hosentasche. "Ah, ja, dieser Jibby, der mit dem ihr gestern spracht, Boldran, nachdem ich mich zurückgezogen habe, um mich vorzubereiten, nicht wahr?", kommt er dann wieder auf die Spur Khelbers zurück, zu dem Herrn vom Sperberhof aufsehend.

Gilthas Post

Verfasst am: 16 Aug 2007 09:52
Die aufgehende Sonne bahnt sich einen Weg an den Vorhängen vorbei und blinzelt Gilthas ins Gesicht.
Ahh denkt er sich nur und dreht sich auf die andere Seite. Als es dann immer heller in dem Zimmer wird, kommt er so langsam zu sich.

Beim ersten Heben des Kopfes stöhnt er ein wenig auf und lässt sich wieder in die Kissen fallen. Ohh, mein Kopf fühlt sich schwammig an und ich habe einen riesen Durst.

Nach ein paar weiteren Minuten des Überlegens, ob der Durst es wert ist aufzustehen, rafft er sich schließlich auf. An der Waschschüssel schlägt er sich ein paar Hände Wasser ins Gesicht und trinkt auch einen großen Schluck, des eigentlich fürs Waschen vorgesehenen Wassers. Dann begibt er sich mit ein wenig unsicherem Schritt auf den Weg in den Schankraum.

Dort sitzen seine Kameraden alle beim Frühstück. Er lässt sich auf die Bank plumpsen und giesst sich einen großen Krug mit frischem Wasser ein.


dimble Post

Verfasst am: 16 Aug 2007 11:56
"Morgen, Gilthas.", begrüsst Dimble den Kameraden. "Siehst aber gar nicht gut aus.", kann der Barde sich nicht verkneifen, zu bemerken. "Wir überlegen gerade, ob wir vor Beginn eures Kampftrainings noch dieser Spur Khelbers, dieser Kerl, der die Holzmünzen in Umlauf gebracht hat, nachgehen. Wann geht euer Training denn los? Noch etwas Zeit? Fit genug?", will der Gnom wissen.

Boldran Post

Verfasst am: 16 Aug 2007 13:37
Umständlich wischt sich Boldran einige Haarsträhnen aus der Stirn, diesmal nicht aus Verlegenheit sondern vielmehr weil sie tropfnass in sein Gesicht hängen.

"Ich bin überzeugt davon, daß wir der Spur dieses Mannes alsbald nachgehen sollten. Ich möchte diese vielversprechende Fährte nicht kalt werden lassen."

Bedächtig nimmt er einige Schlucke Tee zu sich und schenkt der vorbeieilenden Otumvila ein herzliches Lächeln.

"Was das andere betrifft, ah, ich konnte euch da nicht so genau folgen, aber ich versichere euch, Meister Barde, daß niemand euch gegen euren Willen festhalten wird, weder jetzt noch in Zukunft. Ich werde mich selbstverständlich für die Aufrichtigkeit meiner Gefährten verbürgen."

Genussvoll beisst er in eine Scheibe frischbelegten Brotes, um mit vollem Mund fortzufahren:"Also, was sollen wir als nächstes tun?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Aug 2007 20:48
Kurz schüttelt die Halblingsdame den Kopf als der sichtbar verkaterte Gilthas zu Tische kommt. "Einen guten Morgen, junger Herr Gilthas."
Emsig nickt Kognoskula Boldran und Dimble zu, und stimmt mit vollem Munde zu :"Ja, ich stimme Euch zu. Was genau sagte diese Jibby Person doch gleich?" kann sich Kognoskula nicht mehr genau an Boldrans Schilderungen erinnern.

Die Stube hat sich inzwischen ein wenig gefüllt. Otumwilla ist beschäftigt doch sie versäumt es nicht Boldrans nettes Lächeln zu erwidern, als sie eine große Pfanne Bratkartoffeln auf den Tisch stellt. Ihr Gespür für Gäste überrascht als die Matronin Gilthas augenzwinkernd sogar einen kleine Schüssel Javanschen Heringsalat serviert.

Wie jeden Morgen tritt der Marktschreier herein, heute gefolgt von einer ungewöhnlich großen Traube Wissbegieriger, die sich - wie üblich - einen Platz in seiner Nähe suchen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Aug 2007 16:29
Nachdem Boldran seinen Vorschlag vom letzten Vorabend nocheinmal vorbringt und auch Gilthas sich erinnert das eine oder andere Stichwort davon schon einmal gehört zu haben, bleibt nur noch, dass Kognoskula schulmeisterlich korrigiert: "Rochenfänger, es hieß Rochenfänger, nicht etwa Knochenjäger. Und ich hoffe Dein Verprecher ist uns kein Omen... "

Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Aug 2007 18:09
Mit ungewöhnlich ernster Mine und mit nur einem gefüllten Brotkorb und einigen Pfefferbeißern eilt Otumwilla unerwartet an den Tisch der Gefährten. Ihr folgt ein junger Mensch, athletisch und kahlgeschoren und nur gerobt in eine orangefarbene Toga sowie einfache Ledersandalen.
"Mein lieber Herr vom Sperberhof, verzeiht diese Störung am Morgen, dieser Bote versicherte mir, dass diese Angelegenheit keinerlei Aufschub erlaube und für Euch von persönlicher Dringlichkeit sei."
Mit einem bescheidenen Knicks stellt Otumwilla das Brot und die Pfefferbeißer ab und übergibt das Wort mit großen Augen an den offenbaren Ordensbruder, der sofort seinen Rucksack abnimmt und ein versiegeltes Pergament sowie eine einfache, kleine Holzkiste hervorholt. Er verneigt sich und spricht mit ruhiger Stimme.
"Meine Name ist Todolon von Orden des Weißen Bandes. Seid Ihr Herr Boldran vom Sperberhof, Held Blacktops und Bezwinger Khurboks, des Grausamen Hobgoblins?"


Boldran Post

Verfasst am: 17 Aug 2007 21:44
Ernst erwidert der Alte:"Mein Junger Freund, ich bin Boldran vom Sperberhof, doch weder Held noch ein Bezwinger, nur ein Diener des Heironeous. Bitte, setzt euch zu uns und berichtet mir.
Liebe Otumwilla, bitte bringt dem jungen Herrn etwas zu trinken und zu essen, sofern er mag."


Geändert am 17 Aug 2007 21:45 von Boldran


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Aug 2007 22:02
Mit großen Augen schaut Otumwilla in die Runde bevor ihr Blick staunend bei Boldran hängenbleibt. Nach einem Atemzug eilt sie dann in die Küche. Toldon verneigt sich kurz und setzt sich stramm an einen freien Stuhl neben Boldran. "Leider bin ich nur Bote, entsand von seiner Geistlichkeit Abt Heinrich Elderbotrom des Heironeous, und habe keinerlei Bericht zu erstatten. Einzige habe ich diese zwei Dinge zu überreichen."
Mit diesen Worten überreicht der Mönch Boldran die Schriftrolle und das Kistchen. Scheu stellt Otumwilla noch einen Krug, einen Teller, und etwas Nachschub an Bratkartoffeln, Brot und Möhren auf den Tisch, "Wenn noch Wünsche bestehen..." und empfiehlt sich mit einem Knicks.


Boldran Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 07:48
"Eine Schriftrolle und ein Kästchen," denkt sich er der Alte kurz. "Ausgerechnet ein Rätsel, hmhm..."

"Jener Abt hat euch entsandt, im Namen des Heironeous, dann muss es wahrhaftig wichtig sein. Nun, also," vorsichtig greift er nach dem Kästchen und macht Anstalten dieses zu öffnen. Sofern ihn der junge Mann nicht davon abhält, schaut er neugierig hinein, um dessen Inhalt zu untersuchen.

"Werte Kognoskula, wenn ihr euch der Schriftrolle annehmen würdet, ihr wart mit dem geschriebenen Wort stets umsichtiger als ich es jemals sein könnte."


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 10:16
Todolon nickt einmal zurückhaltend und vollzieht mit den Händen eine anbietende Geste. Das Kästchen ist vielmehr ein einfache kleine Holzkiste, die recht leicht in Boldrans Händen wiegt. Der Deckel wird mit einem dünnen Hanfseil ordentlich festgehalten, dessen Knoten mit einem Wachssiegel des Abtes gesichert ist. Vorsichtig löst er das Siegel und den Knoten , und hebt den Deckel von der Kiste. Boldran findet in der strohgefüllten Kiste ein einfaches Fläschchen mit einer klaren, öligen Flüssigkeit; in der Morgensonne schimmert die Phiole silbrig.

Indes nimmt Kognoskula die große Schriftrolle in ihre kleinen Hände, die neugiereigen Augen weit geöffnet. Nachdem sie gleichermaßen das Wachssiegel bricht und die ersten Zeilen erspäht sagt sie "Oh, dies scheint ein Brief, persönlicher an Dich adressiert zu sein, Boldran, wünschst Du ihn nicht lieber zunächst persönlich zu lesen?"
Nachdem Dimble seinen Ellbogen kurz ausfährt ud Kognoskula anschubst erinnert sie sich: "Oh, Verzeihung, ich vergaß." Boldran, der die kleine Phiole etwas ahnungslos in den kräftigen Händen dreht hatte dies zum Glück kaum mitbekommen, und so trägt Kognoskula den Inhalt der Schriftrolle vor, zunächst laut und deutlich, doch bald leiser werden, beinahe ängstlich:


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 10:18
"Verehrter Diener des Heironeous und Träger von Hornschmetter
Stunden der Studien in den Tiefen der kirchlichen Archive und eine dazu opportune Dienstreise zur Diozöse von Gradsul haben mir letztendlich meine letzten Zweifel genommen. Etwas schläft in der Waffe an Eurer Seite, der Kriegshammer den Ihr mir einst überließt um ihn mit der Kraft unseres Herrn zu segnen. Da ich nicht glaube dass Ihr wisst, welches Instrument Ihr bei Euch tragt schreibe ich Euch diese Zeilen. Einst Signaturwaffe eines Großen Kaliphen der Baklunish und Priester Raos, des Vermittlers, gerieten die Fähigkeiten dieses Kriegshammers nach der Verwüstung durch den Zwillingskataklysmus in Vergessenheit. Um Euch selbst davon zu überzeugen, dass diese, Eure, Waffe über 1000 Winter gesehen hat und kein einfacher Kriegshammer ist, gießt das Öl, dass Euch gegeben wird über dies Relikt, und bittet unseren Herrn um eine Einsicht. Alles Weitere liegt nicht in meiner Macht und auch nicht in den Zeilen meiner Schriften. Einzig den Namen konnte ich noch sicherstellen, Hornschmetter.

In Dankbarkeit und Anerkennung Eurer Taten für das Volk der Good Hills. Gehabt Euch wohl.

Heinrich Elderbotrom
Abt der Kirche von Heironeous in Marschtal"


Boldran Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 11:23
"Was?" Fassungslos nimmt Boldran seinen Kriegshammer zur Hand. "Mit dieser Waffe haben meine Ahnen stets den Hof zu verteidigen gewusst, iin den seltenen Fällen, wenn sich einmal ein Wolf oder gar ein grosser Bär auf die Weiden verirrt hatte. Aber ansonsten hat sie immer in meinem," er stockt," in meinem Schrank gelegen, in den Zeiten als ich noch..." Benommen fährt er sich über die Stirn und beendet den Satz nicht.

"Nun denn, ich will tun wie mir geheissen wird." Er hält die Waffe etwas seitlich vom Tisch und beginnt vorsichtig das Öl über das Kriegsinstrument zu träufeln.


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 11:49
Als Boldran unmittelbar mit der Prozedur beginnt, rückt Tolodon respektvoll zurück, ebenso Otumwilla, welche in diesem Moment auch einige Rufe von Gästen glatt überhört. Kognoskula fasst sich an den Kopf ...nicht so schnell... denkt sie nur.
"Herr der Tugend und Ehre gib mir die Kraft dieser Waffe meiner Ahnen würdig zu sein, und kläre meinen müden Geist um deren Geheimnisse auf." mit diesen Worten beendet Boldran das Balsamieren des Hammers.
Für einen Augenblick schließt Boldran die Augen, angestrengt stirnrunzelnd, die Gefährten halten die Luft an. Schließlich öffnet er wieder die Augen.

Die Ereignisse bleiben in der Grombir nicht unbeachtet. An den Nachbartischen lugen schon einige Gäste neugierig herüber, ein Raunen ist zu hören. Nochmehr aber sind es die kommenden und gehenden Gäste, die kurz stehen bleiben und einen neugierigen Blick zu den Gefährten werfen. Unter ihnen einige interessierte Kaufleute, ein hereinkommender Zwerg mit ordentlich geflochtenem Bart und auch zwei skeptische dreinblickende Halblinge, die Xiara wenige Augenblicke später am Fenster wieder erblickt.


dimble Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 13:47
Dimble zählt zu den neugierigsten Beobachtern dieser Zeremonie, schließlich bekommt man so etwas nicht alle Tage zu sehen. Mit offenem Mund beobachtet er Boldran, der ohne zu zögern mit dem Ritual beginnt. Als der alte Mann seine Augen wieder öffnet, platzt es wissbegierig aus dem kleinen Barden heraus: "Nun sagt schon, Boldran, was habt ihr über Hornschmetter erfahren?"

Burth Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 14:44
Auch Burth ist interessiert daran, was Boldran zu berichten hat, doch sein Hauptaugenmerk gilt den umstehenden Schaulustigen. Auch wenn er in den meisten Augen nur die sensationslustige Neugier entdeckt, wie sie einst die Blicke seiner Fahrgäste im Hafenbecken von Junre wiederspiegelten, wenn sie von ihm die Neuigkeiten des Tages hören wollten. Damals hat er diese Frage verachtet, aber ihre Beantwortung gehörte genauso zu seinen Aufgaben, wie ein festes und gleichmäßiges Rudern. Also hat er sie beantwortet. Damals.
Heute jedoch, sieht er mehr als nur Sensationslust. Es ist die Sehnsucht nach Führung, die Sehnsucht, nach etwas Greifbarem. Die Sehnsucht nach ...

Er steht auf und wendet sich den Schaulustigen zu. Dann erhebt er seine Stimme und spricht mit kräftigen Worten.

"Tretet näher, wenn ihr reinen Herzens seid. Glaubt ihr an Wunder? Oder Offenbarungen? Über dergleichen wird Euch in göttlichen Messen viel berichtet, aber selbst Zeuge einer göttlichen Erscheinung zu werden, ist nur Wenigen vergönnt. Tretet näher und spürt die Wärme des göttlichen Lichts, spürt wie es nicht nur den Ritter vom Sperberhof leitet, sondern auch Euch den rechten Weg weisen will. Nehmt die göttliche Führung an, dann wird des Herrn Licht über Euer Tagesgeschäft wachen und Euch und Eure Lieben beschützen. Nicht nur jetzt für den Augenblick, nicht nur heute, sondern jeden Tag, Euer Leben lang. Dieses Ereignis ist kein Geschenk für einen gläubigen Mann alleine, es ist ein Zeichen für alle, die ihr Schicksal von den Kräften des Lichts leiten lassen. Es ist nicht das Werkzeug auf dem Tisch, es ist nicht der Mann, der das Öl verteilt, es ist nicht der Bote, der die Nachricht bringt, es ist der Moment, den ihr in Erinnerung behalten müsst. Und die Tatsache, dass ihr auserwählt wurdet, diesem Moment beizuwohnen."

Burth hält inne. In seiner Kindheit im Waisenhaus hat er den reisenden Gäste gerne zugehört, wenn sie von göttlichen Erscheinungen geredet haben, aber erst seit dem Tag, als er die schützenden Stadtmauern verlassen hat, um selber Schutz zu bieten, um Kognoskula auf ihrer Reise zu begleiten, seit dem Tag, als er eine Aufgabe angenommen hat, spürt er, dass über seinen Weg gewacht wird. Nicht nur wenn er in Not ist, sondern immer!

Mit einem Blick auf Kognoskula und die anderen Freund setzt er sich wieder an seinen Platz, wo das leere Frühstücksgeschirr vor ihm steht. Dann wendet er sich an Boldran.

"Was wurde euch offenbart?"


Boldran Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 15:46
Tränen bilden sich in den Augenwinkeln des alten Mannes. Die schaulustige Menge nimmt er überhaupt nicht wahr.

Mit leiser Flüsterstimme berichtet er seinen Freunden:"Ich habe mein Zuhause gesehen, habe meine Ahnen gesehen, habe mich selbst gesehen, daheim..."

Schnell wischt er sich über die Augen. "Doch zuvor sah ich diese Waffe, wie sie in einer Wüstenumgebung von fremdartig aussehenden, dunkelhäuitigen Reitern geschwungen wurde. Ein solches Land kenne ich nicht.

Seine Stimme wird leiser und leiser, so dass die anderen schon sehr nahe kommen müssen, um ihn überhaupt zu verstehen.

"Dann sah ich etwas furchtbares. Ich stand auf einer Strasse, eine Strasse, die über und über mit Knochen und den Schädeln von Toten bedeckt war. Am Ende der Strasse saß eine riesige Kreatur auf einem Thron, gefertigt aus Knochen und das gotteslästerliche Lachen der Kreatur war allüberall."

Er holt tief Luft. "Liebe Otumwilla, ich glaube ich hätte jetzt gerne ein grosses starkes Bier, bitte seid so gut."


Geändert am 18 Aug 2007 15:50 von Boldran


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 17:39
Die Menge raunt als Boldran in Trance seine Augen schließt, doch verstummt sofort als sich Burth erhebt und seine Predigt beginnt. Burth scheint mit seinen Worten Ehrfurcht, Pietät und Wärme auszustrahlen. Viele lassen ihren Blick von Burth zu Boldran und zurück wandern. Kaum jemand in der Stube spricht. Erst als Boldran erwacht schwellt wieder ein Raunen an, vereinzelte Äußerungen sind zu vernehmen: "Habt dank für diese weisenden Worte, Vater." - "Gepriesen sei Pelor, der Strahlende." Schließlich bricht Boldran die merkwürdige Stimmung mit seiner Bestellung, und binnen Augenblicken kehrt wieder der Alltag in die Stube der Grombir zurück, ebenso wie Otumwilla mit einer ganzen Karaffe dunklem Bier. Sie ist ein wenig sprachlos: "Mein lieber Herr vom Sperberhof, kann ich denn irgendetwas für Euch tun? Geht es Euch gut? Ich ahnte ja nicht, welch Große Gäste ich hier in der Grombir habe... Nun, ich lasse Euch dann mal Euren Frieden, ruft wenn Ihr mich braucht."

Boldran Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 18:17
Mit einer schnellen Bewegung hält Bodran die davon eilende Otumwilla auf. "Liebe Otumwilla, ich bin nur ein einfacher Mann, der Heironeous dient. Ich wollte euch sicher kein Ungemach bereiten, verzeiht, falls ich euch erschreckt haben sollte und habt Dank für das Bier."

Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 20:00
Otumwillas Miene hellt sich sichtbar auf, als Boldran ihre Hand ergreift und wieder so spricht wie sie es von ihm bisher gewohnt war. "Oh,...keine Umstände, Herr vom Sperberhof, Ihr macht mir sicher keine Umstände,... " Die Wirtin lächelt schon wieder fast und nickt Boldran mit einem herzlichen zweifachen Druck am Arm zu, bevor sie sich wieder an ihre Arbeit macht.

Die kleine Kognoskula ist während Burths spontaner Predigt unbewusst auf den Tisch geklettert und anschließend, während Boldrans geflüsterten Schilderungen, über den Tisch zu Boldran hingekrabbelt, wo sie sich nun wiederfindet und erstmal im Schneidersitz Platz nimmt - noch immer mit offenem Mund.


Boldran Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 20:09
Ein unbewusstes Lächeln umspielt Boldrans Lippen, als er der Gelehrtendame gewahr wird, die so dicht an ihn herangekrabbelt ist.

"Diese letzte Vision, diese Kreatur, ob dies ein Ausblick auf die Gegenwart ist, ein Feind dem wir uns stellen müssen? Was meint ihr? Weiss einer von euch vielleicht sogar, was dieses Wesen ist?"


Burth Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 20:16
"Macht euch keine Sorgen, Boldran. Egal, was auf unserem Weg liegt, wir werden der Gefahr gemeinsam ins Auge blicken.", ermutigt Burth seinen melancholischen Mitstreiter.

Burth Post

Verfasst am: 18 Aug 2007 20:52
"Dunkles Gold ist und war die Hautfarbe der alten Baklunish. Ein Zeichen, dass das Stimmt was in dem Brief steht. Deine Waffe in ihrem Händen, gegeben von Rao, der Gottheit des Friedens, der Vernunft und der Gemütsruhe. Ich kann mir keinen würdigen Träger als Euch vorstellen. Raos Symbol ist ein weißes Herz aus Holz oder Metal, oder etwa eine herzförmige Maske mit gelassener Miene. Auf dieses Zeichen solltet ihr achten. Seine Ideale liegen sehr nach an denen Heironeus' jedoch weniger kriergerisch. Raos Kraft Aggressionen zu lichten ließ ihn einst sogar Nerull, den Tod persönlich, besänftigen. Zur Kreatur auf dem Thron kann ich nicht viel sagen, aber vielleicht weiß unsere Gelehrte hier auf dem Tisch mehr."

Geändert am 18 Aug 2007 20:52 von Burth


dimble Post

Verfasst am: 19 Aug 2007 10:14
"Orcus", zischt der kleine Barde ehrfürchtig. Unbewusst umgreift er den Teufelshuf, der unter seiner Kleidung um seinen Hals baumelt. "Der Dämonen Prinz der Untoten. Und Erschaffer des Teufelshufes.", die Stimme des Barden bebt bei diesen Worten. Verschwörerisch schiebt er seinen kleinen Kopf noch tiefer in die Runde der Gefährten. "Hornschmetter ist nicht ohne Grund erwacht. Seine Kraft wird langsam wachsen. Aber nur in euren Händen, Boldran. Und nur, wenn wir die Historie der Waffe und ihre Rolle in der Welt ergründen."

Kognoskula Post

Verfasst am: 19 Aug 2007 11:44
Kognoskula nickt stirnrunzelnd während ihre Gefährten ihre Rückschlüsse vortragen. Doch schaudert sie als Dimble sein düstere Ahnung äußert.
"In der Tat, Burth, man erinnere sich an die Große Teufelsflucht vor zehn Jahren - Rao war daran maßgeblich beteiligt. Sag Burth hast Du uns verheimlicht dass Du einst Prediger von Beruf warst?
Du meinst doch nicht etwa dies hier ist eine Reliktwaffe, Dimble?
" Kognoskula pfriemelt sich intensiv an der Quaste der Gelehrtenkappe. "Dann wurde sie mit einem Ziel, einer Nemesis, einem Schicksal erschaffen. Dies Schicksal geriet in Vergessenheit, oder es wurde ungültig, oder gar erfüllt - und die Waffe schlief über die Jahrhunderte. Und nun ist sie wohl wirklich nicht ohne Grund erwacht. Und wir sind mitten darin." Es schaudert der Halblingsdame, gedankenversunken klettert sie ganz selbstverständlich wieder vom Tisch hinunter und bürstet sich die Krümel von der Robe. "Zufällig habe ich kürzlich ein Werk studiert, dass sich mit den Ritualen zur Ergründung einer solchen Reliktwaffe befasst, Boldran, sei Dir meiner Assistenz sicher. Allerdings wiegen Dimbles Worte schwer - die Historie und die Rolle der Waffe müssen wir dazu ergründen! Fehlinitiierte Rituale tragen gefährliche arkane Rückkopplungen zur Folge."


Kognoskula Post

Verfasst am: 19 Aug 2007 13:14
Die Traube Menschen die sich um Boldran und Burth gebildet hatte löst sich weitestgehend auf und geht dem Frühstücken oder dem Aushorchen des Marktschreiers nach. Nur einige können sich nicht recht losreißen von dem mystischen Spektakel. Neugierig kommt der Zwerg mit dem ordentlichen Bart ein paar Schritte näher und wirft abwechselnd dem Marktschreier und der Gruppe aufmerksame Blicke zu, während er einige Schlucke aus seinem frisch angelieferten Bierhumpen nimmt.

Burth Post

Verfasst am: 19 Aug 2007 13:20
"Nein, werte Kognoskula, ich hab zeitlebens nur das getan, wobei ihr mich kennengelernt habt. Ich weiß auch nicht, aber diese Worte sint auf einmal in meinem Kopf. Und es sind wahre Worte."

Dann fällt Burths Blick auf den Zwerg, der als einziger Zuschauer sein Interesse nicht völlig verloren zu haben scheint.

"Guten Morgen, mein Herr. Ihr seht so aus, als würdet ihr etwas auf dem Herzen haben. Wobei können wir Euch helfen?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 19 Aug 2007 17:04
Der Zwerg scheint etwas überrascht zu sein, so direkt angesprochen zu werden, aber falls es ihm unangenehm ist, beim Beobachten der Fremden ertappt worden zu sein, so ist ihm das nicht anzumerken. "Hem, guten Morgen die Herrschaften. Ich habe nichts auf dem Herzen. Ich kam her, um mich nach Neuigkeiten umzuhören und konnte nicht vermeiden, auf Euch und Eure Freunde aufmerksam zu werden. Hofmagier Thordin Schwarzbart, mein Name." Nun, da der Zwerg es erwähnt, fällt Burth auch das Wappen der Magiergilde auf, dass in Form einer Spange den Bart des Magiers ziert. "Dies hier ist wohl kaum der richtige Ort, um arkane oder göttliche Rituale durchzuführen..." Eine gewisse Missbilligung liegt in seiner Stimme. Einen Moment später fügt er hinzu: "Ihr seid wohl noch nicht lange in der Stadt?"

Gilthas Post

Verfasst am: 19 Aug 2007 21:29
"Morgen, in etwa einer Stunde, erstmal was essen." grummelt Gilthas auf Dimbles Wortschwall antwortend.

Ohne auf Kognoskulas morgentlichen Gruß oder ihr Kopfschütteln einzugehen, fängt Gilthas an sich seinen Teller mit Bratkartoffeln und dem Javanschen Heringsalat voll zu schaufeln. Vollkommen in sein Frühstück vertieft und den Löffel nur aus der Hand legend, um von Zeit zu Zeit die Bratkartoffeln mit einem großen Schluck Wasser herunterzuspülen.

Kurz bevor sich der Fremde neben Boldran niederlässt, schaut Gilthas von seinem Frühstück auf. Seine Augen folgen zwei Männern, die sich ihren Weg am Tisch der Gefährten vorbei in den hinteren Bereich der Wirtsstube bahnen. Seine Augen weiten sich und sein Blick scheint ein wenig klarer zu sein als noch vor ein paar Augenblicken.

Die Ankunft des Boten an der anderen Seite des langen Tisches ist Gilthas keinen Blick wert und erst als Burth seinen Sermon ablässt, schaut Gilthas auf das Geschehen um Boldran herum.

Als sich die Schaulustigen wieder entfernen und seine Kameraden sich um Boldran versammeln, wendet er sich mit einer Bestimmtheit wieder seinem Frühstück zu.


Burth Post

Verfasst am: 19 Aug 2007 21:41
"Das stimmt", antwort Burth dem Magier. "Gibt es etwas, was wir über die Gesetze der Stadt wissen sollten? Gestern abend wurden wir schon Zeugen der strikten Wachmänner, die etwas - ich weiß leider immer noch nicht genau etwas - an dem Auftritt eines Barden, Sundolin ist sein Name, auszusetzen hatten."

Kognoskula Post

Verfasst am: 20 Aug 2007 09:32
"Gestern abend? Oh, jetzt erinnere ich mich! Ich muss mit Blindheit geschlagen gewesen sein. Euer Freund hier ist gestern auch im Goldenen Drachen aufgetreten. Ja, dieser Sundolin ist berühmt und berüchtigt hier. Aber ich verstehe nicht viel von den Geschichten der Menschen. Ich lebe erst seit kurzem hier. Neun Jahre werden es im Frühling..." Einigen der Gefährten kommt das nicht unbedingt wie eine kurze Zeit vor. Doch schon fährt der Zwerg fort: "Früher hättet Ihr für sowas hier im Gefängnis landen können", meint er, auf Boldrans Hammer deutend. "Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Ha! Dennoch, besonders bei den einfachen Leuten hier scheint Magie noch immer Mißtrauen hervorzurufen. Besser, Ihr behaltet so etwas in Zukunft für Euch oder überlasst das der Magiergilde." Der Zwerg nimmt einen weiteren, großen Schluck Bier und wischt sich den Schaum vom Bart.

Kognoskula wird hellhörig und aus ihren Gedanken gerissen, und bringt ohne Umschweife und unnötige Höflichkeit ihr Anliegen an: "Ein Mitglied der Magiergilde? Hallo Herr Zwerg, sagt, ist es Eurereins gestattet Besucherexkursionen in der Bibliothek, insbesondere der Arkanen Regale zu leiten? Selbstverständlich würden wir ein angemessenes Entgeld entrichten und ein diszipliniertes Verhalten an den Tag legen, wie man es von Gelehrten erwarten sollte. Tatsächlich bin ich die Sekretärin des Melashur Shurga, seines Zeichens Mitglied des Arkanen Zirkels von Niole Dra, und auf eine dringliche Recherche angewiesen." Die Halblingsdame hebt ihre Hand, die den dicken Rubinsiegelring Shurgas trägt.


Kognoskula Post

Verfasst am: 20 Aug 2007 09:57
Etwas überrascht von solch einer kühnen und direkten Anfrage sinniert der Zwerg kurz stirnrunzelnd und den bunten Haufen der Gefährten musternd. Von der emsigen Gelehrtendame über den Künstler und die Geistlichen zu dem einfachen, essenschaufelnden Burschen und der wild anmutenden Elfin wandert sein Blick bei einem weiteren Schluck Bier.

Die Türe fliegt auf und ein Halbling stürmt förmlich herin. Sein Gewandt ist einfach und dem eines Bauern gleich, doch ein tellergroßes Amulett ziert die Brust des Manns. Eine goldene Sonne mit einem freundlichen Gesicht: das Symbol Pelors. Die Augen des Halblings fixieren erst Burth und schauen dann zu Türe - durch die Augenblicke später ein älterer, weißbärtiger Herr etwas mühsam an einem Gehstock hereintritt, gerobt in einen sonnengelben Mantel. Der alte Mann atmet durch als er zu dem Halbling aufschließt, der wiederum umgehend das Wort erhebt: "Dieser Prediger, Herr, er könnte uns helfen, und er hat schon einige Gefährten und sogar schon einen Bekannten aus der Magiergilde." Kurz nickt der Halbing dem Zwerg zu.


Boldran Post

Verfasst am: 20 Aug 2007 10:14
"Werter Herr Zwerg, ich versichere euch, daß es nicht meine Absicht war, obskure Rituale oder schwarze Praktiken hier in diesem gastlichen Haus oder dieser freundlichen Stadt durchzuführen. Was hier geschehen ist, war der Wille der Götter, war der Wunsch des großen Heironeous, diese Waffe und ihre Bestimmung zu enthüllen. Niemand darf sich anmassen, sich einem solchen Wunsch entgegenzustellen."

Als die Türe zum Gasthaus aufgeworfen wird, greift Boldran im ersten Moment nach seiner Waffe, als er jedoch des Halblings ansichtig wird, der eine ebensolche Sonnescheibe wie Burth trägt, beruhigt sich der Alte sofort wieder.

"Wer immer ihr seid, ihr seid willkommen. Bitte, Väterchen, darf ich euch meinen Stuhl anbieten, dann könnt ihr in Ruhe von euren Nöten berichten."


Kognoskula Post

Verfasst am: 20 Aug 2007 12:28
"Verzeiht, der Herr, ich wollte Euch nicht zu Nahe treten nur Rat geben." entschuldigt sich Thordin. An Kognoskula gewandt fährt er fort, doch ihm ist anzumerken, dass ihm dies hier nicht sonderlich Recht ist, insbesondere bei dem ganzen Trubel hier: "Dem kann ich hier nun wahrlich nicht gar so spontan zusagen. Wenn ihr es ernst meint, so erkundigt Euch heute kurz nach der Mittagszeit bei der Gilde nach mir." Mit einem Nicken und einem "Gehabt Euch wohl", das halb in seinem Bart stecken bleibt, begibt sich der Zwerg näher zum frühstückenden Marktschreier.

Todolon, der mönchische Bote, steht blitzschnell auf und macht seinen Stuhl für den ehrwürdigen Vater frei, welcher unter Stöhnen auch schon gleich Platz nimmt.


Burth Post

Verfasst am: 20 Aug 2007 16:53
Burth blickt den Mann und seinen Begleiter an. Auch er ist gespannt auf das, was dieser zu berichten hat.

dimble Post

Verfasst am: 20 Aug 2007 19:39
Die Rüge des Zwerges der Magiergilde bestärkt den Gnom in seiner Ansicht, denen besser nicht sein Geheimnis anzuvertrauen. Scheinen recht verbohrt und gesetzesfürchtig, gar nicht das richtige, ist seine aus objektiver Sicht wohl übertriebene Folgerung, doch der kleine Barde ist schnell davon überzeugt. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse im Dilwycher Grombir, ein Halbling samt eines alten Pelorpriester treten auf die Gefährten zu. Das alles ist kein Zufall, gar kein Zufall, etwas braut sich zusammen, unser Schicksal wird gewoben. Etwas nervös und gespannt erwartet Dimble die Ausführungen des Dieners von Pelor. Den Zwerg, der immerhin nach seinem Tadel der Halblingsdame und ihm einen Termin für ein persönliches Vorsprechen und eventuellen Einlass zur Bibliothek versprochen hat, beobachtet er dabei aus dem Augenwinkel. Was für Neuigkeiten er sich wohl von dem Marktschreier erhofft?

Kognoskula Post

Verfasst am: 20 Aug 2007 22:52
"So, nun,... ach, sei so gut, Darkhan, hol doch bitte die Schweigesteine aus dem Meditationsturm, zu viele Ohren sind in dieser Stube, zu viele Ohren. Und wenn ich schoneinmal hier bin,..." Der Halbling spurtet los, und ist nach kaum drei Minuten wieder da, während denen der Vater schweigend und ohne jede Eile in die Runde blickt. Die Gefährten blicken in sehr alte Augen, Augen voller Güte und Milde, die Sonnensrtahlen die durchs Fenster fallen scheinen sein braungebranntes Gesicht beinahe zum schimmern zu bringen. Darkhan platziert fünf faustgroße Konglomeratsteine um den Tisch der Gefährten herum, Todolon tritt mit einem Nicken diskret aus dem gedachten Kreis hinaus.

Langsam beginnt er sein Anliegen vorzutragen: "Nun, also, mein Name ist Vater Soltar. Ich bin seit vielen Jahren hier in dieser Stadt Priester des Strahlenden. Ich würde Euch zunächst gerne eine entscheidende Frage stellen... Ist denn ein jemand aus Eurem Kreise von sueloiser Abstammung welche einem der hiesgen Häuser zuzuordnen ist? .... nein? Nun, nagut, also, dann hört gut zu und gebt acht diese meine Wort nicht etwa falschen Ohren zuteil kommen zu lassen. Die Lage, na, wie soll ich es sagen ist angespannt zur Genüge." Der Vater redet mit einer Geschwindigkeit, welche Dimble spontan befürchten lässt, dass er noch stirbt bevor er zum Punkt kommt. "Also, es ist nun schon eine Weile eine bekannte Tatsache, dass es dem ehemaligen Oberhaupt des achtbaren Hauses Neheli, mit dem Namen Cedrain, nicht sonderlich gut ergeht. Die Heilkräfte die selbst mir zuteil sind vermochten es nicht seinen aufkommenden Wahnsinn zu bremsen. Doch nun, es scheint, als wären nicht etwa alle Vorkommnisse dieser Seuche, die, nebenbei bemerkt allerdings lediglich in ebendiesem Hause auzutreten scheint, gar so potenter Natur zu sein. Nun,... ich möchte mich kurz fassen, falls die Damen und Herren noch ein paar Minuten ihrer Zeit entbehren können, *ha-ha-ha-hüstel*. Also diese Seuche, sie schwellt in dieser unserer Stadt wieder an, gleich einer Gezeit, welche vor knapp zwei Monaten erstmals angestiegen ist, und erst heute morgen nun Hafenmeister Marcus von Neheli befallen zu haben scheint." Die Miene des Vaters verdunkelt sich, und die Sonne verschwindet aus seinem Gesicht. "In diesen jüngsten Zeiten, in denen zweifelhafte politische Agendas und ungewohnter Ehrgeiz und Hochmut die Gräben zwischen den Häusern tiefer werden lassen - man spricht inzwischen sogar von Fehden - ist ein schwaches Haus Neheli nicht akzeptabel. Möge man die Neheli und insbesondere Lord Holphin sehen wie man es auch möchte, ein Abdanken der Neheli in dieser unserer Stadt würde uns in ein Chaos stürzen und den Bewohner Cryllors, den wahren Opfern eines solchen Machtkampfes, einen unerbittlichen Winter bescheren. Nicht auszudenken, wenn darüberhinaus gar eine andere Macht dieses unseres Keoland in dieser Zeit angreifen würde." Vater Soltar steht auf seine klapprigen Beine und stützt sich mit den Fäusten auf dem Tisch auf, ein Funke gänzlich unerwarteten Zorns ist nun in seiner Stimme: "Entlarvt den Quell dieses Übels in dieser unserer Stadt. Findet die Substanz oder das Ritual, oder was es auch immer sein mag, welches das Hause der Neheli heimsucht."


Burth Post

Verfasst am: 21 Aug 2007 01:37
Gespannt und geduldig lauscht Burth den Ausführungen des alten Mannes.

"Auch wenn ich von politischen Ränkespielen keine Ahnung habe und mich auch mit den Gegebenheiten dieser Stadt nicht auskenne, so glaube ich verstanden zu haben, dass Ihr Euch von uns Hilfe für die Familie Neheli erhofft. Wir werden versuchen dieser Hoffnung gerecht zu werden, auch wenn es sich nach einer Prüfung anhört, die unsere Fähigkeiten übersteigt. Lasst mich aber noch fragen, wie wir der Seuche auf die Spur kommen können. Wird man uns Zuganz zum Hause Neheli gewähren? Wie wird man auf uns reagieren? Die Stadt mit ihren speziellen Sitten scheint Offenheit nicht gerade für die höchste aller Tugenden zu halten."[/i]


Kognoskula Post

Verfasst am: 21 Aug 2007 07:56
Soltar nickt mit mehrmals mit dem Kopf und ein schelmisches Lächeln verschiebt seine Mundwinkel. Mit dem Zeigefinger tippt er auf Burths Schultern "Ebendies ist Euer Kapital, es ist nicht leicht in dieser Jahreszeit eine Gruppe Abenteurer aufzutreiben, die mit den Häusern nichts am Hut hat. Noch dazu angeführt von einem jungen Prediger des Strahelenden. Allerdings könntet Ihr die Hilfe eines Ortskundigen in der Tat gebrauchen. Unbeholfen sieht sich Soltar kurz nach einem solchen um, ohne Erfolg. Hrrmpf. Nehmt dieses Siegel und geht damit zur Richterin Dame Grenna. Sie hat ein Schreiben vorbereitet, dass Euch helfen wird und schützen."

Boldran Post

Verfasst am: 21 Aug 2007 13:01
Ehrfürchtig lauscht Boldran den Ausführungen des Ältesten und muss sich eingestehen, daß er nach den ersten 2 Sätzen bereits den Faden verliert. Den Göttern sei Dank, daß Burth alles Gesagte so einfach zusammenfasst.

"Wenn diese Stadt und ihre Einwohner unserer Hilfe bedürfen, so werden wir sie mit Freude gewähren. Doch sind vielerlei Dinge zu tun und nichts davon duldet einen Aufschub. Mit eurer Erlaubnis werde ich mich für einige Minuten auf mein Zimmer zurückziehen."

Nach einer steifen Verbeugung beeilt Boldran sich, auf sein Zimmer zu gelangen, um hier, wie kann es anders sein, sich in seine Rüstung zu kleiden. Als dies geschafft ist, eilt er zurück zu den anderen.


dimble Post

Verfasst am: 21 Aug 2007 18:29
Der Gnom kann zum ersten Mal verstehen, wie es Boldran wohl desöfteren ergeht. Sogar der aufgeweckte Barde wirkt langsam aber sicher überfordert von den vielen Ereignissen. In seinen Gedanken sucht er Zusammenhänge, die es seiner Einschätzung nach geben muss. Er glaubt nicht an einen Zufall, nicht diesesmal. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Die Ereignisse müssen gedeutet werden. Sundolin hat es vorhergesehen. Sein Lied ist der Schlüssel. Sein Lied und der Talismann, den ihr ihm überreicht hat, um den Schatten von ihm abzuwenden. Ach wäre der Gnom doch nur in der Lage in den Liedern des Meisterbarden zu lesen, so wie dieser es in seinen konnte. Seine Höflichkeit gebietet es Dimble, sein Wort an den alten Priester zu richten, auch wenn seine Gedanken immer wieder abschweifen: "Wir werden euch zu helfen versuchen.", versichert er dem Diener Pelors und stimmt damit seinen Gefährten zu. "Wir werden die Dame Grenna aufsuchen und sehen, was wir tun können. Danke für euer Vertrauen."

Kognoskula Post

Verfasst am: 21 Aug 2007 19:29
Kognoskula schaut zunächst recht kritisch, bei den Worten des Alten, doch als ihr klar ist, dass dies hier nicht nur Cryllor, sondern ganz Keoland betrifft, nickt sie bedächtig. "Nagut. Aber wir haben auch persönlichen Angelegenheiten nachzugehen, welche keinerlei Aufschub erlauben."

Vater Soltar nickt mit einem zufriedenen, heiteren Lächeln, für beinahe eine halbe Minute und schaut in die Runde. "Gut,.... gut, ja,... ja. Nun denn gehabt Euch wohl, und seid Euch meines Rates sicher, solltet ihr ihn brauchen. Die Kirche der Sonne wird Euch sehr dankbar sein." Mit diesen Worten steht der Alte auf, weiterhin nickend und lächelnd, und stützt sich auf seinen Stock um die Stube zu verlassen. Darkhan sammelt flink die Steine ein, woraufhin sich einige Nachbartischler kurz zu den Gefährten umdrehen. Der Halbling flüstert dem Alten noch etwas zu, worauf Vater Soltar sich an den Kopf fasst und nocheinmal zurückkehrt um den Gefährten sein Siegel, eine hölzerne Sonne zu übergeben. Doch bequemerweise drückt er dieses einfach dem zurückkehrenden Boldran in die Hand, mit einem freundlichen "hmmmm", und geht.


Boldran Post

Verfasst am: 21 Aug 2007 20:38
Etwas verdutzt blickt Boldran auf die hölzerne Scheibe, die in seiner Hand mit dem Panzerhandschuh liegt.

Rüstung, Schild, Helm, Waffe, Sturms Wiehern von draussen, der Bauer war zum Aufbruch bereit.


Gilthas Post

Verfasst am: 21 Aug 2007 20:59
Während des ganzen Gesprächs mit dem Zwerg und auch während des ersten Teil des Monologs des ehrwürdigen Priesters, ist Gilthas anscheinend voll und ganz in sein Frühstück vertieft. Er wirkt beinahe apatisch, ganz anders als meistens. Für seine Gefährten wirkt er sehr stark verkatert, nur seine Augen scheinen klar, wenn er sie den mal vom Teller abwendet.

Doch in seinem Kopf geht es hoch her, Fürst Rupert das feudale Schwein kommt in die Stadt! Das ist die Gelegenheit, aber was kann ich unternehmen?

Als der betagte Priester auf die herrschenden Häuser zu sprechen kommt, scheinen die Bratkartoffeln jeden Reiz zu verlieren und Gilthas starrt gebannt auf den Priester.
Hmm, eine perfekte Gelegenheit und dann auch noch mit richterlichem Schreiben. Da wird sich bestimmt was ergeben.

Sobald der Priester seine Ausführungen beendet, sagt er laut und mit nicht gespieltem Enthusiasmus in die Runde "Ich bin dabei!"


Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Aug 2007 08:14
Kognoskulas Blicke touchierten in den letzten Minuten höchstens als leicht angesäuerte Schulmeisterblicke den mit Nachdruck frühstückenden Gilthas. Doch als diese plötzlich eine ungeahnten Motivationsäußerung vom Besten gibt, horcht sie positiv überrascht auf: "Na dann trinkt aus. Wir haben viel zu tun."

Nusper krabbelt verschlafen aus Kognoskulas Robentasche und gähnt. Dieses Signal scheint er verstanden zu haben und er rafft sich noch schnell einige Reste vom Tisch, emsig knabbernd, bevor es losgeht.


Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Aug 2007 20:02
Beruhigt, dass der Trubel nun vorüber scheint, und in der Hoffnung, dass der Marktschreier bald sein Frühstück beendet, atmet Otumwilla am Tisch der Gefährten einmal durch: "Ihr habt hier ja eine Menge Aufsehen erregt. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurem Tun. Nehmt Euch allerdings in Acht vor Missgönnern und gespaltenen Zungen. Unsere Stadt erlebt heute nicht die friedvollste Zeit."
Sie schüttelt den Kopf, doch schon nach einem kurzen Seufzen strahlt ihr Lächeln wieder die gewohnte Herzlichkeit aus. Gilthas bekommt noch ein geschnürtes Lunchpaket und die anderen einen Apfel für den Weg. Wie geplant nutzen die Gefährten die gemeinsame Stunde um der Spur am Hafen nachzugehen und finden sich bei grau bewölktem Himmel an der Hafenpromenade ein, just vor Osprems Angel. Xiara zieht es vor, mit einem Kamillentee in der Grombir ihre Magenschmerzen zu kurieren, die vielen Gewürze der Speisen vom Vortag verstörten scheinbar ihren naturkostgewohnten Magen.

"Wollen wir uns nicht ersteinmal bei einer heißen Honigmilch in der 'Angel' aufwärmen?" Kognoskula ist es schon zu kalt. Ihre beiden Hände wärmen sich in der Robentasche auf, in der Nusper schlummert.


Boldran Post

Verfasst am: 22 Aug 2007 20:19
"Eine kurze Unterbrechung wird uns sicherlich guttun, neue Kraft sammeln. Lasst uns das machen, verehrte Freundin."

Zielstrebig steuert Boldran auf das Gastthaus zu.


dimble Post

Verfasst am: 22 Aug 2007 20:51
"Ach was, wir sind doch gerade erst aufgebrochen. Lasst uns erstmal nach dem Rochenfäger erkundigen.", versucht Dimble die älteren Gefährten von einer Einkehr abzubringen. "Burth, ihr habt euch doch gestern schon ein wenig im Hafen umgesehen. Habt ihr eine Idee, an wen wir uns wenden könnten? Gibt es so etwas wie einen Hafenmeister, der die ein- und auslaufenden Schiffe verzeichnet? Oder spazieren wir erstmal die Promenade entlang und schauen, ob uns der Rochenfänger ins Auge springt?" Versöhnlich blickt er zu Kognoskula und Boldran. "Danach können wir uns in Osprems Angel aufwärmen. Ich lade euch auch ein." Der Gnom schenkt den beiden ein aufmunterndes Lächeln.

Xiara Post

Verfasst am: 22 Aug 2007 20:52
Xiara hatte das ganze Spektakel im Gasthaus neugierig beobachtet, wenngleich sie sich in einer schattigen Ecke selbst eher in den Hintergrund zurückgezogen hatte. Gleichermaßen hat sie das Gespräch mit dem alten Priester verfolgt und am Schluss mit einem Kopfnicken ihre Zustimmung zu der Entscheidung gegeben, dem Bitten des Pelorgläubigen nachzugehen. So findet sie sich nun auch zusammen mit ihren Gefährten am Hafen ein, so langsam lässt auch das ungewohnte Gefühl im Magen nach, welches nur auf das wilde Durcheinander von Speisen am Abend zuvor zurückgeführt werden konnte, der Tee bekommt ihr ausgezeichnet.

“Also gut, aber lasst uns nicht zu lange dort verweilen, soviel Zeit haben wir nun auch wieder nicht,” entgegnet die Elfin mit ungewohnter Ungeduld auf Kognoskulas Frage. Die kühlen Temperaturen scheinen Xiara nicht weiter zu stören, oder zumindest lässt sie es sich nicht anmerken.


Boldran Post

Verfasst am: 22 Aug 2007 21:28
"Meister Dimble, verzeiht, ihr scheint überstimmt, nur Tasse Tee und in 10 Minuten werden wir eurem Tatendrang nachkommen."

Mit einem verlegenen Lächeln fährt er fort:"Wisst ihr, diese Kälte ist einfach nichts für einen alten Mann wie mich."


Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Aug 2007 21:40
Gilthas und Xiara ist die Ungeduld durchaus anzusehen, beginnt doch schließlich auch bald das Training. Obwohl Burth und Dimble keine Eile haben, so nehmen sie das Drängen der beiden kältescheuen Älteren mit einem kopfschüttelnden Lächeln hin. Nach der knappen Viertelsmeile Marsch von der 'Grombir' zur 'Angel' reibt sich Kognoskula die Hände als sie freudig ihre Order platziert: "Eine heiße Kuhmilch mit einem Teelöffel Honig, wenn es recht ist, bitte.", sie trippelt flink an einen Platz direkt an der Hausecke: "Schaut hier haben wir noch einen tollen Blick. Wir brauchen eigentlich gar nicht mehr hinaus." sie kichert schelmisch.

Xiara Post

Verfasst am: 22 Aug 2007 22:08
“Naja, ein Tee kann ja nicht schaden...” sagt Xiara noch, während sie den anderen hinterhermarschiert.

Gilthas Post

Verfasst am: 23 Aug 2007 17:22
Gilthas bedankt sich bei Otumwilla für das Essenspaket und folgt den anderen in Richtung Hafen. Als Xiara in Osprems Angel auf die knappe Zeit zu sprechen kommt, erwidert Gilthas etwas überraschend, "Meinetwegen kann ich das Training ausfallen lassen, ich glaube eh nicht, daß ich heute noch viel lernen werde. Wir könnten dann den ganzen Tag der Spur nachgehen, bevor sie vollkommen kalt wird, und ausserdem könnten wir anfangen die Geschehnisse mit den herrschenden Häusern aufzuklären." Niemand hätte dies von ihm erwartet, aber doch klingen seine Ausführungen ernst gemeint.

Kognoskula Post

Verfasst am: 23 Aug 2007 18:01
Kurz ist Kognoskula begeistert von Gilthas' Interesse für die Mysterien, doch sogleich denkt sie um: "Gilthas, so geht das nun wirklich nicht. Du hast dort eine Anmeldung getätigt! Etwas mehr Disziplin wenn ich bitten darf, mein junger Mann."

Die heißen Getränke wärmen die Hände der Gefährten auf, doch nur die Blicke von Kognoskula und Boldran sind nicht beinahe dauerhaft zu den Fenstern hinaus gerichtet. Allmählich beginnt das geschäftige Treiben auf dem Javanpier. Die letzten Hafenarbeiter beenden ihr Frühstück in der 'Angel' und verlassen die warme 'Stiefelhalle'.

Die jüngeren Gefährten sehen - und erkennen auch sofort - den Zwerg aus der 'Grombir', wie dieser mit strammem Schritt über das 'Ospremkarree' in Richtung Hafen auf den Javanpier. Ihre Blicke folgen dem Zwerg nicht lange, bis er einen Karren voller Kisten, groß und klein, in Empfang nimmt, und sich mit diesem umgehend mit ebenso strammem Schritt auf den Rückweg macht.


Geändert am 23 Aug 2007 20:51 von Kognoskula


Gilthas Post

Verfasst am: 25 Aug 2007 19:36
"Kognoskula, du bist nicht meine Mutter! Ich kann machen was ich will. Heute abend ist die Spur vielleicht kalt." entgegnet Gilthas ein wenig trotzig.

Kurz bevor der Zwerg aus dem Sichtfeld verschwindet, presst Gilthas sich noch mehr ans Fenster, um den Karren noch deutlicher zu sehen. Auf einmal zeigt er mit dem Finger auf den Karren und sagt "Habt ihr das gesehen? Aus einer der Kisten ist ein Halbling mit einem Schlagring in der Hand geklettert. Laßt uns schnell hinterhergehen."

Und schon springt er auf und läuft geschwind zur Tür hinaus und hinter dem Zwerg her.


dimble Post

Verfasst am: 25 Aug 2007 22:28
Etwas widerwillig hat der Gnom die frühe Pause nach dem Aufbruch angetreten. Der bestellte schwarze Tee regt den Tatendrang des Barden weiter an und so kann er kaum ruhig auf seinem Platz in 'Osprems Angel' sitzen. An dem Gespräch der Gefährten beteiligt er sich nicht, es ist für ihn nicht von besonderem Interesse, ob Gilthas sein Kampftraining besucht. Noch sieht er die Dringlichkeit nicht, weswegen diese für den jungen Mann doch bestimmt tolle Lernmöglichkeit geschwänzt werden sollte - eine Mandolinenstunde bei Sundolin würde Dimble jedenfalls für nichts auf Greyhawk ausfallen lassen - auf alle Fälle nicht um mit seinen Gefährten am Javanpier Auskünfte über ein Schiff einzuholen. In seinem Kopf hört der Barde das Abschlusslied Sundolins, nicht zum ersten Mal am heutigen Morgen. Es fesselt ihn, die einprägsame Melodie hat sich schnell zu einem Ohrwurm entwickelt. Nur mit dem Texverständnis hapert es nach wie vor ein wenig.

"Was?", schreckt Dimble auf, als Gilthas von seinen Beobachtungen berichtet. Er klebt sich für einen Moment an die Fensterscheibe der 'Angel', springt dann aber ob der von dem jungen Mann vermittelten Dringlichkeit ebenfalls auf und folgt ihm aus der Taverne. "Auf, auf, genug aufgewärmt.", drängt er auch die anderen zum Aufbruch.


Xiara Post

Verfasst am: 26 Aug 2007 12:20
“Aber lasst ihn nicht gleich wissen, dass wir ihn entdeckt haben,” warnt Xiara, während sie schon zügig auf dem Weg zur Tür ist, um dann gemächlich, und ohne auffällig zu wirken, die Gaststätte verlässt, den Zwerg und dessen nähere Umgebung a0us dem Augenwinkel betrachtend.

Kognoskula Post

Verfasst am: 26 Aug 2007 14:45
Kognoskula nickt noch ein wenig einsichtig als Gilthas ihr seine Meinung sagt. Doch als er plötzlich Hals über Kopf - direkt gefolgt von Dimble vom Tisch stürmt, prustet sie vor Schreck ihren Schluck Milch auf den Tisch. Gilthas drängt sich an der Bedienung vorbei, reißt die Türe rennend auf und erlebt auf den Punkt genau einen grundsoliden Überfall auf den armen, ahnungslosen Zwerg auf dem ungewohnt menschenleeren Ospremkarree. Ganz ohne Absprache tritt von links ein vermummter Halbling mit gespannter Schleuder aus dem Schatten einer Pappel und gegenüber macht ein anderer ein paar schnelle Schritte auf das Karree. Beide Halblinge feuern ohne Warnung ihre Schleudern auf Thordin ab, gefolgt von einem weiteren Schuss der unmittelbar vom Dach neben der 'Angel' herzukommen scheint und Thordin ernst am Kopf trifft. Der Zwerg brüllt kurz auf doch schon stürmt ein vierter Halbling direkt neben Gilthas zwischen den Häusern hervor, und springt den Zwerg mit einem Knüppel an. Als auch noch der gemeine Kerl aus der Kiste zuschlägt bricht der Zwerg unter dem Schlaghagel zusammen. Die Augen der Halblinge sind nun allesamt auf den Zeugen gerichtet, Gilthas hat alles gesehen. Dimbles Blicke durch die aufgeschlagene Türe sehen nur mit Schrecken, wie der Zwerg unter den Knüppelschlägen zusammenbricht.

Boldran Post

Verfasst am: 26 Aug 2007 17:23
Dankbar umfasst Boldran die heisse Tasse Tee mit beiden Händen. "Den Göttern sei Dank, ein heisses Getränk und eine warme Wirtsstube, das habe ich gebraucht." Mit einem Lächeln blickt er in die Runde seiner Freunde und beneidet die eine oder den anderen um seine Jugend und die daraus resultierende Ungeduld.

"Wir werden den Sachen noch heute auf den ..."

Gilthas Aufschrei unterbricht den Alten und noch bevor er reagieren kann, eilt der junge Mann hinaus. "Ach, das ist schade, der Tee ist wirklich..."

Da! Burths aufgeregte Warnung lässt Boldran in seiner schweren Rüstung stocksteif werden. Schnell blickt er nach draussen und sieht, daß ein Kampf entbrannt ist.

"Ich hatte so gehofft,..."

Schwerfällig erhebt er sich aus dem Sessel und beeilt sich nach draussen zu kommen, dabei zieht er den Rabenschnabel und macht das Schild bereit.


Kognoskula Post

Verfasst am: 26 Aug 2007 22:03
Als sich herausstellt, dass ihr zunächst vorsichtiges Vorgehen nun vollkommen irrelevant geworden ist, da die Halblingbande bereits zugeschlagen hat und den armen Zwerg zu Boden gebracht hat, legt nun auch Xiara ihre Vorsicht ab und stürmt geradewegs an Dimble und Gilthas vorbei auf den Karren zu, wobei sie ihr Schwert zieht. Kurz bevor die flinke Elfin die hinterhältigen Angreifer erreicht, schlägt sie aber noch einen Haken und umrundet die beiden Halblinge, in der Hoffnung sie so von Gilthas abzulenken, so dass er Gelegenheit hat seinerseits anzugreifen.

Burths unruhiger Blick zum Fenster hinaus bestätig was Gilthas da sagt. Er schlägt sich noch das Knie am Tischbein an, vor Eile, in diesen hinterhältigen Überfall einzugreifen. "Unerhört!" vor der Türe braucht er nicht lange um sich zu orientieren. "Wagt Ihr es, einen Hilflosen anzugreifen, ihr niederträchtiges Gesindel!" Er rennt geradewegs zu dem armen, niedergestreckten Zwerg, ungeachtet der Gefahr. "Haltet mir diese Schurken vom Leib, ich muss diesem Gefallenen einen Lichtstrahl Pelors schenken." ruft er an seine Gefährten gewandt, und greift an seinen goldenen Sonnentalisman.

Entsetzt beobachtet Dimble, wie der Zwerg zu Boden geht, auf offener Straße in der so sicher gewähnten Stadt Cryllor. Der Gnom zögert nicht, die letzten Schritte aus 'Osprems Angel' zu eilen und entdeckt die beiden Halblinge, die den bewusstlosen Zwerg flankieren. Seine Hand wandert in seine Komponententasche und befördert ein winziges Törtchen hinaus, welches er, melodisch singend einem der Halblinge entgegenschleudert.
Gerade als der kleine Kuchen wie vom Joker selber getragen in dem Gesicht des gemeinen Halblingräubers einschlägt und dort eine deutliche Sahnespur hinterlässt, hebt der Barde seine Stimme zu einem fröhlichen Jauchzer an. Der Bandit aus der Kiste verliert die Beherrschung. Er verfällt einem Lachkrampf. Die ganze Situation scheint ihm so komisch, dass er sich nicht mehr auf den Beinen halten kann und sich kichernd auf dem Boden des Ospremkarrees wälzt. Seine Hände umgreifen seinen kleinen Bauch. Zwischendurch japst er immer wieder nach Luft. Zufrieden lächelt Dimble ob der gelungenen Verzauberung. Die mittlerweile hinausgeeilten Gefährten geben ihm weitere Zuversicht. "Ergebt euch.", spricht er mit fester Stimme, nur einen Wimpernschlag, nachdem sein Gesang verklingt. "Waffen weg, Hände hoch, keine Bewegung! Dann passiert euch nichts."

Kognoskula stellt ihr Milch ab und wischt sich mit dem Ärmel über den Mund. "Bei der Keule des Cuthbert, welch Gemeinheit!" Die Halblingsdame trippelt eilig los, hinter ihren schnellen Gefährten her, und erreicht mit großen Augen die Türschwelle. "Na wartet, einen Magier anzugreifen bleibt nicht ohne Folgen..." prophezeit sie düster.

"Sag ich doch, daß das Kampftraining ausfallen muß ..." murmelt Gilthas, bevor er schnellen Schrittes an die Seite von Burth eilt und versucht mit einem gezielten Dolchhieb den Halbling ausser Gefecht zu setzen. Da der Halbling die herumflitzende Xiara fixiert ist er im Rücken gänzlich ungeschützt und für Gilthas ein gutes Ziel. Sein Stich trifft den Halbling direkt ins Herz und streckt ihn sofort nieder.

Der törtchenbeschmierte Halbling neben dem Zwerg kann sich vor Brüllen weiterhin nicht halten und kugelt sich auf dem Boden. Die beiden anderen Schützen, schauen überrascht bis beängstigt von der unerwarteten Gegenwehr. Sie drehen sich auf dem Fuße um und selbige in die Hand um das Weite zu suchen. Der Kerl auf der anderen Straßenseite schlüpft durch ein Kelllerfenster des Hauses hinter ihm und der Halbling unter dem Baum spurtet so schnell er kann nach Norden in den Hintermauerzirkel

Burth zögert keine Sekunde und lässt die Kraft Pelors in das Fleisch des Zwerges fließen. Thordin öffnet die Augen, beinahe vollständig genesen erscheinen ihm die Ereignisse der letzten Sekunden wie ein sonderbarer Alptraum. "Herr Schwarzbart geht es Euch gut?" Aus Furcht vor weiteren Angriffen macht Burth seinen Schild bereit und schützt sich und den Zwerg. Kognoskula erkennt aus ihren Augenwinkeln noch das verschwinden der Halblinge und schüttelt den Kopf. Die Robe mit der Hand angehoben trippelt sie auf den Platz und walgt hektisch etwas in ihrer Hand um sich mit einer arkanen Kraft zu ummanteln. Skeptisch späht sie umher.


Boldran Post

Verfasst am: 26 Aug 2007 22:43
Schwer atmend aber kampfbereit eilt Boldran seinen Freunden zu Hilfe. Als er von den übrigen Angreifern keine Spur entdeckt, stellt er sich ebenfalls den Zwerg beschützend neben Burth.

Seine Blicke wandern umher und nehmen doch nur das Blut und den toten Halbling wahr.

Traurig verzieht er das Gesicht und schüttelt den Kopf. "Soviel Blut und ein Leben vergeudet und für was? Wer kann es sagen?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 27 Aug 2007 22:26
Mitleid und Traurigkeit übermannen den kleinen Barden. Der prustende Halbling will so gar nicht in das Bild der Räuber passen, die sterben oder das Weite suchen. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, die fliehenden Banditen zu verfolgen trippelt Dimble zu dem reglosen Opfer des hinterhältigen Angriffs von Gilthas. Seine kleine Hand löst den Heilstab von seinem Gürtel. Mit einem kurzen Wort aktiviert der Gnom die dem Zauberstecken innewohnende Magie. Ein leichtes, wohlig angenehmes bläuliches Leuchten breitet sich von diesem aus und ersucht dem Halbling neue Lebenskraft einzuhauchen. Erleichtert nimmt der Barde derweil wahr, dass der niedergestreckte Zwerg nach Burths Behandlung die Augen öffnet. Beim Joker, das ist ja nochmal glimpflich ausgegangen. Hoffen wir, dass auch dieser kleine Gauner diese Dummheit nicht mit seinem Leben bezahlen muss.

Von seinem erfolgreichen Angriff berauscht dreht Gilthas sich um und folgt dem Halbling, der vom Baum aus flieht.
"Xiara, komm wir packen uns noch einen der Angreifer!" Gilthas läuft an die Häuserecke.

Xiara ist voll und ganz auf die Angreifer konzentriert, und als sich diese zur Flucht wenden, läuft sie einem von ihnen sofort hinterher. Genau dort wo er durch das Kellerfenster durchgehüpft ist steht Xiara nun vor einem kleinen, vergitterten Fenster in Bodennähe. Ihren Elfenaugen entgehen selbst im Eifer des Gefechts nicht die versteckten Scharniere an der Oberkante des Gitters. Impulsiv versucht sie das Gitter einzuklappen um durchzuschlüpfen. Das Gitter, jedoch, leistet Widerstand, es hält wie fest eingerastet und sieht quasi wie eingemauert aus.

Gilthas sieht gerade noch wie der spurtende Halblinge die Kurve kratzt und mit einem kurzen Blick nach hinten in die Häusergasse abbiegt und verschwindet.


"Was zum...", ist das einzige, was der Zwerg zunächst herausbringt. Gehetzt blickt er sich um, rappelt sich auf, dabei wutschnaubend alle helfenden Hände zurückstoßend. "Mich ergeben? Niemals!, ruft er wild aus, während er seine Kriegsaxt zieht und sich drohend um die eigene Achse dreht, um die Angreifer zu identifizieren. Doch kurz bevor er zu einem Schlag auf den ihm zufällig am nächsten stehenden Burth ausholt, zögert er und beginnt offenbar langsam, die Situation richtig einzuschätzen. Immer noch mißtrauisch stößt er drohend aus: "Ihr hier? Kommt nicht näher! Bei meinem Bart, was habt Ihr hier zu suchen?"

Das viele frische Blut, welches aus der tiefen Dolchwunde, die Gilthas mit seinem beeindruckend präzisen Stoss dem abgelenkten Halbling zugeführt hat, strömt, wirkt eine merkwürdige Faszination auf den kleinen Barden aus. Für einen Moment ist er versucht, den Heilzauber abzubrechen und sich stattdessen an der roten dicken Flüssigkeit zu laben. Doch angewidert schüttelt er den Gedanken ab und kümmert sich weiter um das Opfer, welches sein Mitleid erregt hat.

Mit einem lächelnden Nicken schaut Burth auf die Gute Tat des Barden, er kann die Gedanken Dimbles nicht lesen, und sagt nur "Das war das richtige, Dimble.", als der Halbling sich wieder regt. "Werter Herr Schwarzbart, wähnt Euch nicht in Feindeshand, denn wir verjagten Eure Angreifer. Ihr seid in Sicherheit und Pelor heilte Eure schweren Wunden. Ein Überfalltrupp von Halblingen - so schnell sie zuschlugen, so schnell waren sie wieder weg. Ihr hattet Glück, der junge Kerl dort, Gilthas, er sah wie jemand aus einer Eurer Kisten krabbelte, während wir hier in der Ecktaverne einen Tee genossen." Er geht einige Schritte um den verwirrten Zwerg herum um ihn auch von dort zu beschützen und zieht nun auch seine Keule.

Kognoskula ist offensichtlich unzufrieden mit ihren kurzen Beinen und bremst ihren trippelnden Lauf, als sie sieht wie Gilthas und Xiara wieder in die andere Richtung spurten. So macht auch sie kehrt und begibt sich in die erstbeste Häusernische in derselben Richtung. In der schattigen Gasse zieht sie etwas ängstlich ihr Messerchen, auch wenn sie weiß, dass dies nur Kosmetik ist.

Vom Javanpier her rufen aufgeregte Stimmen her und zwei Stadtwachen und ein Zivilist sind auf dem eiligen Weg zum Ort des Geschehens. Ebenso sind von Osten, aus der Richtung des Tempels von Osprem, schwere und schnelle Schritte zu hören. "Stehenbleiben"


Geändert am 28 Aug 2007 06:50 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 28 Aug 2007 22:00
Boldran blickt seinen davoneilenden Freunden hinterher. Laut ruft er:"Seid vorsichtig, Freunde, lasst sie laufen, begebt euch nicht unnötig in Gefahr."
Die kleinen Angreifer sind zu schnell und flink, als dass er einen Sinn darin sieht, sie in seinem schweren Panzer zu verfolgen. Darum kümmert er sich umso mehr um den Zwerg.
"Bedürft ihr weiterer Heilung, Herr Zwerg? Könnt ihr aufstehen?"
Zur Unterstützung streckt der Alte dem am Boden liegenden seine Hand entgegen.

Thordin, der inzwischen eigenständig aufgestanden ist, hat der Anschlag offenbar mitgenommen. Zwar konnte Burth seine Wunden heilen, doch nicht den Schrecken lindern. "Danke, nein, es geht schon, es geht schon." Mehr unwillkürlich stützt sich der Zwerg aber doch auf den Arm Boldrans, wischt sich kopfschüttelnd über die Stirn und wirkt einen knappen Zauber, den Boldran schon gut von Kognoskula kennt - denn er spürt die unsichtbare, schützende Kraft die den Zwerg nun umgibt.

Dem Ekel über die Blutlust, die der kleine Barde zum Glück unter Kontrolle bringen konnte, folgt der Schock über dieses Bedürfnis. Zufrieden bemerkt er, dass er das Leben des kleinen Schurken retten konnte, ein Glücksgefühl, verstärkt noch durch die Bestätigung durch Burth, welches seine Depression mildert. Die lauten Rufe der Stadtwachen reißen Dimble aus seinen Gedanken. Narren., denkt er bei sich. Kommen zu spät und können nicht Freund und Feind unterscheiden. Er erhebt sich aus seiner knieenden Postion bei dem Halbling, lässt seinen Heilstab fallen und verschränkt demonstrativ die Hände hinter seinem Kopf. "Schon gut, schon gut, wir wollten doch nur helfen, als wir zufällig Zeuge von dem hinterhältigen Überfall der Halblingsbande auf Meister Schwarzbart wurden.", mit einer Kopfbewegung deutet er an, wen er damit adressiert. "Den Halbling da.", der Barde deutet auf den sich immer noch unter Lachkrämpfen windenden Gauner. "solltet ihr schnell verschnüren. Ihm fehlt nichts. Aber bald wird er wieder Herr seiner Sinne sein."

Die Wintersluft trägt Dimbles klangvolle Worte, mit einem Konzerthallenecho von den Häusern, zu den Wachen, von denen sofort zwei abkommandiert werden zu Xiara und zu Gilthas zu eilen. Die anderen drei erreichen den Ort des Geschehens nach einem kurzen Spurt, mit heftigem Atem den die kalte Winterluft sichtbar macht. "Heironeous segne Euch, tugendhafte Bürger von Cryllor." Spricht der offenbare Vorgesetzte, und blickt mit noch immer gezogenem Schwert kritisch durch das Karree, bis er beruhigter zu sein scheint und richtet sich mit einer subtilen Verbeugung an Dimble "Mein Name ist Ellem Andrar, ich spreche Euch im Namen der Stadtwache meinen Dank aus. Hennes, Palk, verschnürt diesen herumalbernden Halbling." Er deutet auf den noch immer brüllenden Rotschopf. Inwzischen hat auch ein leicht gerüsteter Mann die Szenerie erreicht, seine Kettenrüstung wird fast von einem lilafarbenen Mantel verdeckt, und ist von einer großen silbernen Stickerei geziert, welche einen Sockel zeigt, auf dem ein Auge ruht. Er scheint Thordin zu kennen: "Herr Schwarzbart, seid ihr das? Was hat sich hier nur abgespielt. Ach herrjeh, welch Niedertracht, und das einem aufrichtigen Studenten des Boccob!" Die Wachen stören sich nicht an dem Ankömmling, und Thordin nickt ihm zum Gruße zu.

Burthan begrüßt die Wachen mit einem Nicken in Dimbles Richtung "So ist es geschehen, und die anderen sind entkommen." Schützend hält Burth seinen Schild vor sich und den Zwerg, seine Augen sondieren die Ecken und Winkel des Ospremkarres. Etwas beruhigt sieht er wie Xiara innehält, sich umschaut und die Hauswand untersucht, aber in Sichtweite bleibt. "Kognoskula, Gilthas, seid vorsichtig."


Gilthas sieht den Halbling um die nächste Häuserecke biegen und nimmt die Verfolgung auf.
Mann, ich habe meinen zweiten Dolch ganz vergessen, schilt er sich und zieht endlich seinen zweiten Dolch.
Als der flinke Gilthas um die Ecke schneidet, sieht er den Kerl noch ängstlich nach hinten schauen und um die nächste Ecke biegen. Doch kurz noch schaut der Halbling nach oben... Gilthas hat keine Zeit darüber nachzudenken warum, doch sogleich weiß er es: Direkt nachdem der Halbling verschwindet wirft ein fünfter Halbling vom Dach aus etwas kleines vor Gilthas auf den Boden, scheinbar einen kleinen Skorpion. Sofort wächst das Tier zu beeindruckender Größe und beginnt sich zu bewegen. Ein pferdgroßer Skorpion trippelt mit seinen acht insektoiden Chitinbeinen auf Gilthas zu und wetzt seine Scheren nach Gilthas, willens den jungen Mann zu schnappen. Hektisch schnappt die erste Klaue nach dem Dolchkämpfer. Die erste Klaue und auch den niederstechenden, gifttreifenden Schwanzdorn kann Gilthas mit sinen Dolchen abwehren. Doch die zweite Klaue erwischt in an der Hüfte und beißt sich schmerzhaft fest und zieht Gilthas fast von den Füßen.

Der Habling auf dem Dach springt hinunter und macht sich daran ebenfalls nach Norden in den Aalstich zu rennen.


Geändert am 28 Aug 2007 22:42 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 29 Aug 2007 20:34
Da es offensichtlich scheint, dass das Kellerfenster für eine Flucht präpariert war, denn sonst hätte er ja kaum so schnell dadurch entschwinden können, und sie den Halbling kaum noch einholen wird, und weitere Gegner nicht in Sicht sind, macht sich Xiara auf den Weg zurück zum Karren.

Die meisten Wachen versammeln sich nun um die Halblinge und nehmen sich dieser an, um sie provisorisch zu verschnüren und zu entwaffnen. Der Zivilist hebt seine Hand und kümmert sich um den letzten blauen Fleck den Thordin noch hat. Neugierig und skeptisch schüttelt er seinen Kopf beim betrachten des überfallenen Wagens.

"AAAR, scheiß Mistvieh! Dir zeig ichs." entfährt es Gilthas vor Schmerz und Wut. Entschlossen läßt er seine beiden Dolche fallen und versucht mit beiden Händen die Klauen des Skorpions samt dem Skorpion niederzudrücken. Mit einem wuchtigen Tritt und einer flinken Bewegung prügelt Gilthas den Skorpion fast auf den Rücken, doch mit den vielen Beinen kann sich das Insekt halten. Der Griff der Schere schließt sich bei diesem Ringkampf hart um Gilthas Brustkorb, und bricht ihm zwei Rippen. Hektisch und bedrängt von heraneilenden Wachmann schnattert das Wesen mit seiner anderen Schere. Der Wachmann zögert kurz, stark erschrocken, doch er reißt sich zusammen und tritt mit erhobenem Schwert an die Bestie ran "Haltet durch junger Mann, Hilfe ist da!"

"Heironeous möge stets über euch wachen, Freund," erwidert Boldran den Gruss der Wache. Gilthas Schmerzensschrei lässt Boldran stocksteif werden. "Gilthas!" Sein lauter Ruf hallt über den gesamten Platz. So schnell es seine schwere Rüstung zulässt rennt der Alte nun in Richtung der kleinen Gasse, wo er den Tischler hat verschwinden sehen. "Burth, bitte bleibt bei Thordin, ich eile Gilthas zu Hilfe!"

Langsam scheint Thordin, den die vielen Schläge auf den Kopf wohl etwas langsamer denken ließen als sonst, die Lage begriffen. "Hmmm.. aha.. zufällig... ach so!", brummt er und wendet sich dann an die Stadtwache: "Es ist offenbar so,wie diese Leute sagen, eine Bande von Halblingen hat mich überfallen, hmm, diese dort gehört allerdings nicht dazu", er deutet auf Kognoskula, "und diese tapferen Fremden haben mich gerettet. Ich bin Euch zu Dank verpflichtet und..." -- in diesem Moment eilt Boldran davon -- "Moradins Hammer, die Gefahr ist wohl noch nicht vorbei! Geht nur, helft Euren Freunden. Ist diese Elfin nicht alleine nach Norden verschwunden? Ich sollte hier bleiben und die Fracht bewachen auf die es die Räuber offenbar abgesehen haben. Oder braucht Ihr Hilfe?"

Als der leitende Wachmann sich verneigt und seinen Dank ausspricht, löst der Gnom die hinter seinem Kopf verschränkten Arme und nickt ihm zu. "Uns gebührt kein Dank, wir waren lediglich zur richtigen Zeit am richtigen Ort." Dann dringt der laute Schrei von Gilthas an die Ohren des Barden, der die Situation schon unter Kontrolle glaubte. Dimble zögert nicht, schnappt sich schnell noch seinen Heilstab vom Boden des Ospremkarrees und rennt dann in die Richtung, in die der junge Mann auf seiner Verfolgung verschwand.

Kognoskula geht ängstlich voran, als sie Gilthas' Schrei hört, unsicher wo sie hier in der Gasse wohl landet. An der Häuserecke bleibt sie stehen und sieht sowohl einen davonlaufenden Halbling, den sie sofort anvisiert, doch dann auch Gilthas, der soeben von der Schere eines Riesenskorpions malträtiert wird und in einen blutigen Ringkampf verwickelt ist. "Das werdet ihr büßen!" ruft sie dem fliehenden Halbling noch prophezeiend hinterher. Sie schüttelt ihre Angst ab und zieht hektisch und murmelnd eine Schriftrolle "Schnell, Freunde, zum Hintermauerzirkel! Hilfe!" ruft sie noch ihren Gefährten zu. Als sie ihre Schriftrolle abrollt, kullert eine Schweißperle auf das Pergament, trotz der Winterskälte. Hoffentlich sind die andern bald da, und hoffentlich klappt das hier. Vor den Augen der Halblingsdame scheint sich eine exakte Kopie des feindlichen Skorpions zu materialisieren - nur ein klein wenig größer und dicker. Höchst aggressiv beginnt er zu schnarren und mit den Scheren zu wetzen. Kognoskulas Augen sind konzentriert zusammengekniffen. Der Skorpion jedoch erscheint nicht übertrieben beeindruckt von dem konkurrierenden Artgenossen, sondern hebt Gilthas kurzerhand vom Boden und schleppt ihn flink aus der Häusergasse. Die Wache scheint das Vieh nun im direkten Vergleich nicht mehr ernst zu nehmen und marschiert mit den vielen Beinen einfach drüber. Der etwas zu ängstliche Hieb der Wache in die Seite des Insekts kann den Chitinpanzer nicht durchbrechen. Der zweite Skorpion rückt nach und so trippelt das Vieh flink nach Süden aus der Gasse heraus, mit seiner Beute in der Schere, in Richtung der Vegetation des Ospremtempels. Die Kraft der Schere reicht aus, dass Gilthas' Füße nur selten den Boden streifen, doch so konzentriert sich der Skorpion auch nicht drauf, seine Beute zu zerquetschen. Die Wachen schreien auf, als sie mit Schrecken sehen, wie nun vor ihnen Augen ein Riersenskorpion über den Hintermauerzirkel flitzt, einen Menschen in den Klauen. Zivilisten und morgentliche Arbeiter kreischen vor Terror und Fenster werden panisch zugeschlagen.

"Beim Barte Moradins! Was ist hier los!" entfährt es Thordin "Mit Eurer Erlaubnis Herr Wachtmeister Andrar, dies erfordert mein Eingreifen!" Der Zwerg wartet nicht auf eine Antwort sondern geht mit seinen kurzen Beinen einige Schritte nach Osten um - offensichtlich wieder Herr seiner Sinne - ein Intonation beginnt welche sofort drei Geschosse aus knisternder arkaner Energie zielsicher auf den Skorpion ballert.


Geändert am 29 Aug 2007 20:37 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 30 Aug 2007 19:25
Als Xiara durch Boldrans und Kognoskulas Aufschreien aufgeweckt nun auch endlich bemerkt, dass Gilthas in der Klemme steckt, und als sie dann noch ihren Kameraden in den Scheren des Riesenskorpions entdeckt, als dieser über die Straße krabbelt, spurtet die Waldelfin nun ebenfalls los, um ihrem Kameraden zu Hilfe zu eilen. Den Krummsäbel Anathalas mit beiden Händen führend, stürmt sie gegen die monströse Kreatur an, und schlägt sofort mit aller Wucht, die sie aufbringen kann, nach dem Skorpion. Xiaras extrem kraftvoller Schlag, durchgeführt mit einer wilden, wirbelnden Wut, hackt einen Krater in den Panzer und zerschmettert zahllose Chitinplatten so dass grüner Saft aus der Kreatur läuft.

Gilthas Schreie kommen nun noch lauter; der Anblick des jungen Mannes in den Scheren dieser widerlichen Kreatur spornt den Bauern zu einer immensen Kraftanstrengung an. So schnell ihn seine Beine tragen stürmt er voran und schlägt aus vollen Lauf auf das Wesen ein. "Gilthas, Gilthas! Haltet durch, ich bin gleich da!" Boldrans Rabensschnabel vibriert und knistert beim Schlag förmlich vor antipodischer Energie. Boldran ist klar dass ihm hier eine Kreatur gegenübersteht welche vergiftet ist mit der Luft der unteren Ebenen. Kritisch verletzt trippelt das Wesen hin und her.

Mit Entsetzen in den Augen sieht Gilthas wie der gigantische Skorpion ihn davon trägt. Das kann doch garnicht fährt es ihm durch den Kopf. Mit letzter Kraft wehrt er sich dagegen und versucht den Skorpion ein weiteres Mal auf den Boden zu drücken. Gilthas schafft es erneut nur um Haaresbreite nicht, den Riesenskorpion auf den Rücken zu legen, und wieder gelingt es der Bestie, sich von Gilthas Hebelgriff zu befreien indem es ihn mit dem festen Zangengriff von seinem Torso zerrt. Neben gebrochene Rippen bekommt der kritisch verletzte Gilthas nun kaum mehr Luft.

Dimble eilt weiter auf den Skorpion zu, der dabei ist, seinen Kameraden zu zerquetschen. Das viele Blut, was auf das Ospremkarree tropft. Dem kleinen Barden wird schwindelig. Er greift instinktiv in seine Tasche und kramt eine silberne Miniatur Geige hervor. Mit seinem Mittelfinger streicht er über die winzigen Saiten. Der Gnom summt einen schrägen, tiefen Ton. Neben dem Rieseninsekt erscheint ein durchsichtiger, knochen-weisser Violinbogen. Er beginnt an dem Skorpion zu sägen, spielt das Monster wie eine Geige. Ein unheimlicher und gleichzeitg schöner Ton entsteht durch die Reibung an dem Chitinpanzer des Kerbtieres. Es klingt wie ein Klagelied begleitet von einer ebenso traurigen Ballade, die der Barde anstimmt. Die unheimligen Töne bersten mit ihren Schwingungen Panzer und Klauen, zuerst brechen die acht Beine des Insekts zusammen, dann windet sich das Tier in einem letzten Spasmus, bevor endlich der Kneifgriff der Schere etwas schwächer wird und von Gilthas ablässt. Tot bricht der Skorpion zusammen. Doch nicht lange währt der schauderhafte Anblick: Sekunden später schrumpft die Insektenleiche zusammen. Immer kleiner wird das Wesen bis zur Größe einer Faust; in der Mitte zerbrochen.


Geändert am 30 Aug 2007 19:31 von Kognoskula


Xiara Post

Verfasst am: 30 Aug 2007 19:52
Xiara starrt noch einen Moment auf die unheimliche Kreatur, und wie sie vor ihren Augen zusammenschrumpft. Hier war Magie im Spiel, soviel war sicher. Kurz darauf spürt sie die Erschöpfung, die sich immer nach einem anstrengenden Kampf bei ihr einstellt.

Dennoch blickt sie zunächst zu Gilthas herüber, der gerade dabei ist, sich aufzurappeln. “Alles in Ordnung?”

Sorgfältig säubert die Elfin dann ihre Klinge und steckt sie wieder zurück in die Schwertscheide auf ihrem Rücken.

“Wo kam dieses Monstrum denn auf einmal her?”


Boldran Post

Verfasst am: 30 Aug 2007 20:22
Kaum ist das Ungetüm zusammengebrochen, lässt Boldran seinen Schild fallen und greift nach Gilthas Arm.

"Ich war nicht schnell genug, ich hätte an eurer Seite sein müssen, bitte verzeiht mir. Möge Heironeous Macht euren Schmerz lindern."

Augenblicklich fliessen heilende Kräfte durch Gilthas Körper, leider vermögen sie seine Wunden nicht komplett zu verheilen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 30 Aug 2007 21:12
Kognoskula lugt erst hinter dem Eckhaus hervor, sowie ihre Skorpionkopie, bevor sie die Konzentration von der Illusion ablässt, so dass diese reglos in der Gasse stehenbleibt. Dann spurtet sie mit schnellen Schritten zur Kampfszene. "Hach, das waren ja gar gräßliche Zeitgenossen. Was für ein interessanter Gegenstand, jedoch, zweifelsohne arkan..." Die Halblingsdame nimmt mit einem gutmütigen Lächeln zwar kurz zur Kenntnis, dass Gilthas noch am Leben ist, ihre Aufmerksamkeit gilt jedoch nun der zerbrochenen Skorpionfigur. "...ebenfalls zweifelsohne ist dies ein gar wundersamer Überrest des Ungetüms."

Die Wache im Norden stochert noch kurz emsig in der starren Illusion herum, bis diese schlicht verschwindet. "Mit dem zweiten Skorpion dort hinten stimmte was nicht, nun ist er aber weg." meldet er sogleich, leicht außer Atem.


Gilthas Post

Verfasst am: 31 Aug 2007 18:48
Gilthas richtet sich mit Mühe auf. Erleichtert stellt er fest, daß noch alles dran ist. Leicht hätte der Skorpion ihm einen Arm abkneifen können. Die Erleichterung steht ihm sichtlich ins Gesicht geschrieben.

Ahh entfährt es ihm als er versucht durchzuatmen. Es scheinen doch noch ein paar Rippen angeknackst zu sein. "Danke für die Rettung! Ohne euch hätte mich das Mistvieh davongetragen und verspeist."

Nachdem er ein wenig verschnauft hat und Boldrans heilende Kraft durch seinen Körper geflossen ist, fängt er an zu berichten. "Ein weiterer Halbling hat einen Bollen vom Dach vor meine Füße geworfen und daraus ist dieses Vieh entstanden. Ich hatte keine Zeit zu reagieren und schon war ich in einer dieser Zangen gefangen. Der konnte ganz schön zu packen und ich habe es nicht geschafft mich zu befreien. Die Halblinge müssen Zugriff zu mächtiger Magie haben."


Xiara Post

Verfasst am: 31 Aug 2007 21:06
“In der Tat. Und sie hatten es auf eine Wagenladung des Magiers abgesehen...” gibt Xiara zu denken. “Zum Glück scheint der zweite Zauber nicht richtig gewirkt zu haben,” mutmaßt sie dann noch bezogen auf die Aussage des Wachmanns.

“Diese Erkenntnis sollten wir dem Zwerg aber nicht vorenthalten. Vielleicht hat er ja sogar eine Ahnung, wer hinter dem Überfall stecken könnte.”

“Los, lasst uns erstmal zu den anderen zurückgehen! Kognoskula, Du bringst die Überreste von diesem... Ding... mit?”


Kognoskula Post

Verfasst am: 31 Aug 2007 22:02
Während die anderen Wachen die beiden Halblinge in Gewahrsam genommen haben, reicht der leitende Wachmann der Schicht, Ellem Andrar, Dimble die Hand "Euch und Euren Kämpfern herzlichen Dank."
Just als sein Blick auf das an der Ecke stehende Skorpionebenbild fällt verschwindet es auch schon. "Welch faule Hexerei das nun wieder war, sie scheint verschwunden. Und was war das überhaupt für ein schauriger Geigenbogen, der da auf einmal mit düsteren Klängen den Skorpion zersägt hat?" Mit strammem Befehl entsendet er eine der Wachen zurück um das endgültige verschwinden beider Skorpione bestätigen. Die Gruppe begibt sich zum ursprünglichen Tatort.

Kognoskula nickt Xiara etwas abwesen zu "Ok, bringe ich mit..." und anstatt die Bruchstücke wegzuwerfen, lässt sie Nusper die Bruchstücke noch unter die Schnauze nehmen. "Geigenbogen?" murmelt sie Nusper zu "Hast Du einen Geigenbogen gesehen?"

Beim Wagen angekommen schreitet der narbengezeichnete Ellem zu Gilthas, begutachtet ihn, nickt ihm zu und klopft ihm anerkennend auf die Schulter "Respekt junger Mann, ordentliches Durchhaltevermögen und Mumm in den Knochen.
Dies Ungetüm war das Werk der Halblinge? Mächtige Magie? Das ist ein Bruch mit der Tradition der hiesigen Halsabschneider! Seid Ihr wirklich sicher? Bei allem Respekt, vielleicht haben Euch Eure Augen einen Streich gespielt?
" Angesäuert packt Ellem den nun nicht mehr lachenden Halbling am Kragen: "Dafür wirst Du schmoren, bis Du uns Einiges erklärt hast. Was wolltet Ihr von Herrn Schwarzbart?" Kopfschüttelnd schaut sich der Wachmann einige der Kisten an "Die Wagenladung? Wohl kaum, sowahr es noch Luft zum Atmen in Cryllor gibt." Ein schwaches Lächeln entrinnt ihm.

An die Gefährten - insbesondere Dimble, von dessen Autorität er überzeugt scheint - gerichtet fährt er fort "Dies ist ein außergewöhnlicher Vorfall, der ein Protokoll erfordert. Darf ich Euch bitten, einen Euren Gefährten zu entsenden, um zusammen mit meinem Kollegen im Hauptquartier einige Fragen zu beantworten? Ebenso bitte ich Euch, Thordin Schwarzbart selbiges zu tun."
Burth meldet sich zu Wort "Diese Pflicht übernehme ich gerne, dann kann sich die Seele meines jungen Freundes von dem Schrecken erholen." Burth geht zu Gilthas um von diesem noch kurz einige Details über die Vorfälle hinter dem Haus einzuholen.

Indes trippelt Kognoskula etwas aufgeregt zu Xiara: "Da ist scheinbar etwas eingraviert gewesen, in diese Ding...:" Sie deutet auf die feinen Zeichnungen auf den beiden Bruchstücken der Skorpionfigur:


dimble Post

Verfasst am: 01 Sep 2007 11:33
Der kleine Barde beobachtet zufrieden, wie der Violinbogen den Skorpion zersägt und Gilthas befreit ist. Kurz darauf verschwindet das Knocheninstrument, Dimbles Gesang verklingt und er schaut sich etwas ängstlich um, wie ein kleiner Junge, der Angst hat, dass ihn jemand beim Kirschklauen ertappt haben könnte. Schnell wird er wieder Herr seiner Gefühle und spielt den souveränen Ansprechpartner des Anführers der Wachen, den dieser auch erwartet. Eigentlich sind die Formalitäten ihm zuwider, zur Wache begleiten, Protokolle ausfüllen, das dauert bestimmt den ganzen Tag. Es gab wichtigeres und spannenderes zu erledigen. Daher ist er froh, dass der pflichtbewusste Burth sich freiwillig meldet. Der Priester Pelors kann die Wachen zufriedenstellen und gleichzeitig auch seine Gefährten auf dem laufenden halten über die Ermittlungen. Vielleicht findet er auch etwas mehr über Meister Schwarzbart heraus. "Einverstanden, Burth wird euch begleiten. Und wir stehen natürlich zur Verfügung, schickt nach uns, wenn unsere Anwesenheit erforderlich wird."

Die Formsachen erfüllt wähnend eilt der neugierige Barde zu Kognoskula und Xiara, um den Fund zu begutachten. "Zeig mal her.", meint er und greift nach den Puzzleteilen. Flink setzt er sie zusammen. Kurz grübelt er, doch dann fällt es ihn wie Schuppen von den Augen. "Das, das ist doch ein Teil des Wappens der Neheli.", stellt er fest. Kognoskula zieht er am Zipfel ihrer Gelehrtenrobe ein Stück das Ospremkarree hinunter und deutet auf eines der Schiffe auf dem Javan, welches genau das Wappen trägt. "Da, seht selbst."


Boldran Post

Verfasst am: 01 Sep 2007 14:06
Boldran klopft Gilthas noch einmal bekräftigend auf die Schulter. Dann setzt er sich schweratmend auf eine der Kisten, die just von einem der im Hafen liegenden Schiffe entladen worden sind.

Während er Schild und Waffe neben sich verstaut, nimmt er unbeholfen den schweren Topfhelm ab und wischt sich mit einem kleinen Tuch den Schweiß aus dem Gesicht.

"Was, wenn Gilthas gestorben wäre, hier, in der relativen Sicherheit dieser grossen Stadt." Verzweifelt schüttelt er den Kopf. "Zu langsam, alter Mann, zu langsam. Wie willst du für ihren Schutz aufkommen? Es wird weitaus schlimmere Situationen geben."

"Und du wirst sie meistern, Vater. Dessen bin ich sicher."

Dankbar schaut er seinen Sohn an. "Ich werde mein Bestes geben."

Nachdem er einen Moment ausgeruht hat, sammelt Boldran seine Sachen zusammen und geht zu seinen Freunden hinüber. Neugierig schaut er die Fundstücke an und betrachtet dann das Wappen auf einem der Boote.

"Ihr habt recht, Meister Dimble. Dies ist das Wappen. Soll das heissen, dass die Angreifer zu diesem Haus gehören? Und wie wollen wir weiter vorgehen? Es tun sich immer mehr Spuren auf und wir müssen beginnen, den Rätseln nachzugehen. Doch was wir auch tun, wir sollten uns auf keinen Fall trennen, wie die jüngsten Ereignisse eindrucksvoll bewiesen haben. Es kommen schwierige Zeiten auf uns zu. Ein Sturm zieht auf."


dimble Post

Verfasst am: 01 Sep 2007 14:20
"Ich weiß nicht, was es bedeutet. Aber irgendeine Verbindung zu dem Haus scheint diese Halblingsbande zu haben. Vielleicht kann ich ja etwas mehr herausfinden." Ernst nickt der kleine Barde Boldran zu, dessen Einschätzung der bevorstehenden Ereignisse teilend. Noch einmal tritt er an Ellem heran und fragt diesen freundlich, aber dennoch mit Nachdruck auf die Dringlchkeit hinweisend, wobei er schon bei seiner Frage erkennen lässt, dass er eigentlich gar nicht mit einem "Nein" als Antwort rechnen würde: "Meister Ellem, ihr erlaubt doch sicher, dass ich kurz ein paar Worte mit diesem Gauner wechsle." Er deutet mit einer Kopfbewegung auf den sahnebefleckten Halbling.

Kognoskula Post

Verfasst am: 01 Sep 2007 15:52
Ellem Andrar atmet einmal tief durch und verschränkt die Arme vor sich, die Situation erscheint ihm unangenehm: "Ich bedanke mich nocheinmal für Eure Tapferkeit, aber leider kann ich nicht zulassen, dass ihr diesen Übeltäter verhört. Zivilisten dürfen das nicht. Nun ist es eine Sache für die Richter. Warum ist das überhaupt in Eurem Interesse?" Mit einem Seufzer fügt er hinzu: "Ihr habt eine Minute." und wendet sich ab.

Thordin äußert sich kopfschüttelnd, nachdem er, ohne sich besonders zu wundern seine gänzlich leeren Kisten untersucht hat. "Und so etwas mir. Unerhört. Und alles nur wegen dem Großputz in der Gilde. Bei so einer unwürdigen Tatigkeit. Eigentlich sollte ich doch gar nicht hier sein!" an den Kleriker Boccobs gerichtet sagt er noch "Acton, beim Erzmagier der Götter das ist doch wirklich unerhört." Er kontrolliert noch seine Geldbörse, seine Komponententasche und seine Gürteltaschen. Dann richtet er sich an die Gefährten "Ich danke Euch vielmals für diesen kompromisslose Beistand. Ich bin Euch zu tiefstem Dank verpflichtet. Es wäre mir eine Ehre Euch einen ebenbürtigen Dienst zu leisten. Um auf Euer Anliegen von heute morgen zurückzukommen. Natürlich werde ich mich dessen Annehmen und eine Führung durch die Hochfürstliche Bibliothek leiten."

Der fremde Kleriker, offenbar ein Bekannter Thordins, spricht zu Gilthas: "Mein Name ist Acton Kathenor. Hier, nehmt dieses Siegel des Gleichgültigen. Meine Kirche wird Euch gerne Heilung dafür zu Teil kommen lassen was ihr für diesen Schüler Boccobs auf Euch genommen habt." Mit diesen Worten überreicht Acton Gilthas eine etwas daumengroße, wabbelige Kopie des Symbols auf seinem Mantel: Ein Auge das auf einem Sockel ruht. Das ungewohnte Material fühlt sich etwa wie ein Fisch an.


dimble Post

Verfasst am: 01 Sep 2007 20:20
Der Barde schenkt dem Wachmann ein dankbares Lächeln und nähert sich dem Gefangenen. Er beugt sich zu ihm vor, wischt ihm mit seinem Ärmel die Kuchenreste aus dem Gesicht und spricht ihn verschörerisch und flüsternd in halblingisch an. Zwar ist die Aussprache noch etwas gebrochen, aber Kognoskula hat in ihrem Unterricht ganze Arbeit geleistet, der kleine Gauner hat keine Mühe, den Gnom zu verstehen. "Sitzt ganz schön in der Tinte, mein Freund. Die Gesetze Cryllors sind dir bekannt, hart und ohne Gnade für Schurken wie dich. Doch Olidammara scheint dir heute wohlgesonnen, ich habe dir ein Angebot zu unterbreiten. Du musst nicht im Kerker enden. Wie du siehst hab ich einen gewissen Einfluss, die Wachen vertrauen mir, und zudem habe ich einflussreiche Freunde. Wenn du mir erzählst, was ich hören will, werde ich dafür sorgen, dass du wieder rauskommst aus dem Mist, in den du dich da reingeritten hast. Bei Richterin Grenna werde ich ein gutes Wort für dich einlegen. Das wird dir deinen Hintern retten. Aber natürlich erwarte ich eine Gegenleistung. Du weißt, eine Hand wäscht die andere. Du wirst singen, mein Freund. Ich will wissen, was ihr von Meister Schwarzbart wolltet, wer euch beauftragt hat und wie ihr den Übergriff so perfekt inszenieren konntet. Und erzähl mir keinen Mist, ich bin nicht blöd. So eine Chance bekommst du nur einmal. Nutze sie, wenn du auch nur ein wenig Verstand hast." Aufmunternd klopft Dimble dem Halbling auf die Schulter.

Kognoskula Post

Verfasst am: 01 Sep 2007 21:55
Der genervte Halbling schüttelt erst den Kopf als nun auch noch Dimble ein Tête-à-Tête fordert. Doch als Dimble das eine oder andere interessante Schlagwort bringt wird er hellhörig. "Schwarz-bart, wa? Und was geht Dich das an? Du willst mir helfen? Na dann hör mal: Schnell inszenieren ist mein Job, und ob sich das um nen fetten Zwerg geht oder ne Elfe, mir Wurst. Mehr als Prügel gabs doch gar nicht. War auch nie geplant." Dann muss er doch ein wenig grinsen: "Auftraggeber? Nenene, so mächtige Freunde hast Du nicht! Von welchem Haus kommt ihr denn überhaupt?"

Boldran Post

Verfasst am: 01 Sep 2007 23:40
Aufmerksam lauscht Boldran den Worten in der fremden Sprache der Halblinge.

Obwohl er sie nicht zu verstehen mag, missfällt ihm dennoch das spöttische Grinsen, welches der gefangene Halbling dem Barden zuwirft.

Steif und etwas widerwillig verbeugt er sich vor dem Missetäter:"Mein Name ist Boldran vom Sperberhof und ich diene dem großen Gott Heironeous. Es ist nicht an mir eure Taten zu verdammen, dies kann allein der Wille der Götter sein. Doch wisset, daß ich eure Taten nicht gutheißen kann, denn ihr habt einen guten Freund schwer verletzt. Ich hoffe, ihr werdet einst einen anderen Weg einschlagen, sonst wird euch ein schlimmes Schicksal beschieden sein."

Dann entfernt er sich einige Schritte, um Dimble nicht weiter zu stören.


Xiara Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 10:18
Mit einem anerkennenden Lächeln vergleicht Xiara die beiden Wappen. Dimbles Heraldikkenntnisse hatten offensichtlich das richtige darin erkannt, auch wenn Xiara noch sich nicht so recht zusammenreimen konnte, was dies nun für sie bedeuten würde.

Da sie kein Wort von dem versteht, was der Gnom mit dem Halbling bespricht, nutzt sie die Gelegenheit, sich weiterhin in der Umgebung umzusehen. Schließlich waren ja einige der Halunken entkommen, und sie wollte nicht, dass es vielleicht nocheinmal zu Problemen kam, vor allem wenn man bedenkt, welch mächtige Magie die Halblingsbanditen mit sich führten.


Gilthas Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 11:04
Immer noch stark gezeichnet von den Klauen des Riesenskorpions gesellt sich Gilthas zu den anderen. Zu dem Priester, der ihm ein Wappen Boccobs mit der Aussicht auf Heilung der Wunden überreicht, sagt er, "Danke, aber ich habe nur getan was jeder andere auch gemacht hätte."

Dann wendet er sich an Burth, um die Situation ein weiteres Mal zu schildern.
"... sofort haben Xiara und ich den einen Halbling in die Zange genommen, so daß ich ihn mit einem Streich meines Dolches niederstrecken konnte. Mein Dolch!" entfährt es ihm plötzlich und seine Hand greift an die Stelle, wo der Dolch seien sollte.
"Mist, das habe ich ganz vergessen.", murmelt er bevor er in die Seitenstrasse davon stürmt.


dimble Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 13:31
"Ich kann Herrn vom Sperberhof nicht ganz beipflichten, die Götter entscheiden nun nicht über dein Schicksal, sondern die Menschen hier und ihre Gesetze. Du bist ihnen ausgeliefert. Und Richterin Grenna hat da was zu melden, die könnte dir helfen. Sieh es als Wink Olidammaras an, dass er dir hier die Chance gibt, dieses Schicksal zu beeinflussen. Dafür musst du aber etwas mehr erzählen. Es ging also gar nicht um den Zwerg, sondern um ne Elfe und der Kerl war nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Der Elfe solltet ihr eins überziehen, nicht wahr? So eine Art Warnschlag?", fragend blickt der Gnom dem Halbling in die Augen. Er wartet zunächst die Antworten des Gauners ab, bevor er seine Vermutung äußert: "Und der Auftrag kam hoch oben aus dem Haus der Neheli, nicht wahr?"

Kognoskula Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 14:19
Als Boldrans frommen doch mahnenden Worte den Schurken wie ein Appel an sein Gutes erreichen, scheint dieser kurz eingeschüchtert zu sein. Er ist ganz froh als sich der streng rechtschaffen erscheinende Ritter wieder abwendet. "Jaja, ich sehs ja ein, man was für ein vebohrter Typ..."
Doch das ist genau der Impuls, den Dimble noch brauchen konnte. "Hör mal, Gnon was glaubst Du denn wie der Business läuft? Das stellt man keine überflüssigen Fragen. Ich hätt' auch nen Gnom verprügelt, wenn er nur hier nen Karren mit Kisten gezogen hätte und die richtigen Klamotten getragen hätte." Wieder zögert er bei Dimbles Frage nach dem Haus, doch zwinkert dann einmal. "Diese Halblingsoma mit dem albernen Gelehrtenhut da, fingert doch mit einer dieser Nebelbomben rum, schaut Euch die doch mal an."
Wachtmann Ellem unterbricht "Bedauere, aber wir müssen nun los." und packt den Halbling am Schlafittchen.

Burth hört Gilthas genau zu, eben bis dieser davon spurtet. Gilthas findet sine Dolche am Häusereck wieder - in den Händen einiger Kinder! Einer schnitzt sich gerade einen ordentlichen Stock zum Speer und ein anderer stochert mit dem zweiten Dolch auf herumkrabbelnde Ameisen ein, angefeuert von zwei kleinen Mädchen. Die Versuche der Kinder mit den Dolchen davonzurennen kann der flinke Gilthas erfolgreich vereiteln.

Die wendige Xiara begibt sich noch einmal an die Orte des Geschehens und nimmt diese ausführlicher unter die Lupe als im Eifer des Gefechts möglich. Das Kellerfenster war eindeutig präpariert, es ist recht sauber im Vergleich zu den anderen. Der Öffnungsmechanismus wir Xiara nicht ganz klar, aber es sieht durchaus wiederverwertbar aus, insbesondere wegen der installierten Scharniere am Gitter. Ihre Elfenblicke durch das Fenster ins Dunkel des Kellers erahnen einen gerümpelversopften Keller sowie am hinteren Ende sogar etwas Wasser. Als sich dann eine ältere Dame mit einem reparierten Bootspaddel die Treppen zur Haustüre hochbemüht festigt sich ihre Vermutung über das Haus direkt am Pier.

Mit kraftvollen Armzügen wuchtet sich Frau Wirbelwind dann auf das Dach neben 'Osprems Angel', wo offenbar auch einer der Schurken gelauert hatte, um dort wie eine Katze die Schindeln abzusuchen. Doch außer zwei ordentlichen Schleudersteinen findet sie hier nichts. Der 'Aalstich', die Gasse, die den Hinterhof der Hafenkontoren bildet, ist schon wieder so mit Leben gefüllt, dass Xiara bald wieder zurückkehrt.

Kognoskula reicht Thordin enthusiastisch die Hand. "Ja, dieses Angebot nehmen wir gerne an, Herr Schwarzbart, vielen Dank!" Dann machen sich zwei der Wachen, begleitet von Burth und Thordin sowie den Halblingen auf den Weg zum Hauptquartier. Ellem Andrar verabschiedet sich noch und setzt seine Patrouille fort.


Xiara Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 14:34
Als Xiara wieder bei den anderen ankommt, teilt sie ihnen noch kurz ihre wesentlichen Beobachtungen mit:

“Von den anderen konnte ich keine Spur mehr entdecken, die sind wohl über alle Berge. Allerdings steckt hier einiges an Vorbereitung drin, dort vorne zum Beispiel wurde ein Kellerfenster präpariert, so dass man schnell dadurch verschwinden, und es dann hinter sich schließen kann. Es führt in den Keller eines der Häuser direkt am Pier. Vielleicht machen die sowas ja auch öfters hier.”

“Was nun?”


Boldran Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 16:51
"Wir sollten ruhig und überlegt vorgehen und unsere nächsten Schritte sorgfältig planen. Lasst uns doch das naheliegendste zuerst erledigen,; ein kurzer Blick in den Keller sollte nicht schaden und nur einige Minuten in Anspruch nehmen. Danach werden wir uns dem Schiff "Rochenfänger" widmen." Seid ihr damit einverstanden?"

Thordin Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 18:28
"Hmm, natuerlich bin ich bereit, meine Buergerpflichten zu erfuellen. Ich darf aber hoffen, dass dies nicht allzuviel Zeit in Anspruch nimmt.", gibt der Zwerg bei den Wachen mehr feststellend als fragend zu bedenken. "Schliesslich habe ich wichtige Dinge fuer die Magiergilde zu erledigen."
Auf dem Weg unterhaelt sich Thordin schon ein bisschen mit dem Kleriker. "Ihr und Eure Gefaehrten scheint wirklich tuechtige Leute zu sein. Und das wird sich nun sicher bald herumsprechen. Wuerde mich nicht wundern, wenn Ihr schon bald zum Stadtgespraech Nummer zwei werdet. Ich sagte ja bereits, dass Magie in dieser Gegend viel Aufmerksamkeit erregt und am Pier gab es wohl noch mehr Zeugen als im Gasthaus. Es geht mich natuerlich eigentlich nichts an, aber was fuehrt Euch denn nach Cryllor?"[/i]


Xiara Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 18:36
Xiara stimmt Boldran mit einem eifrigen Kopfnicken zu. “Ja, ansehen sollten wir uns das auf jeden Fall. Kann ja nicht schaden.”

Boldran Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 19:13
"Wenn alle soweit sind..." Boldran wirft einen fragenden Blick in die Runde. Als niemand Einwänder erhebt, steuert er zielstrebig dassjenige Haus, dessen Keller mit den Machenschaften der Halblinge in Verbindung zu stehen scheint.

Eifrig schaut er sich nach einer Möglichkeit um, den Keller zu betreten, dabei geht er in keiner Weise geheimnisvoll vor.


Kognoskula Post

Verfasst am: 02 Sep 2007 22:15
Mit aufrechtem Gang umschreitet Boldran das Eckhaus, begleitet von seinen Gefährten. Einige der Leute, die nun das Ospremkarree wieder mit geschäftigem Treiben füllen, blicken die sonderbare Truppe im Vorgarten schief an, doch keiner scheint sich daran zu sehr zu stören. Ohne ein Zeichen einer Kellertüre oder eines Hintereinganges gelangt Boldran sodann zum Javanpier, zu dem sich die große hölzerne Haustüre öffnet.

Kognoskula gibt Boldran noch zu denken dass sie da eine verdächtige ältere Frau am Fenster gesehen hatte, doch Gilthas entgegnet, dass sie beim Stricken war und nicht ein einziges mal hinausgeblickt hatte.


Xiara Post

Verfasst am: 03 Sep 2007 05:14
“Schaut euch doch mal die da hinten an!” flüstert Xiara ihren Begleitern zu.

“Dort ist ein Schiff unter der Flagge der Rhola, auf das gerade Waren gebracht werden, etwa gegenüber dem Eckhaus. Die lange Schubkarrenkolonne ist wohl von Norden gekommen und karrt gerade die Wagen unter Deck. Sind die nicht ein wenig sehr träge bei der Arbeit? Das sollten wir uns einmal näher ansehen, unauffällig, versteht sich.”


dimble Post

Verfasst am: 03 Sep 2007 21:35
Dimble, dem es an Aufmerksamkeit mangelt, da seine Blicke immer wieder an den Unwichtigsten Details verharren, schaut von Xiara alarmiert zu dem angesprochenen Schiff. "Mhm, weiß nicht, wieviel Elan darf man denn von diesen Arbeitern erwarten?", fragt der Gnom schulterzuckend, wenig überzeugt davon, dass etwas dahinterstecken muss. "Aber mal schauen schadet sicher nicht. Vielleicht nicht alle auf einem Haufen. Magst du mal genauer nachsehen, während wir unauffällig in der Nähe bleiben?", schlägt er der schnellen Elfe vor.

Gilthas Post

Verfasst am: 03 Sep 2007 22:51
Als Gilthas in die kleine Gasse rennt, sieht er wie einige Kinder mit seinen Dolchen spielen und bei seinem Eintreffen aufspringen, um das Weite zu suchen. Trotz angeknacksten Rippen spurtet er den Kinder nach und kriegt sie gerade so zu packen. "Das sind keine Spielzeuge", schilt er die Kinder, doch dann fällt sein Blick auf den Speer, und ihm entfährt, "NIcht schlecht! Aus dir könnte ein guter Schnitzer werden ... ähh, scharfe Messer sind trotzdem nix für kleine Kinder." Mit einem Ruck dreht er sich um und geht eiligen Schrittes zu den anderen zurück.

Seine Dolche wieder in seinem Gürtel verstaut, erreicht er die Gruppe, als diese gerade das weitere Vorgehen bespricht. "Boldran, was versprecht ihr euch von dem Blick in den Keller? Denkt ihr wirklich die Attentäter haben da eine Spur hinterlassen? Also wenn ich mir die Mühe für so einen Fluchtweg machen würde, würde ich ganz sicher auch alle Spuren beseitigen", erwidert er auf Boldrans Vorschlag mit einer gewissen Autorität in der Stimme. "Und die Attentäter haben sicher viel mehr Erfahrung darin, denn ich habe sowas noch nie gemacht", fügt er schnell hinzu.

Dennoch läßt er sich überreden einen kurzen Blick in das Haus zu werfen und folgt Xiara.


Xiara Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 05:46
“Ich weiß auch nicht genau, es sieht einfach irgendwie unpassend aus.”

Xiaras Blick ist derweil gen Norden gewandt, wo sie versucht etwas genauer zu ergründen, was mit den Arbeitern los ist, die ihr vorhin schon aufgefallen sind.


Boldran Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 08:26
Unsicher kratzt sich Boldran am Kopf. "Sicherlich hast du mehr Erfahrung in solchen Dingen als ich, Gilthas. Doch jeder macht einmal einen Fehler und wir benötigen jeden kleinsten Hinweis um voranzukommen. Xiara, wenn du und Meister Dimble die Hafenarbeiter näher in Augenschein nehmen würden, könnte ich mit den anderen kurz den Keller untersuchen. Gilthas, dazu brauche ich deine Hilfe. Meine Augen sehen nicht mehr so gut im Halbdunkel."

Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 09:32
Gesagt getan und Boldran schreitet die wenigen Treppenstufen zur Haustüre hinauf um kräftig an die Holztüre zu klopfen. Nach fast einer ganzen Minute während der man das mühsamen Schlurfen von schweren Holzschuhen auf dem Dielenboden hört, öffnet sich die Türe und ein altes gebücktes Muttchen in einfacher, aber sauberer Kleidung erscheint. Ein erster Blick in den Hausflur macht einen alten, aber gepflegten und hochwertigen Eindruck.
Mit blinzelnden zusammengekniffenen Augen und vorgestrecktem Kopf lugt die alte schwerfällige Dame Boldran an "Einen guten Morgen Herr... ähm Wachtmeister. Was kann ich für Sie tun?"

Indes drängen sich Xiara und Dimble durch das scheinbar funktionierende Chaos an humereilenden Hafenarbeitern. Nun wird den beiden auch klar, was für Xiara das Bild störte, diese träge Schubkarrenschlange blockiert hier den halben Platz. Und die Kerle, die scheinbar für die Sicherheit der Ladung verantwortlich sind, machen das nicht besser und winken die teilweise genervten anderen Arbeiter an der Wasserseite vorbei. "Achtung, nächster Karren!" Und wieder rollt ein Arbeiter mit erstaunlicher Vorsicht einen Karren auf den Steg in Richtug Schiff. Bald sollten die Beladung wohl beendet sein. Das Schiff an sich ist einer der typischen Zweimasterbarken hier, welche für den Javan gut geeigent sind, zumal sie sich bei Flauten auch in Ufernähe gut von Ochsengespännen ziehen lassen, wegen ihrem geringen Tiefgang. Dimble klärt Xiara über die Flagge der Rhola auf, unter der das Schiff segelt.


Geändert am 04 Sep 2007 20:26 von Kognoskula


Boldran Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 10:10
Boldran weicht einen Schritt zurück, um der Alten keine Angst einzuflössen.

"Mein Name ist Boldran vom Sperberhof. Guten Morgen, Mütterchen. Ich bin kein Wachtmeister von Cryollor, müsst ihr wissen, jedoch wurden meine Gefährten und ich vor einigen Minuten von einer Halblingsbande hier im Hafen angegriffen und wir sahen, daß einer der Halblinge sich an eurem Kellerfenster zu schaffen machte."

Schnell beeilt er sich, der Alten zu versichern, daß jetzt keine Gefahr mehr besteht.

"Die Stadtwache hat alles unter Kontrolle, doch sind wir in offiziellem Auftrag den Geschehnissen auf der Spur. Dürfen wir einen kurzen Blick in euren Keller werfen? Es wird euer Schaden nicht sein, Mütterchen."


Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 11:39
Mit einem beinahe eingemeißelten Lächeln und einem kaum merklichen permanenten Nicken geht die Dame einen Schritt zurück um Boldran einzulassen. "Ja, ja,... kommen sie doch rein. Ich hab keine Maden auf dem Teller, nein nein, aber ich mache ihnen einen Tee, der Herr." Die alte Frau hat offenbar nicht viel von dem was Boldran sagte aufgenommen, doch dessen ordentliches Erscheinen scheint die wohlwollende Frau als vertrausenswürdig einzustufen.

Boldran und Gilthas treten respektvoll und vorsichtig ein. Das Haus ist die Residenz eines betuchten Kontors aus alter Zeit, nicht wie die meisten stark industrialisierten Kontoren am Pier. Das Muttchen begibt sich ohne weitere Worte gemütlich in die Stube zur Linken. Gilthas und Boldran offenbart sich rechts ein Schlafzimmer und geradeaus eine rustikale Steintreppe abwärts, welche jüngst mit einem Tau als Geländer ausgestattet wurde. Eine Türe neben der Treppe führt wohl in den hinteren Teil des Hauses.

Boldran zückt instinktiv Hornschmetter, dessen fackelhelles Licht die düstere Treppe sofort in angenehmere Lichtverhältnisse taucht. Gilthas zückt flink seine Laterne um ebenfalls für die Dunkelheit gewappnet zu sein. Der Weg hinab knickt einmal nach links ab, und die Stufen werden etwas rutschiger, da feucht, und mündet dann in einen breiten, düsteren Kellerflur. Etwas irritiert erblickt Boldran eine kaum bewegte, glitzernde Wasseroberfläche in der Hälfte des Flures: Der Gang scheint zweigeteilt zu sein, in einen schmalen Kanal und einen steinernen Steg entlang diesem. Ein Blick den Kanal entlang nach links, in Richtung Javan, offenbart sofort ein kleines Paddelboot und weiter hinten einen Schimmer schwachen, reflektierten Tageslichts. Rechts widerum, weg vom Javan, öffnet sich nach wenigen Schritten gar unerwartet unordentlicher Gerümpelkeller - und ein vergittertes Kellerfenster.


Boldran Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 12:30
Ein Blick auf das Paddelboot läßt den Alten sehr misstrauisch werden. Angestrengt lauscht er in alle Richtungen, ob sich etwas verdächtiges tut.

"Gilthas, ich habe ein ungutes Gefühl. Ein so stolzes Herrenhaus und dann ein kleines, wie mir scheint, Fluchtboot, hier im Keller. Ich versteh das ganze nicht. Bitte helft mir beim Suchen."

Vorsichtig nähert er sich dem Gerümpelkeller, um diesen zu durchsuchen. Dabei achtet er darauf, wohin er seine Schritte lenkt, damit er in seiner schweren Rüstung auf dem feuchten Boden nicht ausrutscht.


Geändert am 04 Sep 2007 12:30 von Boldran


Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 19:59
Boldrans vorsichtige Schritte finden sicheren Halt auf dem schmalen Steinsteg. Seine gespitzten Ohren können aus dem dumpfen Straßenlärm von oben ab und zu lediglich ein Pläschern vom Wasser im Kanal hören. Der Gerümpelkeller ist ein Hort ordentlichen Holzes, alter Möbel und der einen oder anderen Antiquität. Das schmale aber breite Dachfenster spendet schwaches Licht, doch Hornschmetter leuchtet die Möbelstapel aus und Gilthas Lampe bringen Licht in die Deckenwinkel. Zur Linken sind haufenweise Stühle gelagert, zur Rechten größtenteils Beistellmobilar wie ein stummer Diener, eine Zimmerlampe, ein alte Truhe und ein Kerzenständer. Geradeaus tritt Boldran auf einen dicken Eichentisch zu, auf dem ein dicker, gefalteter Teppich ruht, hinten steht gar noch ein Polstersessel, dessen Lehne beinahe bis Fenster reicht.

Gilthas Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 21:25
"Natürlich werde ich euch helfen, Boldran," sagt Gilthas erleichtert, daß niemand etwas bemerkt zu haben scheint.

Bedächtigen Schrittes folgt Gilthas Boldran in das Haus der älteren Dame. Sofort fällt ihm das neue Seilgeländer an der Treppe auf. Hmm, das Geländer scheint neu zu sein. Vielleicht die Kleinigkeit, an die die Schurken nicht gedacht haben.

Unten im Keller angekommen folgt er Boldran. "Ein Fluchtboot? Glaube ich nicht. Wenn ich so einen Keller mit direktem Zugang zum Fluß hätte, hätte ich auch ein kleines Boot, um auf die andere Seite zu rudern. Warum ganz bis zur nächsten Brücke laufen, wenn man so den Fluß viel schneller überqueren kann."

Sicheren Schrittes folgt Gilthas Boldran in die Rumpelkammer mit dem vergitterten Fenster. "Mir scheint der Stuhl wurde absichtlich dort plaziert, um einen leichteren Aus-und Einstieg in diesen Keller zu haben. Ich werde mir das mal genauer anschauen, obwohl ich nicht damit rechne etwas zu finden."
Den geschickten Fluchtweg bewundernd macht sich Gilthas daran, den Raum genauer zu untersuchen.


Geändert am 06 Sep 2007 16:01 von Gilthas


dimble Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 21:25
Der Gnom hält die alte Halblingsdame mit einem Griff an ihre Gelehrtenrobe davon ab, schon wieder in Osprem's Angel zu verschwinden und sich bei einem Kräutertee aufzuwärmen. Auch ihre Aufmerksamkeit ersucht er auf die Beladung des Schiffes zu ziehen. Verschwörerisch steckt er seinen Kopf zu ihr und Xiara und raunt den beiden zu: "Wie wärs, wir suchen eine ruhigere Ecke. Du Kognoskula verbirgst Xiara vor Blicken, dann kann sie an Bord schleichen und ein Auge auf die Ladung werfen. Ich verkleide mich schnell und horche die Arbeiter ein wenig aus. Und du, werte Kognoskula schaust nach uns und auch nach dem Eckhaus, in dem Gilthas und Boldran verschwunden sind. Einverstanden?"

Boldran Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 21:56
"Ja, der Gedanke mit dem Sessel kam mir auch in den Sinn. Hm, es ist in meinen Augen seltsam, daß eine Halblingsbande hier ungesehen ein- und aussteigt und den eigentlichen Hausbesitzern nichts aufallen will.

Aber ich möchte niemanden vorschnell verurteilen, solange wir keine Beweise für unsere Vermutungen haben. Ich werde auch mal einen Blick in die Runde riskieren."


Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Sep 2007 23:24
Etwas ertappt schaut Kognoskula als Dimble sie zurückhält, doch der konspirative Plan des Gnomes scheint ihr gut zu gefallen. Aufgeregt steht sie von einem Bein auf das andere, erstes arkanes Kraftknistern ist in ihrer Hand bereits zu vernehmen. Die drei begeben sich hinter das Eckhaus und warten einen ruhigen Moment ab um die Vorbereitungen umzusetzen. "Jetzt schnell! Halt doch still, Xiara..." Nach wenigen arkanen Silben kichert Kognoskula, zufreiden mit dem nicht sichtbaren Ergebnis.

Gekonnt nutzt Dimble die ruhigen Augenblicke um sein Äußeres zu verändern. Er gleicht nun einwandfrei etwa jedem zweiten der teils in Sackleinen gehüllten Hafenarbeitern, der goßzügige Ohrring, das Kopftuch und der Wochenbart untermauert diese Profession. "In Ordnung, gehen wir los." - "Schnell, schnell Xiara, nicht lange und die arkane Kraft verblasst!" Kognoskula postiert sich, sehr um Unauffälligkeit bemüht, an einer Mole am Jvanpier, nur um alle paar Atemzüge jemandem Platz machen zu müssen. Doch sie beobachtet zufrieden, wie Dimble zu der Schubkarrenkolonne schlendert. Wo Xiara ist, kann die Halblingsdame nur ahnen...

Boldran und Gilthas lugen neugierig durch das Kellerfenster nach oben, als sie erkennen, dass sich dort ihre Gefährten versammeln. Kognoskulas Kichern entnehmen sie jedoch, dass alles in Ordnung zu sein scheint, obwohl Xiara vom Erdboden verschwindet, und Dimble für den stirnrunzelnden Boldran auf einmal genauso aussieht, wie er die Jibby-Person in Erinnerung hat,... oder zumindest so, wie er Jibby gestern Abend den anderen beschrieben hat...

Trotz dieser Ablenkung machen Gilthas und Boldran in dem Gerümpelkeller einige Entdeckungen. Nachdem Gilthas einen schweren Armleuchter verrückt findet er eine zugebaute Türe nach rechts [Süden]. Doch da kann so einfach wirklich keiner durchgehuscht sein, zu viel Schweres stapelt sich davor. Boldran sichert den Tisch und den Teppich, während Gilthas hinaufklettert um es von oben unter die Lupe zu nehmen. Tatsächlich scheint dies eine Fluchtrutsche zu sein, ideal zum Hinabpurzeln. Gilthas kann am Fenster zwar mit Mühe die Scharniere finden, die Xiara erwähnt hatte, aber sonst keinerlei Mechanismen. Auf dem weichen Schafsfellteppich jedoch kann Gilthas einwandfrei den recht frischen Abdruck eines kleinen Halblingsfußes ausmachen, beinahe übermütig ahmt er die vermutlichen Fluchtbewegungen nach und macht einen Purzelbaum hinab vor Boldrans Füße "Vorsicht, mein Junge, Gemach, sonst bleibst Du noch an diesem Stuhlbein hier hängen,... bei Heironeous, dort ist schon einmal jemand hängengeblieben, schau, Gilthas, eine Gürteltasche und einige Stofffetzen." Boldran rettet die Tasche aus der Verklemmung und hält sie hoch. "So eine Tasche hatte der Typ auf dem Dach auch!" bemerkt Gilthas. Als sie die Tasche vorsichtig öffnen schreckt Gilthas zunächst auf - ein alter Bekannter ist in der Tasche, eine Skorpionfigurette, unzerbrochen. Doch darunter liegt noch mehr interessantes. Gilthas Augen weiten sich als Boldran eines um das andere zu Tage fördert. Es finden sich noch zwei Tränke, der eine käftig blau, der andere violett-durchsichtig, sowie ein kleiner Kupferschlüssel, ein kleiner Spiegel, ein ordentlicher Silberschlüssel, und eine Schwanenfeder. Als letztes öffnet Boldran die Hand und ein wappenbestickter Lederbeutel liegt in der Fläche seines Feldhandschuhes, darin schimmern fünf strahlendgrüne Smaragde, deren Funkeln in dem Licht von Gilthas' Laterne den Keller in eine Mooslandschaft zu verwandeln scheinen.


Xiara Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 05:36
“Also gut, ich schau mich mal ein wenig auf dem Schiff um...” flüstert Xiara, und macht sich dann langsam in Richtung desselbigen auf...

Sie versucht natürlich einen Blick auf die Schubkarren zu werden und auf die Arbeiter, aber geht dann, wenn sich eine Lücke auftut, auch schnurstraks direkt auf's Schiff.


Boldran Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 09:42
"Da wird doch die Milch der Kuh sauer," entfährt es Boldran. "Die Smaragde sind sicherlich der Lohn dieser Halunken für den missglückten Mordanschlag. Hm, und dieses Wappen ist interessant, es liefert uns einen ersten handfesten Beweis.

Die anderen Dinge sind für mich rätselhaft, Gilthas, doch werden unsere gelehrten Freunde sicherlich etwas damit anfangen können. Was meinst du? Lohnt sich eine weitere Durchsunchung der Kellerräume odr sollen wir zu den anderen zurückkehren. Es scheint, sie führen was im Schilde."


Gilthas Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 11:59
"Hmm, der Spiegel wurde sicherlich benutzt, um durch das Gitter auf den Platz zu spähen. Wofuer wohl die Schluessel sind? Vielleicht fuer die Tuer hier hinter dem Geruempel? Sollen wir einen Blick riskieren? Wofuer wohl die Feder gut ist? Wurde sie als Schreibfeder verwendet, Boldran?"

Nach einer kurzen Pause faehrt er fort, "Ah, zuviele Fragen und mein Kopf droehnt auch noch von dem Ringkampf und dem leckeren Bier gestern Abend. Ich denke wir sollten nochmal mit der Hausherrin sprechen. Das Treppengeländer ist neu und auch das Einbauen der Scharnieren muss sie doch mitbekommen haben."


Boldran Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 14:10
"Äh, Schreibfeder? Das vermag ich nicht zu sagen, tut mir leid, Gilthas" Aufmerksam schaut sich Boldran noch einmal in dem Gerümpel um.

"Aber die Idee mit dem Schlüssel finde ich sehr gut, wir sollten ausprobieren, ob er zu der Türe passt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir zu diesem frühen Zeitpunkt schon die Herrschaften des Hauses belästigen sollten. Das möchte ich im Moment noch vermeiden. Helft ihr mir mit dem Zeug hier, Gilthas?"

Vorsichtig macht sich Boldran daran, die Möbel von der Türe wegzurücken.


Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 17:13
Die beiden Männer schaufeln das förmlich verkeilte und teilweise massiv schwere Mobilar von der Türe weg und auf die Stühle zur Linken oder kurzzeitig in den Gang. "Zu dem Wappen fällt mir beileibe nichts ein, Gilthas." beschließt Boldran sein Nachdenken, als am Ende sogar eine Kommode umgestellt werden muss. Nach fünf Minuten Schweiß und stickiger Kellerluft auf engem Raum stehen die beiden nun vor der freigelegten Türe. Schon zückt Gilthas den Schlüssel, jedoch: die Türe hat kein Schlüsselloch, nicht einmal ein Riegel versperrt sie. Eine fein gearbeitete Klinke aus geschmiedetem Eisen erwartet eine drückende Hand.

Boldran Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 18:07
"Warum bei allen Göttern, würde man eine Türe derart verstellen? Da kommt doch niemand durch!" Schwer atmend wischt sich Boldran den Schweiss von der Stirn.

"Die Dinge werden für mich immer unverständlicher. Wenn doch nur Kognukola hier wäre. Hm, warte mal, Gilthas."

Sodann legt Boldran eine Hand auf die Türe und schliesst die Augen. minutenlang konzentriert er sich auf die Anwesenheit einer bösen Präsenz jenseits des Durchgangs.


Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 18:57
Die kurze Zeit der Pause vom Schleppen tut den beiden gut, doch Boldrans Geist bleibt engestrengt. Gilthas sieht, wie er sich einmal nach links und einmal rechts wendet, bis er seine Handfläche, nun staubbedeckt, von der Türe nimmt.

Indes sieht Kognoskula recht amüsiert dabei zu, wie die Kolonne mit Schubkarren allmählich zum Ende kommt und einige Arbeiter versuchen, einen großen Wagen beladen mit Stroh über die Planke auf 'Esmeralda' zu laden. Die nötige Balance und die unebene Planke machen das ganze zu einem interessanten Unterfangen.


Geändert am 06 Sep 2007 18:13 von Kognoskula


Boldran Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 19:04
"Ich vermag keine böse Präsenz hinter der Türe zu entdecken, Gilthas. Wenn ihr keine Einwände habt, werde ich die Türe öffnen. Vielleicht wollt ihr ein paar Schritte zurücktreten? Man weiss nie, was einen erwartet."

Mit einem aufmunternden Lächeln blickt er seinen Freund an, wartet dann noch einen Augenblick und beginnt schliesslich damit, die Klinke runterzudrücken.


Gilthas Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 19:21
"Stop, Boldran. Laßt mich noch schnell an der Türe lauschen bevor ihr sie öffnet."

Mit einem Schritt ist er bei der Tür und drückt sein rechtes Ohr gegen das Holz. Wenn er nichts auffälliges hören kann, tritt er zur Seite und gibt Boldran ein Zeichen, daß dieser die Tür öffnen mag.


Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 19:56
Gilthas löst sein Ohr von der Türe - nun ist es auch staubbedeckt - und gibt Boldran das OK. Boldran drückt die Klinke entschlossen hinunter und schwingt die Türe auf. Ein Schwall aufgewirbelten Staubs umgibt die beiden, und das Licht der Lampe verfängt sich darin wie im Nebel. Nach wenigen Atemzügen legt sich der Staub, und erlaubt es den gespannten Blicken in den Raum hinter der Türe zu blicken. Etwas metallisches glitzert dort , etwas großes türmt sich drüben auf. Die Spannung der beiden legt sich allmählich, als den beiden klar wird, dass sich hinter der Türe eine Bootswerkstatt befindet, Sägen, Werkzeug, alt und teils verorstet, sowie ein halbfertiges Boot sind zu sehen. an der linken Wand füllt ein rustikales und ordentliches Regal die halbe Wand aus, gefüllt mit kleinem Werkzeug und Holzteilen und rechts ist ein Durchgang zu sehen. Fackelhalter sind an allen vier Wänden. Als Gilthas und Boldran vorsichtig und dennoch neugierig auf die weiche Staubschicht eintreten, sehen sie, dass der Durchgang nach rechts in eine weitere Kammer führt, augenscheinlich ein Lager. Staubbedeckte Flaschen sind zu sehen, der subtile Geruch von Essig und von Pökelsalz liegt in der Luft.

Boldran Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 20:17
"Ich verstehe nun gar nichts mehr, Gilthas. Hier ist offensichtlich seit Jahren niemand mehr gewesen, die Mühe war umsonst. Lasst uns zur Sicherheit einen kurzen Blick hineinwerfen, dann wieder alles ordentlcih herrichten und allmählich das Haus verlassen."

Neugierig beginnt Boldran, sich in den staubbedeckten Kammern umzuschauen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 21:43
Die Stille in diesem verlassenen Keller ist beinahe unheimlich. Der viele Staub dämpft die Geräusche von Boldran und Gilthas noch mehr. Vorsichtig lugt Boldran in den Vorratsraum. Auch hier bewegt sich nichts. Ein paar Flaschen nimmt er in die Hand, doch einen Blick in die Pökel- und Kohlfässer lässt er bleiben. Ein purpurnes Funkeln weckt seine Aufmerksamkeit, auf dem Regal in der Werkstatt scheint etwas ungewöhnliches zu liegen. Verblüfft schaut sich Boldran dies näher an. Über eine kleine holzgeschnitzten Büste hängt eine merkwürdige Augenbinde, bei der an den Stellen der Augen dunkle, lilafarbene Kristalle eingearbeitet sind. Es ist fast wie eine obskure Brille.

Boldran Post

Verfasst am: 05 Sep 2007 21:58
"Einen solchen Gegenstand habe ich noch nie zuvor gesehen. Was das wohl sein mag? Es kommt mir ein bisschen unheimlich vor. Kognoskula wüßte sicherlich etwas damit anzufangen, doch bin ich unschlüssig, ob wir dies so einfach entwenden dürfen. Ob es wohl den Herrschaften gehört? Oder einem längst vergessenen Besitzer aus alter Zeit? Was meint ihr, Gilthas? Was sollen wir damit machen?"

Hilfesuchend hält er dem Tischler das Objekt entgegen.


Gilthas Post

Verfasst am: 06 Sep 2007 11:39
"Hmm, ich habe sowas auch noch nicht gesehen, aber ich denke wir sollten es hier lassen. Hier scheint seit langem niemand durchgekommen zu, daher wird es wohl nix mit dem Angriff zu tun haben", sagt Gilthas laut zu Boldran. Seine Worte betrügend nimmt Gilthas die Brille an sich, wirft einen kurzen Blick auf sie und steckt sie in seine Tasche. Nicht aber bevor er den Zeigefinger seiner freien Hand vor seinen Mund hält. Dann verläßt er die Bootswerkstatt und winkt Boldran ihm zu folgen. Sobald sie beide wieder im Gerümpelkeller sind, schließt Gilthas die Tür und wendet sich an Boldran.

"Ich denke das Regal ist eine Geheimtür. Ich habe dahinter mehrere Stimmen gehört. Ich glaube sie haben sich von dem Regal entfernt. Wir sollten die anderen holen und hinterher gehen. Kognoskula wird sicherlich auch etwas mit dieser Maske anfangen können. Komm!"

Sofort geht er zum vergitterten Kellerschacht und benutzt den Spiegel um nach Kognoskula Ausschau zu halten.


Boldran Post

Verfasst am: 06 Sep 2007 14:53
"Den Göttern sei dank für euer gutes Gehör, mein Freund. Ihr habt recht, lasst uns die anderen holen und den Geheimnissen dieses Kellers auf den Grund gehen. Doch was sagen wir dem Mütterchen oben? Das gleich ein ein halbes Dutzend Leute erneut in ihren Keller will. Uh, ich habe ein ungutes Gefühl dabei."

Hilflos schaut Boldran sich noch einmal um. "Ich kann das alte Mütterchen nicht anlügen, ob unserer Beweggründe, seien sie noch so rechtschaffen. Ich weiß, daß ihr jungen Leute, ah, etwas weniger Sorgen habt, die Wahrheit etwas auszukleiden."

Unruhig tritt er von einem Bein auf das andere, aufgrund dieses inneren Konflikts.

"Lasst uns sehen, was Meister Dimble und die anderen dazu meinen." Damit schickt er sich an, den Keller zu verlassen.


Gilthas Post

Verfasst am: 06 Sep 2007 15:45
Gerade als Boldran den Keller verlassen will, dreht Gilthas sein rechtes Ohr in Richtung Treppe und zuckt leicht zusammen. Blitzschnell huepft er von der Fluchttreppe und greift Boldran am Arm, um ihm ins Ohr zu fluestern, "Warte Boldran, ich habe mich vertan, die Geraeusche kommen aus dem Gang." Dabei zeigt er auf den Gang mit dem Boot, durch den sie in die Geruempelkammer gekommen sind.

Ein kurzer Blick in diesen Gang bestaetigt dieses, denn aus einem Seitengang, ein wenig weiter von der Treppe entfernt, ist ein schwach flatterndes Licht zu erkennen.

Eindringlich fluestert Gilthas zu Boldran, "Wir muessen uns schnell entscheiden, ob wir bleiben und uns verstecken, oder die Treppe hoch fliehen, denn bald ist uns der Fluchtweg versperrt!"


Boldran Post

Verfasst am: 06 Sep 2007 20:21
Boldrans Kopf schiesst herum. Wer könnte dort kommen? Wieviele es wohl seien mögen? Er schaut Gilthas von der Seite an, der immer noch von dem Kamnpf gegen den Skorpion gezeichnet war.
Der Keller, die Treppe, die Gänge, wer kam da?

In seiner schweren Rüstung war an ein Verstecken oder an eine schnelle Flucht nicht zu denken, darum ist die Entscheidung leicht.

"Gilthas," flüstert er, " die Treppe hoch, ich folge dir dann."

Helm, Schild und auch die Waffe bereit, lässt er Gilthas an sich vorbei und behält den Gang dabei im Auge. Er weiß, daß das Licht seiner Waffe ihn verraten kann, doch dieses Risiko ist er bereit einzugehen.

Dann, Schritt für Schritt, macht er sich selber an den Aufstieg.


Gilthas Post

Verfasst am: 06 Sep 2007 22:29
"Ich habe eine Idee. Du geh die Treppe rauf, ich versteck mich hier unten. Mach ruhig ein wenig Laerm und murmel etwas davon, daß du deine Freunde holen gehst, um sich etwas genauer anzuschauen," dabei drückt er Boldran seine Lampe in die Hand.

Als Boldran nach ein paar Sekunden immer noch nicht losgegangen ist, fügt Gilthas hinzu, "Es ist ok, ich kann auf mich aufpassen."

Gilthas dreht sich um und macht sich auf in die linke Ecke des Raumes, um sich dort zu verstecken. Unterwegs zieht er einen dunkelblauen Trank aus seinem Rucksack und trinkt diesen. Auch seine Dolche läßt er nicht in seinem Gürtel stecken.

In der Ecke angekommen, versteckt er sich unter dem Gerümpel so gut wie möglich.


Geändert am 07 Sep 2007 09:57 von Gilthas


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Sep 2007 09:46
Boldran zögert, un die Schritte nähern sich. Das flackernde Licht kommt näher. Gleich werden sie in den Bootstunnel einbiegen. Nur wenige Schritte trennen Boldran von der Treppe nach oben ...

Boldran Post

Verfasst am: 07 Sep 2007 13:41
Boldran schneidet eine Grimasse, er überlegt krampfhaft, verzweifelt, dann tut er, wie ihm geheissen wurde.

"Bei Heironeous, meine alten Augen können hier unten nichts erkennen. Ich werde meine Freunde holen müssen."

Mit einem hörbaren Ächzen poltert er sodann die Treppe hinauf, Gilthas schweren Herzens zurücklassend.


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Sep 2007 19:30
Die alte Dame steht oben im Foyer mit einer Kanne Tee in der Hand und macht einen sehr orientierungslosen Eindruck. Als sie Boldran recht spät erblickt erschrickt sie kurz, doch nickt dann sofort. "Ja, ja, Herr von Sperberhof, gell? Na, kommen Sie, ich habe den Tee fertig." Langsam dreht sie sich um und geht mühsam und in Zeitlupe in RIchtung Stube. "Sagt, ward ihr denn nicht vorher in Begleitung eines jungen Herrn? Ist denn alles in Ordnung in meinem Keller." fragt sie mit langsamen Worten.

Gilthas hievt hektisch einiges Gerümpel an, um unter die Stühle zu kriechen, nach wenigen Augenblicken ist er inmitten des augetürmten Mobilars verschwunden. Er spitzt die Ohren, und als er Boldran nicht mehr poltern hört, nimmt er auch schon ein Zischen wahr, und das nahende Fackellicht verweilt kurz. Er hält die Luft an. Eine leicht ängstliche Stimme spricht schüchtern: "Das sieht hier ja ganz anders aus..." - "Psst, ruhig, wartet bis dieser Typ weg ist, aber dann schnell, der will scheinbar noch mehr Leute holen. Wenn schon einer so dermaßen gewütet hat..., na los jetzt."
Gilthas kann das Trio im Schein deren Fackel nun sehen, einer von ihnen, so glaubt Giltahs, dürfte wohl der geflohene Schütze von vorhin sein, ein Halbling. Dieser beginnt auch sofort eine Flucht durch das Fenster nachzustellen: "Verdammt hier muss es doch irgendwo sein." Ein schüchtern dreinblickender Mensch beginnt kompromisslos und bürokratisch, jedes Möbelstück von A nach B zu legen - glücklicherweise fängt er nicht gerade vor Gilthas' Nase an. Der dritte, benimmt sich etwas agbehoben und macht sich nicht die Finger schmutzig. In seinem matten schwarzen Lederdress ist der Mensch mit den dunklen langen Haaren trotz Fackelschein nur schwer genau zu sehen. Mit seinem Rapier stochert er hier und dort herum, suchen, nachdenkend. Dann stößt er kritisch die Türe zu der Werkstatt auf, grübelnd.


dimble Post

Verfasst am: 08 Sep 2007 09:24
Dimble, der der Jibby Person, wie von Boldran am Vorabend beschrieben, zum verwechseln ähnlich sieht, schleudert in lässigem Gang über den Javanpier und beobachtet das Treiben. Vor allem natürlich die Arbeiter, die ihre Karren auf das Boot fahren und die Ladung. Auf einmal findet er sich neben dem Vorarbeiter wieder, der die Beladung beaufsichtigt. "Boah, scheint ja wichtig zu sein, ne.", quatscht er ihn an. "Hab ich wohl nen guten Auftrag verpasst, Mist. Oder braucht ihr noch Hilfe an Bord? Oder zum Sachen runterkarren?" Der Halbling schaut erwartungsvoll zu dem Mann auf. "Wo gehts denn hin? Und wem ist das Schiff?", will er beiläufig wissen.

Boldran Post

Verfasst am: 08 Sep 2007 10:58
Boldran schaut die Alte mit großen Augen an. Er lächelt und deutet eine steife Verbeugung an, doch mit seinen Gedanken ist er bei seinem Freund, den er zurückläßt, nicht wissend, in welcher Gefahr dieser nun schweben könnte.

"Herr, verzeihe mir diese meine nächsten Worte und wenn Buße notwendig sein sollte, so werde ich sie mit Freude leisten. Sollte es eine Strafe erfordern, so lass sie mich ereilen und keinen meiner Freunde."

"Mein wendiger Freund hat sich die Freiheit genommen, durch eines der Kellerfenster rauszugelangen. Wir wollten die Flucht der Räuberbande so gut wie möglich nachstellen. Jetzt ist mir alter Narr doch im Hinaufsteigen ein Missgeschick passiert. Ich habe einen Ring, den ich stets trage, dort unten in der Dunkleheit verloren. Wenn ihr gestattet, meine Augen sind so schlecht, das kommt vom Alter müsst ihr wissen, daß ich genötigt einen Freund zu bitten, sich dort unten umzuschauen. Euch will ich mit dieser schweren Aufgabe nicht belasten. Ich werde in ein paar Minuten zurück sein. Danach seid ihr mich alten Störenfried endgültig los."

Rasend schnell, entgegen seiner Gewohnheit, kommen diese Worte über seine Lippen. Zum einen fürchtet er sich vor den Lügen, die er ausspricht zum anderen drängt ihn die Sorge um seinen Freund.

"Mit eurer Erlaubnis, Verehrteste, ich bin gleich zurück." Dann wendet er sich schnell ab und stürmt beinahe nach draussen.

Da er die übrigen Gefährten ein wenig durch das Kellerfenster sehen konnte, geht er schnellen Fusses direkt zu ihnen. "Schnell Freunde, gar merkwürdiges geht in diesem Keller vor sich," berichtet er atemlos," und Gilthas ist mit einigen anderen Unbekannten dort zurückgeblieben. Villeicht braucht er Hilfe, wir müssen sofort zurück, schnell, schnell."


Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Sep 2007 11:17
Dimble blickt bei seiner Schlendertour auf müde, frierende Gesichter und in Schubkarren die mit je einer Kiste gefüllt sind. Keine der Kisten ist offen und die Arbeiter werden durch eine ganze Handvoll Aufseher regelrecht abgeschirmt. Einen pickt sich Dimble raus. Der dickbäuchige Vorarbeiter mit dem Hohlkreuz nimmt seinen Quarterstaff von der Schulter und stützt sich darauf, während er nach unten zu Dimble spricht. "Ist in der Tat wichtig, tja, Dein Problem. Was geht Dich das überhaupt an?" Der Blick des Vorarbeiters ist sehr skeptisch, Dimble hat das Gefühl, dass ihm irgendetwas an Dimbles Auftritt gar nicht schmeckt. Dies nimmt der Vorarbeiter offenbar auch noch zum Anlass seinen Unmut über das Herumstehen in der Kälte rauszulassen. "Dämliche Prozession hier in der Kälte. Und jetzt Finger weg und verschwinde mit Deinen Fragen. Oder vernebelt Dir der Morgenschnaps den Blick auf Rholas Banner?" Bedrohlich baut sich der Typ vor den letzten Karren der Kolonne auf, und starrt Dimble sauer an. Es gibt meistens Aufseher bei großen Verladungen, aber so viele und so eine Launer hat Dimble noch selten erlebt.

dimble Post

Verfasst am: 08 Sep 2007 11:42
"Reg dich ab, bei Yondalla, hab dir doch nix getan und kann nix für die blöde Kälte. Will doch auch bloss meine Münzen verdienen."Der Halbing schaut beleidigt zu dem Aufseher auf, aber auch klar ergeben und unterwürfig. Er reibt sich seine kleinen Hände um diese aufzuwärmen. "Man wird ja wohl noch auf nen guten Tipp hoffen dürfen, läuft nicht gut, und dann auch noch diese Drecks Holzmünzen, viel Arbeit für nix.", tut Dimble nun seinen eigenen Unmut kund. Kopfschüttelnd wendet er sich von dem Menschen ab.

Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Sep 2007 12:16
"Harharhar" schallt es hinter Dimble her "Das kommt davon!"
Kognsokula beobachtete Dimbles Spionage mit Interesse aber auch mit Besorgnis. Nun da die Kolonne vorüber ist, ist sie sich inzwischen auf ihre Sitzgelegenheit geklettert und steht nun darauf um besser sehen zu können. Als Dimble zu Ihr zurückkehrt schaut sie ihn mütterlich besorgt an, aber versäumt es hinabzuklettern: "Jener Zeitgenosse machte keinen angenehmen Eindruck." Nervös schaut sie umher. "Ich hoffe Xiara findet das richtige Maß. Nicht mehr lange und mein Illusionsarkanum verflüchtigt sich. Nicht auszudenken was man ihr anhängen würde..."

In dieser Sekunde lässt ein Arbeiter auf dem Steg polternd seinen Sack Äpfel fallen und plumpst auf den Hintern, ein Schreck steht ihm ins Gesicht gezeichnet. "Verdammt, ... was war dass denn?" murmelt er, gefolgt von schallendem Gelächter der Herumstehenden. "Steh schon auf Du alter Suffkopf."
"Ich denke, wir können Xiara bald wieder hinter dem Haus antreffen..." mutmaßt Kognoskula kichernd ihre Interpretation des Gesehenen. Zusammen mit Dimble macht sich die Halblingsdame auf den Weg hinter das Haus.

Boldrans Seele ist geplagt von Selbstvorwürfen. Schwer lasten die ausgesprochenen Lügen auf seinem Gemüt. Hornschmetter scheint mit doppeltem Gewicht an seinem Gürtel zu hängen und der Himmel scheint dunkler als noch vor einigen Minuten. Beinahe befürchtet er schon das Schlimmste, als er hinter dem Haus niemanden antrifft.
Xiara, welche sich vor wenigen Augenblicken hinter den Gartenzaun gekauert hat, sieht den verwirrt wirkenden, herbeieilenden Boldran, der mit unruhiger Stimme zu sich selbst spricht: "Herr, Heironeous, lass nicht dies die gerechte Strafe sein...!" Schweiß rinnt dem Mann von der Stirn, schon dreht er sich auf dem Fuße um wieder zurück zum Pier zu eilen.


Geändert am 08 Sep 2007 12:31 von Kognoskula


Xiara Post

Verfasst am: 09 Sep 2007 00:33
“Was ist denn passiert?” fragt Xiara an Boldran gewandt, als sie ihn in ihrer Nähe sprechen hört. Der Paladin sollte ihre Stimme ja erkennen und auch noch von Kognoskulas Zauber wissen, denkt sie sich, auch wenn sie nicht ganz sicher ist, ob er letzteres überhaupt noch mitbekommen hatte.

Daher fügt sie auch gleich noch an... “Kognoskulas Zauber verbirgt mich noch immer, daher wundere Dich nicht, dass ich nicht zu sehen bin... es müsste bald aufhören.”


Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Sep 2007 08:51
Wenige Augenblicke tauchen auch Kognoskula und Dimble auf der Rückseite des Hauses nahe des Kellerfensters auf, arglos grüßend, da sie weder von den Geschehnissen im Keller wissen, noch etwas zu verbergen haben. "Huhu, na das war ein Spass Euch beiden zuzusehen. Hat alles geklappt?" spricht Kognoskula amüsiert - sie hat noch die letzten Worte Xiaras gehört, doch Boldrans besorgte Miene macht sie stutzig:"Was ist los?"

Boldran Post

Verfasst am: 09 Sep 2007 11:33
Als Xiaras Stimme aus dem Nichts neben Boldran erschallt, weicht dieser kreidebleich an die Häuserwand zurück. "Lass nicht Wahnsinn die Strafe sein, Herr!"

Dann sieht er Dimble und die Gelehrtendame wohlauf um die Ecke biegen; dies, zusammen mit der eindringlich geflüsterten Erklärung der Elfe, lässt ihn seine Fassung wiedergewinnen.

"Ich dachte, ich, daß.." Er schüttelt den Kopf. "Es bleibt wenig Zeit, Freunde. Der Keller, den Gilthas und ich untersuchen wollten, hat sich als geheimnisvoller erwiesen, als zunächst angenommen. Gilthas ist zurückgeblieben,als Fremde aufgetaucht sind. Er wollte sich vor ihren Blicken verbergen, was ihm hoffentlich gelungen ist. Ein altes Mütterchen scheint zur Zeit die einzige andere Anzutreffende sein, ich habe zu meiner Schande und meinem Leidwesen ihr eine faustdicke Lüge aufgetischt, und sie darauf vorbereitet, daß ich mit etwas Hilfe sogleich wieder zurückkehre. Also, wir müssen zurück, Gilthas helfen, vieleicht haben die Fremden ihn entdeckt, schnell, schnell, jetzt."

Ohne eine Antwort abzuwarten, macht er auf dem Fusse kehrt und rennt zurück in Richtung des Wohnhauses.


dimble Post

Verfasst am: 09 Sep 2007 14:17
"Psst.", meint der Halbling, als er beginnt die Zusammenhänge von Boldrans eiligem Bericht zu verstehen und deutet auf das nahe Kellerfenster. Für einen Moment verschwindet die Jibby Person in einer schattigen Häuserecke, aus der Dimble dann wieder zurückkommt. Eiligen Schrittes folgt der Gnom Boldran zu dem Eckhaus am Javanpier. Der kleine Barde ist zwar auch neugierig, was Xiara auf ihrer anscheinend unentdeckt gebliebenen Erkundung des Schiffes erblicken konnte, doch dies muss warten. Gilthas scheint in ärgsten Schwierigkeiten zu stecken. Hoffentlich haben die Kerle ihn nicht erwischt. "Macht euch keine Gedanken wegen der Flunkerei, Meister Boldran. Ist bestimmt besser für die alte Dame, wenn sie nicht alles weiss. Ihr habt das Richtige getan.", versucht Dimble den alten Bauern mit gesenkter Stimme aufzumuntern, als die Gefährten ungeduldig das Öffnen der Haustüre erwarten.

Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Sep 2007 18:35
Gilthas späht aus seiner Möbelhöhle heraus und lauscht dem Flüstern der drei Kerle. Der Typ in der Werkstatt scheint sich einige Sekunden lang das Regal mit dem Holzkopf anzuschauen und dann leise zu fluchen. Kurz prüft dieser dann den Lagerraum. Währenddessen räumt der ängstliche Typ weiter Möbel herum, immer bedacht dem emsigen Halbling nicht in die Quere zu kommen, der schon bald genervt zischt: "Ach das ist doch sinnlos, so wie hier herumgeräumt wurde, haben sie's sowieso gefunden, hör doch auf mit dem Quatsch." mit den Händen in den Hüften steht er da und murmelt "Naja, zumindest bin ich aus diesem merkwürdigen Auftrag am Stück rausgekommen." - "Wie, was, ich verstehe nicht?" - "Ach halt den Mund. Psssst! Hörst Du das?" die beiden Typen verstummen und spitzen die Ohren. Auch Gilthas kann gut hören, was die zwei wohl gerade hören, Boldrans Stimme. Sogleicht spurtet der Halbling in die Werkstatt und kehrt flink mit dem düsteren Kerl zurückt. Sofort lugt der Halbling aus dem Fenster und zischt "Sie sind wohl schon unterwegs." Kurz blickt sich der Chef noch um, Gilthas erwartet förmlich, dass ihn sein Blick trifft, beinahe verkrampft umklammert er seine Dolche. Doch es geschieht nicht. "Wir gehen." spricht der Chef und das Trio verkrümelt sich flott in die Richtung aus der es kam. Gilthas hört noch einmal die Stimme des düsteren Kerls tiefgrüdig aus dem Tunnel sprechend: "Hör zu, Fremder. Die Antwort findest Du in dem Geheimgang." Schnell verklingen die Schritte der fliehenden.

Währenddessen warten die vier Gefährten seit einigen Atemzügen auf das Öffnen der Türe. Mit einer ähnlichen Geschwidigkeit wie vorhin öffnet schließlich und endlich das Muttchen die Türe. "Einen guten Morgen Herr... ach, Herr vom Sperberhof. Da sind sie ja schon wieder, meimeimei, ja kommen Sie doch herein!"


Boldran Post

Verfasst am: 09 Sep 2007 20:01
"Danke, danke. Ihr seid ausgesprochen liebenswürdig, wenn ihr mich entschuldigt, bitte verzeiht meine grobe Unhöflichkeit, ich werde mich noch bei euch erkenntlich zeigen, danke, danke..."

Atemlos stürzt er an dem alten Muttchen vorbei, zieht auf der Kellertreppe den alten Rabenschnabel und ruft laut:"Gilthas!"


Gilthas Post

Verfasst am: 09 Sep 2007 22:40
Atemlos hat Gilthas den immer näherkommenden Menschen beobachtet und sich bereit gemacht aus seinem Versteck zu springen, um in Richtung Treppe zu fliehen.

Boldrans Worte und das Verhalten des Halblings verstärken seine Anspannung noch, aber dann wenden sich die Fremden zum Gehen und der mysteriöse Mensch spricht anscheinend Gilthas an. Hab' ich's doch gewußt. Ein Geheimgang.

Als die Schritte verklingen, windet er sich aus seinem Versteck und tastet sich in Richtung Treppe vor. Ohne seine Lampe kann er in dem Gang nicht viel erkennen und muß sich anstrengen nicht in den Fluß zu fallen. Bei der Treppe angekommen lauscht er kurz.

Hmm, die scheinen den gleichen Weg zu nehmen, denn sie gekommen sind. Hoffentlich kommen die anderen bald, damit wir sie verfolgen können.


Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Sep 2007 10:16
An der Treppe kauernd spitzt Gilthas seine Ohren bis er von oben die trägen Grußworte der Hausherrin hört, gefolgt von dem Ruf Boldrans und den schweren, ungewohnt schnellen Schritten des alten Mannes. "Ja mei, wer ist denn das noch alles." Die Frau kneift ihre Augen zusammen und begutachtet die anderen nacheinenader. Ihre Hände zittern ein wenig. "Eine Räuberbande bei mir.... und nun,... eine Elfe, ein Gnom und eine Halblingsfrau,... Schlimme Zeiten sind das. Nenene. Jetzt geht mal diesen Ring suchen, gell. Aber nicht stolpern, die Treppe ist recht steil, gell!" Am oberen Ende bleibt die besorgte alte Frau stehen und schaut verwirrt von links nach rechts.

Boldran Post

Verfasst am: 10 Sep 2007 10:37
Schnellen Fusses poltert Boldran die Treppe herunter, die alte Frau vergessend. Wenn Gilthas schwer verletzt oder tot wäre, könnte er sich das niemals verzeihen. "Wie dumm ich doch bin! Nie treffe ich eine richtige Entscheidung, ich bin kein würdiger Diener des Heironeous," tadelt sich der Alte im Stillen.

Unten schaut er sich unruhig im Licht von Hornschmetter umher. "Gilthas," flüstert Boldran, "sag bitte was!"


Gilthas Post

Verfasst am: 10 Sep 2007 12:52
"Hier bin ich doch, Boldran. Es ist alles in Ordnung," entgegnet Gilthas, um den sichtlich aufgebrachten Mann zu beruhigen.

Sobald auch die anderen die Treppe runtergekommen sind, faengt er an von seinen Beobachtungen zu berichten.
"Einer der Attentaeter war unter den Eindringlingen. Sie sind durch den gleichen Tunnel wieder verschwunden, den sie auch reingekommen sind. Wenn wir uns beeilen, können wir sie eventuell noch einholen. Allerdings glaube, dass die eine Tuer hinter sich abgesperrt haben. Danach sollten wir uns den Geheimgang anschauen, denn der Anfuehrer hat an mich gewandt gesagt, dass wir dort die Antworten finden werden."


Xiara Post

Verfasst am: 10 Sep 2007 15:42
“An Dich gewandt!?” fragt Xiara etwas irritiert. “Das heißt, er hat mit Dir gesprochen?”

Gilthas Post

Verfasst am: 10 Sep 2007 18:29
"Ja, der Halbling hat euer Gespraech vorm Fenster ueberhoert und dann hat der Anfuehrer mich angesprochen. Allerdings ohne zu wissen wo genau ich bin."

Boldran Post

Verfasst am: 10 Sep 2007 19:41
"Mein Freund," erleichtert legt Boldran dem jungen Mann eine Hand auf die Schulter,"ich bin nur froh, daß ihr unversehrt seid. "

Schuldbewusst blickt er die Treppe hinauf:"Was soll ich bloss der alten Dame sagen, sie dürfte mittlerweile ziemlich eingeschüchtert sein."

Er strafft die Schultern:"Wir sind alle wohlauf und wir haben einen Hinweis bekommen, dem wir nachgehen sollten. Die Dinge werden immer seltsamer, jetzt geben uns schon Spitzbuben Ratschläge. Vielleicht wollen sie uns verhöhnen oder gar in eine Falle locken. Doch seis drum, lasst uns den Geheimnissen dieses Kellers ein für alle mal auf den Grund gehen. Dies ist sicherlich eine Aufgabe für dich, gilthas, du hast einen feinen Spürsinn und ein sehr gutes Gehör. Ich werde versuchen, dich zu unterstützen."


Kognoskula Post

Verfasst am: 11 Sep 2007 10:25
Mit einem Blick der vor neugieriger Aufregung strotzt kommt nun auch Kognoskula die Trepper herunter "Geheimgang?" Konspirativ schaut sie von links nach rechts. "Die Dame sitzt nun zumindest wieder, aber wirklich beruhigen konnte ich sie nicht. Wie Dimble schon sagte, das kommt schon in Ordnung.", sie zuckt mit den Schultern und widmet sich wieder dem Keller: "In welche Richtung sind sie denn überhaupt? Dann mal los."

Währenddessen im Schreiberzimmer der Wache:
"Meine Herren, im Namen der Stadt danke ich Euch nocheinmal für Euren beherzten Einsatz. Richtet Meister Dimble meine Grüße aus, er hat tapfere Mitarbeiter. Gibt es noch etwas, das ihr dem Protokoll hinzufügen wollt? Ansonsten sehe ich Eure Bürgerpflicht auf der Wache als erfüllt an, Herr Schwarzbart, Herr von Weidenlied?"


Burth Post

Verfasst am: 11 Sep 2007 12:09
"Nein, ich habe Euch nach bestem Gewissen Auskunft erteilt.", gibt Burth kurz an und blickt zu Thordin, ob dieser noch etwas anfügen will.

Geändert am 11 Sep 2007 12:10 von Burth


Thordin Post

Verfasst am: 11 Sep 2007 17:25
Thordin zoegert kurz und ueberlegt ob er die Befragung durch Dimble erwaehnen soll. Dann entscheidet er sich jedoch, dies selbst zu regeln, was konnte dieser einfache Mensch schon von den Angelegenheiten der Magiergilde verstehen. Stattdessen bemerkt er nur: "Nein, wie gesagt, die Angelegenheit ist mir selbst noch ein Raetsel. Ich kann mich doch darauf verlassen, dass Ihr mich und die Gilde ueber den Verlauf der Ermittlungen auf dem Laufenden haltet? Und dass Ihr mir gut auf diese kleinen Schurken aufpasst, es mag sein, dass auch ein Vertreter der Gilde sie noch verhoeren will.... Hmm, wenn das alles ist, dann werde ich mich nun wieder um meine Aufgaben kuemmern."
Draussen verabschiedet sich der Zwerg von Burth. "Wir sehen uns ja dann spaeter. Ich muss zusehen, dass die Ladung leerer Kisten endlich ankommt..."


Gilthas Post

Verfasst am: 11 Sep 2007 20:05
Ungeduldig wippt Gilthas von einem Fuß auf den anderen.
"Da sind sie entlang!" Dabei zeigt er auf den Durchgang, der von dem Hauptgang abzweigt.
"Los kommt schon, ansonsten können wir gleich hier bleiben und in den Geheimgang schauen."


Kognoskula Post

Verfasst am: 11 Sep 2007 20:25
Gilthas gibt die Richtung an und ehe es sich Boldran versieht ist ihm die Halblingsdame schon auf den Fersen. Schnellen Fußes der junge Mann die Abzweigung Im Schein seiner Lampe sieht er gleich zwei Gitter: Eines weiter geradeaus in Richtung Fluss, und eines wenige Meter die Abzweigung hinein. Beide sind mit einer Gittertüre versehen, welche sowohl den Pfad als auch den Wasserweg freigibt. Nach wenigen Schritten steht Gilthas vor dem Gitter in der Abzweigung. Es hat eine Gittertüre, doch diese ist verschlossen, wie Gilthas nach einem Drücken der Klinke herausfindet.

An der Ecke der Abzweigung lehnt eine kräftige Holzplanke an der Wand, offenbar zum Überqueren des Wassers. Dasselbe sieht Gilthas an der Tunnelkreuzung, welche er jemseits des Gitters schon erahnen kann.


Geändert am 12 Sep 2007 20:38 von Kognoskula


Burth Post

Verfasst am: 12 Sep 2007 08:08
"Leere Kisten?", ruft Burth dem Magier etwas verwirrt hinter her, aber dieser ist schneller hinter der nächsten Hausecke verschwunden als Schatten im Angesicht der Sonne.

In diesem Moment stellt Burth fest, dass er schon länger nicht mehr allein war. Nach kurzem Zögern beschließt er noch etwas durch die Stadt zu wandern, und die Leute zu beobachten, bevor er zurück zum Gasthaus geht, in der Hoffnung dort die anderen wieder zu treffen.


Xiara Post

Verfasst am: 12 Sep 2007 19:30
“Also gut, folgen wir ihnen... aber was dann? Hattest Du den Eindruck, als wollten sie mit uns reden?”

Xiara folgt Gilthas vorsichtig, sobald dieser den Weg entlangführt, den die Banditen eingeschlagen haben.


Kognoskula Post

Verfasst am: 12 Sep 2007 20:56
Burthan von Weidenlied erlebt viel geschäftiges Treiben, doch diesem geht er eher ein wenig aus dem weg, und so erreicht er nach einem Bogen durch die Murmelgasse, vorbei am Anwesen der Neheli vorbei und schließlich nach einem Schlenker über den Javanpier, Osprems Angel. "Beim Auge Gruumshs - ich dachte ich seh euch nie wieder!" brüllt der halbork'sche Wirt als Burth die Taverne betritt, sofort tritt er näher, mit äußerst skeptischem Blick und rauhem Tonfall: "Hrrmpf. Sonnen sind hübsch. Aber die Zeche musst Du trotzdem zahlen, Priester. Wenn Du willst kannst Du auch noch Eure Getränke leertrinken."

Indes erreicht Thordin Schwarzbart die Gilde der Magier. Den Wagen hinter sich herziehend bemerkt er sofort einige Arkanwächter mehr am Eingang stehen als für gewöhnlich. Mit einem diskreten Nicken wird der Zwerg durch das prächtige Tor eingelassen.


dimble Post

Verfasst am: 12 Sep 2007 21:08
Auch der kleine Barde eilt sich, seinen Kameraden auf den Fersen zu bleiben. Die Sorge um Gilthas treibt ihn an und hält ihn von einem längeren Schwätzchen mit der älteren Dame ab. Der Ring. Sauber getäuscht, Meister Boldran, hätte ich dir ja gar nicht zugetraut., entgeht dem Gnom trotz der Eile das von der alten Frau erwähnte Detail nicht. Endlich im Keller angekommen nimmt Dimble aufmerksam die Worte von Gilthas auf, der in Kürze von dem Geschehenen berichtet und zögert nicht, ebenfalls die Verfolgung der Halblingsbande aufzunehmen. "Ja schnell, lasst uns der Spur folgen, bevor sie kalt ist.", pflichtet er Gilthas bei.

Burth Post

Verfasst am: 12 Sep 2007 21:37
Den plötzlichen Aufbruch zuvor schon fast verdrängt habend, fühlt sich Burth geradezu peinlich berührt, als der Wirt ihn auf die geprellte Zeche anspricht. Doch mit dem Angebot, die Getränke auszutrinken, löst sich seine Anspannung.

"Hier, die Entlohnung, die Euch zu steht. Und dieses Goldstück, damit Ihr den nächsten armen Seelen, die eine warme Suppe ersehnen, diese aber nicht zahlen können, ihren Wunsch erfüllen könnt. Euer Schaden soll es nicht sein."

Nach dem Burth dem Wirt das Geld gegeben hat, setzt er sich an den Tisch, auf dem noch die halbvollen Tassen seiner Gefährten stehen.

Vielleicht schauen sie ja auch hier nach mir.

Burth macht es sich bequem und lässt sich einen frischen, heißen Tee bringen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 13 Sep 2007 08:40
"Beim Erzmagier,... hätte ich doch heute in den Morgenstunden gewusst was uns erwartet... Als Nebel könnte ich Dich dann hier hindurchschicken, Gilthas." murmelt Kognoskula als sie zu Gilthas aufschließt, dessen Verfolgungsjagd nun vor dem verschlossenen Gittertor zu einem jähen Ende gekommen ist. "Vom Pier aus müsste dies Tunnelsystem doch ebenfalls zugänglich sein - vielleicht sollten wir das probieren." Kognoskula kichert "Die arme alte Hausherrin..."

Boldran Post

Verfasst am: 13 Sep 2007 10:33
Boldran blickt sich zweifelnd umher. "Das verstehe ich nicht, wenn dieses Diebesgesindel den Weg hier entlang genommen hat, muss doch irgendwo ein Durchgang zu finden sein."

Er hält Hornschmetter etwas höher, damit alle ein besseres Licht haben.

"Ganz wohl ist mir bei der Sache allerdings nicht, es klingt zu sehr nach einer Einladung, den Halunken in die Falle zu gehen. Gilthas, könnt ihr einen Mechanismus erkennen, wie diese Absperrgitter unter Umständen anzuheben sind?"

In dem unsteten Schein der Waffe vermag der Alte in diesem zwielichtigen Untergrund nicht viel zu erkennen. Auch schweifen seine Gedanken immer wieder ab, zu der Lüge, die er der alten Dame so ohne weiteres aufgetischt hat. Früher hatte er vielleicht einmal gelogen, wenn es um das Gewicht einer guten Mastsau ging, die er seinem Nachbarn verkaufen wollte, aber das war Brauch; kleine Übertreibungen, die keinem weh taten.

Doch diese Frau hatte er ohne zu überlegen angelogen.. Sicherlich hatte ihn die Sorge um seinen Freund getrieben und er war deswegen in Eile gewesen, doch war es dennoch nicht leichtfertig zu entschuldigen. Sobald sich eine Gelegenheit ergab, würde er dafür Busse tun, versprach er sich selbst.


Thordin Post

Verfasst am: 13 Sep 2007 11:19
Thordin beeilt sich, die verlorene Zeit aufzuholen und die Kisten so schnell wie möglich zur Gilde zu bringen. Dort angekommen sucht er sofort seine Lehrmeisterin Alina Bolka aufzusuchen. "Du wirst nicht glauben, was mir passiert ist. Ich wurde von einem Haufen Halblingen hinterhältig überfallen. Das hätte böse ausgehen können." Ausführlich berichtet er über die Angreifer, das Eingreifen der Fremden ("Ja, die, von denen ich Dir heute morgen erzählt habe..."), das Auftauchen der Wache und auch den Skorpion. "Was wollten die bloß von mir? Ich habe mit niemandem Ärger. Wir müssen der Sache unbedingt nachgehen! -- Oh, ich werde die Gruppe demnächst bei der Bibliothek treffen."

Kognoskula Post

Verfasst am: 14 Sep 2007 07:29
Aufmerksam hört Alina Bolka den Ausführungen ihres langjährigen zwergischen Lehrlings zu "Beim Barte des Erzmagiers, Thordin! Ein Glück dass Du heil aus dieser Niedertracht heraus bist. Wir werden uns im Namen der Gilde bei den Helfern in der Not erkentlich zeigen. Ja eine Bibliotheksführung ist angemessen, Thordin, ebenso wird ihnen der Gildenrabatt eingeräumt bei ihrem nächsten Einkauf." Als sie mit einem Schnippen der Finger begreift, dass dies eben jene sind, von denen und deren Spektakel in der Grombir Thordin ihr am Morgen schon erzählte fügt sie hinzu "Na, ich nehme an die sind auf dem besten Wege mit den Häusern anzuecken."

Gerade will Thordin schon das Studierzimmer Alinas verlassen ruft die zerstreute Bannwirkerin ihn nocheinmal: "Thordin! Ich vergaß. Etwas Schreckliches ist geschehen. Bei einem Unfall im Komponentenlabor der arkanen Bibliothek ist Acolyt Jolloff ums Leben gekommen! Dieses vermaledeite Aufräumen und Anbiedern an die Häuser... Das letzte mal dass ein Mitglied der Gilde dauerhaft verunglückt ist, ist schon sehr lange her. Die Mitarbeiter van Xavier gehen der Sache nach, schließlich wollen wir ja kein schlechtes Licht auf uns haben. Doch möglicherweise werden sie bei Deiner Führung stören. Hier nimm mein Siegel, dass mir sich da keiner aufspielt von diesem Zirkel." Alina überreicht Thordin noch ein Pergament auf das sie einige Zeilen schreibt und anschließend mit einem merkwürdigen, übergroßen Stempel aus Kristall signiert, für Thordin ist diese notwednige Bürokratie nichts Neues. "Sag, hast Du Ilbidle heute schon gesehen? Er wollte mir etwas aus der Bibliothek bringen."


Thordin Post

Verfasst am: 14 Sep 2007 13:52
"Ja, ich habe heute morgen kurz mit ihm gesprochen. Merkwürdig, er ist doch sehr zuverlässig. Ich werde ihn daran erinnern, wenn ich ihn sehe, ich muss ja selber in die Bibliothek", verspricht Thordin und verschwindet schnell, sobald er endgültig entlassen scheint.
Die Nachricht des tödlichen Unfalls hat ihn etwas irritiert. Merkwürdig, die gewöhnlichen Magieschüler dürfen normalerweise mit nichts Gefährlicherem als Fledermauskot oder Krötenschleim hantieren. Das wird wieder alles unnötig kompliziert machen. Die Häuserquerelen sind Thordin wie immer ein unergründliches Rätsel. In jedem anständigen Zwergenclan hätten solch egoistische Avancen längst zur Verbannung geführt, wenn es überhaupt so weit gekommen wäre. Er hätte Lust, da mal richtig aufzuräumen, doch andererseits, was ging ihn das an?

Schnell erledigt er einige der dringendsten Aufräumarbeiten, fragt hier da nach Ilbidle und dann ist es auch schon Zeit, zur Bibliothek aufzubrechen. Vielleicht habe ich sogar Zeit, selber noch kurz eine Schriftrolle einzusehen. Ein kleiner Seufzer (der für Aussenstehende eher wie ein Brummen klingen mochte) entfährt ihm. Seine Studien würden wohl heute wieder nicht vorankommen. Dabei war er sich sicher, so kurz vor einem Durchbruch zu stehen...


Geändert am 14 Sep 2007 18:28 von Thordin


Kognoskula Post

Verfasst am: 14 Sep 2007 18:08
Im Licht von Hornschmetter sieht sich Kognoskula um, als Boldran den Rabenschnabel wie eine Fackel hochhält. "Ich denke, anheben werden wir es kaum können, und öffnen wohl auch nicht so einfach, oder ist ein Frostriese unter uns?" Kurz schmunzelt sie ob ihres eigenen Scherzes "Nun, es ist scheinbar zugeschlossen. Na, diese Halunken werden wir uns dann wohl an einem anderes Mal vorknüpfen. Ich hoffe Du hälst deren Visagen in Deinem Gedächtnis, Gilthas." Kognoskula macht kehrt und lässt Nusper den Boden abschnuppern.

Gilthas Post

Verfasst am: 14 Sep 2007 18:48
Im Licht seiner Lampe untersucht Gilthas die Tür und besonders den Verschlussmechanismus genauer.

Ein wenig verlegen fängt er an, "Hmm, wir haben doch irgendwo in der Nähe von Marschtal dieses Dietrichset gefunden. Ich könnte ja mal mein Glück im Öffnen dieser Tür versuchen. Schaden kann es ja nicht."

Ohne auf die Zustimmung der anderen zu warten, kniet er sich vor der Tür hin, und fängt an mit einem der Dietriche in dem Schloss herumzufriemeln. Anfänglich sieht es so aus als ob er nicht so recht weiß was er macht und auch einer der Dietriche muß leider dran glauben. "Verdammt" flucht er leise vor sich hin. Doch nach ein paar Sekunden erhellt sich seine Miene und er scheint dem Ziel näherzukommen. "Ich glaub ich habs gleich."

Mit einem letzten Ruck dreht er den Dietrich im Schloß und alle hören es deutlich ...


Geändert am 14 Sep 2007 18:49 von Gilthas


Kognoskula Post

Verfasst am: 14 Sep 2007 20:19
Kognoskula hält dies unzweifelhaft für eine sehr gute Idee. Aufgeregt klammert sie sich an Gilthas' Schultern und schaut ihm zu. Sie verkneift sich lehrreiche Hinweise, da sie sich doch eingestehen muss, dass dies nicht ihr Metier ist. Nusper teilt die Spannung der Halblingsdame und schlüpft emsig durch das Gitter hin und her.

*klick*

mit einem geschulten Blick observiert Gilthas, dass er das Schloss erfolgreich geknackt hat. Die Türe wird nun nur noch durch einen gewöhnlichen Klinkenmechanismus gehalten. Wäre auf dieser Seite keine Klinke, so könnte man diese zufallende Türe nun auch von dieser Seite mit etwas Flachem öffnen, das man zwischen Rahmen und Klinkenschloss drückt.


Gilthas Post

Verfasst am: 14 Sep 2007 20:25
Übers ganze Gesicht strahlend drückt Gilthas die Klinke nach unten und öffnet die Tür.

"Dann laßt uns die Verfolgung aufnehmen."
Und schon ist er durch die Tür und den Gang entlang bis zur nächsten Kreuzung


Geändert am 14 Sep 2007 20:27 von Gilthas


Kognoskula Post

Verfasst am: 14 Sep 2007 20:40
An der Kreuzung angekommen spähen Gilthas' Blicke in alle drei Gänge. Zur Linken zeigt ihm seine Lampe eine Treppe die nach wenigen Stufen an einer massiven Holztüre endet. Auch hier ist ein kleines Paddelboot festgemacht. Geradeaus endet die Fortsetzung des Gangs abrupt an einer gemauerten Ziegelwand. Zur Rechten jedoch kann Gilthas etwas Tageslicht sehen, der Kanaltunnel scheint dort seinen Weg zum Hafen zu finden.

Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Sep 2007 20:46
Die vielen Kisten, die Thordin vom Hafen geholt hat werden händeringend gebraucht. Da er seinen Arbeitsplatz aus Gewohnheit recht ordentlich hält ist dort nicht viel zu tun, und so begibt er sich zur Bibliothek. Noch nie hat Thordin diesen langen Weg gemocht. Die arkane Bibliothek - als Teil der hochfürstlichen Bibliothek, und nicht der Magiergilde... und dies einmal mehr nur wegen dem Einfluss der Häuser und der rigorosen Obrigkeit, welche eine strenge Trennung der beiden Institutionen Bibliothek und Magiergilde forderten. Wer soll da widersprechen, ist doch Stadtregentin Lora Manz zugleich oberste Gildenherrin der Magier.

In der Bibliothek angekommen grüßt Thordin die Foyerdame Chedyny und begibt sich umittelbar in das, für die Öffentlichkeit unzugängliche, Kellergeschoss, in die arkane Bibliothek. Alt sind die Mauern dieses Gebäudes, man sagt sie werden geschützt von Kräften, welche sogar Xavier von Weißenfels heute nicht mehr versteht. Die steinerne Treppe flankiert von immerwährenden Fackeln kreiselt nach unten. Thordin muss daran denken, wenn seine Mentorin Alina Bolka, Meisterin des siebenfachen Schleiers und die wohl bewandertste Bannwirkerin des Fürstentums, sich wohl endlich dieser Mauern annehmen wird. Vielleicht erst wenn Xavier abdankt und ihr nicht stets andere Aufgaben zuweist.

Der verunglückte Acolyt liegt noch immer auf einer Trage, von einem Tuch bedeckt. Heftig diskutiert einer der Hofmagier mit einer Bibliothekswachen, welche nur schweigend den Kopf schüttelt. Bücher werden hier unten sortiert, kristallines Tamarindenmark umgefüllt, Gefäße mit Spinnen, Lederstücken, konservierten Törtchen, Zauberstabrohlingen, Pergamentrollen und vieles mehr sortiert. Thordin wird von Elberdaille, der Halbnixie-Elfin, empfangen. Elberdaille ist für die laufende Dekade designierte Hüterin der arkanen Bibliothek und Vertreterin in der Gilde der Gelehrten. "Ah, gut dass Du da bist, Thordin, könntest Du Dich bitte dieser Werke hier annehmen. Sie müssen wieder an Ort und Stelle gebracht werden. Ich danke Dir." Trotz ihrer großen Füßen mit den Schwimmhäuten watschelt Elberdaille recht elegent, beinahe schwebend, zu den Schubladen mit den hocharkanen Pergamenten, und lässt Thordin mit einem Wagen voller Werke stehen. Ein paar wenige der Werke hat Thordin noch niemals in seinem Leben gesehen, doch zum Glück weisen Runen auf den Wälzern den Weg zum richtigen Regal.


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 11:08
Nachdem Henksoon, der rustikale, halborksche Wirt Burth einen heißen Holunderblütentee gebracht hat, und bei vielseitiger Unterlippenmimik das Geld kontrolliert fällt ihm noch etwas ein. Den Humpen den er gerade poliert bringt er aus der Küche mit und schlendert zu Burth, dessen Blicke aus dem Fenster gerichtet sind. "Mein Herr Priester. Ich sehe ihr haltet Ausschau." Henksoon stiert ebenfalls zum Fenster hinaus. "Wenn Ihr Eure Begleiter sucht, die haben sich da vorne an dem Eckhaus der alten Martha und am Pier herumgetrieben." Mit einem diskreten Nicken wendet er sich wieder ab und begibt sich zur Türschwelle seiner Kneipe, wo er, noch immer den Humpen poierend, einige Passanten lautstark zum Einkehren zu bewegen versucht. "Heiße Honigmilch für halberfrorene Hafenarbeiter! Mit einem Schuss Rum!"

Burth Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 12:01
Noch bevor Burth sich für den Hinweis bedanken kann, ist der Wirt schon wieder verschwunden. Mit sorgenvoller Miene blickt er aus dem Fenster auf den Hafen und besagte Eckhaus.

Bestimmt verfolgen sie eine Spur. Aber wahrscheinlich werden sie auch wieder hier hin zurückkehren. Es schadet also nicht, wenn ich hier warte."

Langsam nimmt er einen kleinen Schluck des heißen Tees zu sich und lässt seinen Blick durch die Kneipe schleifen.


Gilthas Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 12:38
Hmm, welchen Weg würde ich nehmen? fragt Gilthas in sich hinein.

"So wie es aussieht können die Schurken mittlerweile überall sein. Hmm, ein zugemauerter Gang ist schon ein wenig verdächtig. Ich werde geschwind einen Blick auf die Mauer werfen."

Er geht ein paar Schritte zurück um Anlauf zu nehmen und springt ohne Probleme über den kleinen Kanal. An der Tür angekommen fängt er an diese von oben nach unten zu untersuchen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 17:31
Kognoskula verfolgt Gilthas auf dem Fuße - doch springt sie nicht über den Kanal. Sie bedient sich doch lieber des portablen Steges der an die Wand gelehnt ist um dem sportlichen Mann zu folgen. Der Steinboden ist trocken und gut gangbar, die Decke auch für Menschen hoch genug, um sich nicht den Kopf anzustoßen. An der Türe angelangt stellt Gilthas schnell fest, dass diese Türe verschlossen ist. Versteckte Mechanismen vermag er nicht auszumachen, und mit Gewalt ließe sich diese Türe nur schwer öffnen.

Die zugemauerte Sackgasse, in welcher der Gang in Richtung Süden endet betrachtet Gilthas ganz besonders skeptisch. Und doch erscheint ihm die Wand dort wie eine vernünftige und dichte Ziegelmauer. Sie ist eindeutig jünger als der Tunnel selbst, die noch klare Ziegelfarbe setzt sich von dem Naturstein des Tunnels ab. Diese Mauer muss später eingefügt worden sein, sicherlich ist dies noch keine 10 Jahre her.

Kognoskula lugt indes in den Gang nach rechts, in Richtung Hafen "Hier wird es etwas enger, jedoch sehe ich dort vorne den Javan!"


Gilthas Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 19:02
Ein wenig enttäuscht wendet sich Gilthas von der Mauer ab und springt zurück ans andere Ufer.

"Dann laßt uns schnell einen Blick zum Javan wenden, aber ich erwarte nicht dort viel zu finden."


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 19:46
Gilthas und Kognoskula wagen sich in den Gang der scheinbar den Javanpier untertunnelt. Schon bald muss Gilthas auf allen Vieren krabbeln um den Steg zu entlangzugelangen, Kognoskula wiederum genügt ein gebückter Gang. Die beiden erreichen nach etwa 60 Fuß Marsch tatsächlich den Javan. Sie blinzeln kurz ob der hellen Wintersonne, dann blicken ihre Augen von unten auf das geschäftige Treiben auf den Stegen, Booten und direkt über sich, etwa 6 Fuss, auch auf dem Pier. Der sehr schmale Steg setzt sich hier nach links und rechts am Javan entlang fort. Hier und dort führt eine Leiter vom Wasser aus nach oben auf den Javanpier, ebenso wie einige kleinere Stege im Schatten der großen Anlegestellen in den Javan hinenragen und eine handvoll kleinere Boote beherbergen. Ein paar Typen auf ihren Booten glotzen Gilthas und Kognoskula kurz an.

Thordin Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 20:04
Für einen Moment ist Thordin irritiert über die plötzliche Arbeitszuteilung. Leicht kopfschüttelnd folgt er der kleinen Wasserfee und schaut sich den Bücherwagen an. "Gewiss, ja. Was für eine Unordnung...", kann er nur noch murmeln bevor er sich alleine findet. Hmm, es ist schließlich ein wichtig für die Gemeinschaft, hier alles in Ordnung zu finden..., motiviert er sich selbst zur Arbeit. Er nimmt sich Titel für Titel vor, sortiert schnell einige der Pergamente in die nahegelegenen Regale ein und schlägt auch kurz eine seiner Lieblingsschriften ("Tensers Tausend Transformationen") auf. Dann schiebt er den Wagen weiter , findet sich schließlich in der Nähe der Nähe der Unglücksstelle wieder und hält dort kurz inne. "Hmm, bei meinem Bart, ich habe noch nie gehört, dass jemand hier unten so schwer verunglückt ist, was hat er bloß gemacht?", fragt er an niemand bestimmten gerichtet, aber doch deutlich vernehmlich.

Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 20:35
Thordins Worte machen den Wachmann aufmerksam "Bitte haltet Euch vom Opfer fern, wertes Gildenmitglied. Der hochfürstliche Gutachter wird gleich hier sein und die Entfernung der Leiche freigeben." Sofort ist der Wachmann wieder von dem empörten Magier abgelenkt, der auf ihn einredet, sowie mit kontinuierlichem Kopfschütteln. "Verstehen sie denn nicht, es war ein Unfall, wir sollten die Leiche abtransportieren, es schockiert die vielen Leute hier..."

Gilthas Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 21:34
"Hey, ihr da drüben. Ja, ihr! Habt ihr vor ein paar Minuten zwei Menschen und einen Halbling aus diesem Gang kommen sehen?" ruft Gilthas zu den nächstgelegenen Booten hinüber.

Geändert am 16 Sep 2007 21:35 von Gilthas


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Sep 2007 22:05
Kurz schauen einige Kerle verdattert zu Gilthas. Die meisten schauen gleich wieder brav weg und sagen nichts. Ein älterer Bärtiger ruft rüber: "Allerdings. Aber ich rate Dir, junger Mann, lass es besser sein, was auch immer Du vorhast." Mit einer grimmigen Mimik nickt er Gilthas untermauernd zu und zimmert weiter an seiner Bordreling.

Thordin Post

Verfasst am: 17 Sep 2007 10:54
"Gewiss", gehorcht der Magier dem Wachmann. Dennoch versucht er sich in der Nähe zu halten, um sich vielleicht sogar in die Untesuchung des Gutachters einmischen zu können. Ein tödlicher Unfall in "seiner" Bibliothek (hier unter der Erde fühlt er sich von allen Räumen der Bibliothek immer noch am wohlsten) beunruhigt ihn. Er fährt fort, die Bücher einzusortieren. Ein paar der ungewöhnlichen Werke, die er noch nie gesehen hat, legt er erst einmal nach unten im Stapel, um sie sich später vielleicht genauer anzusehen und die Bibliothekarin nach deren Standort zu fragen.

Geändert am 17 Sep 2007 10:55 von Thordin


Gilthas Post

Verfasst am: 17 Sep 2007 19:46
Kurz zuckt Gilthas ob der Worte des alten Mannes zusammen.
In einen schönen Scheiß sind wir geraten.

Doch dann reißt er sich zusammen und ruft dem alten Mann zu.
"Warum sollte ich es sein lassen? Wer war der Mann?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Sep 2007 20:32
Der alte Mann legt nach einem tiefen Seufzer und einem kurzen mitleidigen Blick zu Gilthas sein Werkzeug beiseite und begibt sich auf der kleinen Anlegestelle und dem Steg zu den zweien aus dem Tunnel. Vor den beiden stehend verschränkt er die Arme, die beiden aus der Nähe musternd, mit klaren blauen Augen welche unter weißen Augenbrauen aus einem sonnengegerbten Gesicht schauen. Dann legt er die Hand auf Gilthas Schulter und spricht mit düsterem Tonfall und zahlreichen Sprechpausen: "Diese Herren, denen ihr da scheinbar folgt. Mit denen ist nicht zu spaßen. Doch die großen Zeiten der 'Artistengilde' sind vorüber. So wie im guten alten Greyhawk." bei einem kehligen Lachen räuspert sich der Mann, dann untermauert er seine Worte noch mit einem wedelnden Zeigefinger "Die machen heute auch nur noch ihren Job. Müssen schauen wo sie bleiben. Aber haben scharfe Messer. Die Blaublütigen, Ersteingewanderten, jedoch. Die ringen hier inzwischen um jeden Zentimeter. Schon immer, ja eigentlich. Aber seit,... och lass es zwei Monate sein." er reißt seine Augen weit auf und schüttelt den Kopf "Da ist die Luft so dick. Die kann man förmlich schneiden!" Er klopft Gilthas noch auf die Schulter. "Du bist jung und kräftig. Würdest einen guten Mastenschreiner abgeben. Und diese Kleine da. Die kann wahrscheinlich lesen was?"

Kognoskula wird verblüfft aus ihrem gebannten Zuhören herausgerissen: "Oh ja! Sogar Lesen und Schreiben, und das in sieben Sprache inklusive dem Drakonischen!" stolz lächelt sie nun, etwas aus dem Kontext.


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Sep 2007 21:25
Schnellen Schrittes kommt ein grau gerobter Herr die Steintreppen in den Keller der arkanen Bibliothek herabgeeilt, unter seinem rechten Arm klemmt eine Ledermappe, und die Linke trägt ein Köfferchen. Sofort orientiert sich der Mann in Richtung des lakenbedekten Toten. Ein Lächeln huscht über das Gesicht des bislang heftig diskutierenden Magiers, er nickt dem Ankömmling zu und tritt sofort schweigend einen Schritt zurück. "Endlich." spricht die Wache knapp und tritt ebenfalls einen Schritt zurück. Der Gutachter legt seine Unterlagen beiseite und vorsichtig hebt er das Laken zur Untersuchung an.

Gilthas Post

Verfasst am: 17 Sep 2007 21:29
Aufmerksam und von Sekunde zu Sekunde begieriger hört Gilthas dem alten Mann zu. Während der letzten Worte wird sein Gesichtsausdruck nachdenklich und ein wenig traurig. Mastenschreiner sein und ein sicheres Leben führen so wie meine Eltern. Die Worte des alten Tischlers haben ihn an seine Familie erinnert und für eine Weile schaut Gilthas abwechselnd von Kognoskula zu dem alten Mann und zurück.

Doch dann dringen die anderen Worte vollkommen zu ihm durch.
Ein sicheres Leben ... pah, und dann kommen die Blaublütigen und zerstören alles. Schließlich wendet er sich von den beiden ab. Ich werde mein Schicksal selbst in die Hand nehmen und mich von niemandem rumkommandieren lassen.

"Vielen Dank für die Auskunft. Ich werde vorsichtig sein, schließlich will ich irgendwann einen ruhigen Lebensabend mit Schnitzen vorm Kamin verbringen. Kognoskula, wir sollten zu den anderen zurückgehen. Die Schurken sind über alle Berge."


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Sep 2007 21:53
Vorsichtig und unsicher tasten sich die drei zurückgebliebenen durch den Tunnel. Boldrans Blicke sind leer und trüb, sein Geist ist zermartert von den Selbstvorwürfen ob seiner Lüge in der Not. Xiara und Dimble trotten hinter ihm her, träge grübelnd und unsicher was sich hier unten überhaupt abgespielt hat, die Hände in den Hüften.
"Dimble, Boldra, Xiara da geht es direkt zum Hafen." Kognoskula kommt aus dem Tunnel gelaufen, gefolgt vom krabbelnden Gilthas. "Die Halunken vermögen wir vermutlich nicht aufzuspüren, sie können inzwischen geradezu überall sein. Jetzt schildert doch zunächst einmal in aller Ruhe den Vorfall in diesem Keller, oder wollen wir dies besser bei einem Tee im Warmen tun. Hach, vielleicht steht meine Honigmilch ja noch in der 'Angel'!" Kognoskula klatscht sich mit der flachen Hand auf die Stirn.

Indes lässt Burthan seine Blicke durch die Taverne schweifen. Fast menschenleer ist sie um diese Zeit. Und so kassiert Burth den einen um den anderen äußerst skeptischen Blick vom Henksoon. Der halborkische Wirt wischt und deckt Tische, wechelt Kerzen und kehrt den Boden. Ein Fischer verhandelt in der Stiefelhalle mit einem Kontorsvertreter Fischpreise und zwei Tische neben Burth hat sich eine Damenrunde eingetroffen, welche die Stoffauswahl zum anstehenden Festschmuck bespricht.


Boldran Post

Verfasst am: 17 Sep 2007 22:20
Boldran nickt langsam, mit den Gedanken ganz woanders.

"Ja, ihr habt recht. Lasst uns zurück in die Wirtsstube und uns aufwärmen. Burth müsste mittlerweile sogar von seiner Berichterstattung an die Wache zurück sein. Wir sollten ihn ebenfalls auf dem laufenden halten. Doch ich muss vorher andere Dinge erledigen und werde in etwa einer Stunde zu euch kommen. Der Ausgang dort vorne scheint mir geeignet, diesen Ort zu verlassen."

Obwohl er sich nur mit Mühe durch den engen Kanal zwängen kann, scheint ihm dieser Weg beiweitem lieber, als noch einmal der alten Dame in die Augen schauen zu müssen.

Auf dem Pier angekommen, dreht er sich noch einmal zu seinen Freunden um. "Es dauert nicht lange, bis gleich, meine Freunde."

Dann entfernt er sich schnellen Schrittes. Sobald er ausser Sichtweite der anderen ist, hält er einen beliebigen vorübereilenden Bürger an und erkundigt sich genau nach dem Weh zum nächsten Heironeous Tempel.

Zur Mittagszeit sind ausser den Akolythen und dem einen oder anderen Priester keine weiteren Besucher im Tempel zugegen, dafür ist Boldran äußerst dankbar. Er sucht sich ein stilles Plätzchen und entledigt sich seines Panzers. Ordentlich häuft er seine Habseligkeiten an Ort und Stelle auf, legt Helm, Schild und sogar den Rabenschnabel ab.

Dann tritt er an eine der Statuen seines Gottes heran, barfuss und nur in Leinenkleidung. Er breitet die Arme aus: "Herr, ich habe dir Schande gemacht, ich habe gelogen, aus niederen Beweggründen, aus Misstrauen, auch aus Sorge wegen meiner Freunde. Ich war schwach, schwach zu sein war einfach, ich habe mich diesem Gefühl hingegeben."

Er spürt eine Hand auf seiner Schulter. "Es ist gut daß du da bist, mein Sohn." Er dreht sich nicht um. "Ich habe Angst, was wird jetzt geschehen?"

Sein Junge tritt neben ihn. "Nichts, Vater, denn er weiß, wie stark dein Glaube ist und welche Aufgaben und Taten noch deiner harren. Deine Schwäche war menschlich und dennoch bist du einer seiiner treuesten Diener. Treuer als ich es jemals hätte sein können."

Boldran stürzt auf die Knie. "Sag das nicht, Junge, ich bitte dich, sag das nicht."

"Es ist wahr, Vater. Du bist viel stärker als ich und seiner Kraft und seiner Führung mehr als würdig. Du hast deinen Mut und den Glauben häufig genug bewiesen. Schöpfe daraus Kraft, jeden Tag aufs neue. Halte an deinen Idealen fest und bete nun, bitte ihn um Verzeihung und es wird dir gewährt werden. Und anschliessend wirst du auch der alten Dame deine Demut zeigen, denn sie ist es, die du verletzt hast."

Der Alte senkt den Kopf. "Ja," ist alles was er noch über die Lippen bringt, bekräftigend, zweifelnd.

Er betet lange, gedenkt seiner Frau, seiner Familie, seiner Aufgaben. Dann kleidet er sich wieder an, drückt einem der Akolythen einen Beutel Gold in die Hand und verläßt stumm den Tempel. Schweren Herzens begibt er sich zum wiederholten male an diesem Tag zu dem Haus der alten Frau und klopft vorsichtig an die Eingangstür.


Gilthas Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 08:37
"Ihr wollt schon wieder in die Angel? Was ist mit dem Geheimgang? Wenn wir den jetzt nicht untersuchen, kommen vielleicht die Schurken wieder und entfernen die Beweisstuecke."

Ohne auf die Antwort der anderen zu warten, laeuft er zielstrebig in die Bootsmacherwerkstatt und faengt an das Regal sehr genau unter die Lupe zu nehmen.

Als die anderen auch endlich in den Raum laufen, faellt ihm die Brille ein. Er holt sie aus seiner Tasche und haelt sie Kognoskula vor die Nase.
"Oh, das habe ich fast vergessen. Wir haben diese Brille auf der Bueste da vorne gefunden."


Thordin Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 08:38
Thordin hat nur auf die Ankunft des Gutachters gewartet. Er verlässt seinen Bücherstapel und trottet zur Unglückstelle, um einen Blick auf das Opfer zu werfen, hält aber gebührenden Abstand. "Was ist hier eigentlich genau passiert? Das ist doch höchst ungewöhnlich, wurden etwa Sicherheitsvorschriften verletzt?", fragt er seinen Kollegen, jedoch so, dass es auch der Gutachter verstehen muss.

Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 14:00
"Ja, Boldran, bis gleich! ... was ist denn mit dem plötzlich los?"Kognoskula zuckt mit den Schultern und folgt Gilthas neugierig wenngleich ängstlich zur Geheimtüre "Ein Tee mit Rum vielleicht?" murmelt sie um sich ein wenig die Angst vor hinterhältigen Halunken aus dem Halbschatten zu nehmen. Die Brille jedoch erledigt diese Aufgabe etwas unmittelbarer. Kognoskulas Augen sind auf die Brille fixiert. Sie dreht sie in den Händen und wirkt unmittelbar einen Zauber zum Aufspüren von Magie. Nuspers Nase klebt ebenfalls an dem kostbaren Fund.
"Es besteht kein Zweifel,... faszinierend..." Kurzerhand setzt sie sich die Brille auf, rennt kichernd in das dunkle Lagerzimmer und zurück zu Gilthas, dem sie mit ihren Filzpantoffeln vors Schienbein tritt. Gilthas, der gerade etwas verärgert festgestellt hat, dass die Geheimtüre gar nicht ganz so trivialer Natur ist wie erwartet starrt die Halblingsdame an. Sie duckt sich etwas ominös und schleicht um Gilthas herum. Verdattert nimmt sie die Brille dann plötzlich ab. Das Kichern ist fort. "Oha. Hier ist ja Illumination...,gar nicht dunkel... "

Um von ihrem merkwürdigen Verhalten abzulenken merkt sie an "Nun, wenn Du explizit auf jenen verborgenen Durchgang aufmerksam gemacht wurdest, so nehme ich nicht an, dass diese Halunken dort etwas zu entfernen planen. Ansonsten hätten sie es Dir doch gar nicht gesagt." Die Halblingsdame grübelt quastenpfriemelnd über ihre Schlussfolgerung.
Als Gilthas ein wenig resigniert zu dem fragwürdigen Regal schaut sagt er "Ok, vielleicht sollten wir doch erstmal einen Tee trinken gehen ..."


Burth Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 14:08
"Ach, da seid ihr ja endlich.", begrüßt Burth seine Freunde, als diese endlich in der Angel auftauchen.

"Wo habt ihr Boldran gelassen? Ihm wird doch, bei Pelor, nichts zu gestoßen sein? Wir haben der Wache Bericht über den Vorfall erstattet, aber ich denke, es wird eine Weile dauern, bis deren Arbeit Ergebnisse zu Tage fördert. Wart ihr erfolgreicher?"

Boldran schiebt die mittlerweile leere Teetasse zur Seite und rutscht auf einen hinteren Platz der Bank, um den anderen das Sitzen zu ermöglichen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 14:44
Mit einem kritischen Blick stützt sich Henksoon auf seinen Besen auf als die Gefährten wieder in die Angel zurückkehren. Er schüttelt den Kopf und arbeitet weiter. Kognoskula rutscht sofort zu Burth auf die Bank um sich dort aufzuwärmen. Sogleich winkt sie ab "Hach Burth, das war ganz schön aufregend. Herr Ober, bitte einen Tee mit Rum!"

Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 18:32
"Nein, Boldran ist wohlauf, aber stark betrübt wie mir schien. Er flunkerte wohl die Hausbesitzerin an, um Hilfe zu holen,... Aber um ehrlich zu sein - " Kognoskula zieht die Augenbrauen hoch und zuckt mit den Schultern "weiß ich eigentlich selber nur die Hälfte!" Nachdem Kognoskula kurz geschildert hat, was geschehen ist, bis sich die Truppe teilte, dann gibt sie weiter: "Und dann sind Gilthas und Boldran ins Haus und Xiara unsichtbar auf das Boot und widerum Dimble als die Jibby-Person zu den Aufsehern."

Gilthas Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 18:41
Auch Gilthas macht sich auf den Keller zu verlassen, doch an der Tür der Bootswerkstatt dreht er sich nochmal um und schaut zurück auf das Regal. Dann bleibt er stehen.

"Geht ihr ruhig in die Angel. Ich bleibe hier und bewache die Geheimtür. Vielleicht finde ich ja heraus wie man sie öffnet."

Er stellt seine Lampe in der Nähe des Regals auf einen Hocker und macht sich daran das Regal zu bearbeiten. Er nimmt jeden Gegenstand des Regals in die Hand, drückt und dreht ihn, und entfernt den Gegenstand vom Regal und stellt ihn auf den Boden.


Burth Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 18:47
Burth blickt zu Dimble. "Schade, dass ich nicht dabei war. Bestimmt hast Du ein ähnlich gutes Bühnenspiel an den Tag gelegt, wie bei deinem Auftritt gestern abend. Und wie ging es dann weiter? Irgendwelche Hinweise, die uns wirklich weiterbringen? Etwa schon eine Vermutung, was die Ursache für diese mysteriösen Krankheit ist?"

Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 19:09
Währenddessen in der Bibliothek...

Thordin kann nicht umhin einige Blicke auf auf die Leiche zu werfen, während der Fachmann seine Untersuchungen durchführt. Die schweren Wunden - Thordin sieht sofort drei an Schulter und Brust, untersucht der Gutachter mit Hilfe von Abstrichen, Hautproben einer Lupe, einigen Ingredientien und Kräutern. Warum mischt er denn die versengte Haut mit dem Crystalsand? Dass macht man doch mit einer Blutprobe um arkane Resonanzen aufzuspüren, oder nicht? Zu wenig weiß der Zwerg über das was geschieht um sich hier einmischen zu wollen.
"Ja,..." spricht der Fachmann bei der Arbeit "... es handelt sich hier eindeutig um Brandwunden. Er hantierte offenbar mit augmentierten Sengenden Strahlen. Das ist ganz klar zu sehen, hier, dort, da, eine leichter Druckpunkt..." er hämmert mit einem Hämmerchen auf den Brustkorb "angesengte Kleider, ... jaja. Hier liegt ja zudem die geeignete Schriftrolle. Keinerlei arkanen Energiepole." Er streift das Tuch wieder über den Körper und wischt sich die Hände an einem feuchten Handtuch ab. Schon räumt er wieder seine Sachen zusammen. "Die Lage ist eindeutig." Er nickt dem beistehenden Magier zu, der sogleich damit beginnt den Transport der Leiche zum Tempel Boccobs vorzubereiten. Bei einem letzten Blick fiel Thordin noch ins Auge dass die Haut selbst nicht etwa geschwärzt, sondern nur lila und dudnkelbraun ist - wie etwa durch starke innere Blutungen und Fleischzersetzung. hmmmm, Feuer? Wobei der Kleiderschaden natürlich ganz characteristisch für einen Strahl ist. ...ja, da hat er widerum recht...


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 20:24
"Aber sei bloß vorsichtig! Mach keinen Unfug!" Belehrte Kognoskula der jungen eifrigen Mann noch bevor er zurückbleibt.

Die große Schatulle die Gilthas soeben in die Hand genommen hat, interessiert ihn dann doch ein wenig weitergehend. " 'Drachenschach. Meisteredition. Sheldebaer von Greyhawk.' ...hmmm." Vorsichtig legt er sie einen Schemel neben der Lampe bereit und befreit diesen von Staub und Spänen. Die Schatulle auf dem Schemel kniet er davor und öffnet den schick verzierten Schnappverschluss. Die Schatulle öffnet sich. Licht scheint heraus und beleuchtet Gilthas' Gesicht. Die Handwerkskunst und die Schnitzerei deren er nun Zeuge wird lässt sein Herz schneller schlagen. Aus makellosem Eichenholz gefertigt, entfaltet sich eine Art Spielbrett, vielmehr drei Spielbretter, übereinander bauen diese sich auf, als die Schatulle geöffnet wird. Dies obere Spielbrett ist bemalt mit filigranen und schönen silbrigen Mustern, stilisierte Wolken vielleicht. Das Mittlere wiederum zeigt subtil schattierte Bäume, Berge und sogar Häuser. Das untere jedoch, interpretiert mit roten und schwarzen Pinselstrichen eine Impression dessen was man Gilthas früher als die 'Unterwelt' geschildert hat. Deckel und Boden der Schatulle bilden Fächer, welche, mit feinem Glasdeckeln verschlossen, kleine Figuren beherbergen. Gilthas dreht einen meisterhaft geschnitzten, eichenhölzernen Greifen, einen Oliphanten und einen Basilisken in der Hand bevor er die großartige Schatulle wieder verschließt.

"Na sowas." Nach kurzem Weitersuchen ist ihm nun auch endgültig klar, dass die Büste ledigleich klemmte, vermutlich von vielen Jahren der Vernachlässigung. Ein Ruck und sie steht gerade, in einer sauberen, geraden Ausgangsposition. Über weitere versteckte Mechanismen ist Gilthas ebenfalls nicht gestolpert. ...jetzt drehen, dann geht sie ganz sicher auf, die Türe....


Geändert am 18 Sep 2007 20:42 von Kognoskula


Gilthas Post

Verfasst am: 18 Sep 2007 20:31
Aufgeregt und sehr gespannt hält Gilthas die Büste in seinen Händen und ist kurz davor diese zu drehen.

Aber sei bloß vorsichtig! Mach keinen Unfug! hat er noch die Worte von Kognoskula im Kopf. Pah, ich kann selber auf mich aufpassen und bin meiner eigen Herr, denkt er bei sich und dreht die Büste.


Geändert am 18 Sep 2007 20:32 von Gilthas


Kognoskula Post

Verfasst am: 19 Sep 2007 08:55
Mit einem grollenden *klaaargh* aus der gesamten Wand rastet die Büste seitlich gedreht ein. Langsam setzt sich das Regal in Bewegung. Gilthas zieht seine Finger weg als es schneller wird. Ein Teil der Wand scheint ebenfalls nach rechts zu gleiten. *Raarghtonk* als die Geheimtüre bis zum Anschlag geöffnet ist, steht Gilthas staunend vor einem dunklen, gemauerten Tunnel. Eine kalte, trockene, und ganz leicht modrige Luft bläst ihm kurz durch das Gesicht. Er hält die Lampe hoch und sieht nach nur 20 Fuß Gang eine T-Kreuzung nach links und rechts abzweigen. Es ist still in dem Gang, totenstill. Die verspürte Kälte nimmt nicht ab. Ein wenig Staub, und ein paar Kiesel liegen auf dem Boden des ansonsten leeren Tunnels.

Kognoskula Post

Verfasst am: 19 Sep 2007 09:20
Als Boldran dem Acolyten schweigend einen Beutel Bußgold in die Hand gedrückt hat schreitet ein älterer, erhaben wirkender Priester auf ihn zu. "Mein Name ist Councelor Thurm. Seid willkommen in diesen heiligen Hallen, Herr von Sperberhof. Meine Messdiener berichteten mir von Eurem kommen vor einigen Tagen." Er reicht Boldran herzlich die Hand, doch sein Blick bleibt neutral und durchdringend. Der Acolyt geht von dannen und Thurm spricht ernst. "Ich spürte eine Erschütterung in Eurer Tugend, Boldran. Es spricht für Euch dass ihr sogleich Sühne sucht." In langsamen Schritten geht er mit Boldran durch die Heiligen Hallen des Heironeous. Er nickt anerkennend "Abt Heinrich Elderbotrom berichtete mir von Euren Taten. Ihr habt bewiesen dass Euer Herz rein ist." Er bleibt stehen und packt Boldran an den Schultern, sein blick durchbohrt Boldran beinahe. "Doch weicht nicht ab vom rechten Pfad! Schlingert nur ein wenig, und Euer Weg führt in die Schatten." Wieder gehen die zwei ein paar Meter und bleiben schließlich an einer mächtigen Steinsäule des Tempels stehen. "Es ist der Wille unseres Herren Heironeous dass Ihr Absolution empfangt. Doch um Euer Eigen Seelenheil Willen, achtet auf seine Zeichen, er wird Euch bald eine Gelegenheit geben zu beweisen dass ihr ein würdiger Gotteskrieger des Silbernen Blitzes seid."

Boldran Post

Verfasst am: 19 Sep 2007 10:28
Boldran verbeugt sich tief und verharrt einige Momente in der gebückten Haltung.

"Ich werde nicht weichen und ich werde bereit sein, meinem Herrn zu dienen. Ich danke euch, für eure Worte, Ehrwürdiger."

Höflich verabschiedet er sich anschliessend von dem Priester, wenn dieser nichts weiter mit ihm zu besprechen hat und macht sich an den nächsten schweren Gang.

Wenige Minuten später steht er zum wiederholten Male an diesem Tag vor dem Haus an dem Javanpier und klopft vorsichtig an.

Als er schliesslich der alten Dame ansichtig wird, hat er Mühe die richtigen Worte zu finden:"Guten Tag, Mütterchen, ich, ich bin noch einmal zurückgekommen um mich bei euch aufrichtig zu entschuldigen. Ich habe euch, ich musste euch heute morgen, ich war nicht ganz aufrichtig. Ich musste nicht noch einmal in den Keller um nach meinem Ring zu suchen, ich war auf der Suche nach der Räuberbande und ein Freund von mir war alleine dort unten und ich hatte Angst um ihn und hatte keine Zeit euch die Wahrheit zu erzählen, doch ich versichere euch, es bestand zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gefahr für euer Leib und Leben."

Er holt tief Luft. "Ich möchte euch um Verzeihung bitten, meine Lüge war nicht angebracht."


Gilthas Post

Verfasst am: 19 Sep 2007 17:20
Habe ich es doch gewußt denkt er sich triumphierend. Aufmerksam lauscht und späht er in den Gang hinein.

Jetzt will ich auch wissen, wie es an der Kreuzung weitergeht. Was kann jetzt schon noch passieren.

Furchtlosen Schrittes geht er in den Gang hinein und schaut sich an der Kreuzung in beide Richtungen um.


Thordin Post

Verfasst am: 20 Sep 2007 20:33
"Ich grüße Euch, Herr Kollege", spricht Thordin den Gutachter beim Aufbrechen in besorgtem Ton an. "Darf man fragen, was Eurer Expertenmeinung nach hier passiert ist? Ein Unfall? Von so einem schweren Unfall habe ich hier noch nie gehört. Wer war der Mann? "

Xiara Post

Verfasst am: 22 Sep 2007 07:40
Xiara bleibt ebenfalls zurück und hält sich die ganze Zeit über bereit, falls sie doch in einen Hinterhalt laufen, oder sich anderweitige Probleme auftun, lässt aber Gilthas den Vortritt, der sich in diesen Dingen hier unten offenkundig besser auskennt. Für die Waldelfin ist die Wildnis eher der passende Ort als so ein Kellergewölbe.

Geändert am 23 Sep 2007 12:02 von Xiara


Gilthas Post

Verfasst am: 23 Sep 2007 11:25
"Ohh,Xiara!" schreckt Gilthas auf.

"Ich habe euch gar nicht bemerkt. Wolltest du nicht auch in die Angel gehen?"


Xiara Post

Verfasst am: 23 Sep 2007 12:01
Xiara schaut zu Gilthas rüber, als dieser offenbar ganz in seine Gedankenspiele vertieft ihrer Präsenz gewahr wird.

“Und Dich hier alleine zurücklassen? Kommt nicht in Frage...”


Gilthas Post

Verfasst am: 23 Sep 2007 19:12
Ein Lächeln huscht über Gilthas' Gesicht.

"Du hast mich ein wenig erschrocken, aber es ist gut, daß du hier bist. Die anderen scheint dieser Geheimgang und die Verwicklung der Diebesgilde weniger zu interessieren als ein warmer Tee in der Angel."


Kognoskula Post

Verfasst am: 24 Sep 2007 03:43
Unter den wachsamen Blicken von Xiara tritt Gilthas auf die T-Kreuzung und erstarrt augenblicklich. Einen nebelartigen Schatten sieht die Elfin noch fuer einen Wimpernschlag. In voelliger Ruhe dreht sich Gilthas dann zu Xiara um und schreitet wortlos auf sie zu. Seine Mimik ist ungewoehnlich.

Xiara Post

Verfasst am: 24 Sep 2007 17:32
Etwas verdutzt blickt Xiara zunächst in Gilthas Richtung und denkt dann aber, dass es wohl besser wäre, langsam zurückzugehen, ihren Gefährten dabei aber nicht aus den Augen zu lassen.

Leise flüstert sie Gilthas zu: “Gilthas!? Was ist los?”

Da die Elfin nicht wirklich eine Antwort erwartet, macht sie sich bereit, den Menschen nötigenfalls zu Boden zu ringen, um ihn zur Angel zu schleppen, wenn nichts anderes hilft.

Aber erstmal sorgt sie dafür, dass genügend Distanz zwischen ihnen beiden ist, und sie erstmal zurück in den Raum gelangen, wo die Geheimtür war.

Natürlich blickt sich Xiara auch immer wieder einmal um.


Kognoskula Post

Verfasst am: 26 Sep 2007 08:31
"Alles in Ordnung." murmelt Gilthas schulterzuckend der sehr skeptischen Xiara als Antwort. "Unheimlich hier." Gelassen und kopfschuettelnd geht auch er zurueck in Richtung der Geheimtuere.

Xiara Post

Verfasst am: 26 Sep 2007 09:04
“Einen Moment lang dachte ich... ach egal... Und nun? Erkundung beendet?” fragt Xiara, offensichtlich erleichtert, dass sie sich in ihrer ersten Beobachtung nicht bestätigt fühlt.

Gilthas Post

Verfasst am: 27 Sep 2007 10:47
Seine Dolchhand locker herunterhängen lassend geht Gilthas ruhigen Schrittes weiter auf Xiara und den Ausgang zu. "Laß uns raus gehen."

Plötzlich springt er die letzten Meter auf Xiara zu, reißt seinen Dolch hoch und bohrt diesen in Xiara's Hals. Sobald das Blut aus der tiefen Wunde spritzt, verdrehen sich seine Augen und sein soeben noch klarer Blick wirkt auf einmal gequält.

"AHHH WAAR" schalt es aus seinem wild verzogenen Mund, als Gilthas sich umdreht und wild zuckend zurück in den Gang und um die Ecke rennt. Einzig sein markerschütternder Schrei bleibt in Xiara's Ohren.


Boldran Post

Verfasst am: 27 Sep 2007 11:06
Boldran wartet geraume Zeit, bis er sich noch einmal traut, vorsichtig an die Türe der alten Dame zu klopfen.

Dann legt er den kopf leicht schräg; war da etwas ein Schrei oder ähnliches.


Kognoskula Post

Verfasst am: 27 Sep 2007 11:49
"Na dann,..." Kognoskula trinkt recht hektisch das warme Getraenk aus, so dass sie sich ein wenig die Zunge verbrennt. Sie findet keine Ruhe. "... gehen wir lieber zurueck zum Ort des Geschehens und besprechen dass mit den anderen zusammen. Zudem hoerte ich Gilthas Worte ueber einen Geheimgang verlieren. Dies klingt aeusserst interessant." Fragend blickt Kognoskula zu Burth und Dimble, schon wieder bereit zu gehen.

Kognoskula Post

Verfasst am: 27 Sep 2007 11:55
Verdutzt schaut der Gutachter auf das Emblem der Magiergilde auf Thordins Kleidung. "Nun, Euer Kollege wie mir scheint. Sein Name war Hollhob, wurde mir mitgeteilt. Ich darf zwar an dieser Stelle nicht darueber reden, aber die Sachlkage ist eindeutig. Er ging fahrlaessig mit Evokatio um, deren er nicht Herr war." Mit einem reservierten Nicken empfiehlt sich der Fachmann und schreitet schnell davon.

Xiara Post

Verfasst am: 27 Sep 2007 18:11
Als Gilthas sie plötzlich attackiert, ist Xiara einen Augenblick lang verdutzt, doch dann übernehmen ihre Kampfinstinkte die Steuerung und sie greift sofort nach ihrer Waffe.

Ihre Augen sind auf Gilthas gerichtet, der sich gerade umdrehen will, um wieder zu verschwinden. Es ist recht offensichtlich, dass sie das nicht einfach so zulassen wird.


Thordin Post

Verfasst am: 27 Sep 2007 19:45
"Hmm, eindeutig...?", murmelt der Zwerg, mehr zu sich selbst als dem Gutachter. "Habt Dank für die Auskunft!", ruft er ihm noch hinterher. Das Urteil des Sachverständigen scheint ihm doch recht schnell zu kommen. Es scheint zwar vieles auf seine Theorie hinzudeuten, aber eindeutig...? Nun ja, solange es keine anderen Hinweise gibt... Er sieht noch einen Moment grübelnd dem Abtransport der Leiche zu und wendet sich wieder seiner Aufgabe zu.
Ein paar Bücher sind noch einzuordnen, dann fällt sein Blick wieder auf dasjenige, dass ihm schon vorhin aufgefallen war und dass er zur Seite gelegt hatte. Er begibt sich wieder zu der kleinen Elfe, um sie danach zu fragen. Zunächst jedoch bemerkt er: "Unangenehmes Vorkommnis, das." Mit einer Kopfbewegung deutet er zur Unfallstelle. "Wart Ihr in der Nähe, als es passiert ist?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 01 Okt 2007 12:24
Doch ehe Xiara ihre Fassung gewinnt ist Gilthas schon in den Tunnel gerannt, bei der T-Krezung nach rechts abgebogen und hinterlässt sie blutend im Dunklen. Ihre Elfenaugen vermögen zwar grob die Schreinerei wahrzunehm, durch das schwache Licht aus dem Nachbarraum mit dem Kellerfenster, jedoch ist der Tunnel vor ihr nun ganz in Schwarz getaucht, lediglich die T-Kreuzung kann sie durch das Licht von Gilthas' Laterne erahnen.

Kognoskula Post

Verfasst am: 01 Okt 2007 14:38
Die Miene der geschäftigen Elberdaille wandelt sich in tiefe Trübsal: "Nein. Hollhob war scheinbar ganz alleine hier unten, niemand sah was geschah." Sie schüttelt den Kopf "Sicher war er immer schon eine neugierig Seele, jedoch so eine Dummheit zu begehen sieht ihm nicht ähnlich. Seine Grenzen zu überschreiten kann gefährlich sein, wenn man mit Schriftrollen hantiert, und dazu noch eine Evokatio in diesen Hallen, so geschützt sie auch sein mögen... " Mit schulmeisterlich erhobenem Zeigefinger blickt sie Thordin in die Augen, obgleich das Feenwesen weiß, dass dem zuverlässigen Zwerg so etwas nun wirklich nicht zuzumuten ist.

Thordin Post

Verfasst am: 01 Okt 2007 19:54
Unverschämtheit, glaubt wohl, das ihresgleichen die einzigen sind, die etwas von Magie verstehen!, ärgert sich der Zwerg. Doch solcherlei (in seiner Sicht) Herabsetzungen ist er gewöhnt, weswegen er gelassen und nur wenig brummig reagiert: "Hmm, das musst Du mir nicht erzählen. Aber wenn Du sagst, dass es ihm nicht ähnlich sah, dann könnte doch etwas anderes dahinterstecken... Hmm, die Rolle könnte verflucht gewesen sein oder hat gar ...?" Er bricht ab, denn an Alternativen möchte er eigentlich nicht denken, und setzt neu an: "Weißt Du, woran er gearbeitet hat?"

Kognoskula Post

Verfasst am: 02 Okt 2007 09:22
Elberdaille gießt sich zur Entspannung ein Glas Wasser über den Kopf. Thordin hat sich schon lange an dieses obskure Verhalten gewöhnt. Die aquatische Haut der Halbnixie saugt selbst den letzten Tropfen auf, bevor einer den Boden erreicht. "Nun, sein derzeitiges Projekt war die Erschließung eines augementierenden Metaarkanums zur Ausweitung seiner Wahrsagungen und Verzauberungen." Sitzend platscht sie einige Male mit ihren großen Füßen auf den Boden, kopfschüttelnd, ein Zeichen ihrer aufgewühlten Emotion: "Da sich hier unerwarteterweise keiner von Xaviers Zirkel blicken ließ, habe ich Hollhob noch persönlich hier hinuntergeschickt um mit den Aufräumarbeiten zu beginnen."

Xiara Post

Verfasst am: 02 Okt 2007 09:49
Als Gilthas sich plötzlich wieder entfernt, macht sich Xiara an die Verfolgung. Zunächst spurtet sie zur Ecke, um zu sehen, wie weit ihr sich so seltsam verhaltende Gefährte gekommen ist. Zum Glück trägt er immer noch die Laterne bei sich, so dass der verbleibende Weg erhellt ist. Kaum ist sie an der Ecke angekommen, ist die Elfin aber auch schon unterwegs, um die verbleibende Distanz zu überbrücken, und Gilthas möglichst sogar zu überholen. Sie versucht sich so zu positionieren, dass es ihm nahezu unmöglich gemacht wird einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen.

Thordin Post

Verfasst am: 02 Okt 2007 11:25
"Hmm, nichts Ungewöhnliches also", stellt Thordin fest. Er glaubt einen Grund für die Unruhe der Halbnixie zu erkennen. "Ich bin sicher, Dich trifft keine Schuld an dem Unfall!", sichert er ihr beruhigend zu. "Wenn Du sagst "unerwarteterweise", heißt das, dass Du eigentlich jemand anderen erwartet hast? -- Oh, und wo wir gerade von erwarteten Personen sprechen: Hast Du zufällig Ilbidle Albadole heute schon gesehen?", fällt ihm plötzlich die Bemerkung seiner Lehrerin wieder ein.

Kognoskula Post

Verfasst am: 02 Okt 2007 13:26
"Xavier plante eigentlich seinen Zirkel hier den Anfang machen zu lassen. Ach, nun da Du es sagst, Ilbidle traf ich vorhin beim Verräumen der Werken zum Brauchtum und zur Historie des großen Mufti der Baklunish und des Muquollad. Ich bat ihn Hollhoob zur Hand zu gehen." Mit der Schwimmhand schlägt sich Elberdaille gegen den entsetzt aufgerissenen Mund. Dann schüttelt sie den Kopf, wieder etwas gefasster. "Schau doch bitte gleich mal nach ihm, er vergaß meine Worte sicherlich."

Thordin Post

Verfasst am: 02 Okt 2007 15:32
Plötzlich schlägt Thordins immer noch alltagsmäßige Neugier in echte Besorgnis um. "Wie? Wo? Warum hast Du das nicht gleich gesagt." Bisher hat er dem Vermisstwerden seines Freundes keine Bedeutung beigemessen, aber jetzt, wo eine Verbindung zu dem tragischen Vorfall zu bestehen scheint, ändert sich dies rasch. Unverzüglich macht er sich in der angezeigten Richtung auf die Suche. "Ilbidle!", schallt sein gedämpfter Ruf dennoch unangemessen laut durch die stillen Flure der Bibliothek.

Kognoskula Post

Verfasst am: 02 Okt 2007 15:47
Gebremst ob der Dunkelheit arbeitet sich Xiara sich zur Ecke vor und sieht dort, dass Gilthas beinahe tänzelnd, die Laterne wild herumbaumelnd, durch den Stollen eilt. "WAAAHH" Der Tunnel setzt sich hier ebenso schlicht fort wie bisher. Sauber, alt, und mit einer Staubschicht bedeckt, in der sich Gilthas' Fusspuren abzeichnen. Mit besserem Licht setzt sie die Verfolgung mit Nachdruck fort. Sie spurtet los, doch was ist das? Der Boden unter ihren Füßen gibt nach! Eine Falltüre in die Dunkelheit öffnet sich, Xiaras linker Fuß tastet hilflos inm Nichts, doch ihre kräftigen Hände stemmen sich blitzschnell an der Wand ab. Sie drückt sich mit dem rechten Bein ab und landet unversehrt jenseits der gefährlichen Falle.
Gilthas trödelt etwas, so dass Xiara ihn mit einigen schnellen Schritten einholen könnte.


Xiara Post

Verfasst am: 02 Okt 2007 15:55
Das hat so keinen Zweck... denkt sich Xiara, denn es ist nur zu offensichtlich für die Waldelfin, dass wer oder was auch immer von Gilthas Besitz ergriffen hat - denn ein solches Verhalten traut sie dem Menschen auf keinen Fall zu - sie in eine Falle locken will. Zu gut kennt sie solche Taktiken aus jahrzehntelanger Erfahrung selbst.

Sie bleibt daher genau wo sie ist, zückt ihren Bogen und beginnt sofort zu schießen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 03 Okt 2007 22:27
Gilthas dreht sich zu Xiara um. Im Schein seiner Lampe kann sie sehen wie sich seine Miene von Empörtheit zu Grinsen und dann zu Entschlossenheit wandelt. Er schreitet auf die Elfin zu, so dass nur noch die Fallgrube die beiden trennt. Mit nun leicht fremdartiger Stimme spricht Gilthas und verdreht die Augen dabei unnatürlich: "Hol den Gotteskrieger der bei Euch war. Oder Dein Gefährte hier..." arglos sticht Gilthas sich selbst in die linke Schulter, blut tränkt seine Weste, dabei zeigt er keinerlei Schmerz. "...muss sterben."
Gilthas' Fußspitzen ragen bereits über den Rand des Loches hinaus, es ist nur eine Frage des Gleichgewichtes, dass er nicht schon hinabgestürzt ist.
(einfache Karte)

Erst als Thordin die Bibliothek einmal von oben bis unten durchsucht hat, ist er sicher, dass sein Kollege Ilbidle nirgendwo aufzufinden ist. Seine beunruhigte Suche stört niemanden, da ein jeder in diesem Haus derzeit am Stöbern und Aufräumen ist.


Xiara Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 05:44
Als Gilthas auf sie zuschritt hatte sich ihr Plan schon in ihrem Kopf gefestigt, zwar war sie ein wenig irritiert, als der Dolch in sein Fleisch eindringt, doch dies war dennoch der perfekte Augenblick für sie. Eventuell gab ihr das den Augenblick, den sie brauchte. Als das Wesen, welches von Gilthas Besitz ergriffen hat, noch dabei ist, den Dolch wieder herauszuziehen, lässt Xiara ihren Bogen zu Boden gleiten und springt... direkt auf ihn zu, wobei sie ihren antrainierten Kampfinstinkten freien Lauf lässt.

Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 12:38
Gilthas wehrt sich unkonventionell gegen Xiaras stürmischen Angriff. Seine Kampftechniken erinnern an die eines Kindes das sich aus dem Griff eines Erwachsenen herauswinden will. Xiaras Kraft kann er jedoch nicht überwinden.

Kurz erschrickt die Elfin als Gilthas auf einmal wie wild losdrückt und versucht Xiara nach hinten zu drücken. Nur mit Mühe kann sie Gilthas kurz von seinen Füßen heben und dies verhindern. Dabei lässt Gilthas seine Lampe fallen, doch sie erlischt nicht, sondern wirft abenteuerliche Schatten an die Wände.


Geändert am 04 Okt 2007 12:41 von Kognoskula


Xiara Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 15:49
Kurz wirft Xiara einen Blick nach unten in die Fallgrube. Ganz schön tief...

Dann widmet sie aber wieder ihre gesamte Aufmerksamkeit ihrem 'Gegner', in dem Versuch, diesen kampfunfähig zu machen. Während der wilden Rangelei, in der sie dank ihrer höheren Körperkraft derzeit noch die Oberhand zu haben scheint, versucht Xiara nun Gilthas mit gezielten Angriffen bewusstlos zu machen.


Thordin Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 19:10
Mhh, hier ist er nicht. Dann muss er doch die Bibliothek verlassen haben, ohne dass Elberdaille es bemerkt hat... Er macht sich auf dem Weg zum Eingang, um die Foyerdame und die Wachen zu befragen. Auf dem Weg dorthin haut er auch die Bibliotheksbenutzer an, die er trifft "Holla, Kollege! Hast Du den Gnom Ilbidle getroffen?"

Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 20:44
Gilthas ächzt und prustet unter den harten Ringergriffen der entschlossen und wild kämpfenden Elfin. Doch das Befremdliche ist: sein Gesicht zeigt stets ein merkwürdiges Grinsen. Sein Blick flammt auf, als er sieht wie Xiara zu einem weiteren Schlag ausholt, den nimmt er, Blut keuchend, hin, doch nutzt die Gelegenheit unter Xiaras Arm durchzurutschen und zum Konter auszuholen. Seinen eigenen Impuls nutzend hängt er sich an die Elfin und stürzt sich über den Rand in die Fallgrube - noch immer das Grinsen im Gesicht. Xiara wirbelt herum, versucht nach der Kante zu greifen, greift daneben, stemmt die Füße gegen die Grubenwand doch sie kann sich nicht auffangen... Im Halbdunkel muss sie mitansehen wie Gilthas - ohne etwas dagegen zu tun, mit dem Rücken voraus unten am Grubenboden aufschlägt und von zwei Speeren aufgespießt wird. Einen Wimpernschlag später kracht auch sie auf den Boden - und zum Teil auf Gilthas, der sie immerhin vor den Speeren schützt.

Mit bösen Rippenbrüchen und ausgekugelter Schulter blickt die Elfin auf. Gilthas regt sich gar nicht, die Speere durch Bein und Schulter nageln ihn zudem an den Boden. Das zweite was die Elfin wahrnimmt ist ein loser Stein und eine Unregelmäßigkeit in der nördlichen Wand Ein Geheimgang.... Blut rinnt Xiara über das Gesicht.


Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 20:54
Die Empfangsdame Chedyny antwortet dem ungewohnt aufgebrachten Zwerg Thordin mit einem beruhigenden Lächeln und legt ihre Hand auf seine Schulter. Sie erklärt besänftigend: "Mach Dir doch keine solche Sorgen mein lieber Herr Schwarzbart, Euer Kollege Herr Albadole ist vor einer Weile in das Untergeschoss gegangen." Sie nickt Thordin noch zu und widmet sich wieder ihres Archivbuches.

Xiara Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 21:02
Xiara rappelt sich auf. Einen Moment wartet sie ab, bis das Adrenalin in ihren Adern abflaut. Dann greift sie sofort nach ihrem Heilstab und benutzt ihn bei Gilthas, in der Hoffnung, dass es nicht zu spät ist; ihre eigenen Wunden sind offensichtlich nicht ganz so schwer, wenn auch schwer genug, das spürt sie in jedem Knochen. Anschließend schaut sie sich ihren Gefährten genauer an, und prüft, ob er noch am Leben ist. Sie hatte ihm sicherlich einige blaue Flecken beigefügt, so dass es nicht unwahrscheinlich war, dass er bei dem Sturz hierrunter die Besinnung verlieren würde. Genau das hatte sie vorgehabt, sich mit ihm zusammen hier in die Tiefe stürzen, aber als sie die Spitzen gesehen hatte, wusste sie, dass das ein zu riskantes Unterfangen sein würde.

Sollte Gilthas sich regen, schlägt Xiara ihn ohne zu zögern nieder, sie möchte nicht, dass er im Moment das Bewusstsein wiedererlangt.

Dann verwendet die Elfin den Heilstab ersteinmal, um sich selbst wieder fitzumachen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 22:05
Noch während die Elfin zumindest ein paar der Wunden von Gilthas und ihres eigenen geschundenen Körpers mit einem Heilstab schließt, sieht sie das Wahre Böse dem sie gegenübersteht. Ein körperloser, schwach bläulich schimmernder Schleier steigt aus Gilthas' Körper heraus. Er nimmt die klare Kontur eines Halblings an, und schwebt über den beiden in der Grube. Xiara erkennt, dass dem Halbling ein körperloser Dolch im Rücken steckt. Die Fratze bezeichnet Wahnsinn und Zorn zugleich. Gilthas hingegen, da ist sie sicher, atmet, doch er regt sich nicht.
Ein zischendes Hissen kratzt in Xiaras Ohren "Looooooooos....". Die zornige Erscheinung starrt Xiara an und schlägt mit der bloßen Hand wild nach der Elfin. Die Hand greift widerstandslos durch Xiara hindurch. Doch Xiara spürt einen stechenden Schmerz der ihre Muskeln erkalten lassen, ihr Oberschenkel verkrampft.


Xiara Post

Verfasst am: 04 Okt 2007 22:14
Als die Erscheinung sich aus Gilthas Körper löst, greift Xiara nach hinten und zieht Anathalas aus der Scheide. Sofort schlägt sie mit dem Säbel nach dem körperlosen Geisterwesen.

Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Okt 2007 07:08
Anathalas brummt in den Händen der Elfin förmlich auf, der kraftvolle geübte Hieb jedoch, den Xiara beinahe instinktiv führt gleitet durch die Erscheinung wie durch Butter. An der Steinmauer schlägt Anathalas noch ein paar Funken. Der Geist scheint gänzlich unbeeindruckt. In einer Mischung aus Zorn und grinsendem Wahnsinn schlägt er erneut mit der körperlosen Hand nach Xiara und hisst mit unnatürlicher Tiefe "Waaaahhh, loooos!" Wieder spürt die Elfe eine Schwächung.

Thordin Post

Verfasst am: 05 Okt 2007 07:37
Die Antwort der Empfangsdame gibt Thordin Rätsel auf. "Das weiß ich doch, ich will wissen, ob er wieder zurückgekommen ist." Offenbar jedoch nicht. Er konnte ihn aber auch kaum übersehen haben. Verwirrt streichelt der Zwerg die Strähnen seines sorgsam geflochtenen Bartes. "ziqq-ðayp", fällt es ihm wieder ein. Das Buch, dessen Standort er nicht finden konnte hatte diese Rune als Standortbezeichnung getragen, doch diese Regal kennt er nicht. Sollte die arkane Bibliothek nach so vielen Jahren noch Geheimnisse bereit halten, die ihm entgangen waren?
Er begibt sich eilig wieder nach unten, um erneut Eberdaille aufzusuchen. "Ilbidle ist verschwunden, aber er hat die Bibliothek nicht verlassen. Sag, gibt es noch einen Ort, wo er sein könnte?" Durchdringend blickt er die Bibliothekarin an.


Xiara Post

Verfasst am: 05 Okt 2007 09:05
Lange geht das nicht mehr gut... denkt sich Xiara als sie den Heilstab aus der Hand zu Boden gleiten lässt, um Anathalas mit beiden Händen fassen zu können. Mit aller Wucht schlägt sie nun nach dem Geisterwesen.

Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Okt 2007 11:43
Das kräftige Sausen der Klinge durch den körperlosen Schleier lässt den Geist ein wenig umherdriften, so dass er im Moment zum größten Teil in der Wand der Fallgrube steckt. Unbeirrt greift er wieder nach Xiara - weniger in Form eines Schlages als mit einem Klaps, doch wieder spürt Xiara den Schmerz. Das Wesen, so scheint es, schimmert inzwischen noch ein weniger heller und in klareren Konturen als zuvor.

Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Okt 2007 11:57
Etwas verstört blickt Elberdaille den insistenten Zwerg an. "Wir sind alle etwas abgespannt heute, mein lieber Thordin. Aber hör, Du bist nun schon einige Jahre hier, und ich denke durchaus, dass wohl noch besser als ich wissen kannst wo Dein Kommilitone sein kann." Geschäftig und einen offensichtlichen Mangel an Instinkt demonstrierend, wühlt die hochrangige Magierin weiter in ihren Skripten.

Xiara Post

Verfasst am: 05 Okt 2007 13:37
Xiaras Säbel wirbelt weiter umher und schneidet an der Wand der Fallgrube entlang, wo sie Gesicht und Arme des Wesens attackiert, in der Hoffnung die Magie des Schwertes würde endlich Wirkung zeigen.

Boldran Post

Verfasst am: 05 Okt 2007 13:47
Mit geneigtem Kopf und hängenden Schultern stand Boldran vor der Tür der alten Dame. Es schien ihm keiner öffnen zu wollen. Er blickte kurz auf zum Himmel.
"Wo sich die anderen wohl rumtreiben? Hoffentlich ist es ihnen in der Zwischenzeit gut ergangen."

Er wartete noch einmal einige Momente bevor er erneut sachte an die Tür zu klopfen begann.


Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Okt 2007 10:15
Der Geist wabert noch immer über Xiara herum, mit der Hand nach ihr greifend, schiebend. Er schien die aggressiven Hiebe der Elfin bislang kaum wahrzunehmen - das ändert sich nun! Mit einem Hieb in den Xiara ihre volle Konzentration setzt, durchschneidet sie das Unwesen. Ein Teil der bläulichen Erscheinung diffundiert davon, doch die Augen des Schreckens leuchten auf, die Gesichtszügen des Ebenbildes eines Halblings mit ordentlichem Schnauzbart werden klar sichtbar, mit unnatürlicher Schnelligkeit wirbelt er los, brüllend, weinend, ohrenbetäubend hissend.

Wut flammt in seinen Augen und nun ballt er die Fäuste und schlägt förmlich nach Xiara, zweimal erwischt er die Elfin quer durch den Körper. Sie spürt wir ihre Muskeln inzwischen fast völlig erlahmen, das Wesen versteinert ihre Sehnen.


Xiara Post

Verfasst am: 06 Okt 2007 10:22
In einem letzten Versuch, das Wesen zu vertreiben, schlägt Xiara nocheinmal nach ihm, bevor sie ihren Körper nicht mehr bewegen kann...

Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Okt 2007 10:52
Die stark geschwächte Elfin kämpft einen verzweifelten Kampf gegen den körperlosen Feind. Anathalas fetzt Funken doch das Wesen raubt Xiara in seinem Wahnsinn noch die letzte Beweglichkeit. Vollkommen gelähmt und verlrampft fällt sie zu Boden, im Besitz ihres vollen Bewusstseins.

Noch eine volle Minute hackt die Erscheinung auf die Elfin ein. Bis sich schließlich dessen Wut ein wenig legt und das Wesen murmelnd und brummend umherschwebt und schließlich vor den glasigen Augen Xiaras verschwindet.

Nach wenigen Minuten kann Xiara, deren Geist durchaus klar ist, noch beobachten, wie sich die Falltüre mit einem subtilen Rattern schließt. Das Licht von Gilthas' Lampe verschwindet damit ebenfalls und die beiden Gefährten liegen alleine, hilflos in der kalten Grube.


Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Okt 2007 17:20
Die Tür zum Eckhaus öffnet sich in gewohnt gemütlicher Manier, und die alte Frau schaut blinzelnd in Boldrans betretenes Gesicht. Aufmerksam lauscht sie den bekennenden Worten des Ritters. Dabei hält sie sich eine Hand ans linke Ohr während sie an der rechten ihren Gehstock hat. "Aha, aha, Herr Ritter." Sie nickt und wedelt nun mit ihrem Zeigefinger. "Eure Freunde sind in einem Ring von Räubern zu suchen? Na das ist ja Allerhand! Aufrichtig könnt ihr ruhig sein. Habt ihr sie in meinen Keller gesperrt, das Lumpenpack? Ja, ja, ist recht, aber Ihr braucht meine Nerven aber nicht zu schonen gell. Seid ruhig aufrichtig, gell?" Ihr schlechtes Gehör vermag die Dame mit einer lebhaften Fantasie 'auszugleichen'. "Da, gehen sie die Lügner jetzt mal abholen, gell. Das Gesindel mag ich nicht im Keller haben." Die Frau nickt Boldran noch gutmütig zu, während sie die Türe weiter öffnet um ihn einzulassen. Den Ritter in strahlender Rüstung scheint sie für eine ehrbare Person zu halten, einige bewundernden Blicke schauen auf die stolze Rüstung.

Thordin Post

Verfasst am: 06 Okt 2007 21:35
"Nun, das ist es ja gerade." Thordin wird langsam ungeduldig, was ihm zugegebenermaßen ziemlich oft passiert, und ist nicht gewillt sich abwimmeln zu lassen. "Ich habe die ganze Bibliothek durchsucht und die Empfangsdame sagt, er habe die Bibliothek nicht verlassen, also hat er sich entweder hinausgeschlichen -- aber warum sollte er das tun -- oder er ist noch irgendwo hier, denn er kann sich wohl kaum hinausteleportiert haben, nicht?" Sorgfältig und ein wenig schulmeisterlich, wenngleich respektvoll legt er die Situation dar, die sein Verstand vorher sorgfältig seziert hat. "Außerdem wurde er bereits in der Gilde vermisst und Du sagtest, Du habest ihn zu Hollhob geschickt und Hollhob ist tot und das alles macht mir Sorgen." Hier holt er kurz Luft. "Wenn es freilich einen Teil der Bibliothek gäbe oder einen Ausgang, der mir nicht bekannt ist, würde dieses Rätsel vielleicht eine zufriedenstellende Lösung finden." Erwartungsvoll blickt er wiederum Eberdaille an.

Boldran Post

Verfasst am: 06 Okt 2007 23:55
"Sehr wohl, Mütterchen, ich danke euch für euer Verständnis und für eure Vergebung. Mit eurer Erlaubnis werde ich noch einmal kurz in den Keller gehen und dort nach dem rechten sehen."

Etwas steif deutet Boldran eine Verbeugung an und marschiert dann zum wiederholten Male an diesem Tag in den Keller. Hier angekommen zieht er seinen Rabenschnabel um etwas Licht zu haben. Aufmerksam blickt er sich in dem Zwielicht umher.

"Gilthas?", ruft er laut. Als ihm niemand antwortet, fängt er an die Räumlichlichkeiten und Gänge, die er bereits kennt erneut zu inspizieren. "Freunde?" Keine Antwort.

"Hm, vielleicht hat mein Besuch im tempel länger gebraucht als ich dachte, vermutlich sind sie bereits wieder in der Taverne.

Mit einem Schulterzucken wendet er sich ab, froh darüber, hier unten keinem Tumult, einem Kampf oder ähnlichem begegnet zu sein.

Mit einem freundlichen Gruss verabschiedet er sich von der alten Dame und begibt sich frohen Mutes zu dem Wirtshaus, um seine Freunde wiederzutreffen....


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 13:36
Boldran tritt unter den skeptischen Blicken des brummigen Wirts Henksoon die Stuben von Osprems Angel ein, doch er findet nur drei seiner Gefährten vor. Einen schweigsamen Dimble, einen gelassenen Burth und eine etwas hektisch an ihrem Getränk schlürfende Kognoskula. Die Blicke der Halblingsdame finden den Ritter schnell:"Boldran! Da bist Du ja wieder, wo musstest Du denn nur so schnell und plötzlich hin? Nun sind auch noch Gilthas und Xiara in diesem Keller geblieben,..." So nervös wie Kognoskula wirkt, krabbelt auch Nusper über die Sitzbank. "Na, wenigstens bist Du ja jetzt wieder da. Und ich habe Gilhas ja aufgetragen keinerlei Unsinn zu machen." Ihre eigenen Worte beruhigen sie wieder.

Boldran Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 13:51
"Meine Freunde, bitte verzeiht meinen schnellen Aufbruch, doch mußte ich Busse tun im hiesigen Tempel des Heironeous und dies duldete keinen Aufschub. Doch bitte sprecht, was meint ihr damit, daß Gilthas und Xiara im besgaten Keller verweilen? Von dort komme ich grade her und es gibt kein Anzeichen von den beiden. Ich denke nicht, daß sie dort unten sind, ich war überzeugt davon, daß sie hier mit euch zusammen im Osprems verweilen."

Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 14:53
Elberdaille blickt zunächst mit einem zickigen Stöhnen von ihren Skripten auf, als Thordin nicht lockerlässt. Doch schließlich liefert ihr der Zwerg hieb- und stichfeste Gründe zur Sorge. "...und Hollhoob ist tot..." wiederholt sie diese leise, und beginnt mit großen Augen zu nicken. Sie scheint allmählich die Sorge Thordins zu teilen, und erhebt sich von ihrem Höckerchen und wird sehr ernst : "Ich weiß keine Antwort auf diese Fragen. Du bist ab sofort von den Aufräumarbeiten freigestellt, Thordin. Nimm Dich der Suche nach Ilbidle an. Meinetwegen beauftrage einige vertrauenswürdige Sucher, vielleicht einige Abenteurer aus der 'Krone', in der Stadt zu suchen. Nach dem was Dir heute schon widerfahren ist... Die Stadtwachen sind sicherlich zu beschäftigt." Sie grübelt kurz "Nein, hier ist Ilbidle nicht - wie kommst Du nur auf die Idee dass es hier unbekannte Kammern in der Bibliothek gibt? Warum hat ihn denn niemand gesehen, beim Gehen? In größter Not, bemühe doch die seeherischen Kräfte von Meister Jegli."

Burth Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 15:08
Burth, der mittlerweile von Dimble und Kognoskula den ganzen Vorfall im Haus der Dame geschildert bekommen hat, antwortet als erster.

"Gilthas' Neugier hat ihn nochmal zurück geführt, als die anderen schon auf dem Weg nach draußen waren. Xiara ist bei ihm geblieben. Wenn sie, wie Du sagst nicht mehr unten im Keller sind, heißt das vermutlich, dass sie einen anderen Weg herausgefunden haben. Wie war das nochmal? Habt ihr nicht einen Gang zum Hafen gefunden? Vielleicht sind sie ja dort raus?"


Geändert am 07 Okt 2007 15:08 von Burth


dimble Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 15:25
Dimble nickt zustimmend zu Burths Worten und schaut aus seinen wachen hellblauen Augen zu Boldran auf. Er spürt die Sorge des alten Mannes, dem es immer am liebsten war, seine Gefährten in seinem Blick zu haben um ihnen jederzeit beistehen und in der Not helfen zu können. "Es wundert mich ja schon ein wenig, dass sie nicht mehr im Keller sind. Wollte Gilthas nicht diesen Gang im Auge behalten? Aber vielleicht ist ihm auch langweilig geworden. Oder die beiden folgen einer Spur." Etwas ratlos zuckt der Gnom mit den Schultern. "Sie werden sich schon melden. Aber was stellen wir nun an?" Eindeutig steht dem aufgeweckten Barden nicht weiter der Sinn nach abwarten und Tee trinken. Es gibt so viele Spuren. Ich hoffe wir erkennen rechtzeitig, welchen Weg es einzuschlagen gilt. Die grüblerische Art, die Dimble, seit er die schwere Last des Teufelshufes um seinen Hals trägt, desöfteren überkommt, lähmt den Tatendrang des Gnomes.

Burth Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 15:38
"Lasst uns noch eine Viertelstunde warten und dann aufbrechen. Immerhin sollten wir der Grenna-Familie auch noch einen Besuch abstatten."

Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 15:39
"Nun, wir wollten noch gemeinsam die Erkenntnisse besprechen. Xiara hatte noch gar keine Zeit uns von ihrer 'Besichtigung' zu erzählen." verschmitzt lächelt Kognoskula. "Heute Mittag bietet uns Thordin Schwarzbart eine Begehung der Bibliothek an." Nun strahlt die Halblingsdame wieder.

Burth Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 15:47
"Darauf werden wir wohl noch etwas warten müssen,", lächelt Burth. "Xiara ist ja nicht hier, um uns etwas zu erzählen. Dann sollten wir erstmal zur Bibliothek gehen, schließlich ist es sonst ja scheinbar eher schwierig."

Geändert am 07 Okt 2007 15:47 von Burth


Boldran Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 15:50
"Ja, natürlich," murmelt Boldran abwesend. Er kratzt sich über die Wange und schaut geistesverloren aus einem der Fenster der Kneipe. "Und ihr meint wirklich, daß sie ohne uns Bescheid zu geben, einer Spur nachgegangen sind? Sieht ihnen gar nicht ähnlich, hm. Das alte Mütterchen hatte mir gegenüber nicht erwähnt, daß die beiden das Haus bereits verlassen hätten, hm, was nichts heissen soll. Hm, ich weiß nicht, ich habe ein ungutes Gefühl, wo könnten sie denn jetzt sein?"

Burth Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 15:54
Burth blickt durch das Fenster, dessen trübes Glas den Hafen in ein trübes Licht taucht und das helle Strahlen der Sonne verschluckt. Das Eckhaus kann er von seiner Position aus nicht erkennen.

"Du warst doch gerade selbst noch einmal im Keller und hast Dich mit deinen eigenen Augen davon überzeugt."


Boldran Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 16:02
Boldran nickt und blickt Burth mit einem Lächeln an. "Ich bin ein alter Mann, Burth und kann eine Weide von einer Eiche unterscheiden und euch anleiten, ein Feld zu bestellen, weil ich ..." Er hält den Kopf leicht schief, verstummt einen Augenblick und fährt dann fort.

"Die beiden waren nicht da unten, soweit ich es beurteilen kann. Auf mein Rufen haben sie nicht reagiert, also gehe ich davon aus, daß sie nicht da aren. Welchen Gang wollte Gilthas denn untersuchen?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 16:05
"Gilthas sagte er wolle die Türe, eine Geheimtüre an jenem Regal in dieser Nebenkammer, bewachen. Aber Gilthas neigt ja bisweilen zu eigenwilligen Taten." Sie rollt mit den Augen, und observiert den Sonnenstand "Oh, für die Bibliothek ist es noch viel zu früh. Es ist sicherlich noch fast drei Stunden bis zur Mittagszeit." Dann klopft sie sich gegen die Stirn "Ach, vielleicht begaben sich die beiden nun doch zur Trainingsstunde mit Morgan Armitage!"

Boldran Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 16:14
"Ich denke, ich kann mit Sicherheit sagen, daß er dort nicht war, an eben dieser Türe, denn wenn, hätte er mein Rufen gehört. Wollen wir einen Spaziergang rüber zum Kampfplatz machen und die beiden dort suchen? Wenn sie dort ebenfalls nicht sind, dann..."

Boldran läßt den Satz unvollendet, macht aber offensichtlich den Eindruck, daß er innerlich unruhig und besorgt über das Verschwinden von Xiara und Gilthas ist.


dimble Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 16:16
"Ohne uns bescheid zu sagen und trotz der Umstände?", bezweifelt der nachdenkliche Gnom die Vermutung der Halblingsdame, dass die beiden doch noch ihr Kampftraining aufgenommen haben. Leicht schüttelt er dabei seinen Kopf. "Richterin Grenna sollten wir auf alle Fälle auch bald aufsuchen.", stimmt er dem Pelorpriester zu, ohne zu einer Entscheidung zu drängen. Die Sorge Boldrans lässt auch in dem kleinen Barden Besorgnis um den Verbleib der beiden Gefährten aufkeimen. Wo stecken die bloß?

Burth Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 16:26
"Wenn es beruhigt könnten wir ja noch mal um das Haus herum gehen. Habt ihr nicht auch von einem Kellerfenster gesprochen? Oder verwechsele ich das?"

Burth winkt den Wirt herbei, sehr darauf bedacht, diesmal seine Getränke zu bezahlen, bevor sie aufbrechen.


Boldran Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 16:32
"Ja, eiin Kellerfenster ist vorhanden und auch eine Möglichkeit, sich durch einen Schacht oder ähnliches hinaus zu winden. so daß man unmittelbar am Hafen steht. Lasst uns sofort aufbrechen."

Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 16:43
Kognsokula wirkt sichtlich zerknischrt. Sie pfriemelt an ihrer Quaste und hört sich die Kommentare der anderen an. Gilthas ziehe ich die Ohren lang, wenn der wieder Unfug anstellt.
"Neinein, da hast Du Recht, Burth, das Kellerfenster, ja,... ohne Bescheid zu geben wäre schon merkwürdig." Nickt sie dann Dimble zu.

Henksoon kommt - selbstverständlich skeptisch - alsdann herbei und lehnt seinen Besen an einen Pfosten um Burths Münzen in Empfang zu nehmen. EInmal beißt er auf jede einzelne Münzen und nickt letztendlich, bemüht freundlich. "Vielen Dank dass Ihr mein Gast wart! Auf bald, die Herrschaften."

Die Gefährten erheben sich sogleich mit gemischten Gefühlen von ihren Sitzplätzen im Warmen und folgend Burths Vorschlag. Das Haus direkt gegenüber ist wie zuvor schnell umrundet. Auch ein Lauschen und Spähen in das Kellerfenster offenbart keinerlei Spuren der beiden. Und so finden sie Burth, Boldran, Dimble und Kognoskula vor der Haustüre auf dem Javanpier wieder, auf dem nun das gewöhnliche morgentliche Treiben seinen Lauf nimmt. Auch auf den Steg am Wasser der zu dem Gang in das Haus führt hat Kognoskula vom Pier aus schon gelugt.


Burth Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 16:50
"Mmh", bemerkt Burth seufzend. Stirnrunzelnd blickt er gen Himmel, als ob er sich von der milden Herbstsonne einen Hinweis auf den Verbleib seiner Gefährten erhofft.

Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 17:16
Kognoskula grübelt offenbar hin und her... und holt kontemplierend aus "Ich meine, ich warnte den Jüngling vor unbedachten Taten, aber... die Möglichkeit ist nich von der Hand zu weisen, dass die Vernunft Xiaras nicht ausreichte, um Gilthas davon abzuhalten, sich dazu durchzuringen, letztendlich die genannte Geheimtüre nicht nur zu bewachen, sondern gar,.... zu betreten?" Die Halblingsdame muss nach diesem Satz Luft holen. Darauf hoffend, dass ihre Gefährten ihr diesen Gedanken austreiben, schaut sie in die Gesichter der anderen.

Boldran Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 17:26
"Das würde zu dem Jungen passen, es würde zu seiner Jugend passen." Boldran schüttelt verzweifelt den Kopf. "Ich bin überzeugt, daß beide in Schwierigkeiten stecken. Ich, bei den Göttern, ich muss die alte Dame noch einmal stören. oh ihr Götter."

Mit einigen schnellen Schritten ist Boldran bei der Haustüre und klopft zaghaft.


Geändert am 07 Okt 2007 17:27 von Boldran


Thordin Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 17:50
Obwohl einerseits zufrieden, endlich die gebührende Anerkennung bekommen zu haben, ist Thordin dennoch enttäuscht, dass Eberdaille nicht zur Lösung des Problems beitragen kann. Warum ist nie ein Erkenntnismagier zur Hand, wenn man einen braucht? Bekräftigend nickt er bei jedem der vorgeschlagenen Punkte, insgeheim froh, etwas Interessantes unternehmen zu können. "Ich werde mich darum kümmern. Wollen wir hoffen, dass doch nichts Ernstes dahinter steckt." Bei den letzten Worten der Bibliothekarin zögert er kurz. Schließlich zieht er doch den rätselhaften Band hervor. Er hatte ihn eigentlich noch selbst untersuchen wollen und unbewußt wohl Sorge gehabt, sie könne ihm den gleich wieder aus den Händen nehmen. Aber schließlich war sie die für die Bibliothek zuständige Person. "Sieh, was ich bei dem Stapel unsortierter Bücher gefunden habe "Vom Sterblichen zur Larve des Abgrundes. Die Geburt eines Dämonenprinzes". Und diese Rune gehört zu keinem mir bekannten Regal. Deshalb kam ich auf die Idee verborgener Räume. Aber es muss offenbar eine andere Erklärung dafür geben."

Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 18:37
In der arkanen Bibliothek:
Elberdaille wiegt den schweren Band in der Hand. "'ziqq-oayp', wie merkwürdig." instinktiv schaut sie sich um, ob es nicht doch ein Regal gibt, welches sie schon immer übersehen hatte - vergeblich. Dann rezitiert sie flüsternd den Titel: "Welch düsteres Werk. Jetzt verstehe ich Deinen Gedanken. Ach, sicherlich nur ein Irrtum, dies ist ja lediglich die übernächste Rune im Proto-Suloise'schen Alphabet." weiß sie festzustellen "Sicherlich ein Fehler bei der Bestellung. Bring es doch bitte zu Chedyny. Wenn Sie nichts davon weiß, so sag ihr, sie soll es korrigieren!"
-------------
Am Javanpier:
Wieder dauert es erstaunlich lange, bis die alte Dame öffnet "Ja, ja, Herr Ritter, heute ist aber viel los, gell? Der Keller schon wieder? Sind noch mehr da unten? Ja, ja, geht sie ruhig suchen. Aber schauts, dass unten abgesperrt ist, ja? Vielleicht kommen die da rein!" Die alte Dame beobachtet beeindruckt wie die vier Gefährten wieder die Treppe hinuntergehen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 18:56
Boldrans Augen erwartet hier unten nichts neues. Wie vor wenigen Minuten ist hier alles so, wie er es vorhin mit Gilthas hinterlassen hatte. Lediglich das Regal auf das ihn Gilthas aufmerksam gemacht hatte ist deutlich um- und größtenteils sogar ausgeräumt, aber auch das hatte er eben schon etwas verwundert so festgestellt. Am Boden reihen sich die kuriosesten Werkzeuge, Schnitzarbeiten und etwas Geschirr und Sonstiges auf.

Boldran Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 20:18
"Meine Freunde, was meint ihr? Ist hier etwas passiert? Könnten sie noch hier sein und wenn ja, wo stecken die beiden?"

in Gedanken ist er zum Teil bei der alten Dame. "Die Götter mögen mir verzeihen, daß ich ihr soviel Kummer und Arbeit bereite."


Thordin Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 20:23
"Mh, natürlich, das ist durchaus möglich. Ich werde mich darum kümmern und ich werde Ilbidle finden. Verzeih, dass ich deine Zeit in Anspruch genommen habe"
Entschlossen dreht er sich um und geht zunächst noch einmal zur Unglückstelle, um sich gründlich umzuschauen. Ein paar mal läuft er hin und her, bückt sich, berührt den Boden, um so zu versuchen, die Schwingungen des Ortes wahrzunehmen. Schließlich schlägt er doch das Buch auf, nachdem er nochmals die Rune betrachtet hat, und überfliegt kurz einige Passagen. Nach kurzer Zeit jedoch klappt er den Band wieder zu -- schließlich muss er seinen Freund finden -- und begibt sich zur Foyerdame.
"Bist Du sicher, dass Ilbidle die Bibliothek nicht verlassen hat?", vergewissert er sich nochmal, um Ihr dann das Buch vorzulegen und die Eberdailles Schlussfolgerungen zu erklären.


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 21:10
Nachdem Boldran fragt, hört man Kognsokula nur noch kurz das Wort 'Geheimtüre' flüstern. Dann greift sie wortlos an die Hand von Burth. Ihre Rechte vollführt einige elaborierten Gesten und ihr Blick wird starr, bewegt sich synchron mit ihrer nun ausgestreckten Rechten Hand. Langsam schreitet sie auf das Regal zu. Burth ist diese Prozedur bekannt, und so manövriert er die hochkonzentrierte Halblingsdame an den diversen Stolperfallen am Boden vorbei. Nach beinahe einer Minute holt sie tief Luft und entspannt sich, außer Atem und mit erschöpfter Stimme berichtet sie: "Es stimmt. Die Büste dort. Sie zu drehen öffnet den verborgenen Durchgang." Respektvoll tappst Sie nun einige Schritte rückwärts, bis in den Pökelkeller, und lugt hinter dem Durchgang hervor, den Blick auf den Schrank fixiert.

Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 21:26
...Und so geriet er zum ersten Male jemals vor die Augen ihrer Schrecklichkeit, der Mutter der Dämonen, Pale Night. Sein Ziel schien bald erreicht, doch eine letzte Prüfung erwartete ihn noch vor seiner Transformation zu einem prachtvollen Riesigen Zangendämon. Davon wird in diesem letzten Kapitel von Teil Sechs berichtet werden...
Schnell schlägt Thordin das in merkwürdiger roter Tinte geschriebene Buch zu, und begibt sich zur Empfangsdame.

"Ja, selbstverständlich bin ich da sicher, führe ich doch sorgfältig Buch über das Ein und Aus dieser Bibliothek." weiß Chedyny wissend kichernd. "Huch. Wie kommt das denn...?" entfährt es ihr, als das Buch vorgelegt wird. "Das muss hier hinein." Sie lässt das Werk sogleich in einer ordentlichen Truhe, mindestens ein Fuß in jede RIchtung messend, mit einem geschmiedeten Tragegriff verschwinden, welche sie aus einem der sonst nur mit zahlreichen Büchern gefüllten Regale im Foyer räumt. Offenbar versiegelt sie die Kiste mit einer kurzen anschließenden Geste und räumt sie zurück. Sie schlägt ihren Verzeichniswälzer sehr weit hinten auf, und hakt dort etwas ab. "Nicht ordentlich zurückgegeben, tststs."


Thordin Post

Verfasst am: 07 Okt 2007 22:05
Aus welchem Grund wohl jemand hier so einen düsteren Titel liest?, fragt sich der Zwerg besorgt. "Äh, wer hat es denn nicht ordentlich zurückgegeben?", fragt er und versucht es möglichst beiläufig klingen zu lassen.

Geändert am 08 Okt 2007 09:16 von Thordin


Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Okt 2007 08:43
Gedankenverloren blättert Chedyny noch einmal zurück und schiebt ihre Brille wieder vernünftig auf die Nase. "Hmmm, das war ein gewisser Ramy Alenyav. Hach ich meine mich zu erinnern, ein düster dreinblickender Kerl, war nicht lange hier, ist aber nun schon fast drei Monate her."

Thordin Post

Verfasst am: 08 Okt 2007 13:14
"Hm, ich danke Dir. " Thordin notiert die relevanten Daten und macht sich dann systematisch auf die Suche nach dem Gnom. Nun, wissen dass er hier war, versucht er seine Gedanken in Ordnung bringen. Niemand hat ihn hinausgehen sehen, aber hier drin scheint er auch nicht mehr zu sein. Gibt es eine dritte Möglichkeit?[i] Noch einmal tritt er an Chedynys Pult. "[i]Eine Frage noch: Wer hat heute morgen" -- er nennt den Zeitpunkt von des Unglücks -- "die Bibliothek verlassen?"

dimble Post

Verfasst am: 08 Okt 2007 14:24
Trotz der angespannten Situation muss der kleine Barde ein wenig schmunzeln, als er die Halblingsdame bei ihrem Zauberritual beoachtet. Anerkennend nickend nimmt er das Ergebnis ihrer Untersuchung auf. "Dann lasst uns nachsehen, was sich hinter der Türe verbirgt.", spricht er auffordernd. Er bewegt sich zu dem geheimen Öffnungsmechanismus und erwartet ungeduldig die Bereitschaftsbekundung seiner Gefährten, bevor er die Büste berührt und zu drehen beginnt.

Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Okt 2007 14:34
Kognoskula flüstert verschwörerisch aus dem Rückraum: "Ich bin bereit. Doch gebt Acht! Der Grund für das Verschwinden der beiden könnte uns mit dem bloßen Drehen der Büste ebenfalls einholen. Vielleicht eine Sippe Grell, der schwebenden Vieltentaklern, welche sich hier zum Fressen angesiedelt hat!" Von der Halblingsdame lugen nur noch die Augen hinter dem Durchgang hervor.

Geändert am 08 Okt 2007 14:35 von Kognoskula


Boldran Post

Verfasst am: 08 Okt 2007 14:42
Stirnrunzelnd blickt Boldran die Gelehrte an. "Viecher mit Tentakeln? Was?"

Mit einer raschen Bewegung zieht er Hornschmetter und spendet so etwas mehr Licht.

"Ich bin bereit, Meister Barde, ich habe ein ungutes Gefühl, ich hoffe, unsere Freunde sind wohlauf."

Während Dimble sich an dem Mechanismus zu schaffen macht, konzentriert sich Boldran und schickt seinen Geist und seine Empfindungen voraus durch das Hindernis. Wenn dort etwas Böses lauern würde, könnte es sich nun nicht mehr länger vor ihm verbergen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Okt 2007 17:03
Chedyny rückt ihre Brille zunächst wieder etwas nach unten, um den Zwerg besser sehen zu können. Ihr etwas verständnisloser Blick verharrt für einen Augenblick. Dann kommt die Brille wieder nach oben und der Verwaltungswälzer wird aufgeschlagen: "Meinen Sie jetzt also gleichsam genau dann, also zugleich? Nein, also da ist also eigentlich ein keiner direkt davor oder danach ein oder aus. Ha, länger wann anderst selbstredend schon ein paar, gell?" Spricht sie nett und besorgt ihre nutzlosen Informationen.

Thordin Post

Verfasst am: 08 Okt 2007 22:49
"Äh, hmm, ja, das dachte ich mir schon...", stottert Thordin etwas verwirrt und momentan entwaffnet von der nutzlosen Nettigkeit. Gleich hat er sich jedoch wieder gefasst und versucht sich ein paar Namen einzuprägen. "Danke, vielleicht komme ich später noch mal", brummt er noch zum Abschied und tritt vor die Türe der Bibliothek. Einmal umkreist er das Haus und wird dabei der Dylwycher Grombir gewahr. "Meinetwegen beauftrage einige vertrauenswürdige Sucher, vielleicht einige Abenteurer aus der 'Krone'", erinnert er sich an Elberdailles Worte. Aber die Krone war weit weg und sollte er wirklich x-beliebige Fremdlinge anheuern? Andererseits machte die Gruppe, der er eben begegnet war, einen ordentlichen Eindruck, nach dem, was sie getan hatte. Außerdem muss er sich ohnehin noch mit ihnen über den Überfall unterhalten.
Entschlossen beschleunigt er seine Schritte zum Gasthaus und erkundigt sich nach den Fremden. Nachdem klar ist, dass diese nicht hier sind, wendet er sich wieder nach Norden. Vielleicht sind sie ja noch am Angel, ich werde mal dort nachfragen...


Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Okt 2007 08:38
Henksoon hat inzwischen das Bodenwischen nach dem Frühstück beendet. Auf seinen Besen gelehnt hängt er im Türrahmen der Angel und steckt sich gemütlich ein Pfeifchen an. Skeptisch wandern seine Blicke über das Javanpier und das Ospremkarree - bis sie auf den herbeieilenden Thordin treffen. Schon wieder einer von denen... denkt er noch bei sich. Arglos starrend verharrt sein Blick auf dem Zwerg während er Ringe aus Pfeifenrauch in die kalte Winterluft bläst.

Geändert am 09 Okt 2007 08:41 von Kognoskula


Thordin Post

Verfasst am: 09 Okt 2007 10:39
"Zum Gruße, Herr Wirt! Hast Du zufällig gesehen, wo die Kameraden hin sind, die heute morgen hier war'n?", geht Thordin ziemlich direkt auf Henksoon zu. "Ihr wisst schon, der Ritter, der Gnom, die Halblingsdame, die Elfin..." Bei der Aufzählung der bunt zusammengewürfelten Truppe kommen ihm schon wieder Zweifel...

Geändert am 09 Okt 2007 11:45 von Thordin


Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Okt 2007 10:56
Gemächlich raucht Henksoon einen weiteren Zug an seiner Pfeife. Und noch einen. Dabei mustert er den Zwerg eingehend. Schließlich tritt er nah an Thordin heran und spricht von oben auf ihn herab, in gewohnt rauhem Tonfall: "Hör mir gut zu, Zwerg. Wenn ihr glaubt, meine 'Angel' hier ist euer neuer Spielplatz oder euer Bandentreff, dann habt ihr euch geschnitten." Er geht einen Schritt zurück zu seinem Besen und zieht noch einmal an seiner Pfeife. Die linke Hand spielt mit den Münzen in seiner Hosentasche. Sein Blick richtet sich immer wieder auf das Symbol der Magiergilde auf Thordins Roben. "Gerade eben dachte ich noch das seien doch ehrbare Gäste, mit ehrbarem Trinkgeld. Aber dann marschieren diese ulkigen Knilche schon wieder um dieses Eckhaus da vorne. Und glotzen. Und reden mit der alten Frau. Das ist Sache der Stadtwache, sage ich." Er schüttelt den Kopf gemächlich und raucht weiter.

Thordin Post

Verfasst am: 09 Okt 2007 12:48
"Hmm, sehe ich aus, als ob ich zu irgend einer Bande gehöre, hä!?" zeigt sich Thordin empört, während er etwas nervös die Hände seines Gegenübers im Auge behält und seine eigene Hand unwillkürlich kurz zum Gürtel geht. "Frag Dich lieber, wo das Pack herkommt, das hier in der Nachbarschaft ehrbare Bürger wie mich am hellichten Tag überfällt -- Was diese Leute angeht, magst Du freilich recht haben," fährt er etwas ruhiger und nachdenklicher fort. "Ich will doch lieber mal sehen, was die im Schilde führen..."
Damit lässt er den Wirt stehen und begibt sich zum Eckhaus, wo er kurz entschlossen an der Türe pocht. Als sich diese öffnet kommt er wiederum ohne große Umschweife zur Sache: "Zum Gruße, werte Frau! Ich bin auf der Suche nach einer Gruppe von Leuten, die wie mir gesagt wurde, gerade eben mit Euch gesprochen haben. Sie haben Euch doch nicht etwa belästigt?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Okt 2007 19:08
Wie gewohnt skeptisch schaut Henksoon dem grummelige Wirt dem Zwerg hinterher. Die alte Frau öffnet - ebenfalls wie gewohnt - spät und langsam die Türe. Mit einem angestrengten Lächeln lauscht sie den Worten des Zwerges und erwidert stolz: "Ja, ja. Mit einem Ritter habe ich gesprochen! Einige Lügner haben er und seine Schildträger in meinem Keller eingesperrt. Was, ehem, was haben Sie denn nun wiederum in der Angelegenheit für eine Rolle, Herr Haudiesocke?" Argwöhnt die Frau plötzlich unerwartet.

Thordin Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 08:04
Für einen Moment versucht Thordin perplex den seltsamen Code der Dame zu entschlüsseln. "Ähm, Schwarzbart ist mein Name, Thordin Schwarzbart. Ich untersuche den Fall der, ähh, Lügner für meine Gilde und besagter Ritter unterstützt mich dabei." Durch sein möglichst korrektes, offizielles Auftreten, versucht er, die Sache zu beschleunigen. "Falls er und seine Freunde noch in dem Keller sind, muss ich mit ihnen reden"

Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 09:05
Kaum sichtbar aber dennoch permanent nickt die alte Frau, immer schön lächelnd, doch ein wenig angestrengt die Stirn runzelnd. "Schwarzbart, gell? Ja, ja. Aha, für die Gilde und für den Ritter, gell?" Der Blick der Frau fällt auf das Gewand der Magiergilde, das Thordin trägt. Sie kommt noch einen Schritt näher, um das besser sehen zu können. "Gilde der Magier, ja, ja. Die Leute von denen sie da reden kenne ich nicht. Aber gehen sie doch bitte dem Ritter helfen. Hier geht das in den Keller, gell?" Die Dame zeigt Thordin die Kellertüre zu der sehr ordentlichen Treppe hinab. Als sie diese öffnet kann Thordin von unten schon einige Stimmen erahnen.

Thordin Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 11:42
"Verbindlichsten Dank!", verabschiedet sich Thordin laut von der Alten und linst die Treppe hinab. Hmm, ein dunkler Keller, ein Haufen Fremde... nochmal lässt sich Farunts Sohn heute nicht in einen Hinterhalt locken! Während er murmelnd mit seiner linken Hand präzise einige Runen in die Luft zeichnet, gleitet seine Rechte schon zum Griff seiner Axt. Sodann macht er sich vorsichtig auf den Weg nach unten.

dimble Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 17:41
Ob der Warnung und der Schauermärchen der Halblingsdame zögert der kleine Barde kurz. Seine rechte Hand schon in Richtung der Büste gestreckt hält er inne. Dann plötzlich, zieht er die Hand zurück, formt seine Lippen zu einem spitzen Mund und führt den rechten Zeigefinger gegen diese. "Pst. Wir bekommen Besuch. Von oben.", zischt er leise. Er löst den Finger von seinem Mund und deutet gen Norden, in Richtung des Gerümpelkellers und des Tunnels, wo die Treppe aus dem Erdgeschoss endet.

Geändert am 10 Okt 2007 17:42 von dimble


Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 17:51
"Das sind bestimmt Gilthas und Xiara!" flüstert Kognoskula zuversichtlich nickend. Sie bemerkt, dass sie alleine in einem dunklen Raum ist, lugt eingeschüchtert hinter sich und beginnt ihre Lampe auszupacken und anzuzünden "Oder diejenigen, welche Gilthas und Xiara entführt haben?" murmelt sie dann zu sich selbst.

dimble Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 18:03
"Die alte Dame redete mit einem Mann. Der Tonfall klang normal. Die Tür zur Kellertreppe ging auf. Kann nicht mehr lange dauern, bis der oder die hier unten sind.", flüstert Dimble weiter. Auf leisen Sohlen schleicht er zum Durchgang zum Gerümpelkeller. Er presst sich an die westliche Flanke der Türe und lugt unauffällig um die Ecke um von dort aus den Tunnel und den Fluss im Auge zu behalten.

Boldran Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 19:30
Boldran hält den Kopf leicht geneigt, während er sich konzentriert und bekommt in der Zwischenzeit kaum etwas von seiner Umgebung mit. Als er schliesslich bemerkt, daß sich Dimble an eine Wand drückt, hört auch er die Stimmen von oben.

"Seid ohne Furcht, mein Freund. Wenn wir dem Übel gemeinsam begegnen, sind wir sicher."

Aufrecht steht er in der Mitte des kleinen Kellerraumes, während Hornschmetter die Szenerie in ein gespenstisches Licht taucht.

"Werter Unbekannter," ruft er laut und vernehmlich, "bitte gebt euch zu erkennen. Seid ihr Freund oder Feind?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 20:36
Kognoskula tut es zunächst ordentlich Dimble gleich, und schmiegt sich - allerdings einen Raum weiter - an den Türrahmen des Pökelraums. Als Boldran seine tapferen Worte spricht traut sie sich allerdings mit einer zustimmenden Mimik wieder ein wenig hervor. Sie hält die Luft an um die Antwort auf Boldrans Frage nicht zu verpassen.

Auf einmal scharrt etwas an Dimbles Bein. Es ist Nusper! Im Maul hat er die Brille, die Gilthas fand und Kognoskula nun vergaß aufzusetzen. Immerhin denkt der clevere Nager daran.


Geändert am 10 Okt 2007 20:42 von Kognoskula


Thordin Post

Verfasst am: 10 Okt 2007 21:27
Vorsichtig ist Thordin, die Axt voraus, die Treppe hinuntergestiegen als er im Halbdunkel einen Lichtschein erkennt. Bevor er seinerseits ein "He da!" herausbringt, ertönt Boldrans Ruf. "Ein Freund aller erhbaren Bürger und ein Feind dunkler Machenschaften, möchte ich meinen! Ich bin Thordin Schwarzbart. Seid Ihr das, Herr ... Boldran war Euer Name?" Als er die Stimme des Paladins zu erkennen glaubt, lässt er seine Axt etwas sinken. "Wo stecken Eure Freunde und was treibt Ihr immer noch hier unten? Seid Ihr immer noch dieser Schlägerbande auf der Spur?" Immer noch etwas mißtrauisch äugt er in den Raum vor ihm.

Geändert am 10 Okt 2007 21:30 von Thordin


Boldran Post

Verfasst am: 11 Okt 2007 10:54
"Oh, Herr Schwarzbart, seid mir gegrüßt. Einige meiner Freunde sind ebenfalls hier unten, Meister Dimble und die ehrenwerte Kognoskula. Bitte, seid ohne Furcht und kommt herunter. Wir sind auf der Suche nach 2 weiteren Freunden, die, wie wir befürchten, vielleicht hier unten in Schwierigkeiten geraten sind. Es gibt hier unten einen Geheimgang müsst ihr wissen. Wir sind grade dabei, diesen zu ergründen."

Thordin Post

Verfasst am: 11 Okt 2007 14:20
Als der Zwerg den Rest seiner Retter erblickt, entspannt er sich merklich. Höflich nickt er zur Begrüßung in die Runde und steckt seine Axt wieder weg. "Hm, in Schwierigkeiten!?", brummt er, nicht überrascht. "Ein Geheimgang sagt ihr?" Für einen Moment scheint er angestrengt nachzudenken. "Natürlich!", fällt es ihm plötzlich ein. "Das hier muss zu dem alten Schmuggelsystem gehören."
Einen Moment lang scheint er zu zögern und blickt skeptisch in die Runde, doch dann erklärt er: "Ihr müsst wissen, bis vor einigen Jahren gab es ein ausgedehntes System an Gängen zwischen den verschiedenen Kontoren und zum Fluss. Es wurde benutzt, um an der Steuerkasse vorbei Waren umzuschlagen." Aus der Mimik des Zwerges wird seine Missbilligung dieser Praktiken klar. "Irgendwann flog dieses System auf -- Mord und Totschlag gab es damals, ja! Um den Schmuggel zu unterbinden wurde schließlich die 'Artistengilde' beauftragt, die Gänge durch ein System von Fallen, Geheimtüren und was weiß ich noch alles unbenutzbar zu machen. Die Schläger, die mir heute morgen aufgelauert haben, gehören sicherlich auch zu dieser Bande. Ha, es würde mich nicht wundern, wenn diese zwielichtige Gesellschaft das ganze System für ihre eigenen Zwecke nutzt!"
Mehrmals streicht sich der Zwerg nachdenklich über den Bart. "Hmmm, wenn Eure Freunde hier alleine Nachforschungen betrieben haben, könnten sie tatsächlich in Schwierigkeiten sein."


Geändert am 11 Okt 2007 14:21 von Thordin


Kognoskula Post

Verfasst am: 11 Okt 2007 17:09
Kognoskula tritt aus dem Pökelkeller hervor, die Lampe vor sich gehalten, und angestrengt nach vorne schauend. "Ach, der Herr Thordin von den Schwarzbärten!" sie lächelt nickend und entspannt sich sichtlich. "Wie meinen? Geheimgang? Schmugglersyndikat?" Kognoskulas Sorge findet keinen Weg an die Oberfläche ihrer Gedanken, zu groß ist ihre Faszination. Sie erinnert sich schnell und ohne umschweifende Grußformeln: "Bedenket dass Gilthas explizit ermutigt wurde, diesen Geheimgang zu erforschen. Von Seiten eines der düsteren Kumpanen. Obacht!"

Boldran Post

Verfasst am: 12 Okt 2007 12:36
"Was sagt ihr da? Ein Tunnelsystem voller Fallen! Dann sind Xiara und Gilthas in größter Gefahr, wir müssen uns beeilen! Meister Dimble, rasch, bitte dreht diese Büste und öffnet den Zugang. Herr Schwarzbart, würdet ihr uns begleiten? Ich befürchte, daß unsere verschollenen Freunde in argen Schwierigkeiten stecken. Es ist nicht ihre Art, ohne weitere Nachricht zu verschwinden."

Thordin Post

Verfasst am: 12 Okt 2007 14:33
"Hmm, selbstverständlich. Ihr habt mir aus Schwierigkeiten herausgeholfen, also werde auch ich Euch helfen." Thordin zückt wiederum seine Axt, um seine Bereitschaft zu unterstreichen. "Wenngleich mir die Umstände immer noch rätselhaft sind. Ermutigt sagt Ihr? Von wem und warum ausgerechnet in diesem Keller? Doch nicht etwa von der alten Dame dort oben? Mir scheint, sie hat vielleicht zu viele Stunden unter der Sonne verbracht..." Bei den letzt Worten blickt der Zwerg mißtrauisch nach oben, als würde er einen Angriff vom Himmel erwarten.

Kognoskula Post

Verfasst am: 12 Okt 2007 16:43
Kognoskula kichert kurz amüsiert ob Thordins Skepsis gegenüber der alten Hausherrin. Dann hängt sie ihre Lampe in die Luft, wo sie von unsichtbaren Kräften sorgsam gehalten wird. "Das Schicksal ließ auch uns noch keine Zeit das Geschehene zu überdenken und zu verstehen." Sie zuckt mit den Schultern, in ihrer Linken hält sie nun eine Schrftrolle. "Und ehem,... " fällt ihr ein " ..., was treibt Euch denn in diesen Keller?"

dimble Post

Verfasst am: 12 Okt 2007 17:00
Erleichtert atmet der Gnom aus, als er realisiert, dass das Opfer des hinterhältigen Überfalls zu ihnen stösst. Freundlich nickt er dem Zwerg zu. Dann gleitet der Blick des kleinen Barden zu dem intelligenten Nager, der an seinem Bein scharrt. "Nusper?", entfährt es Dimble überrascht. Flink greift er nach der Brille und nimmt sie aus dem sich öffnenden Maul des Nagers. "Danke.", meint er kurz und tätschelt den Vertrauten behutsam. Nach kurzem Zögern setzt er die Sehhilfe auf. Etwas ratlos zuckt er mit seinen Schultern.

"Ihr habt recht, Meister Boldran.", pflichtet er dem alten Mann bei. "Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Das Anliegen von Meister Schwarzbart kann er uns sicher auch noch erläutern, wenn wir Xiara und Gilthas gefunden haben.", drängt er auf Eile. Zielstrebig wendet er sich erneut der Büste zu. Hoffentlich nicht schon die erste Falle dieser Bande., denkt er bei sich. Er schaut in die Runde seiner Mitstreiter, vergewissert sich deren Bereitschaft und dreht schließlich entschlossen die Büste, in der Hoffnung, den geheimen Zugang freizulegen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 12 Okt 2007 17:37
Mit einem grollenden *Klaaargh* aus der gesamten Wand rastet die Büste seitlich gedreht ein. Langsam setzt sich das Regal in Bewegung und gleitet mit unerwarteter Selbstverständlichkeit nach rechts. Ein Teil der Wand scheint ebenfalls nach rechts zu gleiten. *Raarghtonk* schallt es, als die Geheimtüre nun bis zum Anschlag geöffnet ist.

Dimble steht vor einem dunklen, gemauerten Gewölbegang, der sich nach 20 Fuß zu einer T-Kreuzung öffnet. Die Kreuzung ist in ein unheimliches Licht gehüllt, das Licht flackert kaum merklich, doch es scheint seinen Ursprung in der rechten Abzweigung zu haben. Es ist totenstill in dem Gang, Dimble hört nur das Atmen seiner Gefährten und seinen eigenen, schnellen Puls. Eine unegwöhnliche Kälte wabert Dimble entgegen. Seine neugieregen Blicke haben keine Schwierigkeiten auf dem dem Boden von staubbedeckter Erde Fußabdrücke zu erkennen.

(Tunnel )


Burth Post

Verfasst am: 12 Okt 2007 21:27
Obwohl er nach Kognoskulas Ankündigung schon auf den erscheinenden Geheimgang vorbereitet war, ist Burth dann doch von Ehrfurcht ergriffen, als sich die Wand öffnet. Sofort versucht er etwas zu erkennen, aber mehr als das verdeckte Flackern kann er nicht sehen.

"Ihr habt Gilthas hier an dieser Büste zurückgelassen? Dann muss er den Geheimgang auch gefunden haben. Lasst uns hineingehen. Aber wir sollten vorsichtig sein."

Burth greift seinen Streitkolben unwillkürlich fester und richtet das Symbol Pelors, welches den Kopf ziert nach oben. "Bereit.", murmelt er.


Thordin Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 08:22
"Hmm, Ihr magt Recht haben, wenngleich Eile nicht immer Vorteile bringt...", hat Thordin noch eingeworfen, bevor er mit beiden Händen die Axt umklammernd die Öffnung der Türe beobachtet. "Nicht übel...", kommentiert er anerkennend die Konstruktion und macht einen Schritt nach vorn um den weiteren Verlauf des Ganges zu betrachten.

dimble Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 12:16
Ob dem raffinierten Mechanismus entfährt dem kleinen Barden ein leiser beeindruckter Pfiff. Für einen Moment verharrt er in angespannter Position, seine Schultern hochgezogen und den Kopf tief zwischen diese gesenkt in leicht gebückter Pose. Seine Angst vor dem möglichen Auslösen einer ersten Falle der Artisten ist ihm deutlich anzusehen. Doch als sich diese Befürchtung nicht bewahrheitet, entspannt sich seine Haltung und er lugt neugierig in den Tunnel. Sein Gesichtsausdruck zeugt von Überraschung, Ungläubigkeit, als würde er seinen eigenen Augen nicht trauen. Ungewöhnlich lange starrt er in den Gang, dreht seinen Kopf dann um und schaut in Richtung der kleinen Halblingsdame. Dabei formen seine Lippen ein wissendes Lächeln.

"Deutlich zeichnen sich frische Fusspuren auf dem staubbedeckten Boden ab.", kommentiert er endlich das Gesehene. "Zudem erkenne ich einen Lichtschein, gleich rechts bei der ersten Abzweigung. Er flackert.", erläutert er weiter. Der kleine Barde zögert. "Wie gehen wir weiter vor?", fragt er schließlich. "Können wir die hinterhältigen Fallen irgendwie umgehen? Wisst ihr mehr darüber, Meister Schwarzbart?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 12:26
Kognoskula reckt ihren Kopf umher, um zwischen den großen Leuten einen guten Blick in den Tunnel zu erhaschen. Neugierig hört sie Dimble zu und erwartet Thordins Antwort. Indes schwebt ihre Lampe kommentarlos und langsam in den Tunnel hinein um diesen ordentlich auszuleuchten.

Thordin Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 13:26
"Nichts weiß ich, ich habe den Tunnel ja nicht gebaut", brummt der Zwerg. "Ich denke aber, dass wahrscheinlich keine Gefahr droht, solange es Fußspuren gibt, nicht? Ich kann sie freilich kaum erkennen. Wir sollten ganz vorsichtig vorrücken."

dimble Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 14:01
"Klingt logisch.", Dimble nickt bestätigend. "Allerdings müsste der Joker wirklich wohlwollend zu mir hinablächeln, damit ich der Fährte folgen und sie lesen kann.", bezweifelt der Gnom seine Fähigkeiten des Spurensuchens. "Immerhin eine Chance.", macht sich der kleine Barde selber Mut. Und ich kann die Abdrücke ja ganz deutlich sehen., redet er sich gedanklich weiter zu.

Vorsichtig wagt er einen ersten Schritt in den Gang. Seine Augen kleben förmlich auf dem Boden. Ganz langsam setzt er einen Fuß vor den anderen. Jederzeit bereit innezuhalten, sollte er die Fährte verlieren. Bedächtig und auf leisen Sohlen nähert er sich der T-Kreuzung mit dem Ziel, einen ersten Blick in die abzweigenden Gänge zu werfen, vor allem natürlich in Richtung des Lichtscheines.


Kognoskula Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 14:43
Kognoskula drängt sich an den zögernden, unsicher dreinschauenden Großen vorbei und folgt Dimble auf dem Fuße und mit großen Augen. Ehrfürchtig betrachtet sie den Gewölbegang und tastet mit der Hand die Beschaffenheit der Steinmauern ab. Sie beugt sich hinab um die Spuren im Staub anzuschauen, und nickt schweigend.

Dimble erreicht auf vorsichtigen aber sicheren Füßen die T-Kreuzung. Kein Beil schnellt aus der Wand. Seine Blicke reichen weit in die abzweigenden Gänge, welche noch weiter nach links und nach rechts reichen. Die Lampe liegt zu Dimbles Rechten auf dem Boden, gerademal 10 Fuß entfernt und umgekippt. Keine Spur und kein Laut von Xiara oder Gilthas dringen an die Ohren der beiden mutigen Kleinen. Abgesehen von der Stelle direkt bei der herumliegenden Lampe fällt es Dimble schwer hier irgendwelche Abdrücke im Staub zu finden. Dennoch erkennt Dimble die Lampe wieder: Es sieht aus wie Gilthas' Lampe!


dimble Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 15:25
Als Dimble meint, die Laterne seines Gefährten zu erkennen, beginnt sein Herz rasend schnell zu pochen. Die Befürchtung scheint wahr, Gilthas und somit auch Xiara muss etwas zugestossen sein, sonst würde der gelernte Tischler seine Lampe kaum so achtlos in diesen dunklen Tunneln zurücklassen. Gerade noch kann der Gnom einen entsetzten Schrei unterdrücken. Auf dem Fuße macht er kehrt und eilt zurück in den Keller der alten Frau zu seinen Kameraden. Die neugierig umherblickende Kognoskula zieht er am Ärmel ihrer Gelehrtenrobe hinter sich her. Es fällt dem kleinen Barden schwer, gedämpft und schnell von der Entdeckung zu berichten. "Da...", stammelt er, Fassung suchend und endlich findend. "In dem Gang da liegt Gilthas Laterne. Auf dem Boden. Nur wenige Schritte von der Abzweigung entfernt.", flüstert er seinen Begleitern zu. "Ihm ist etwas passiert. Ich spüre es. Nun schnell.", drängt er seine Freunde tätig zu werden. Wild gestikulierend deutet er in den Gang und dann nach rechts.

Burth Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 15:34
"Bei Pelor, das wollen wir nicht hoffen.", stößt Burth aus und schließt sofort auf. Sorgfältig blickt er den Gang entlang. Dann geht er langsam auf die Lampe zu und hebt sie auf.

Kognoskula Post

Verfasst am: 13 Okt 2007 17:30
Burth biegt selbstbewusst um die Ecke. Ein kurzes *klick* lässt den Atem der Gefährten stocken. Dimble muss beobachten wie der Boden unter Burths Füßen einfach wegklappt. Für einen Wimpernschlag sieht Burth unter sich Xiara in etwa füfnzig Fuß Tiefe, wie sie völlig bewegungslos liegend nach oben starrt. Krachend schlägt Burth auf XIara auf, diese allerdings gibt kaum einen Laut von sich, nur ein Röcheln, als Burths Knie von ihren Brustkorb gebremst wird. In der schwachen Illumination am Boden des Lochs erkennt der vom Sturz geschundene Burth Gilthas unter Xiara liegend. Regungslos und aufgespießt von heimtückischen Bodenspießen liegt der junge Mann schlaff am Grund der gemauerten Grube. Burth erkennt wie sein eigener Aufprall auch Gilthas ordentlich zugesetzt hat, ein von inneren Blutungen ersticktes Atmen hört Burthan noch von Gilthas. Dann ist es still in der Grube.

Im Kampfthread geht es rundenbasiert weiter


Kognoskula Post

Verfasst am: 14 Okt 2007 20:27
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 1)

"Burth!", tönt ein heller, gellender Schrei durch die alten Schmugglergänge unter Cryllor. Vorsichtig und mit schlimmster Vorahnung beugt sich der kleine Barde über die Fallgrube und späht hinab. Geistesgegenwärtig befördert Dimble ein Seil aus seinem praktischen Rucksack und lässt dieses in das tiefe Loch gleiten, das Ende fest umklammernd. Panisch sieht der Gnom sich um, eine Befestigungsmöglichkeit für die Kletterhilfe suchend. "Burth?", erklingt die Stimme des Barden besorgt. "Keine Sorge, wir holen euch da wieder raus.", versucht er dem Priester Pelors Mut zu machen, seine eigene Angst überspielend.

Den eigenen Schmerz ignorierend, rollt Burth sich zur Seite. Als er den Streitkolben Pelors in die Luft reißen will, spürt er einen Stich in seiner Brust, so dass er nur seine Hand fest um den Griff schließt.
"Pelor, allmächtiger Herr, lass Deine Macht durch mich wirken und rette diese junge Seele."
Ein heller Schein geht von der Spitze von Burths Waffe aus und taucht den Ort des Grauens für einen Moment in ein warmes LIcht. Mit ausgestrecktem Arm berührt der gläubige alte Mann, den leblosen Körper des jungen Tischlers. Ehrfürchtig spürt er die ganze Macht der göttlichen Energie, die ihn durchströmt.
"Ruf ihn noch nicht zu Dir, Herr. Seine Zeit ist noch nicht gekommen, er dient Dir hier mehr, als er dies anderswo könnte."
Betend hofft Burth darauf, dass Gilthas die Augen aufschlägt.

Dimble verspürt Erleichterung, als er sieht, wie Burth sich aufrappelt. Doch der nächste Schock folgt. Reglose Körper liegen am Boden der Falle. Das helle Leuchten sowie die leisen Gebete lassen Dimble hoffen, der Pelorpriester kümmert sich um die Hilflosen. Der Gnom kann die Gesichter der Gestalten nicht erkennen, doch der schlimme Verdacht liegt nahe, dass die Opfer der gemeinen Falle die eigenen Kameraden sind. "Sind das Gilthas und Xiara da unten?", fragt er mit zitternder Stimme. "Sind sie, sind sie....?", stammelt er, das Beben in seiner Stimme nimmt zu. Er bringt die Worte einfach nicht über seine Lippen.

Kurz weiten sich Dimbles Augen angstvoll, als er einen schwach glimmenden Schleier aus dem Augenwinkel zu sehen glaubt, doch er hatte richtig gesehen. Kognoskula starrt fasziniert auf das Spektakel, wie Dimble mit einer Mischung aus grimmiger und angstvoller Miene diesen bläulich schimmernden Schleier - der nun die Form eines schwebenden Halblings annimmt - aus seinem Körper herausstößt. Mit wütender Miene schüttelt sich die Erscheinung und gibt ein gespenstisches Heulen von sich, das unnatürlich durch den Tunnel hallt...

Boldran ist anfänglich gelähmt vor Entsetzen, als sein Freund Burth in die Fallgrube hinabstürzt. Dann löst sich seine Starre und sein Ruf hallt durch die Korridore:"BURTH!"
Grade will er voranstürmen, als er zu seiner Verwunderung eine scemenhafte Gestalt aus dem Körper des Barden heraustreten sieht.
"Was bei allen Göttern geht hier vor sich? Meister Dimble, geht es euch gut?"
Schnell hält er Hornschmetter ein Stück in die Höhe um die unheilvolle Szenerie besser zu beleuchten. "Was ist diese Kreatur? Ist sie Freund oder Feind?"

Als Burth im Boden verschwindet starrt Kognoskula nur wortlos hinterher, doch sie nimmt die Hand vom aufgerissenen Mund, als sie Burths Stimme schwach aus der Grube schallen hört. Doch der nächste Schreck lässt nicht lange auf sich warten."Beim Erzmagier der Götter - in diesen Katakomben spukt es!" tönt Kognoskula fasziniert, und starrt wortlos die Erscheinung an. "Ich weiß es nicht, Boldran, ich weiß es nicht." Sie legt ihre Hand auf die Schulter von Dimble um zu kontrollieren, dass dieser noch bei Bewusstsein ist. Hastig kramt sie dabei in ihrer Gürteltasche voller Schriftrollen herum. Nusper wetzt schon seine Klauen.

Als der Geist Boldran erblickt erfüllt den Tunnel ein schauderhaftes Zischen als das Wesen spricht: "...zzzzzdhhheerr Gooohhhhtessssskriiiiiiiiegähhhhhhhhhr..."

"Obacht! Das könnte ein..." -- ...Hinterhalt sein, will Thordin dem nach vorne laufenden Burth gerade noch warnen als er schon merkt, dass es für die Warnung zu spät ist. Dann wird er auch schon von den hinterher eilenden, Dimble, Kognoskula und Boldran zur Seite geschoben und sieht nun erst mal noch weniger als vorher. "Was ist denn da vorne los, bei allen Schatten!? Ein... Geist?" Etwas unsicher macht er einen Schritt in den Tunnel und kramt dabei eine Schriftrolle hervor. "Was willst Du, finstere Kreatur!", schreit er, unfähig etwas Wirkungsvolleres zu tun.

Gilthas fuehlt und spuert nichts. Er ist in einem dunklen, kalten Nichts. Von Zeit zu Zeit, es koennten Sekunde aber auch Tage sein, wabert ein zum duesteren verkehrtes Bild der Vergangenheit vor seinem Auge: das elterliche Haus steht in Flammen und die Schreie seiner Schwester dringen vom prasseln der Flammen zu ihm vor und er kann ihr nicht helfen ...
Ploetzlich holt ein helles Licht Gilthas aus diesen duesteren Traeumen hervor in eine dunkle Welt voller Schmerz. "ARHHH!" entfaehrt es seinen Lippen, die wieder seinem Geist gehorchen. Jeder Winkel seines Koerpers pocht vor Schmerzen, aber besonders ein stechender Schmerz in seinem Bauch raubt ihm fast den Atem.
Er wagt es kaum die Augen auf zu machen aus Furcht die Visionen moegen wahr sein. Als er sie oeffnet ist es dunkel um ihn herum, aber er kann Burth uebersich gebeugt ausmachen. Ich lebe noch! Wo bin ich.
Er versucht sich aufzurichten, aber seine Muskeln scheinen ihm nicht so zu gehorchen und sein Torso und linkes Bein scheint im Boden verankert zu sein. Mit einer Hand tastet er nach seinem Bauch und faehrt vor Schmerz und Schreck zusammen, als er den Speer in seiner Haut spuert.


Geändert am 15 Okt 2007 16:00 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Okt 2007 15:58
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 2 Start)

Burth hört die Rufe von oben, durchzogen von Schrecken und Panik Pelor steh uns bei, was geht dort oben vor? Er fasst kurz an das Seil und ruft "Ja, hier unten sind unsere Freunde. Gilthas ist am leben!" Ein weiteres Mal fordert Burth die Hilfe seines Patrons und lasst seine heilende Kraft in Xiaras geschundenen aber brettsteifen Körper fließen. Sie regt sich nicht doch ihre Wunden schließen sich. "Xiara scheint verhext zu sein. Was geht dort oben vor?"

"Ein Geist...", stottert Dimble panisch. "Er hat versucht, mein Bewusstsein zu verdunkeln. Dem Joker sei dank vergebens.", der kleine Barde zittert am ganzen Körper. Die guten Nachrichten von Burth schüren seine Hoffnung, verhindern, dass er angsterfüllt die Flucht ergreift. Er muss seine Freunde aus dieser misslichen Lage befreien. Doch er findet keine Möglichkeit, das in beiden Händen fest umklammerte Seil zu befestigen und zweifelt, dass seine Kräfte ausreichen, die großen Männer zu halten. Die Kälte, die von dem mysteriösen Geist in Dimbles Rücken ausgeht, lässt den kleinen Barden erschaudern. Er konzentriert sich, schliesst seine Augen und summt eine beruhigende Melodie. Seine rechte Hand löst er dabei für einen Wimpernschlag von dem Seil und bewegt sie im Takt der Musik. Sechs Abbilder des Gnomes entstehen, gleichen ihm und sich wie ein Ei dem anderen. Alle sieben Dimbles greifen erneut fest nach der Kletterhilfe. Sie öffnen synchron ihren Mund, um sich an die stärkeren Gefährten zu richten. "Packt mit an, wir müssen unsere Freunde da rausholen.", bittet er die Kameraden um Hilfe. "Und nehmt euch in Acht vor diesem Geist. Fallt nicht auf seine Tricks herein. Wahrscheinlich ist er ohnehin nur eine Illusion, eine Täuschung unserer Augen. Er kann uns nichts anhaben.", spricht er seinen Begleitern Mut zu. "Verschwinde, wir haben keine Angst vor dir. Der Spuk ist vorbei!", zischen die sieben Barden der geisterhaften Gestalt zu.

Die Erscheinung grollt ob der Worte des Barden under holt mit seinen Klauen aus. Doch sein Blick geht zur faszinierten Halblingsdame und er schnellt zu ihr - halb durch Dimble hindurch und halb durch die Wand. Gleich einem Kopfsprung in den Ozean taucht das Wesen in den Körper der Dame. "Waaahhh. Weich von mir - Kreatur!" Kognoskula atmet tief durch, auch sie hat das Wesen mit reiner Willenskraft abgewiesen. Nun hängt es halb in der Wand neben Kognoskula, seine Züge verformen sich zu gräßlichen Grimassen. "Uaaahhhh...."


Kognoskula Post

Verfasst am: 15 Okt 2007 22:39
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 2-3 Start)

Entsschlossen macht Boldran einen Schritt auf den Geist zu und hält Hornschmetter weit emporgestreckt. In diesem Moment kommt ihm ein entsetzlicher Gedanke:"Wenn der Geist nun Besitz von mir ergreifen kann, wie dieses Wesen damals in den Katakomben sind meine Freunde in grösster Gefahr. Höchstens Xiara hätte die körperliche Kraft mich aufzuhalten und sie ist dazu jetzt nicht in der Lage."
Boldrans Züge verhärten sich, er erinnert sich an die Worte des Priesters und er ist sich sicher, daß dies nun die Prüfung ist. Er würde nicht fehlen.

Da! Eine Hand auf seiner Schulter. Er nickt dankbar, wohl wissend nicht alleine zu sein.
"Danke, Junge, denn ich hatte für einen Moment Angst."
"Das ist keine Schande, Vater, denn nur der Narr kennt keine Furcht, und ihr seid kein solcher Narr.

Der Griff um Hornschmetter verstärkend, macht der Alte einen weiteren Schritt. Mit lauter Stimme ruft er dem Geist entgegen:
"Ja, ich bin der Gotteskrieger. Welch schlimmes Schicksal euch in diese Lage und in diese Existenz auch gebracht hat, Geist, so bitte ich euch, Im Namen des großen Heironeous, hebt euch hinfort, verlasst diese Welt und vergebt euren Mördern. Lasst meine Freunde und mich passieren und geht in Frieden fort."

Die plötzliche Vervielfachung des Barden beeindruckt Thordin nicht weiter, schließlich ist einer seiner besten Kommilitonen ein Gnom. Dessen Worte und der anscheinende Angriff auf Kognoskula bestätigen jedoch seine Vermutungen.
"Wirf das Seil in meine Richtung, dann kann ich es wohl festhalten, ruft er ihm zu. Die Worte des Gotteskriegers nimmt er hingegen verwundert auf. "Das Ding hatte seine Chance! Schlag zu, lass es deine Axt spüren! Vielleicht kann ich dich vor seinem Zugriff schützen, warte..." Mit etwas Mühe liest er die Symbole von der Schriftrolle ab. Einen kurzen Moment ist er versucht, die schützende Magie auf sich selbst zu wirken, doch der Paladin ist offensichtlich näher an der Gefahr und so berührt er diesen.

Burth besinnt sich einen Moment, nachdem die heilenden Kräfte Pelors nicht ausreichten, Xiara wieder zu Bewußtsein zu bringen. Seid wann glaube ich an Verhexungen? Vorsichtig versucht er den Körper der Elfin anzuheben, um sie von den Holzspitzen wegzuziehen. Dabei sucht er nach möglichen Anzeihen einer Verletzung, die die Ursache für Xiaras Zustand sein könnten.
"Gilthas, wie geht es Dir? Was ist passiert? Weißt Du, was Xiara zugestoßen ist?"

Die Erscheinung hatte sich gerade von Dimbles Abschätzungen abgewendet und ob der Worte des Paladins scheinbar beruhigt - zumindest verschob sich das körperlose Gesicht wieder zu dem eines Halblings. Da scheint er Thordin zu hören und der Schrecken kehrt in die Erscheinung zurück...

Kognoskula lässt in dieser Sekunde ab von der Schriftrolle, welche vor ihr schwebend mühelos abgerollt wird, und rezitiert die arkanen Silben darauf, in einem gar düsteren Tonfall. Dann klatscht sie einmal in die Hände und Nusper piepst auf. Wie von der Hummel gestochen springt der kleine wendige Nager todesmutig und quietschend in die gespenstische Erscheinung, die Zähne gefletscht. Mit einem Blitzen entlädt sich die Magie, die der Vertraute von seiner Meisterin erhielt in der Erscheinung. Schnell krabbelt Nusper zurück hinter Kognoskula.
Das Wesen heult auf, hält die Hände vor das Gesicht und saust davon - durch die sieben Dimbles, durch die Lampe und weiter in den Tunnel nach rechts in die Dunkelheit, stetig heulend.
"Eile ist geboten, Freunde, er kann jederzeit zurückkehren!" kommentiert Kognoskula noch.

"Mies." antwortet Gilthas mit einem gequaelten Stoehnen.
Mit beiden Haenden greift er den Speer, der sich durch seine Eingeweide gebohrt hat und versucht diesen abzubrechen. Mit einer gewaltigen Kraftanstrengung gelingt es ihm den Speer direkt ueber seinem Bauch abzubrechen.
Sich mit den Haenden auf dem Boden abstuetzend richtet er sich auf. Ein leises Wimmern kommt ueber seine Lippen, als er sich von dem Speerschaft befreit. Dank Burths heilenden Kraeften blutet die schwere Wunde kaum.
Mit dem Speer in seinem linken Bein verfaehrt er genauso. Muehsam und langsam richtet er sich in der Ecke der Fallgrube auf.

"Huch!" ruft Dimble erschrocken, als die Erscheinung mit garstiger Grimasse schonungslos durch den Barden hindurch flieht. Kurz schaut er ihm noch wie gelähmt hinterher "... und komm bloß nicht wieder!... "doch dann besinnt er sich. "Das Seil ist nicht lang genug, Thordin. Es reicht kaum bis zum Grund, ich brauche Hilfe!" Die sieben Dimbles machen sich daran das Seil ordentlich festzuhalten.

Karte


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Okt 2007 19:19
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 3-4 Start)

Burth blickt den langen Schacht nach oben und ruft seinen Freunden zu: "Alles klar dort oben? Xiaras Verletzungen sind schwer, doch sie lebt. Aber sie ist nicht bei Bewußtsein, wirkt wie gelähmt, allerdings kann ich keine Anzeichen von Gift entdecken. Holt sie zuerst hoch, das gibt Gilthas noch etwas Zeit sich zu erholen."
Burth zieht Xiaras Körper vorsichtig zur Wand und beginnt mit der schwierigen Aufgabe, sie am gerade bis zu ihnen runterreichenden Seil festzubinden.

Als Burth die drahtige Elfe auf die Beine gestellt bekommt, profitiert er sehr davon, dass einige der stählernen Muskeln von Xiara verkrampft erstarrt sind. Während er die Elfe auf einem versteiften Bein balanciert, gelingt es ihm, das Seil einmal ordentlich unter den Armen festzuknoten, welche unnachgiebig an Anathalas festhalten. Wenn Xiara jemals wieder gesund wird, wird sie mächtig Muskelkater haben.

"Nusper schlug die Erscheinung kurzfristig in die Flucht, Burth, kommt bloß flink heraus da!" Kognoskula schaut hektisch hin und her, greift sich an den Kopf, schätzt die Tiefe der Grube ab und flucht leise "...beim Zauberbuch des Professors,... meine Schriftrolle ist nicht ausreichend potent...". Die Halblingsdame streichelt Nusper aus Nervosität so kräftig dass dieser einmal aufquietscht. Dann seufzt sie einmal hektisch kopfschüttelnd und macht sich daran Dimble beim Ziehen des Seiles zu assistieren, mit ihren schwachen Halblingshändchen. "Zieh!"

"Wieviel Hass und Trauer sind notwendig, um ein Wesen wie diesen Geist entstehen zu lassen. Heironeous, ich bitte dich demütigst meinen Freunden und mir dieses Schicksal zu ersparen, wenn die letzte Stunde gekommen ist." Für einen Moment schliesst Boldran seine Augen, damit er diesen Gedanken an seinen Herrn richten kann, dann schrecken ihn die Rufe der anderen auf.
Schnell eilt er nach vorne, steckt den rabenschnabel weg und lässt seinen Schild fallen und greift nach dem Seil.
"Haltet aus, haltet aus, Freunde. Wir ziehen euch hoch."

Thordins für den Kampf in engen Räumen geschulter Verstand arbeitet. "Jemand sollte den Gang nach vorne sichern!" Am liebsten würde er sich selber an allen anderen vorbeidrängen um sich schützend vor die Tauzieher zu stellen. Da er aber befürchtet, sie dadurch zu sehr zu behindern oder gar das Abrutschen der kostbaren Fracht zu verursachen, schnappt er sich lieber das Ende des Seils, sobald es zu ihm durhchgereicht wird, und beginnt zu ziehen. Aber er hat Schwierigkeiten, den nötigen Halt im Gang zu finden.

Gilthas quetscht sich in eine Ecke der Fallgrube, damit Burth Xiara versorgen kann. Mit einer etwas ungelenkeren Bewegung greift er hinter sich in seinen Rucksack und holt einen Trank hervor, den er sofort trinkt. Unter leichtem Kribbeln verschliesst sich die Speerwunde in seinem Bauch fast vollstaendig.
"Wo sind wir Burth? Gerade gehe ich in den Geheimgang und dann wache ich schwer verwundet hier auf."

Xiara gehen viele Dinge durch den Kopf, die sie den anderen sagen könnte, aber leider will das nicht so ganz, egal wie sehr sie sich anstrengt... so bleibt ihr starrer Blick auf die noch immer leicht summende Klinge vor ihr gerichtet.

Die sieben Barden nehmen die Unterstützung der Kameraden dankbar an. Die vielen kleinen Hände klammern sich fest um das Seil. Er spornt seine kräftigeren Begleiter an und gibt den Takt vor, in dessen Rhythmus die Freunde die reglose Xiara aus der Fallgrube hieven.

Mit vereinten Kräften heben die Retter Xiara langsam aber sicher aus der Todesgrube. Sie baumelt ab und zu gegen die Wände der Grube, doch wer weiß schon was die Elfin noch mitbekommt. Ruck um Ruck hebt sich Xiara nun bis auf über der Hälfte der Höhe des Schachtes.

Die Erscheinung ist in der Dunkelheit verschwunden und nicht mehr zu sehen.


Kognoskula Post

Verfasst am: 17 Okt 2007 16:53
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 4-5 Start)

Burth beobachtet aufmerksam, wie Xiara in die Höhe gehieft wird.
"Wir sind in einer Fallgrube unweit der Geheimtür hinter der Büste. Und oben scheint einer geisterhafte Erscheinung ihr Unwesen zu treiben. Vielleicht hat das etwas damit zu tun, dass du nicht weißt, wie du hierher gekommen bist."

"Du meinst der Geist hat mich hier runtergeworfen? Ich ging in den Gang und dann wurde es kalt und dunkel und dann..." bricht Gilthas mitten im Satz ab, sich scheinbar wieder an etwas duesteres erinnernd.
Gilthas greift nochmal in seinen Rucksack und holt eine Fackel und Feuerstein hervor. "Ich mache Licht, dann koennen wir besser sehen wo wir sind." sagt Gilthas das offensichtliche, um sich zu beschaeftigen. Es scheint fast so, als ob er seine duesteren Gedanken durch den Fackelschein verbannen moechte.

Als er gerade noch einmal festen Halt für seinen linken Fuß sucht, fällt Thordin etwas Ungewöhnliches ins Auge. "Bei meines Vaters Steinhammer! Was Ihr auch tut, tretet nicht in den linken Gang hinein! Ich bin mir sicher, da ist noch so eine Falltüre!" Dann konzentriert er sich wieder auf's Ziehen, diesmal mit mehr Erfolg. Er kriegt das Ende des Seils zu Fassen und macht damit wieder ein paar Schritte in Richtung Eingang.

Wie besessen zieht Boldran an dem Seil, um seine verletzten Freunde aus der Grube zu retten.
"Ich habe sie im Stich gelassen, ich habe sie im Stich gelassen, ich war zu sehr mit mir selber beschäftigt, ich hätte auf sie acht geben ...."
"Nein! Du hast deine Pflicht erfüllt, Vater. Niemand macht dir einen Vorwurf. So wenig wie du an der Kraft unseres Gottes zweifelst, darfst du an deiner eigenen Stärke, deiner Aufrichtigkeit und deinem Urteilsvermögen zweifeln. Es würde dich schwächen."
Boldran nickt. "Wir schaffen das, Freunde, gleich seid ihr befreit."

Das Seil rutscht nur so durch die Hände der kleinen Halblingsdame und sammelt sich dennoch vor ihren Füßen. Sie zuckt mit den Schultern als sie erkennt, dass derart gewöhnliche Kraftakte nicht ihr Feld sind. "Huch!" ängstlich starrt sie kurz hinter sich zu der vermeintlichen Falltüre und trippelt ein wenig weg um beinahe über Boldrans Schild zu stolpern "Autsch! Entferne dies!" Mit diesen Worten kniet sie sich dann herunter und wartet darauf dass die bewegungslose Xiara über die Kante der Grube gezogen wird, um das Seil zu lösen. Boldrans Schild hingegen wird indes - etwas scheppernd - von einer unsichtbaren Kraft in die Schreinerei transportiert.

Der kleine Barde hilft nach besten Kräften Thordin und Boldran, den starren Körper der Waldelfin aus der Grube zu befördern. Weiterhin versucht er mit rhythmischen Anfeuerungen das Zugtempo zu koordinieren, damit sich die Muskelkräfte der Gefährten möglichst gut ergänzen.

Fast summt sie schon ein Lied zu dem bereits verstummten Takt von Dimble. Mit der Zunge im im Mundwinkel löst Kognoskula den Knoten und Xiara liegt steif auf dem Rücken vor den Seilzüglern. Anathalas hält sie nach oben und ihr linkes Bein baumelt noch in die Grube.

Keine Spur von der Erscheinung.


Geändert am 17 Okt 2007 16:56 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 18 Okt 2007 07:57
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 5-6)

In die Ecke der Fallgrube gedraengt schlaegt Gilthas mit dem Stein auf den Feuerstein. Ein paar Mal erhellen nur die Funken das duestere Loch und werfen gespenstige Schatten an die Waende. Dann endlich faengt die Fackel leicht zu glimmen an, um wenige Sekunden spaeter vollends zu brennen. Erleichterung huscht ueber Gilthas' Gesicht. Ein wenig gesammelt schaut er sich in dem engen Loch um.

Kognoskula starrt die halberstarrte Elfin fasziniert an, und stupst sie mit den Filzpantoffeln. Sie beginnt in mit beiden Händen in ihren Schriftrollen herumzukramen und trippelt nervös hin und her. "Nein, welch niederträchtiger Hinterhalt, und jene Bodenspeere!" entfährt es ihr bei einem Blick in das nun erleuchtete Loch. "Nun kommt schon endlich dort hinaus!" fordert sie etwas verzeifelt. "Mein Zauber kann das Wesen nicht mehr lange vertreiben - vielleicht ist es schon wieder auf dem Weg zu uns, voller Zorn und Wut!" Schließlich produziert sie eines ihrer Pergamente. "Ah, da ist sie ja,..."

Boldrans Schild poltert indes bis in die Schreinerei, hinaus aus dem Tunnel wo es scheinbar zu Boden gelegt wird. Die noch immer schwebende Lampe, welche das Schild begleitet hatte, macht sich auf den Rückweg in den Tunnel.

Angsterfüllt starren die sieben Dimbles in die Richtung, in die der Geist verschwand. Dann schaut er besorgt hinab zu dem steifen Körper Xiaras. Der Barde lässt das Seil aus seinen kleinen Händen gleiten und eilt flink zurück an Meister Schwarzbart vorbei in die Schreinerei. Dort entdeckt er, was er sucht, ein Seil, das ordentlich zusammengerollt über dem Sägebock hängt. Flink wickelt der Gnom das Seil ab.

"Sehr gut, Xiara, macht euch keine Sorgen, wir haben euch, wir holen nur noch schnell Gilthas nach oben und dann verschwinden wir von hier." Schon lässt er das Seil wieder hinabgleiten. "Gilthas, seid ihr stark genug, euch an dem Seil festzuhalten? Greift danach, wenn ihr könnt und wir ziehen euch hoch!"

"Vorsicht, mein Kleiner. Mir wird schwindlig", ruft Thordin verblüfft, als sich die das gnomische Spektakel an ihm vorbeidrängt. Dann wendet er sich nach vorne. "Wir sollten sie hier schnell rausbringen", bemerkt er, auf Xiara deutend, zu Kognoskula. "Könnt Ihr für einen Moment alleine am Seil ziehen, Herr Boldran?", fragt er dann und beginnt die erstarrte Elfin Richtung Ausgang zu ziehen.

Auch Burth nutzt den warmen Schein Gilthas' Fackel, um sich in der Grube umzusehen. Als dann das Seil wieder herunter kommt, nimmt er es in Empfang, um Gilthas zu helfen, sobald dieser bereit dazu ist.

Aus der Tiefe des dunklen Tunnels ist in dieser Sekunde ein markerfrierendes Aufheulen zu vernehmen...


Kognoskula Post

Verfasst am: 19 Okt 2007 11:01
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 6-7)

Das Gewicht der zierlichen Elfin scheint Thordin nicht im geringsten zu behindern, als er sie unter den Armen fasst und -- wiederum recht unsanft -- aus dem engen Gang befördert. "Warte hier auf uns", murmelt er überflüssigerweise und eilt wieder zurück in den Gang um den anderen beizustehen.

Die wuselnden, ständig ihre Plätze tauschenden sieben Dimbles lächeln den Zwergen verschmitzt an. Schnell drücken sie ihm das eine Ende des Seiles in die Hände, als dieser in den Tunnel zurückeilt. Das andere Ende befestigen der Barde und seine sechs Spiegelbilder mit einem stabilen Knoten an dem fest verankerten Sägebock.
Ehe er es sich versieht hat Thordin ein Seilende in der Hand, von welchem der sieben Gnome auch immer, und bringt es in den Tunnel zu Boldran und Kognoskula.

Burth hält kurz inne, als er den Schrei vernimmt. "Komm, Gilthas, schnell aus der Grube raus." Mit gekonnten Griffen hilft er dem jungen Mann, das Seil an seinem Oberkörper zu befestigen, ohne dass es ihn zu sehr schmerzt.

"Der Geist kommt zurück, Vater.! "Ich weiß, mein Junge, aber ich bin bereit und werde nicht weichen. Ich lasse meine Freunde hier nicht zurück."
"Gilthas, fertig? Ich ziehe euch jetzt hoch!"
Wieder krümmt er den Rücken und beginnt Stück für Stück das Seil nach oben zu ziehen.
Stück für Stück fährt der Pflug über den Acker, der Rücken krümmt sich, das Feld muss vor der Abenddämmerung bestellt sein. Der Schweiß läuft ihm über das Gesicht, er hört die Schreie nicht mehr, er konzentriert sich nur noch auf die Aufgabe.
Und dann, zwischen zusammengepressten Zähnen, zur Verwunderung der anderen, stimmt der Alte unbewusst eine kleine Melodei an.

"Wir sind ein Bauernstamm, das macht uns stolz,
aus kerngesundem harten Holz.
Ist auch an schwerer Arbeit reich das Jahr,
wir preisen, Heironeous, dich immerdar!"


Soeben hat Gilthas seine Fackel entzuendet, da will ihm auch schon Burth das Seil umbinden. "Warte, Burth! Ich will mir die eine Wand genauer ansehen. Schau doch, die ist viel sauberer als die anderen."
Unbewusst geht seine Hand zu seinem Dolch, um in den Ritzen der Wand zu prökeln. "Mist, wo ist mein Dolch." Im Licht der Fackel wandert sein Blick zu seinem Guertel, in dem aber nur ein Dolch zu finden ist. Der Blick wandert weiter nach unten. Am Boden der Fallgrube aufgespiesst wie Gilthas noch vor ein paar Sekunden liegt ein halb verwestes Skelett und zwischen dessen Rippen funkelt sein Dolch. Er beugt sich nach unten und frimmelt seinen Dolch zwischen den Rippen hervor.
"Lass dich doch schonmal hochziehen, ich untersuche noch schnell die Wand und das Skelett."

Wenig erfreut lässt Burth das Seil fallen, zumal er außer dem Skelett am Boden nichts Aufmerksamkeit erregendes entdecken konnte. "Nein, ich werde dich nicht hier unten allein lassen. Sei vorsichtig, dein Körper sieht immer noch sehr geschunden aus und ich möchte Pelor nicht erneut um Heilung bitten müssen."
Leise seufzend tritt der alte Mann vom Seil zurück und blickt nach oben.

"Jaja, ja gut." kommentiert Kognoskula leicht enttäuscht das Wegtragen ihres Forschungsgegenstandes. "Gahhhh!" entfährt es der Halblingsdame dann ungeniert als sie den Schrei erhört. "Mein Zauber verblasst. Eile ist geboten!" Hin und her schaut sie wie alle sich nützlich machen, und alls Boldran einen Feldgesang beginnt grübelt sie verblüfft Anstatt Xiaras Gedanken zu lesen sollte ich vielleicht lieber erstmal die des Paladins lesen... ach, welch Unsinn. Huch, na dann,... wo habe ich das denn nun schon wieder aufgeschrieben?

Die Gelehrte erscheint etwas verwirrt als sie mit einer weiteren Schriftrolle, welche sogleich vor ihren Augen schwebt, an Boldran herantritt. Formell schließt sie ihre gemurmelten Silben mit einer Berührung des Kriegers ab. "Das schützt Dich vielleicht ein wenig." Boldran spürt eine unsichtbare, wenngleich spürbare, Kraft, welche ihn nun umgibt. "Nanu, was treiben die denn da unten." Die Angst ist wieder verflogen als Kognoskula neugierig am Rand der Grube hängt und beobachtet, wie Gilthas die Nordwand abtastet.

Plötzlich lässt der Zug im Seil nach und Boldran läuft für einen kurzen Moment Gefahr, nach hinten zu fallen.
"Ist alles in Ordnung bei euch? Gilthas, warum hast du das Seil abgeschnallt?Schnell, schnell, die Geistererscheinung kehrt zurück und ich will euch dort raus haben."

Noch kann Boldran in der Tiefe des Tunnels kein Schimmern erkennen...


Geändert am 19 Okt 2007 20:37 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 19 Okt 2007 20:34
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 7-8 )

Boldran späht den Gang hinab, schon glaubt er, das Schimmern der geisterhaften Erscheinung am Ende des Tunnels zu erkennen. Immer noch sind 2 seiner Freunde in der Fallgrube gefangen.
"Bei allen Göttern, Freunde, was immer ihr da uinten macht, beeeilt euch, jeden Moment kann der Geist zurückkehren. Burth, was treibt ihr da unten, wieso ist Gilthas nicht am Seil befestigt?"

Bis auf seinen Dolch kann Gilthas in dem halb verwesten Skelett nichts interessantes finden. Dann wandert sein Blick und sein Dolch ueber die Nordwand. "AHH, habe ich's mir doch gedacht" ruft er triumphierend aus. Vorsichtig schiebt er seinen Dolch in einen Spalt zwischen zwei Backsteinen und bald ist ein leises 'Klick' zu hoeren. Mit leichtem Druck verschiebt er einen Teil der Wand nach hinten und ein halblingskleiner Gang erscheint.
"Hier unten geht es weiter" ruft er nach oben, bevor er sich hinhockt und mit dem Licht der Fackel einen Blick in den Gang wirft.

Dimble zieht mehrmals kräftig und ruckartig an dem Seil, um die Robustheit seines Knotens zu testen. Dann eilt er mit einem besorgten Blick hinab zur erstarrten Xiara zurück in den Tunnel und schließt zu dem Zwergen auf. "Bindet die Seile aneinander, das andere Ende ist stabil befestigt. So haben die beiden eine Möglichkeit, aus dieser gemeinen Grube zu klettern, auch wenn uns der Geist davon abhält, dass Seil zu halten.", erklärt er mit schnellen Worten, was er mit seinem Handeln bezweckt hat. Dann wendet er sich ernst an den alten Mann, der verzweifelt auf Burth und Gilthas einredet. "Meister Boldran, ich kann mich täuschen, aber ich hatte den Anschein, dass eure gütigen Worte zu dem Geist vorgedrungen sind. Versucht mit ihm zu reden, wenn er denn wiederkehrt. Vielleicht könnt ihr ihm tatsächlich helfen, Ruhe zu finden oder aber zumindest davon überzeugen, von uns abzulassen.", teilt der Gnom seine Einschätzung mit dem Diener Heironeous'. Aufmunternd nickt der kleine Barde seinem Kameraden zu. "Und verlasst euch nicht auf eure Augen, eben habe ich diese Erscheinung auch erst bemerkt, als sie aus meinem Körper verdrängt wurde.", warnt er seine Gefährten noch, dass der Geist schon wieder unter ihnen sein könnte.

Als Gilthas die Geheimtür öffnet, ergreift Burth sofort seine Waffe, die er abgelegt hatte, um Gilthas mit dem Seil zu helfen. Dann tritt er an die kleine Öffnung heran und versucht im Dunkeln zu erkennen, muss aber feststellen, dass seine Augen im schumrigen Licht der Fackel nichts ausmachen können.
"Pelor, lass deine Sonne hier aufgehen."
Im selben Moment umhüllt eine Aura reinsten Lichts den alten Mann und erhellt die Grube, so dass zum ersten Mal auch für Boldran und die anderen am Rand Stehenden das ganze Ausmaß dieser heimtückischen Falle erkennbar wird.

Kognoskula und Boldran zucken beiden zusammen, als sie im gerade aufflammenden Licht des Nimbus von Burth die beiden in der Grube hektisch fuchteln sehen. Gilthas stöhnt kurz auf, er scheint von etwas getroffen worden sein. Dennoch starren die beiden sehr ineressiert an die Nordwand der Grube. Boldran scheint sich mit der kargen Antwort von unten zufrieden geben zu müssen.
"Die zwei wurden dieses Wesens eben nicht angesicht..." zuckt Kognoskula mit den Schultern und blickt hilflos zum gestressten und verständnislosen Boldran.

Sie nutzt die Fassungslosigkeit des verantwortungsbewussten alten Mannes aus, dreht sich ein wenig weg und wickelt etwas wahrlich stinkendes aus einem kleinen Tuch aus ihrem Spruchkomponentenbeutel. Leise flüstert sie einige merkwürdig anmutende Silben "Αποκαλύψτε τι είναι κρυμμένο" und das Stinkende rieselt verbraucht in die Grube. Vor den Augen von Dimble und Boldran erscheint eine schwebende, durchsichtige Kerze, welche von einer Geisterhand auf einem einfachen Kerzenhalter getragen wird. Ein sonderbares, schwaches Licht wird von der substanzlosen Kerze abgegeben. Ganz selbstverständlich nickt Kognoskula zufrieden "So sehen wir ihn frühzeitig." und verstaut eine ihrer Schriftrollen wieder.

"Gut gedacht", lobt Thordin Dimbles Seilübergabe und eilt ihm schon voraus. Seine Waffe steckt er -- etwas missmutig grummelnd -- weg, lässt sich dann Boldrans Seilende geben und beginnt, die beiden Enden miteinander zu verknoten. "Hmm, ich weiß nicht. Ich meine es ist sicherer, ihm seinen etherischen Schädel zu spalten, wenn er wieder kommt!"

Während Boldran dem heraneilenden Zwerg nun das Seil in die Hand drückt, und dieser zu Knoten beginnt, erwidert die Gelehrte dem pragmatischen Zwerg schulmeisterlich: "Dann wäre es hilfreich den etherischen Schädel zu sehen, nicht wahr? Sofern diese Interpretation des von Dimble Geschilderten stimmt. Jene plumpen magischen Energieladungen, im Übrigen, welche manch einer als Geschoss verwendet, ziehen wohlweislich gar großen Profit aus dieser Tatsache..."

Noch immer gibt es kein Zeichen der Erscheinung.


Geändert am 19 Okt 2007 20:42 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 21 Okt 2007 21:12
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 8-9)

"Gilthas! Kein Schritt weiter. Deine Neugier bringt Dich noch um - und mich mit Dir!"
Burth ist gleichermaßen erbost über Gilthas wie erschrocken über eine erneute Falle. Vorsichtig tritt er wieder vor den schmalen Eingang zu dem Tunnel, den er mit einem reflexartigen Sprung zur Seite verlassen hatte, als er das Auslösen der primitiven Pfeilfalle gehört hatte.
"Gilthas hat eine weitere Geheimtür gefunden. Ein kleiner Tunnel führt hier durch das Erdreich. Keine Ahnung, ob von Menschenhand oder von Tieren erbaut. Die Tatsache, dass er hinter einer Geheimtür ist spricht für ersteres. Aber ihr, Herr Schwarzbart, könntet das sicher genauer sagen."

"Hmm, gewiss", gibt Thordin zu "Aber Eure geisterhafte Beschwörung wird uns dass ermöglichen, sofern wir nahe genug.." In diesem Moment wird er von Burth unterbrochen. "Gut möglich, dass ich das kann", ruft er hinunter. "Schlagt Ihr vor, dass ich zu Euch hinunter kommen soll?" In diesem Moment hat er das Knoten beendet (sicherheitshalber mit ein paar Knoten mehr als nötig). "Das Seil ist jetzt fest", teilt er noch nach unten mit.

"Nein, nun klettert ihr nicht auch noch in diese Grube, Meister Schwarzbart.", widerspricht der kleine Barde empört dem Zwergen. "Dieser Geist kann uns jeden Moment wieder aufsuchen. Zudem sollten wir die arme Xiara nicht so hilflos zurücklassen.", versucht Dimble seine Kameraden zur Vernunft zu bringen. "Kommt doch endlich da raus, bitte!", ruft er energisch zu seinen in der Falle festsitzenden Kameraden hinab. Verzweiflung schwingt in der Stimme des Barden mit. Ängstlich sieht sich Dimble im Schein der mysteriösen Kerze Kognoskulas um. Er rümpft seine empfindliche Nase. Bah, diese Zauberkomponente mieft ja wirklich außergewöhnlich streng., denkt er bei sich.

Kognoskula schüttelt verwirrt den Kopf und spricht selbstgerecht "Ich warnte Dich zuvor, nun wiederhole ich mich nicht, Herr Gilthas! Jener Fund läuft in der Tat nicht davon!" Sie wendet sich ab und schwingt noch symbolisch ihre Robe hinter sich her.
Mit einem subtilen Fingerzeig der Gelehrten schnellt die körperlose Kerze, gehalten von einer körperlosen Hand, ohne zu flackern den Tunnel entlang und verweilt einen Steinwurf entfernt. "Ich werde den Tunnel im Auge behalten." Vermeldet sie und starrt zu dem Lichtfleck im Tunnel. Kaum zu sehen ist, wie sie auch einmal den Geruch testet, in der Hoffnung, dass mit der Kerze auch der Gestank verschwindet. "Hach Nusper, ich vergaß!" fällt ihr noch ein. Schnell verliest sie Phrasen von ihrem Pergament, die an vorhin erinnern. Mit einem knappen Nicken und einem emsigen Zähnefletschen seitens Nusper verstehen sich die zwei, und die Halblingsdame starrt weiter in den Gang. Indes rollt der unsichtbare Helfer ihr Pergament zusammen.

Erst schüttelt Boldran verständnislos den, doch dann denkt er sich: Es ist wohl die Jugend, die ihn antreibt. War ich früher nicht genauso?
Ruhig kniet er am Rande der Grube nieder und streckt dem jungen Mann seine Hand entgegen. "Mein Freund, ich kann euren Eifer verstehen, doch ihr seid schwer verletzt und unserer Gefährtin Xiara geht es sehr schlecht. Ich verspreche euch, sobald wir unsere Verletzungen ausgeheilt haben kehren wir hierhin zurück, um all diesen Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Bitte kommt jetzt daraus."
Boldran ist vollkommen ruhig während er diese Worte spricht, da er sich auf diese Weise erhofft, Gilthas am ehesten überzeugen zu können.

Als die Pfeile Gilthas treffen, wankt er fuer einen Moment und es sieht beinahe so aus als ob er gleich umkippt. Dann schuettelt er sich jedoch kurz und schaut erwartungsvoll in den Tunnel.
"AHH, schon wieder eine Falle!" entfaehrt es Gilthas. "Die haette ich doch sehen muessen. Egal, das war bestimmt die letzte."
Er kriecht schon halb in den Gang, da hoert er die Worte Burths und Boldrans. Wahrscheinlich haben sie recht und wir sollten das besser planen. Eventuell hat mich der Anfuehrer der Attentaeter in eine Falle gelockt.
Die Worte seiner Gefährten zeigen WIrkung. "Nagut" Gilthas lässt sich von Burth helfen das Seil umzulegen und sogleich zieht Boldran das Seil kräftig nach oben, so dass Gilthas schon fast oben ist.

"GAA-GAAA-GEIST! Er kommt!" Im schummrigen Schein ihrer magischen Kerze erspäht Kognoskula genau, wie etwas Unsichtbares - vom Licht der Kerze mit einem schimmernden Umriss umzeichnet - von der Gestalt eines schwebenden Halblings durch den Tunnel herankommt. Schon ist er an der Kerze vorbei und vermutlich irgendwo in unmittelbarer Nähe der Gefährten. Nusper faucht.


Kognoskula Post

Verfasst am: 22 Okt 2007 19:50
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 9-10)

"Der Geist kommt zurück, werde ich ihn aufhalten können, Burth ist noch unten, eher sterbe ich, als ihn zurückzulassen, erstmal Gilthas helfen, dann weitermachen."
Tausend Gedanken schiessen Boldran gleichzeitig durch den Kopf, während er ruhig und rhythmisch an dem Seil zieht.
"Burth, ich brauche euch gleich hier oben. Der Geist kehrt zurück, aber wir werden das schaffen. Kognoskula, wo ist mein Schild? Könnt ihr den Geist etwas aufhalten? Ich brauche noch etwas Zeit."

"Huch, der Schild!" klatscht sich Kognoskula gegen die Stirn... doch dann nickt sie mit düsterer Gewissheit "Glaub mir, Boldran, Dein Schild, und wäre er doppelt so dick, kann Dich nicht vor diesem Wesen schützen - es schwebt im Æther ohne materielle Basis!"

Als Burth die Rufe seiner Freunde hört, blickt er besorgt nach oben, obwohl er kaum mehr als das Licht der Laternen und den in der Luft hängenden Gilthas ausmachen kann. Ein Stoßgebet an seinen Herrn auf den Lippen wartet der alte Mann darauf, dass das Seil zu ihm herunter geworfen wird, um sich ebenfalls empor ziehen zu lassen.

"Dann wollen wir uns mal beeilen, wir haben schon genug Zeit verloren! Zuuugleich...", feuert Thordin sich selbst und die anderen an und legt sich kräftig ins Zeug.[/b]

Auch der kleine Barde hilft so gut er kann dabei, Gilthas endlich aus der Fallgrube zu befördern. Fest umgreift er das Seil und zieht unter Thordins Anfeuerungen kräftig mit.

Boldran wuchtet zu unbehende am Seil, und poltert sich Gilthas gegen den Panzerschuh - AU! - und schon rutscht ihm ein Stück vom Seil ab. Auch Thordin ist kann nicht so recht korrigieren was geschieht. Doch da, Dimble nutzt das Baumeln aus und unterstützt den Seilzug geschickt so dass sich Gilthas über den Rand schwingen kann und auf seine Beine kommt.

Sobald Gilthas oben angekommen ist, knotet er sich von dem Seil los und wirft es wieder runter zu Burth. "Danke fuers Hochziehen."

Kognoskula konzentriert sich auf den Geist. Ihre Kerze schnellt direkt zu den Gefährten, um zwischen ihren Köpfen ein schauriges Licht zu verbreiten. Kognoskula. "UUIIIII" schreit die Halbingsdame auf, als vor ihren Augen urplötzlich nur die Umrisse der Erscheinung abgezeichnet werden. Noch während Kognoskula schnell forteilt um den Kampfgewanden Platz zu machen schallt Burths Stimme aus der Grube "Pelors Licht, vertreibe Es!". Vor den Augen der Gefährten flattert die ætherische Erscheinung heftig und ihre Umrisse verzerren sich. Ein hochfrequentes Kreischen ertönt, kaum hörbar,... doch die Erscheinung beruhigt sich scheinbar, und der Umriss schwebt weiter und mit Bestimmtheit auf die Gefährten zu. Nusper springt fauchend in die Luft, gefletschte Zähne voraus... ein idealer Angriff zwischen die Augen der Kreatur, der Umriss verzerrt sich und zuckt wild. Doch Nusper landet auf dem Boden, mit noch immer funkelnden Zähnen, enttäuscht fiepend. Die Erscheinung taucht im Lichte der Lampe in den gerade aufgerichteten Gilthas ein. Unter den skeptischen Augen des alten Boldran, der ängstlichen Kognoskula, dem missmutig grummelnden Thordin und dem siebenfachen Gnom, taucht nichts mehr aus dem Schreinersmann heraus. Eine düster schallende Abart von Gilthas' Stimme erfüllt den Tunnel, als sich die Lippen des jungen Mannes verbittert verkrampft bewegen: "Chhhhöööret zuuuhhhh! Eeeesss issst niiicht riiiichtig!" Eine Mischung aus Trauer und Zorn ist Gilthas ins Gesicht geschrieben.


Geändert am 22 Okt 2007 20:03 von Kognoskula


Kognoskula Post

Verfasst am: 23 Okt 2007 21:34
Auf der Suche nach Gilthas und Xiara (Runde 10-11)

Boldran macht zu seinen Freunden eine abwehrende Geste und tritt einen Schritt nach vorne, auf den Geist zu.
"Ihr habt recht, dies alles hier ist nicht richtig. Und es ist nicht rechtens, daß die Götter euch nach eurem Tode zu diesem Dasein verdammt haben. Ihr habt mein Mitgefühl. Sicherlich ward ihr im Leben ein stolzer und aufrechter Halblingsbursche. Ihr solltet nun die Ruhe finden, die euch zusteht und wenn ihr es uns erlaubt, würden wir euch dabei helfen. Darum, bitte sprecht, was können wir für euch tun, damit ihr eure verdiente Ruhe bekommt."

Ein sanfter Gesang ertönt von Dimble, ein Lied von wogenden Nebeln in der Dunkelheit - eine Metapher dessen was die Erscheinung darstellt. Die Melodei scheint den Geist weiter zu beruhigen und Boldrans Worte subtil zu unterstreichen.

Die ungemütliche Spannung in Gilthas Pose entspannt sich, er senkt den Dolch in seiner Hand, deren Knöchel weiß vom Verkrampfen der Hand sind. "Finnnndeth, wer falzzzsch Zsssseucknisss apgeleekt! Habe nichtzzz in die eigenä Tazzzzschähh!" Unruhig beginnt Gilthas auf beiden Beinen zu trippeln, langsam in Richtung der Grube. Seine Mimik ist absurd, doch bewegend.

Wut überkommt Thordin, als er beobachtet, wie der Geist unbehelligt vorrückt und Besitz von einem seiner neuen Weggefährten ergreift. Dass er nun scheinbar nichts tun kann, steigert dieses Gefühl noch. Dann aber beobachtet er zunehmend fasziniert, wie das fremdartige Wesen anscheinend mit ihnen zu kommunizieren versucht. Da Boldrans Worte eine beruhigende Wirkung zu haben scheinen, will er vorerst nicht weiter eingreifen. Fragend wirft er einen Blick nach hinten, fixiert dann aber wieder sofort Gilthas.

Kognoskula blickt stutzig doch fasziniert hinter Thordin hervor, und zuckt stirnrunzelnd die Schultern als Thordin sich kurz umdreht. Nusper krabbelt flink in die Richtung der Gelehrte - Gilthas' Blick folgt dem Nager kurz und seine Miene verfinstert sich. Nusper gelangt jedoch sicher in die Robentasche seiner Meisterin.

Gilthas ist nun sehr nah an der Grube und blickt - weiter erzürnend - hinunter zu dem strahlenden Pelorpriester. Doch wieder gewinnt seine ruhige Seite die überhand. Er wendet sich an Boldran: "Verssssprich essss! Verssssprich essss! Komplottssss, Verrraaahhhhht,... " Gilthas wimmert leise und verzweifelt, und setzt sich seinen Dolch mit beiden Händen auf die Brust, die Fackel fällt zu Boden. "Verssssprich essss..."


Kognoskula Post

Verfasst am: 23 Okt 2007 22:04
Kampfende
(in diesem Thread gehts weiter)


Boldrans Stimme wird dunkel und ernst:"Ich verspreche bei meiner toten Frau und meinem Sohn, daß ich die Hintergründe eures Todes aufdecken werde. Ich verspreche euch als ein Diener des Heironeous, daß ich euren Namen reinwaschen und ihr euren Frieden finden werdet.

Bitte gebt meinen Freund jetzt frei und ich werde so schnell es mir möglich ist, an diesen Ort zurückkehren. Ihr habt mein Wort."


Gilthas Mund öffnet sich. Boldrans Worte lösen seine Krämpfe, der Dolch gleitet aus seinen Händen. Mit unerwartetem Frohsinn im Gesicht umarmt der junge Schreiner den Sprecher der heldenhaften Worte schweigend.
Einen Herzschlag später gleitet die geisterhafte Halblingsperson aus dem Leib Gilthas'. Langsam schwebt sie nach Norden davon, ein unheimliches Wimmern in der Stimme und ein unwillkürliches Zucken in der Kontur. Murmelnd und ohne auf weitere Worte zu reagieren, verschwindet er in der Dunkelheit.


Geändert am 23 Okt 2007 22:09 von Kognoskula


Boldran Post

Verfasst am: 23 Okt 2007 22:14
Stumm, aber mit eiinem Lächeln blickt Boldran den jungen Mann an. Zweimal hätter er ihn heute fast verloren. Er musste in Zukunft besser auf seine Freunde achtgeben, das war seine Aufgabe.

"Wir haben viel zu tun, Freunde. Etwas übles geht hier unten vor sich, in dieser Stadt. Doch zunächst müssen wir uns um Xiara und Gilthas kümmern."


Burth Post

Verfasst am: 24 Okt 2007 07:19
Erleichtern atmet auch Burth am Boden der Fallgrube auf. Während er sich das Seil sorgfältig umlegt, ruft er nach oben: "Ihr könnt mich jetzt hochholen."

Gilthas Post

Verfasst am: 24 Okt 2007 07:59
Ein wenig verdutzt aber erleichtert findet sich Gilthas in den Armen des aelteren Ritters wieder. "Was ist passiert? Die ... die Kaelte kam wieder und ich war weg."

Nur langsam loest er die Umarmung mit Boldran.


Thordin Post

Verfasst am: 24 Okt 2007 15:28
Thordin ist erleichtert, dass die Situation zu einer so glimpflichen Lösung kam doch die emotionale Komponente scheint ihm gänzlich zu entgehen. "Gut gemacht, Herr Boldran", nickt er dem Paladin zu und zu Gilthas gewandt erklärt er: "Um es in einfachen Worten zu sagen: Der Geist hat von dir Besitz ergriffen, aber Boldran hier hat ihn überreden können, dich loszulassen. Hmm, das muss ein interessantes Gefühl sein", stellt er nachdenklich fest, um dann aber sogleich sachlich vorzuschlagen: "Nun lasst uns erst einmal Euren Kleriker aus dem Loch ziehen!"

Geändert am 24 Okt 2007 15:31 von Thordin


Gilthas Post

Verfasst am: 24 Okt 2007 16:42
Ein leichtes Zittern der Stimme kaum unterdrueckend "Von MIR Besitz ergriffen? Wie ist das moeglich? Ich hatte das Gefuehl das Bewusstsein zu verlieren und in duestere Traeume abzurutschen."

Sich von dem Zwerg abwendend fuegt er noch an "Und interessant oder angenehm ist das sicher nicht."


Kognoskula Post

Verfasst am: 24 Okt 2007 19:03
Kognoskula lugt fasziniert hin und her und beobachtet zunehmend beruhigt, wie die Erscheinung nicht wiederkehrt, Gilthas Verhalten wieder recht normal erscheint - bis auf seine steifen Beine, und Burth behutsam nach oben gehievt wird. "Ganz erstaunliche Ereignisse. Oh ja, Gilthas, Dein Körper war bewohnt von einem fremden Wesen! Du hast Glück, dass Dein Körper am leben blieb, denn das Wesen drohte eben diesen zu ermorden. Der einzige Ort an den Deine Seele dann noch hätte gehen können wäre das Jenseits gewesen. " erklärt sie schulmeisterlich.

"..., Xiara!" Sie zeigt mit dem Finger auf und zieht die Augenbrauen hoch, zu Xiara eilend. Überdeutlich und etwas zu laut für die empfindlichen Ohren der Elfin sagt sie in ihr Gesicht: "Werte Xiara. Da Du Lebenszeichen zeigst, vermute ich dass Dein Geist funktioniert! Ich werde nun versuchen Deine Gedanken zu lesen. Denke eine Antwort, wenn Du verstehst was ich sage! ...moment..." Schon beginnt die Gelehrte den Zauber von ihrer Rolle zu sprechen welchen sie zuvor zu sprechen plante. Dann sagt sie langsame "Kannst Du mich verstehen? Wenn ja, dann,... denke einfach an das was Geschehen ist!"


Xiara Post

Verfasst am: 25 Okt 2007 11:22
Xiara hört die Stimme von Kognoskula und sieht die kleine Halblingsdame vor sich umhertapsen. Als die Gelehrte ihren Gedankenlesezauber spricht, ruft sich die Elfe die Geschehnisse nocheinmal vor Augen... Gilthas, der sie auf einmal ohne Vorwarnung attackiert und dann flüchtet, die Fallgrube, ihr Sprung darüber und das nachfolgende Handgemenge, welches damit endet, dass Gilthas beinahe in den Tod stürzt und sie mit hinunterreisst, der lose Stein in der Wand, die geisterhafte Erscheinung, welche sie dann mit ihrem Schwert zu bekämpfen versucht, was aber nur wenig erfolgreich ist...

Kognoskula Post

Verfasst am: 25 Okt 2007 11:57
"Ein Stein? Dort muss ein loser Stein sein, in dem Loch, vielleicht ist ..." Kognoskula verfehlt das Wesentliche ihre "Konversation" mit Xiara bis Gilthas sie unterbricht "Ja, ja, ich weiß.". Die Halblingsdame nickt verdutzt und fährt fort: "Es funktioniert - Xiara ist am Leben und geisitig wohlauf. Folgendes scheint sich zugetragen zu haben... " und so gibt Kognoskula - ausgeschmückt wiederum auf ihre persönliche Art und Weise - wieder was Xiara berichtete. "...jeder Hieb des immer mehr erzürnenden Wesens raubte ihren Gelenken die Beweglichkeit, bis zur vollständigen Lähmung. Dann schloss sich die Falltüre." Mit besorgtem Blick schaut sie fragend in die Runde ihrer Gefährten.

Burth Post

Verfasst am: 25 Okt 2007 12:15
Nachdem der immer noch hell strahlende Burth unter aufmunternden Sprüchen über aufgehende Sonnen von Thordin und Boldran aus der Grube gezogen wurde, bedankt er sich bei den beiden kräftigen Männern. Dann konzentriert er sich für einen Moment, in dem sich die Sonnenaura zurückzieht und in seiner offenen Hand sammelt. Diese Kugel göttlichen Lichts schleudert er den Gang entlang in die Dunkelheit, bis das Licht dort an einer Oberfläche verstrahlt.

Dann schließt er zu Kognoskula auf. "Aber was sie in diesen Zustand versetzt hat, vermag sie auch nicht zu sagen? Wir sollten versuchen, Hilfe für sie zu bekommen. Auch ich könnte, ein paar stützende Bandagen vertragen."

Mit leicht schmerzverzerrtem Gesicht legt Burth seine Hand auf die Seite seines Brustkorbs, unter der er ein paar gebrochene Rippen vermutet.


Gilthas Post

Verfasst am: 25 Okt 2007 18:55
"Ahh, das ist bestimmt auch mit mir passiert," folgert Gilthas, der seine Glieder streckend den anderen zu Xiara gefolgt ist. "Guck ich kriege meinen Ellbogen nicht mehr hinter meinen Kopf."

Kognoskula Post

Verfasst am: 25 Okt 2007 19:12
"Das konnte sie nicht noch weiter elaborieren. Ein simpler Hieb der körperlosen Hand schien auszureichen!" antwortet Sie Burthan. Fasziniert testet sie sogleich - erfolgreich - ob sie ihren Ellenbogen hinter den Kopf bekommt, kontrolliert per Handmaß Gilthas' Armlänge, und nickt stutzig.

Thordin Post

Verfasst am: 25 Okt 2007 19:18
"Faszinierend", kommentiert Thordin gar nicht fasziniert Gilthas und Kognoskulas gymnastische Übungen. Er ist ebenfalls in die Schreinerei zurückgekehrt, nachdem er nochmal einen skeptischen Blick in beide Gänge geworfen hat und sich jetzt Xiara noch mal näher anschaut. "Hmm, so was habe ich noch nie erlebt. Wir sollten sie wirklich schnell hier wegbringen. Es gibt bestimmt einen Tempel, der gut auf Euch zu sprechen ist. Die Magiergilde wird hierbei wohl eher nicht helfen können..." Sein Blick streift durch den Raum. "Wir sollten das hier nicht einfach so zurücklassen. Jemand könnte hier runter kommen und in Gefahr geraten, nicht zuletzt die alte Frau da oben." Er beginnt damit, das Seil aufzurollen, um die Tür wieder schließen zu können.

Geändert am 25 Okt 2007 19:25 von Thordin


Kognoskula Post

Verfasst am: 25 Okt 2007 21:41
Erholung in der Enklave der Elfen

Unter der Anweisung von Gilthas wird das Geheimtürregal, die Schreinerei und sogar der Gerümpelkeller wieder provisorisch hergerichtet. Während sich Burth des Transports der immobilen Elfin annimmt, sichert Thordin widerwillig doch pflichtbewusst die Bewegung von Gilthas, der trotz Beschwerden noch recht solide unterwegs ist. Kognoskula und Dimble widerum fachsimpeln über die Natur und das Schicksal der Erscheinung während Boldran einmal mehr nach einem schwermütig Seufzen die alte Dame des Hauses beschwichtig. Doch auf seinem Herzen lastet diesmal keine Schuld, er spürt die Hand Des Tugendhaften auf seiner Schulter.
Auf Kognoskulas Vorschlag hin entscheiden sich die Gefährten dafür, den Schrein des Corellon Larethian aufzusuchen, im Elfenviertel an der Allmende auf der Ostseite Cryllors. Eldobarth sei der Name des Priesters, weiß Dimble zu berichten.

Eine Gruppe junger Bogenmacherschüler empfängt die Gefährten schon nach wenigen Schritten auf dem Grün mit besorgten Blicken und betten Xiaras Körper ohne Worte auf einer Sänfte aus Langbögen und tragen sie im Eilschritt vor den Gefährten her und über das Gras der Allmende zu der eindrucksvollen, alten Kastanie, unter der ein geräumiger Pavillion aus immergrünem Schattenefeu wächst. Ein türloser Eingang, verziert mit dem Silbernen Mond des Schöpfers der Elfen, ist ausgefüllt von einem Elfen, der auch in elfischer Zeitrechnung als alt anzusehen erscheint. Mit einer einzigen Geste heißt er die bunte Gruppe der Begleiter Xiaras willkommen im Schrein Corellons. Das Innere birgt mehr Überraschungen für die nun schon stadtgewohnten Augen der Gefährten, als selbst Dimble aus Erzählungen gehört hatte: Die Elfen haben aus diesen kleinen geschützten Fleck Erde in der Stadt viel gemacht. Die Gefährten vermögen nicht zu ahnen, wohin die Treppe in das Wurzelreich der Kastanie und der geräumige Aufgang, durch das Dach des Efeupavillions in die Krone des Baumes hinführen. Acolyten Corellons reichen Regenwasser mit Rosentautropfen in Holzschalen zur Begrüßung der Gäste und ziehen sich zurück.

Unter den emsigen Worten Kognoskulas, den Details von Dimble und den Erfahrungen, die Gilthas machte, sowie den ersten Untersuchungen von Burth, vermag Eldobarth, der elfische Priester scheinbar eine Diagnose der auf der Weidenpritsche gebetteten Xiara zu machen. In dem grünlichen Licht der kleinen lumineszierenden Fungusbeeten holt Eldobarth eine ausgehölte Kastanie aus einem Baumloch. Die ersten Worte die der Priester spricht sind elfische Gebetsworte der Heilung während er zugleich einen glitzernden Regen aus Diamantenstaub aus der Kastanie über die die regungslose Elfin schüttet. Unwillkürlich zucken zwei, drei Muskeln Xiaras, als sie spürt, wie die Lähmung ihrer Nerven nachlässt und tausende Nadeln beginnen ihren Tastsinn und ihre Muskeln am ganzen Körper wieder wachzurütteln.


Geändert am 26 Okt 2007 07:15 von Kognoskula


Burth Post

Verfasst am: 26 Okt 2007 08:28
"Sagt, ehrwürdiger Priester, was war die Ursache ihrer Lähmung? Und welches Gebet habt ihr über sie gesprochen?"

Burth, der die ganze Untersuchung und den Zauber beobachtet hat, fragt sich insgeheim, ob er Pelor auch um ein derartiges Wunder bitten könnte.


Xiara Post

Verfasst am: 26 Okt 2007 09:03
Ihre angespannten Nerven beruhigen sich langsam, als Xiara von ihren Gefährten aus dem Keller transportiert wird und als sie an dem Schrein des Elfengottes ankommen, weiß sie, dass sie es geschafft haben.

Als ihre gelähmte Muskulatur langsam wieder zu arbeiten beginnt, sinken ihre ausgestreckten Arme herunter, wobei sie den Griff ihrer Klinge weiterhin mit einer Hand hält, und so auch gerade eben verhindern kann, dass der Krummsäbel einen der Umstehenden trifft, als er plötzlich zur Seite und schließlich zu Boden gleitet.


Kognoskula Post

Verfasst am: 26 Okt 2007 17:28
Respektvoll hebt Eldobarth zunächst die Waffe mit den archaischen elfischen Runen vom Boden und legt sie beiseite, und murmelt Xiara auf elfisch beruhigende Worte zu "Gebt Eurem Körper Zeit junge Elfe!" Dann antwartet er Burth in der gewöhnlichen Sprache, doch mit einem starken elfischen Akzent: "Danke, dass ihr dieser jungen Elfin geholfen habt. Die Ursache ihres Leidens war starke Nekromantie von jenseits des Grabes. Manche Geister entziehen ihren Opfern - oft ohne dies tatsächlich zu verstehen - jene Kraft, welche sie am stärksten schätzen. So scheinbar die Wendigkeit dieser jungen Elfin. Und ein Geist scheint dies sicherlich gewesen zu sein. Ohne die Gunst einer höheren Macht kann ein Lebewesen so einen Schaden nicht überwinden." Der Priester mustert die Kluft des Pelorjüngers, und setzt sich auf einen Hocker um durchzuatmen. Dann fährt er ruhig fort "Ich bat Corellon um die Wiederherstellung dieses Körpers und dabei ausdrücklich um die Reaktivierung der Gelenke und Muskeln. Ohne Eure gute Beschreibung hätte ich um einen größeren Gefallen bitten müssen. Geht beizeiten in Euch, Priester des Sonnengottes, und ihr werdet die Kraft verstehen um die ich bat." Er nickt Burth langsam und ermutigend zu und beginnt in Ruhe die restlichen Anwesenden zu mustern. Stets hat er ein Auge auf Xiara, welche nun auch schon von zwei jungen Elfinnen mit einem Lappen, einer Schale Wasser und einem Kräuteraufguss umsorgt wird.

Geändert am 26 Okt 2007 17:30 von Kognoskula


Gilthas Post

Verfasst am: 26 Okt 2007 20:08
Gilthas hat die ganze Prozedur aufmerksam beobachtet und auch den Worten des elfischen Priesters.
"Hmm, der Schaden ist dauerhaft ohne goettliche Hilfe? Meine Muskeln und Gelenke fuehlen sich auch ganz steif und starr an."


Kognoskula Post

Verfasst am: 26 Okt 2007 21:19
Skeptisch schaut der weise, alte Elf den jungen Menschen an. Das lange volle graue Haar verdunkelt das Gesicht des Priesters in dem Halbdunkel des Pavillions fast völlig. "Soso, junger Mann. Gilthas nehme ich an?" Gemütlich steht er auf, und stützt sich nun auf seinen knorrigen Holzstock. Nickend sieht er Gilthas an. Plötzlich klopft er Gilthas gegen das Bein, der zwar die Reflexe hat sein Bein wegzuziehen, allein das Fleisch, es spielt nicht mit. Merkwürdig verliert Gilthas für einen Wimpernschlag das Gleichgewicht. "Hmm." gibt Eldobarth nickend zu denken. "Zweifelsohne können auch Elfenfreunde auf die Gunst Corellons hoffen. Ihr werdet Euch in diesem Falle bis zum nächsten Morgengrauen gedulden müssen, junger Mann."

Gilthas Post

Verfasst am: 27 Okt 2007 14:22
Ein wenig unbehagt wippt Gilthas von einem Fuss auf den anderen, denn ihm ist aufgefallen, dass er wahrscheinlich Schuld an Xiaras Situation hat.
"Danke Herr Priester, aber ich weiss nicht, ob ich das verdient habe. Wahrscheinlich bin ich schuld an Xiaras Zustand. Der ... der Geist hatte von mir Besitz ergriffen und ich habe sie dann angefallen."


Kognoskula Post

Verfasst am: 28 Okt 2007 11:50
Das faltige Gesicht des alten Elfen wandelt sich ganz langsam in ein gutmütiges Lächeln, die Augen sind nun nur noch Schlitze. Eldobarth legt seine Hnd auf die Schulter des verunsicherten Jünglings und spricht ermutigend: "Das Reflektieren des eigenen Tuns und Seins ist eine große Gabe. Vielen fehlt diese, gar besonders im jungendlichen Drang." Er setzt sich wieder auf seinen Hocker. "Opfer der Malevolenz eines Untoten Wesens zu werden gleicht einem unaufmerksam geführten Schild. Mehr Schuld lastet nicht auf Dir."
Die wachen Augen Eldobarths scheinen in jedem einzelnen der Gefährten zu lesen und schweift mit seiner leisen, rauchigen Stimme zu den Künsten ab: "Meinen Dank für Deine virtuose Vorstellung gestern, Herr Calladenn. Manch einer sieht Dich in den Fußstapfen des Sundolin." Eine kaum merkliche, anerkennende Verneigung ist Eldobarth anzusehen.


Gilthas Post

Verfasst am: 28 Okt 2007 19:03
Bei den freundlichen Worten des Priesters errötet Gilthas leicht.
"Vielen Dank, ehrwürdiger Vater." antwortet er sichtlich erleichtert.
"Ich werde versuchen meinen Geist besser zu verteidigen."


Boldran Post

Verfasst am: 28 Okt 2007 23:04
Voller Ehrfurcht ob der Wunder die hier gewirkt werden, hält Boldran sich respektvoll im Hintergrund. Erleichtert nimmt er zur Kenntnis, daß Xiara sich bereits wieder bewegen kann und er nickt dem Priester dankbar zu.

"Vergiss nicht, Vater, du hast dem Geist dein Wort gegeben. Eine grosse Aufgabe liegt vor dir."

"Ja, ich habe es nicht vergessen, doch weiß ich nicht, ob ich die anderen einer solchen Gefahr aussetzen kann oder vielmehr will."

"Lass sie diese Entscheidung treffen, ruhe dich jetzt aus."

Mit einem Lächeln blickt Boldran seinen Sohn an. Er war immer ein wenig entspannter in dessen Gegenwart, denn sein Sohn bedeutete Familie, die Familie bedeutete zuhause zu sein, irgendwie.


dimble Post

Verfasst am: 28 Okt 2007 23:35
Der kleine Barde ist seit dem Verlassen des Kellers der alten Dame auffällig ruhig. Viel geht ihm durch den Kopf, was er noch nicht auszudrücken bereit ist. Er ist mehr als erleichtert darüber, dass die Abenteurer, insbesondere Gilthas und Xiara diese Begegnung mit dem Geist nicht mit ihrem Leben bezahlen mussten. Er ist beeindruckt von Boldrans Art, seiner Weisheit, seiner Güte. Der fromme Mann nimmt dem Gnom eine Sorge, die ihn plagt, aufzufressen droht, zermartert. Dimble überträgt diese Konfrontation mit einem lebenden Toten auf sein eigenes Schicksal. Angst plagt ihn, sich irgendwann, ob des mächtigen Fluches des Teufelshufes selber in ein solches Wesen zu verwandeln, eine Angst, die er gerne überspielt, vor sich wegschiebt, doch die er nie ganz aus dem Auge verlieren kann. Es stärkt den sentimentalen Barden in diesem Moment, Boldran an seiner Seite zu wissen, es ist fast, als hätte er seine aufrichtigen Worte an den Geist an ihn selber gerichtet. Mit einem stillen Lächeln begleitet er seine Freunde zur Enklave der Elfen.

Dort saugt er die vielen neuen Eindrücke in sich auf, schmückt das Gesehene mit gehörten Geschichten aus, doch ist selber überwältigt von diesem wunderschönen Ort und den hilfsbereiten Dienern des Schöpfers der Elfen. Die Freundlichkeit, die ihm und seinen Gefährten hier entgegengebracht wird, ersucht er mit Herzlichkeit zu erwidern. Eldobarth genießt großen Respekt des kleinen Barden, sein Ruf eilt ihm voraus und seine Kräfte vermögen es tatsächlich, Xiara aus ihrer Lähmung zu befreien. Als eben dieser Priester, zu dem Dimble aufschaut, den Gnom lobt und sogar mit seinem wohl größten Vorbild, Sundolin persönlich vergleicht, verschlägt es dem redegewandten Barden für einen Moment die Sprache. Doch geschickt überspielt er diese Situation, ganz so, als hätte er seinem Gefährten Gilthas nur die Gelegenheit geben wollen, zunächst auf die an ihn gerichteten Worte zu antworten.

"Es ehrt micht, diese Worte aus eurem Munde zu hören.", seufzt Dimble dann. "Aber glaubt mir, eine Erwähnung in einem Atemzug mit dem großen Meister verdiene ich nicht, noch nicht.", der Gnom schüttelt abwehrend seinen Kopf, aber sein Lächeln drückt gleichzeitig aus, dass er das Lob durchaus angenommen hat. "Wir haben zu danken, für eure Hilfe. Lasst es uns wissen, wie wir unsererseits diese erwidern dürfen."


Kognoskula Post

Verfasst am: 29 Okt 2007 19:08
Boldran und auch Burthan und Kognoskula bekommen von jungen Elfen Schemel herbeigestellt, man spürt den Respekt vor dem Alter, den die Elfen hegen. Gerade als Boldran sich zufrieden setzt spürt er eine Zufriedenheit aus seinem inneren - doch es ist nicht er selbst, und auch nicht sein Sohn der zu ihm spricht. Es ist Sturm, Boldran ist sich ungewöhnlicherweise sicher, dass sein Roß in diesem Moment seine Stimmung mit ihm teilt.

Eldobarth nickt Giilthas gemächlich zu und nimmt dann die Worte Dimbles auf. Prompt antwortet er: "Ihr,... ihr seid ihm ähnlich. Aber um auf Eure letzten Worte zurückzukommen - nehmt Euch eines Tages die Zeit und erzählt mir Eure Erlebnisse vom Kampf gegen Khurboks Vasallen und Eure Begegnung mit dem Vermächtnis meines Bruder." Sein Blick streift Anathalas.


Thordin Post

Verfasst am: 29 Okt 2007 19:33
Mit etwas Unwohlsein hat Thordin die Gefährten in den Schrein begleitet. In seiner schon recht langen Zeit in der Stadt ist er dem Schrein noch nie so nahe gekommen doch nun blickt er sich neugierig, wenn auch eher misstrauisch um. Dennoch kann er seine Erleichterung nicht verbergen, als die Magie der Elfen bei Xiara wirkt. In die Konversation mischt er sich vorerst nicht ein, aber er verlagert das Gewicht bereits etwas ungeduldig von einem Bein auf das andere...

dimble Post

Verfasst am: 29 Okt 2007 19:45
Der kleine Barde horcht bei den letzten Worten Eldobarths wach auf und die Erregung, die in seiner Stimme mitschwingt, ist deutlich zu spüren. "Ihr, ihr seid der Bruder Kenewors?", stammelt Dimble überrascht. "Verzeiht, ich hatte ja keine Ahnung. Natürlich, mehr als gerne berichten wir euch von den Geschehnissen in und um den Ashen Tower. Sehr gerne auch sofort, nur wenn es euch recht ist, natürlich." Offensichtlich kann der Gnom es kaum erwarten, sich mit dem Diener des Schöpfers der Elfen auszutauschen. Er brennt darauf, mehr über dessen Bruder zu erfahren. Der elfische Ritter, der sein Leben der Jagd und der Vernichtung von Vampiren gewidmet hat. Der Bezwinger Lord Neperchills. Der stolze Elf, den die Last des Teufelshufes so sehr zeichnete. Und der dennoch die Kraft besaß, sich von diesem zu trennen und sich mühte, die Nachwelt vor dessen Einfluss zu schützen.

Kognoskula Post

Verfasst am: 29 Okt 2007 21:36
Eldobarth blickt Dimble freundlich an: "Später, junger Gnom, später, oder morgen, es eilt nicht. Gleich unterrichte ich diese jungen Kerle hier." Er blickt sich nach den herumhuschenden Acolyten um. "Nun los, es ist Zeit der Dame Xiara auf die Beine zu helfen!" Flux stützen zwei junge Corelloniten die wiedererstartkte Elfin.

Boldran Post

Verfasst am: 29 Okt 2007 23:28
Boldran genoss diese Augenblicke der Ruhe. Er wusste, wenn sie diese Enklave verlassen würden, würde ihnen das Unheil wieder folgen. Es gab soviel zu tun, wo sollten sie beginnen. Doch noch ward hier und jetzt eine Ruhe.

Burth Post

Verfasst am: 30 Okt 2007 09:27
Auch Burth ist dankbar über die Möglichkeit zur Entspannung. Auf dem Schemel sitzend blickt er ruhig zu dem Hohepriester herauf. In sich gekehrt, versucht er die Erhabenheit des Priesters in sich aufzunehmen. In diesem Moment wird ihm bewußt, dass es ein weiter Weg vom Fährmann zum wahren Wirker göttlicher Machts ist.

Gilthas Post

Verfasst am: 30 Okt 2007 18:16
Als den Aelteren Stuehle angeboten werden, stellt sich Gilthas flugs hinter einen dieser Stuehle, offensichtlich froh, dass die Aufmerksamkeit des Priesters auf Dimble und nicht mehr auf ihn gerichtet ist. Dort hinten hoert er dem Gespraech gebannt zu ohne jedoch selbst das Wort zu ergreifen.

Kognoskula Post

Verfasst am: 30 Okt 2007 18:45
Die ersten Gehversuche Xiaras sind recht schnell erfolgreich. Auch der Muskelkater ihrer stark geschundenen Extremitäten wurde Durch die Heilung großtenteils aufgehoben. Allein der Schock den die plötzliche Bewegungslosigkeit hervorrief hemmt sie noch. Zufrieden beobachtet Eldobarth die Genesung und erhebt sich schließlich. "Ihr seid willkommene Gäste, Elfenfreunde. Ich lade Euch ein, hier in unserer Enklave Gast zu sein, doch leider werde ich nun einen Unterricht führen müssen. Auf bald." Eldobarth verabschiedet sich mit diesen Worten von den Gefährten.

Das Wetter hat sich verschlechtert und ein Nieselregen aus beinehe gefrorenen, feinen Tropfen fällt und dringt erbarmungslos unter die Kleidung, sobald die Gefährten den Pavillion verlassen.


dimble Post

Verfasst am: 30 Okt 2007 20:15
Seine Freunde und wohl auch Eldobarth spüren die Ungeduld des Barden. Seine Neugier ist geweckt und er will mehr über Kenewor erfahren - am liebsten sofort. Doch die Höflichkeit und der Respekt dem Diener des Schöpfers aller Elfen gegenüber lassen Dimble diesen Drang überspielen. "Natürlich, wir wollen euch nicht aufhalten, aber ich werde wiederkommen, bald, um euch das Gewünschte zu berichten. Gehabt euch wohl. Und vielen Dank. Für eure Hilfe und eure Gastfreundschaft.", verabschiedet sich der Gnom noch von dem aufbrechenden Elfen.

Der eiskalte Nieselregen lässt Dimble frösteln und so erahnt er schon die nächste Station, die die gemütlicheren Gefährten wohl vorschlagen werden. "Wollen wir uns bei einem heißen Tee im "Fröhlichen Wandersmann" aufwärmen?", kommt es schließlich über die Lippen des Gnomes. Ein Zwinkern in Richtung Kognoskula kann er sich nicht verkneifen. "Ist hier gleich um die Ecke.", erläutert er, in Richtung einer Straßenkreuzung im Westen der Allmende deutend.


Thordin Post

Verfasst am: 30 Okt 2007 22:30
Im Gegensatz zu Dimble hat Zwerg im Moment keinen Sinn für Elfengeschichten und nimmt den Aufbruch eher erleichtert zur Kenntnis. Mit einem Nicken und einer gemurmelten Floskel verabschiedet er sich von dem ehrwürdigen Priester.

Draußen erwidert er: "Hmm, ich fürchte, ich habe keine Zeit mich auszuruhen. Ihr müsst wissen...", nach einem Augenblick des Zögerns fährt er fort: "Ihr müsst wissen, der Grund aus dem ich Euch gesucht hatte... Es ist nämlich noch jemand Verschwunden. Ein Freund von mir dieses mal."


Xiara Post